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Berufliche Probleme? Eigentlich ja nicht...

J

jerry1281

Gast
Hallo zusammen,

ich bin neu hier, weil ich mir doch die ein oder andere Meinung einholen möchte.
Zunächst etwas zu meiner Person:
Ich bin, objektiv betrachtet, geistig noch wesentlich jünger, als ich tatsächlich (28) bin. Ich bin Single und wohne (aus finanziellen Gründen) auch noch zu Hause. Dazu habe ich zwei Hobbys, die mich auch zeitlich ziemlich einspannen (aber bei Hobbys lässt man sich ja gerne einspannen).

Aus heutiger Sicht würde ich auch sagen, dass ich zunächst nach meinem Abitur eine Ausbildung angetreten habe, die mich noch nicht erfüllt hat. Nach Abschluss derselben habe ich ein Lehramtsstudium begonnen (auch mit Hinblick auf mein Hobby). Ich kam damals nicht damit klar, dass man im Studium zu viele Freiheiten hatte (keine Anwesenheitspflicht, Stundenplan selber machen in Kombination mit meiner doch etwas notorischen Faulheit...). Irgendwann, als der Karren endgültig in den Dreck gefahren war, musste ich das Studium auch abbrechen.
Umso stolzer bin ich auf mich, dass ich nun ein weiteres Studium erfolgreich zum Ende gebracht habe (wollte es nach meinem Scheitern auch allen beweisen). Allerdings fiel mir die Organisation des Studiums auch recht leicht. Es war ein Studium an der Dualen Hochschule, bei dem sich dreimonatige Theoriephasen mit dreimonatigen Praxisphasen im Ausbildungsbetrieb immer abwechselten. Das fand ich eigentlich sehr kurzweilig und ich habe mich eigentlich immer wieder auf die Theoriephasen gefreut. Da mir das Lernen (wohl auch aufgrund vorheriger Erfahrungen) inzwischen recht leicht fiel, hatte ich während der Theoriephasen auch meist etwas mehr Freizeit, die ich (Stichwort: Hobbys) auch zu nutzen wusste ;-). Anders war das, als ich drei Monate im Betrieb war. Die Zeit war knapp und ich fand das sehr stressig, den Beruf mit meinen Hobbys unter einen Hut zu bekommen. Hatte abends vor dem Schlafengehen und morgens vor der Fahrt zur Arbeit immer auch ein eher traurig-mulmiges Gefühl, zur Arbeit gehen zu müssen.
Jetzt habe ich seit 1.10. eine auf ein Jahr befristete Stelle bei meinem Ausbildungsbetrieb erhalten. Leider (zumindest eigentlich leider) ist dieser Betrieb aufgrund der derzeitigen Wirtschaftskrise in Kurzarbeit. Das heißt, ich habe immer einen Tag in der Woche (meist montags) frei. Paradoxerweise finde ich das allerdings super. Plötzlich gehe ich viel lieber zur Arbeit, ja teilweise geht sogar ein Traum in Erfüllung: Dass mir die Arbeit Spaß macht. Schuld daran ist meines Erachtens der geringere Freizeitsstress. Durch den einen Tag länger unterbleibt am Wochenende der bisher immer vorhandene Freizeitsstress und ich bin dann dienstags wesentlich erholter und daher auch motivierter, die Aufgaben der anstehenden Woche anzugehen. Paradoxerweise wächst nun in mir immer mehr die Angst vor der Zeit, zu der die Kurzarbeit endet und ich wieder 100 % arbeiten muss. Ich weiß irgendwie nicht, wie ich alles unter einen Hut bekommen sollte.
Jetzt stellt sich die Möglichkeit natürlich, anschließend regulär auf eine Teilzeitstelle zu wechseln. Durchkalkuliert habe ich es. Es fehlen mir monatlich - wenn man die ersparten Fahrtkosten verrechnet - 200 Euro. 100 Euro kann ich im Monat über meine Hobbys hinzuverdienen (mittelfristig könnte das auch noch mehr werden). Rechnet man dies auf meinen Teilzeitlohn hinzu, verblieben also nur noch 100 Euro, die mir - im Gegensatz zu einer Vollzeitstelle - fehlen würden.
Meine Bedenken, meinen Chef darauf anzusprechen, sind jetzt allerdings folgende:
1.) Dieser könnte mich als "faul" abtun (vielleicht bin ich das auch), was wiederum negative Auswirkungen auf meine Chancen zur Verlängerung meines befristeten Arbeitsvertrags haben könnte.
2.) Die 100 Euro fehlen mir halt. Derzeit bin ich Single und ich brauche die 100 Euro nicht unbedingt zum Leben. Falls ich weiterhin Single bleibe (immerhin war ich in meinen bisherigen 28 Lebensjahren nur 3 Monate nicht Single), aber das weiß man natürlich nicht, würde ich sofort in Teilzeit gehen. Falls ich allerdings doch irgendwann auch einmal Glück in der Liebe haben sollte, ärgere ich mich bestimmt, dass ich mir kein Geld angespart habe, um eine Existenz aufzubauen. Allerdings lebe ich ja auch im Hier und Jetzt und ich möchte auch JETZT mein Leben genießen.

Ich denke übrigens, dass ich leichte psychologische Probleme habe. Die Gründe konnte ich allerdings bisher noch nicht herausfinden, da ich eigentlich im Großen und Ganzen eine gute Kindheit hatte. Allerdings bin ich im Leben sehr unsicher. Habe immer Panik, aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen zu werden (habe keine Angst davor, eine eigene Wohnung zu nehmen, allerdings durchaus angst davor, weiter weg zu ziehen). Ich bin auf jeden Fall ein sehr komischer Typ - würde ich objektiv so sehen.

Vielleicht hat jemand Verständnis für meine Situation und kann mir den ein oder anderen Ratschlag geben.
 
Hallo Jery ! 🙂

mh.. mal sortieren . Du willst arbeiten - nich so viel um Freizeit zu haben . Du machst lieber Theorie als Praxis um Freizeit zu haben , hast dich aber ans arbeiten gewöhnt . Dir fehlen 100 Mäuse , wenn du in Teil gehst - weil für deine Freundinn mal . Richtig erfaßt ? 😕

1 = ein Chef denkt eh was er will . Richtig is , das deine Chancen kleiner werden .

Du mußt für dich erstmal klar machen was will ich ? Das ist eine Entscheidung mit der du klar kommen mußt . Denn wenn du Glück hast bekommst du jetzt 10 AW . Demnach bist du eventuell immer noch nicht schlauer . Wichtig ist doch , das du freude an dem hast was du machst .
Was sind das für Hobbys , wenn ich fragen darf ?

2 = wenn du eine Frau findest , die dich mag dann auch mit wenig Geld . Ja man will was bieten . Aber ist ein guter Partner weniger wert ? Nein . Es geht nicht um Materielle Dinge sondern um die Person selber - Charakter ...

Fakt ist : Was du willst wie beschrieben , läßt sich schwer verbinden . Das gibt es nur entweder du machst dein Job = mehr Geld = weniger Freizeit
Oder weniger Arbeit = weniger Geld = mehr Freizeit = und ne Frau , die sich mit dem zufrieden geben muß , was du hast !

Liebe Grüße !
 

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