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Gast
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Hallo!
Ich wende mich an dieses Forum, weil ich im Augenblick wirklich am verzweifeln bin und ein paar unabhängige Meinungen gebrauchen könnte. Also, es geht um Folgendes: Ich bin 20 Jahre alt, habe letztes Jahr mein Abitur mit einem Schnitt von 1,7 gemacht und befinde mich seit Oktober 2011 in einer Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin. Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich ein großes Interesse an medizinischen Thematiken hatte, meine Noten allerdings zu schlecht für ein Medizinstudium sind, gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern. Allein deshalb eine Krankenpflegeausbildung zu beginnen, das ist mir jetzt bewusst, war wohl keine sehr gute Idee, denn Pflege ist nunmal Pflege und nicht Medizin. Und ich war auch noch dumm genug, nicht einmal ein Praktikum zuvor zu absolvieren. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass dieser Beruf absolut das falsche für mich ist. Meine Noten in der Berufsschule sind zwar recht gut, aber die meisten Lerninhalte interessieren mich überhaupt nicht und im praktischen Unterricht stelle ich mich auch nicht gerade überragend an, weshalb ich vor praktischen Prüfungen so eine Panik schiebe wie ich sie bisher nicht kannte. Auch die Arbeit im Krankenhaus deprimiert mich furchtbar, der Umgang mit Krankheit und leidenden Menschen fällt mir viel schwerer als gedacht und ich habe riesige Angst etwas falsch zu machen und den Patienten zu schaden. Die Unsicherheit die ich dadurch ausstrahle kommt natürlich nicht besonders gut an, weder bei den Pflegekräften, noch bei Lehrern und Patienten. Und normalerweise bin ich wirklich nicht unsicher was den Umgang mit Menschen betrifft, nur in dieser Rolle als Krankenschwester fühle ich mich komplett fehl am Platz. Ich quäle mich mittlerweile nur noch durch die Wochen, lebe von Wochenende zu Wochenende und bin die ganze Zeit nur am herumgrübeln. Vor und während der praktischen Einsätze in der Klinik geht es mir psychisch richtig schlecht, ich bekomme Magenschmerzen und mir ist die ganze Zeit übel.
Seit einigen Wochen spiele ich mit dem Gedanken abzubrechen und nächstes Jahr im Wintersemester ein Jurastudium zu beginnen (für dieses WS habe die Bewerbungsfristen leider verpasst). Jura zu studieren war bereits nach dem Abitur meine zweite Option, ich bereue furchtbar, dass ich mich nicht gleich dafür entschieden habe. Meine Eltern haben mir zu verstehen gegeben, dass sie enttäuscht wären, wenn ich die Ausbildung abbrechen würde, weil man in ihren Augen so etwas einfach nicht macht, sondern eben kämpfen muss. Jetzt frage ich mich, wäre es denn wirklich so schlimm, wenn ich die Ausbildung abbrechen würde? Klar, ich hätte nächstes Jahr dann schon etwa die Hälfte der Ausbildungszeit geschafft und eine abgebrochene Ausbildung macht sich nie gut im Lebenslauf. Aber andererseits: Warum sollte ich mich weiter quälen, wenn ich doch sowieso nie in diesem Bereich arbeiten möchte? Was ist besser, die Ausbildung mit mittelmäßigen Noten abschließen oder jetzt abbrechen, wo mein Zwischenzeugnis noch sehr erfreulich ist(dank wenig praktischen Noten)? Denkt ihr irgendjemanden wird das später noch mal interessieren, wenn ich ein abgeschlossenes Studium in der Tasche habe, ob ich diese Krankenpflegeausbildung beendet habe oder nicht?
Ich bräuchte wirklich ein paar ehrliche Antworten und den ein oder anderen Rat.
Viele Grüße,
Isa
Ich wende mich an dieses Forum, weil ich im Augenblick wirklich am verzweifeln bin und ein paar unabhängige Meinungen gebrauchen könnte. Also, es geht um Folgendes: Ich bin 20 Jahre alt, habe letztes Jahr mein Abitur mit einem Schnitt von 1,7 gemacht und befinde mich seit Oktober 2011 in einer Ausbildung zur Gesundheits-und Krankenpflegerin. Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich ein großes Interesse an medizinischen Thematiken hatte, meine Noten allerdings zu schlecht für ein Medizinstudium sind, gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern. Allein deshalb eine Krankenpflegeausbildung zu beginnen, das ist mir jetzt bewusst, war wohl keine sehr gute Idee, denn Pflege ist nunmal Pflege und nicht Medizin. Und ich war auch noch dumm genug, nicht einmal ein Praktikum zuvor zu absolvieren. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass dieser Beruf absolut das falsche für mich ist. Meine Noten in der Berufsschule sind zwar recht gut, aber die meisten Lerninhalte interessieren mich überhaupt nicht und im praktischen Unterricht stelle ich mich auch nicht gerade überragend an, weshalb ich vor praktischen Prüfungen so eine Panik schiebe wie ich sie bisher nicht kannte. Auch die Arbeit im Krankenhaus deprimiert mich furchtbar, der Umgang mit Krankheit und leidenden Menschen fällt mir viel schwerer als gedacht und ich habe riesige Angst etwas falsch zu machen und den Patienten zu schaden. Die Unsicherheit die ich dadurch ausstrahle kommt natürlich nicht besonders gut an, weder bei den Pflegekräften, noch bei Lehrern und Patienten. Und normalerweise bin ich wirklich nicht unsicher was den Umgang mit Menschen betrifft, nur in dieser Rolle als Krankenschwester fühle ich mich komplett fehl am Platz. Ich quäle mich mittlerweile nur noch durch die Wochen, lebe von Wochenende zu Wochenende und bin die ganze Zeit nur am herumgrübeln. Vor und während der praktischen Einsätze in der Klinik geht es mir psychisch richtig schlecht, ich bekomme Magenschmerzen und mir ist die ganze Zeit übel.
Seit einigen Wochen spiele ich mit dem Gedanken abzubrechen und nächstes Jahr im Wintersemester ein Jurastudium zu beginnen (für dieses WS habe die Bewerbungsfristen leider verpasst). Jura zu studieren war bereits nach dem Abitur meine zweite Option, ich bereue furchtbar, dass ich mich nicht gleich dafür entschieden habe. Meine Eltern haben mir zu verstehen gegeben, dass sie enttäuscht wären, wenn ich die Ausbildung abbrechen würde, weil man in ihren Augen so etwas einfach nicht macht, sondern eben kämpfen muss. Jetzt frage ich mich, wäre es denn wirklich so schlimm, wenn ich die Ausbildung abbrechen würde? Klar, ich hätte nächstes Jahr dann schon etwa die Hälfte der Ausbildungszeit geschafft und eine abgebrochene Ausbildung macht sich nie gut im Lebenslauf. Aber andererseits: Warum sollte ich mich weiter quälen, wenn ich doch sowieso nie in diesem Bereich arbeiten möchte? Was ist besser, die Ausbildung mit mittelmäßigen Noten abschließen oder jetzt abbrechen, wo mein Zwischenzeugnis noch sehr erfreulich ist(dank wenig praktischen Noten)? Denkt ihr irgendjemanden wird das später noch mal interessieren, wenn ich ein abgeschlossenes Studium in der Tasche habe, ob ich diese Krankenpflegeausbildung beendet habe oder nicht?
Ich bräuchte wirklich ein paar ehrliche Antworten und den ein oder anderen Rat.
Viele Grüße,
Isa