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Gast
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Hallo Forum,
ich steh aktuell (mal wieder) vor einer schweren Aufgabe, was meine berufliche Zukunft angeht.
Ich bin 25 Jahre alt und weiß bis heute nicht so recht wo meine Reise hingeht. Nach der Realschule folgte die Höhere Berufsschule (Fachrichtung Wirtschaft/Office Management). Danach machte ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann (2 Jahre) und arbeitete dort auch ein weiteres Jahr, um Berufserfahrung zu sammeln. Schon während der Ausbildung wurde mir klar, dass ich keinen Verkäuferjob machen möchte. Was mir gut gefallen hat waren die Stabsstellen/Back-Office. Da sich die Bank aber von immer mehr Geschäftsstellen/internen Bereichen verabschiedet hatte und Mangel an Alternativen, entschied ich mich aus der Not heraus für ein Studium (BWL).
Vielleicht war die Entscheidung zu überstürzt, merkte ich doch relativ schnell, dass mir die praktische Arbeit fehlte und ich mich einige Vorlesungen einfach überforderten. Nach zwei Semestern und der Erkenntnis, dass ich wieder in einen Job zurück möchte, schrieb ich haufenweise Bewerbungen für den Bereich verwaltende Tätigkeit (Verwaltungen, Finanzamt, Rathaus...). Da man für diese Bereiche die spezielle Ausbildung des Verwaltungsfachangestellten ö.ä benötigt, bewarb ich mich auch auf Ausbildungsstellen. Leider bekam ich eine Absage nach der anderen, was mich doch ziemlich mitnahm. Durch meine bisher gesammelte Erfahrung empfand ich diese Bereiche als passend für mich. Natürlich wird da auch nicht alles super klasse sein, aber es wäre mal ein Anfang.
Nach einem Jahr, wo ich eigentlich kaum noch das Studium besuchte, beendete ich dieses ohne Abschluss. Da ich nicht wusste was zu tun ist, besuchte ich das Arbeitsamt. Ich erhoffte mir ein paar Tipps für die Bewerbungen oder welche Alternativen ich mit meiner Ausbildung habe. Was ich bekam waren aber nur irgendwelche Stellenangebote, die absolut nicht zu mir passten z.B. versuchen sie es doch mal als Bankkaufmann....
Die Zeit drängte, da ich mich jetzt auch noch freiwillig Versichern musste. Also bewarb ich mich wieder auf verschiedenste Stellen. Als ich dann eine Zusage im Vertriebsinnendienst bekam, womit ich eigentlich nix mehr zu tun haben wollte, nahm ich sofort an. Ich war einfach froh irgendwas zu haben, ein weiteres Jahr rumgammeln hätte ich nicht überlebt.
Der Job ist nun in einem 4-Mann Betrieb. Da wir zu 90% mit Werbeagenturen zusammenarbeiten, steht man 40 Stunden in der Woche unter permanentem Strom. Es ist verdammt viel zu tun. Beratung, Angebote schreiben und Bestellungen wie am Fließband abarbeiten. Die Rahmenbedingungen sind auch nicht so klasse: 40 Stundenwoche, 20 Urlaubstage, keine 1.300€ in der Tasche und 70Km zu fahren. Es schlaucht schon sehr, gerade weil der Chef auch niemanden mehr Einstellen möchte. Jeder von uns hat Arbeit für zwei und es wird einfach nicht weniger. Meinen Kollegen geht es genauso. Man kommt sich schon ziemlich ausgenutzt vor. Meine Stelle scheint auch eine sehr große Fluktuationrate zu besitzen. Meine letzten zwei Vorgänger haben wohl alle nach ein paar Monaten gekündigt. Ich habe dort auch keine Möglichkeit mich in irgendeine Richtung zu entwickeln. Es gibt keine Schulungen oder Weiterbildungen, wenn nichts passiert, mache ich die nächsten Jahre nichts anderes als Angebote schreiben.
Nach knapp 6 Monaten sitze ich jetzt wieder hier und weiß nicht mehr weiter. Ich hasse den Job. Ich will das nicht mehr machen. Ich mache es gerade nur, damit ich etwas Geld reinbekomme. Ansonsten zieht mich morgens nichts auf die Arbeit. Ich habe auch wieder angefangen Bewerbungen zu schreiben. Hatte auch schon ein paar Bewerbungsgespräche, aber es ist noch nichts bei rumgekommen. Ich traue mich auch nicht einfach zu kündigen ohne etwas anderes zu haben. Zu groß ist die Angst wieder Monate/Jahre Arbeitslos zu sein, da es mit so einem löchrigen Lebenslauf auch schwer wird etwas zu finden. Das Arbeitsamt ist keine Alternative für mich. Wenn es hart auf hart kommt, komme ich für die nächste Zeit auch mit meinem Ersparten über die Runden (wohne noch im Elternhaus). Dort melden möchte ich mich nicht mehr.
Ich durchsuche als wieder die Jobbörsen nach dem "richtigen" Job. Merke aber schnell, dass Bürojobs total überlaufen sind. Die Großzahl der Stellen kommen von irgendwelchen Personalvermittlern und mir kommt der Gedanke auf, ob ich mit meinem kaufmännischen Wunsch damals vielleicht eine ganz falsche Richtung eingeschlagen habe...Aber ich weiß auch keine Alternative. Ein richtiger Teufelskreis. Ich möchte mich jetzt nicht wieder in einen anderen Job stürzen um dann zu merken, dass es wieder nichts für mich ist. Aber bei meiner aktuellen Stelle bleiben ist auch keine Option....
War jemand in einer ähnlichen Situation? Wie bekomme ich raus, was meine "Berufung" ist. Ich möchte raus aus diesem Teufelskreis. Endlich einen Job haben, mit dem ich Leben kann. Ich erwarte keine fette Karriere mit viel Geld. Ein Job mit Sinn und etwas Spaß würde mir schon reichen.
ich steh aktuell (mal wieder) vor einer schweren Aufgabe, was meine berufliche Zukunft angeht.
Ich bin 25 Jahre alt und weiß bis heute nicht so recht wo meine Reise hingeht. Nach der Realschule folgte die Höhere Berufsschule (Fachrichtung Wirtschaft/Office Management). Danach machte ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann (2 Jahre) und arbeitete dort auch ein weiteres Jahr, um Berufserfahrung zu sammeln. Schon während der Ausbildung wurde mir klar, dass ich keinen Verkäuferjob machen möchte. Was mir gut gefallen hat waren die Stabsstellen/Back-Office. Da sich die Bank aber von immer mehr Geschäftsstellen/internen Bereichen verabschiedet hatte und Mangel an Alternativen, entschied ich mich aus der Not heraus für ein Studium (BWL).
Vielleicht war die Entscheidung zu überstürzt, merkte ich doch relativ schnell, dass mir die praktische Arbeit fehlte und ich mich einige Vorlesungen einfach überforderten. Nach zwei Semestern und der Erkenntnis, dass ich wieder in einen Job zurück möchte, schrieb ich haufenweise Bewerbungen für den Bereich verwaltende Tätigkeit (Verwaltungen, Finanzamt, Rathaus...). Da man für diese Bereiche die spezielle Ausbildung des Verwaltungsfachangestellten ö.ä benötigt, bewarb ich mich auch auf Ausbildungsstellen. Leider bekam ich eine Absage nach der anderen, was mich doch ziemlich mitnahm. Durch meine bisher gesammelte Erfahrung empfand ich diese Bereiche als passend für mich. Natürlich wird da auch nicht alles super klasse sein, aber es wäre mal ein Anfang.
Nach einem Jahr, wo ich eigentlich kaum noch das Studium besuchte, beendete ich dieses ohne Abschluss. Da ich nicht wusste was zu tun ist, besuchte ich das Arbeitsamt. Ich erhoffte mir ein paar Tipps für die Bewerbungen oder welche Alternativen ich mit meiner Ausbildung habe. Was ich bekam waren aber nur irgendwelche Stellenangebote, die absolut nicht zu mir passten z.B. versuchen sie es doch mal als Bankkaufmann....
Die Zeit drängte, da ich mich jetzt auch noch freiwillig Versichern musste. Also bewarb ich mich wieder auf verschiedenste Stellen. Als ich dann eine Zusage im Vertriebsinnendienst bekam, womit ich eigentlich nix mehr zu tun haben wollte, nahm ich sofort an. Ich war einfach froh irgendwas zu haben, ein weiteres Jahr rumgammeln hätte ich nicht überlebt.
Der Job ist nun in einem 4-Mann Betrieb. Da wir zu 90% mit Werbeagenturen zusammenarbeiten, steht man 40 Stunden in der Woche unter permanentem Strom. Es ist verdammt viel zu tun. Beratung, Angebote schreiben und Bestellungen wie am Fließband abarbeiten. Die Rahmenbedingungen sind auch nicht so klasse: 40 Stundenwoche, 20 Urlaubstage, keine 1.300€ in der Tasche und 70Km zu fahren. Es schlaucht schon sehr, gerade weil der Chef auch niemanden mehr Einstellen möchte. Jeder von uns hat Arbeit für zwei und es wird einfach nicht weniger. Meinen Kollegen geht es genauso. Man kommt sich schon ziemlich ausgenutzt vor. Meine Stelle scheint auch eine sehr große Fluktuationrate zu besitzen. Meine letzten zwei Vorgänger haben wohl alle nach ein paar Monaten gekündigt. Ich habe dort auch keine Möglichkeit mich in irgendeine Richtung zu entwickeln. Es gibt keine Schulungen oder Weiterbildungen, wenn nichts passiert, mache ich die nächsten Jahre nichts anderes als Angebote schreiben.
Nach knapp 6 Monaten sitze ich jetzt wieder hier und weiß nicht mehr weiter. Ich hasse den Job. Ich will das nicht mehr machen. Ich mache es gerade nur, damit ich etwas Geld reinbekomme. Ansonsten zieht mich morgens nichts auf die Arbeit. Ich habe auch wieder angefangen Bewerbungen zu schreiben. Hatte auch schon ein paar Bewerbungsgespräche, aber es ist noch nichts bei rumgekommen. Ich traue mich auch nicht einfach zu kündigen ohne etwas anderes zu haben. Zu groß ist die Angst wieder Monate/Jahre Arbeitslos zu sein, da es mit so einem löchrigen Lebenslauf auch schwer wird etwas zu finden. Das Arbeitsamt ist keine Alternative für mich. Wenn es hart auf hart kommt, komme ich für die nächste Zeit auch mit meinem Ersparten über die Runden (wohne noch im Elternhaus). Dort melden möchte ich mich nicht mehr.
Ich durchsuche als wieder die Jobbörsen nach dem "richtigen" Job. Merke aber schnell, dass Bürojobs total überlaufen sind. Die Großzahl der Stellen kommen von irgendwelchen Personalvermittlern und mir kommt der Gedanke auf, ob ich mit meinem kaufmännischen Wunsch damals vielleicht eine ganz falsche Richtung eingeschlagen habe...Aber ich weiß auch keine Alternative. Ein richtiger Teufelskreis. Ich möchte mich jetzt nicht wieder in einen anderen Job stürzen um dann zu merken, dass es wieder nichts für mich ist. Aber bei meiner aktuellen Stelle bleiben ist auch keine Option....
War jemand in einer ähnlichen Situation? Wie bekomme ich raus, was meine "Berufung" ist. Ich möchte raus aus diesem Teufelskreis. Endlich einen Job haben, mit dem ich Leben kann. Ich erwarte keine fette Karriere mit viel Geld. Ein Job mit Sinn und etwas Spaß würde mir schon reichen.