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Berufsdilemma

fgding

Neues Mitglied
Hallo, erst mal zu meiner Person: Ich bin 21, männlich und habe letztes Jahr mein Abitur an einem Techn. Gymnasium für IT gemacht.

Zu meinem Dilemma: Ich war immer gut in Mathematik und Informatik und habe auch sehr gute Noten in diesen Fächern erzielt. Nach dem Abi bin ich in eine weit entfernte Stadt gezogen um Medieninformatik an einer angesehenen Hochschule zu studieren. Das Studium lief ganz in Ordnung. Ich wurde sogar für meine Programme gelobt.

Jedoch habe ich die Inhalte des Studiums gehasst. Mich hat es einfach kein Stück mehr interessiert. Wenn es mir auch nur ansatzweise Spaß gemacht hätte. Hat es aber überhaupt nicht.
Ich will eigentlich kreativ in Teams arbeiten. Habe einfach das Gefühl das sich meine Interessen um 180° gedreht haben. Konnte ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr weiter studieren, also habe ich es abgebrochen.

Bin daraufhin wieder zurück gezogen. Nun weiß ich beruflich nicht mehr weiter. Eigentlich weiß ich dass ich gut im programmieren bin, aber mich interessiert es einfach überhaupt nicht mehr. Überlege nun ein Studium in Informationsdesign anzufangen. Dort lässt sich dann auch Informatik als Spezialisierung wählen. Alternative wäre eine Ausbildung zum Informatiker in einem schweizerischen Betrieb oder zum Mediengestalter Digital und Print (Webdesign usw.).

Ich weiß nicht ob ich nach meinen Fähigkeiten oder nach meinen Interessen entscheiden soll... Weiß auch nicht auf welche Frage dieser Text hinaus soll, aber vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben. DANKE!
 

Quereinsteiger

Mitglied
Hi fgding,

ich bin persönlich kein Freund von 'noch ein Abschluss' hier, 'ein weiteres Zertifikat' da usw. Wir Zertifizieren uns Dumm und Dusselig ohne dabei am Markt wirkliche Erfolge zu erzielen. Ich kenne eine Menge Unternehmen die fast prinzipiell nur Leute einstellen die mindestens einen Betriebswirt vorweisen können und lassen diese dann als Sachbearbeiter in der Kundenberatung verschimmeln. Davon hat doch keiner was.

BTW: Bei mir war es umgekehrt. Habe Mediengestaltung Digital und Print gelernt und mich Jahre später der Programmierung hingegeben. Wenn man als Mediengestalter bei einer Zeitung oder Verlag unterkommt kann man da gute Geld verdienen. Im Druckdienstleistungsbereich so gut wie gar nicht mehr weil so vieles Über Kostenlose Templates, über Onlinedienstleister alles für einen Apfel und Ei zu haben ist. Wenn ich nur daran denke was ich Jahrelang zum Thema Bildbearbeitung lernenund können musste was mein iPhone heute alles vollautomatisch kann...!

Ich habe mich lange mit einer ähnlichen Situation befasst. Informatikstudium oder frei (Fernuni) eine Sprache lernen. Mir macht Proggen unheimlich viel Spaß. Nach Gesprächen mit Informatikern hatte ich raus, dass Informatiker alles rund um die Elektronische Verarbeitung und Kommunikation lernen und sich erst zum Ende des Studiums auf die Fachrichtung spezialisieren (Medieninformatik/Systemintegration usw.). Das waren die Aussagen. Somit wusste ich was ich nicht will und hab mich an der Fernuni für C++ eingeschrieben. Das Coden macht mir immer noch Spaß. Allerdings ist die Planung, das Softwareingengeering nicht meine Stärke. Gehört aber dazu. Da ich mich primär nur mit kleinen Projekten befasse kann ich nach Code&Fix Programmieren und alles hat sich ausgezahlt. Und ich arbeite in einer Firma die rein gar nichts mit IT zu tun hat. Aber meine kleinen Progs helfen meinen Kollegen bei der täglichen Arbeit ungemein. Und da ich sie geschrieben habe macht mich das im Unternehmen sehr Wertvoll.

Was will ich Dir mit dieser Geschichte zeigen. Lerninhalte in Hochschulen sind allein auf die Inhalte ausgerichtet. Sie sind weder Praxis- noch Ergebnisorientiert. D.h. Deine Fähigkeiten und Interessen müssen sich nicht ausschließen. Im Gegenteil. Die Ergänzung und Kombination von beidem bringt den Erfolg. Wenn Du ein junges zielstrebiges Unternehmen findest mit jungen, coolen Leuten die Bock haben was zu reißen, im Medienbereich, als OnlineDienst, StartUp, whatsoever... Dann denke ich kannst Du gezielt und auch Dosiert einsetzen was Du kannst und deine Fähigkeiten für das was Du willst ausbauen. Und das wird Dich für ein solches Unternehmen unglaublich wertvoll machen. Wer heute Programmieren kann hat die goldene Eintrittskarte in die Welt von morgen. Die Digitalisierung der Märkte lässt sich nicht aufhalten und auch reine Offlineunternehmen/Offlinebranchen müssen zusehen dass sie sich auch online Positionieren um künftig weiter zu bestehen.

Alles Gute
 

IchWars

Mitglied
Du bist jung. Höre einfach auf dein Bauchgefühl. Du musst noch so lange in deinem zukünftigen Beruf arbeiten... das wird sehr sehr schwer, wenn du dich jeden Tag zwingen musst. Mit dem Programmieren hast du doch erst mal schon ein super Standbein. Wenn du die Möglichkeit hast, probiere dich aus, finde heraus, was dir Spaß machen könnte. Vielleicht lässt es sich ja dann auch mit dem Programmieren verbinden...

Viel Glück und alles Gute
 

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