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Berufliche Angststörung

Xeaks

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

lange her das ich hier was geschrieben habe, doch ich glaube es muss gerade sein. Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit, merke ich wie ich weg sinke.

Berufliche Angststörung, kennt das jemand?; ich fühle mich oft so alleine damit und hab immer das Gefühl niemand kennt das, niemand würde mich verstehen.

Ich fange mal nicht an meine ganze Vergangenheit zu erzählen, doch ich weiß genau was ich fühle. Berufliche Situationen sind für mich die Hölle. Ob ein Praktium, eine Reha Maßnahme oder sei es nur ein Vorgespräch, tritt bei mir pure Panik ein. Ich fühle mich erstarrt, leer und fühle nichts mehr außer der puren Angst. Meine Gedankenkreisen nur noch um Suizid.
Ich weiß einfach nicht wie ich weiter machen soll. Ich sage nicht ich will mich umbringen. Sicher gibt es diese Phasen auch noch in meinem Leben, doch sterben möchte ich nicht. Ich möchte ein "normales Leben" führen. Gut was ist normal?; ich möchte ein Berufsleben haben. Doch sobald ich mich aktiv damit befasse, naja habe es ja gerade geschrieben.

Kennt jemand solche Situationen oder kann mir jemand helfen?

Würde mich sehr darüber freuen!
 

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G

Gast

Gast
Hallo zusammen,

lange her das ich hier was geschrieben habe, doch ich glaube es muss gerade sein. Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit, merke ich wie ich weg sinke.

Berufliche Angststörung, kennt das jemand?; ich fühle mich oft so alleine damit und hab immer das Gefühl niemand kennt das, niemand würde mich verstehen.

Ich fange mal nicht an meine ganze Vergangenheit zu erzählen, doch ich weiß genau was ich fühle. Berufliche Situationen sind für mich die Hölle. Ob ein Praktium, eine Reha Maßnahme oder sei es nur ein Vorgespräch, tritt bei mir pure Panik ein. Ich fühle mich erstarrt, leer und fühle nichts mehr außer der puren Angst. Meine Gedankenkreisen nur noch um Suizid.
Ich weiß einfach nicht wie ich weiter machen soll. Ich sage nicht ich will mich umbringen. Sicher gibt es diese Phasen auch noch in meinem Leben, doch sterben möchte ich nicht. Ich möchte ein "normales Leben" führen. Gut was ist normal?; ich möchte ein Berufsleben haben. Doch sobald ich mich aktiv damit befasse, naja habe es ja gerade geschrieben.

Kennt jemand solche Situationen oder kann mir jemand helfen?

Würde mich sehr darüber freuen!

Ich kenn das, haargenau so.
Ich bin deshalb in Therapie und habe mich nun so weit aufgebaut, dass ich es trotzdem versuche. Ich habe zwar große Ängste, aber ich muss sie zu überwinden lernen.
Man kann es eigentlich nur trotzdem versuchen. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan.

Machst du eine Therapie?
Und hast du irgendwelche Berufswünsche?
 

Zizi

Mitglied


Ich denke dein erster Schritt ist es, dich mit deiner Angst zu befassen. Was genau löst deine Angst aus? Wie fühlt sich diese Angst an? Wann spüre ich diese Angst ganz besonders? Vielleicht würde ich das sogar aufschreiben. Vielleicht ist es gar nicht die Angst vor der Berufstätigkeit, sondern einfach nur die „Phobie“ in Kontakt mit Neuem konfrontiert zu werden. Oder die Angst vorm Scheitern oder etwas falsch zu machen. Jeder normale Mensch spürt dieses Gefühl, wovon du leidest. Manche mehr, andere weniger. Bei dir ist es anscheinend sehr ausgeprägt, was man aber schwächen kann. Anschließend würde ich versuchen für diese Problematiken eine Lösung zu finden um dieses unangenehme Gefühl vermeiden zu können. Wenn du keine Lösung findest, kannst du dir Hilfe beim Therapeuten besorgen. Da würde ich definitiv nicht warten.



Das Wichtigste aber ist es jetzt zu wissen, dass du auf jedenfall nicht alleine bist! Man kann diese Ängste bekämpfen. Man muss es nur wollen. Du darfst auf gar keinen Fall die Augen zu drücken und weg schauen. Du musst dich damit beschäftigen, weil du sie anders nicht los wirst. Wenn du dich darum kümmerst, glaub mir, wird sich das ganz sicher bessern J
 

Xeaks

Aktives Mitglied
Ich kenn das, haargenau so.
Ich bin deshalb in Therapie und habe mich nun so weit aufgebaut, dass ich es trotzdem versuche. Ich habe zwar große Ängste, aber ich muss sie zu überwinden lernen.
Man kann es eigentlich nur trotzdem versuchen. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan.

Machst du eine Therapie?
Und hast du irgendwelche Berufswünsche?
Schön zu hören, dass ich nicht ganz alleine damit auf der Welt bin und ja es ist einfacher gesagt als getan.

Nun ich bin in Therapie, wobei das Problem eher ist die Richtige Anlaufstelle zu finden. Die habe ich mittlerweile "denke" ich gefunden. Ich weiß einfach ich muss klein anfangen und da kommt eine Ergotherapie in Frage. Nun das alleine klingt etwas "einfach" ich weiß noch aus den Kliniken wie simpel das ist. Doch ich habe in diesem Fall eine eher berufliche Ergotherapie wo ich vor allem ins Büro (meinen eigentlichen Lehrberuf, den ich nicht abgeschlossen habe) eintreten.

Wunsch, naja es ist dämlich manchmal, aber es wäre schön das was ich erfahre, weiter zu geben. Kurz ich habe daran gedacht etwas in der Psychotherapie zu machen. Doch weiß ich das es ein enorm langer Weg ist und ich habe beschlossen ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Ich werde versuchen in meinen Alten Lehrberuf als Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Gut vielleicht nicht direkt, aber ich denke schon das es ein Verwaltungs- oder allgemein Büroberuf werden soll.
 

Xeaks

Aktives Mitglied
Ich denke dein erster Schritt ist es, dich mit deiner Angst zu befassen. Was genau löst deine Angst aus? Wie fühlt sich diese Angst an? Wann spüre ich diese Angst ganz besonders? Vielleicht würde ich das sogar aufschreiben. Vielleicht ist es gar nicht die Angst vor der Berufstätigkeit, sondern einfach nur die „Phobie“ in Kontakt mit Neuem konfrontiert zu werden. Oder die Angst vorm Scheitern oder etwas falsch zu machen. Jeder normale Mensch spürt dieses Gefühl, wovon du leidest. Manche mehr, andere weniger. Bei dir ist es anscheinend sehr ausgeprägt, was man aber schwächen kann. Anschließend würde ich versuchen für diese Problematiken eine Lösung zu finden um dieses unangenehme Gefühl vermeiden zu können. Wenn du keine Lösung findest, kannst du dir Hilfe beim Therapeuten besorgen. Da würde ich definitiv nicht warten.



Das Wichtigste aber ist es jetzt zu wissen, dass du auf jedenfall nicht alleine bist! Man kann diese Ängste bekämpfen. Man muss es nur wollen. Du darfst auf gar keinen Fall die Augen zu drücken und weg schauen. Du musst dich damit beschäftigen, weil du sie anders nicht los wirst. Wenn du dich darum kümmerst, glaub mir, wird sich das ganz sicher bessern J
Nun vor allem das Neue löst die Angst aus. Ich bin ein Mensch der überhaupt nicht gerne spontan ist, ich muss immer die Kontrolle über meine Umwelt haben. Ich bin nicht direkt Kontrollsüchtig. Nur wenn ich bei einem Job anfange kenne ich mich ja überhaupt nicht aus. Dazu kommen Angst vor Fehlern, ich habe in meiner Ausbildung eher "nicht hilfreiche Kollegen" gehabt. Gut vielleicht kam mir das auch nur so vor. Auf jeden Fall durfte ich keine Fragen mehr stellen, weil ich es ja angeblich schon nach 2 Wochen alles können müsste und damit immer mehr Selbstzweifel und Angst vor weiteren Fehlern. Ich bin im allgemeinen schon immer schüchtern gewesen und lt. Therapeuten habe ich ebenfalls eine soziale Phobie die sich auch besonders im Beruf stark ausgeprägt hat.

Vielen Dank für deine Worte Ziri, ich weiß mit ein paar Worten ist das Problem nicht aus der Welt geschafft. Doch es macht einem Hoffnugen :)
 
D

deftoner

Gast
Hallo, ich möchte mich inhaltlich hier einklinken, weil ich heute zu einm ähnlichen Thread schon einen Beitrag geschrieben habe.
Was die Diagnose der Ursache angeht, da stimme ich Zizi zu.
Was den Umgang und die Überwindung allerdings angeht, überhaupt nicht: Kampf ist Krampf und wirkt somit nicht problemlösend, sondern verschlimmert die Störung eher noch. Erkennen und Annehmen deiner Störung - Erkennen/Wahrnehmen der Gründe/Ursachen dafür - über die Selbsterkenntnis der Sinnlosigkeit und Unbegründetheit das Einlassen und Einüben auf/in angstauslösende Situationen, ganz nach deinem individuellen Möglichkeiten. In etwa der Art wird auch eine guter Verhaltenstherapeut mit dir "arbeiten". Das Wort behandeln ist in diesem Fall fehl.
Ich wünsche allen betroffenen viel Erfolg auf diesem Weg.
 
G

Gast

Gast
Hallo, ich möchte mich inhaltlich hier einklinken, weil ich heute zu einm ähnlichen Thread schon einen Beitrag geschrieben habe.
Was die Diagnose der Ursache angeht, da stimme ich Zizi zu.
Was den Umgang und die Überwindung allerdings angeht, überhaupt nicht: Kampf ist Krampf und wirkt somit nicht problemlösend, sondern verschlimmert die Störung eher noch. Erkennen und Annehmen deiner Störung - Erkennen/Wahrnehmen der Gründe/Ursachen dafür - über die Selbsterkenntnis der Sinnlosigkeit und Unbegründetheit das Einlassen und Einüben auf/in angstauslösende Situationen, ganz nach deinem individuellen Möglichkeiten. In etwa der Art wird auch eine guter Verhaltenstherapeut mit dir "arbeiten". Das Wort behandeln ist in diesem Fall fehl.
Ich wünsche allen betroffenen viel Erfolg auf diesem Weg.
In der Verhaltenstherapie wird bei Ängsten die Konfrontationstherapie angewandt. Das heißt, du wirst in die Arbeit/wo auch immer du Probleme hast geschickt und wenn du Angst bekommst, versagst du. Darüber wird nicht viel geredet, es wird höchstens klar gemacht, dass dies ein Fehlschlag war und man sich nicht genug angestrengt hat.

Ursachenfindung und -bewältigung wird meistens völlig außen vor gelassen.
Das ist wie wenn man bei der Pest die Beulen ausschneidet, aber nicht das Virus bekämpft. Sie wird immer wieder ausbrechen, notfalls auch an anderen Stellen, da nur die Symptome, nicht aber die Ursache beseitigt wird.

Psychoanalyse und ggf auch Tiefenpsychologie zeigen da meiner Meinung nach bessere Ansätze, da sie an die Hintergründe der Angst herangehen. Dadurch löst sich die Ursache auf, das Verhalten ändert sich dabei automatisch.

Das sind meine Erfahrungen damit. VP hat mich persönlich total fertig gemacht und die Angst durch den ständigen Druck und die Aussagen, dass ich nicht kann, meine Angst noch extrem verstärkt.

Natürlich kommt es bei der Wahl der Therapie immer auf die Person und das Problem an.
Wenn jemand einfach keinen Bock hat zu arbeiten und auf krank macht, kann Druck machen und als Versager fühlen lassen durchaus helfen, den Ehrgeiz anzukurbeln und wäre somit ein guter Therapieansatz. Wenn jemand allerdings ehrgeizig ist, sein möglichstes tut und dann so behandelt wird, macht denjenigen das vermutlich einfach nur fertig.

Vielleicht war der Therapeut den ich damals hatte auch einfach ein Idiot.
TP und PA in einer Mischung haben bei mir allerdings sehr gut angeschlagen.
 

Adria78

Aktives Mitglied
Was Gast da beschreibt kann ich nur mit einem "jein" unterstützten.

Es gibt Therapeuten die sind Idioten. So einen hatte ich auch schon mal. Bei denen fühlt man sich kleiner, nach der Therapie. Weil die einen wirklich alleine lassen und man Vorwürfe bekommt, wenn man versagt. Das kenne ich auch. Das ist furchtbar.

Aber es gibt auch gute Therapeuten. Und dann sieht eine Verhaltenstherapie auch anders aus. Dann wird vorher eingeübt, was man machen soll. So Rollenspiele. Dann wird alles, auch die Ängste, vorher durch gesprochen. Auch ein Worst-Case-Szenario. Ich finde diese Art der Therapie hilfreich, sie muss aber gut sein.

Was auch stimmt, das man die Ursachen zumindest kennen sollte. Waren früher deine Eltern sehr ehrgeizig, haben Dir das Gefühl gegeben, Du müsstest etwas leisten damit sie Dich lieb haben? Oder hattest Du in der Schule von den Lehrern/Mitschülern Druck?

Das sind die Fragen, die man wirklich vorher stellen sollte. Ursache ist wichtig.

Allerdings stimme ich nicht mit dem Gast überein, das man sich nur auf die Ursache konzentrieren sollte. Das ist meiner Meinung nach nicht gut. Weil dann redet man in zehn Jahren noch über die Probleme seiner Kindheit und ist im hier und jetzt nicht weiter. Kramt immer wieder alte Erinnerungen hervor, das wird dann auch nicht besser.

Ich denke, man braucht eine Mischung. Sich erst die Ursachen ansehen, die auch bearbeiten. Danach erarbeiten, was man im hier und jetzt machen kann. Statt Verhaltenstherapie wäre auch systemische Therapie möglich. Da schaut man auf "Erfolge" seines Lebens und versucht die Problemlösungen von damals aufs heute zu übertragen.
 

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