Ich bin wahrlich niemand, der dem Beruf einen hohen Stellenwert beimisst. Während bei anderen im Leben die Karriere sogar oft an erster Stelle noch vor der Familie und Freunden kommt ist mir eine Karriere im Sinne der Befriedigung des Egos völlig egal. Also dem sich anderen gegenüber Beweisen und Darstellen. Mir selber gegenüber aber vermutlich nicht, denn mit mir selber bin ich nicht im Reinen.
Ich stehe jetzt vor der Situation, dass ich meine berufliche Existenz vollkommen falsch ausgerichtet habe. Mir war nie klar zur Zeit des Abiturs und auch danach, was ich "machen möchte". Wenn man schon Abitur hat, dann muss man doch studieren oder? So war der Tenor damals. Wenn man aber keine Orientierung hat, wählt man halt das erst Beste. Warum ich mir nicht schon früh Gedanken machte - das kann ich nicht beantworten. Ich beneide heute jeden - Karriere hin oder her - der früh wusste was man machen möchte. Ich beneide jeden der nicht bereut morgens zur Arbeit zu müssen, weil man sich einen Beruf ausgesucht hat der einen erfüllt.
Da ich in Jugendzeiten immer viel vorm PC hing habe ich halt Informatik studiert. Ein gewaltiger Fehler. Angefangen mit einer 40 Stundenwoche ging es über 36h, 34h, 24h inzwischen ankommend bei einer 16h Woche, weil ich diesen Beruf und dessen Ausübung einfach nicht länger ertragen kann. Und weil mir dieser Beruf so anwidert habe ich auch absolut keine Ambitionen auf Weiterbildung oder einfach nur praktischen Wissenserhalt. Ich merke, dass frische Uniabgänger mehr drauf haben als ich - das ist aber in Ordnung.
So ist jetzt endgültig der Entschluss gefasst, diesen Beruf endgültig an den Nagel zu hängen. Aber jetzt plagen mich Gedanken, dass ich zwar mit 34 durchaus noch nicht zu den Alten gehöre aber mir im Gegensatz zu dem Zeitpunkt wo ich mit dem Studium anfing vieles nicht mehr möglich sein wird.
Ich werde kein Arzt mehr werden, kein Anwalt, kein Pilot. Möglicherweise würde ich bei vielen Dingen erst ein Meister oder Profi sein, wenn ich in meinen 40ern bin. Andere in dem Alter hätten schon 20 Jahre Berufserfahrung. Sowas kann man doch nicht mehr aufholen.
Innerlich fühle ich mich schon alt wie ein Rentner, so sind es zwar noch 33 Jahre bis dahin, jedoch habe ich den Zenit meines Lebens überschritten. Welchen Sinn soll es machen, jetzt nochmal etwas neues anzufangen? Also in der Absicht wirklich etwas erfüllendes auszuüben und nicht nur einem Broterwerb nahzugehen?
Ich bereue es, mir nicht schon früher ernsthafte Gedanken gemacht zu haben. Selbst wenn ich einen Beruf ohne großes Bildungsniveau auswähle, sei es Tischler oder ein anderes Handwerk, so habe ich hier einen großen Teil meiner Lebenszeit verplempert und normalerweise müsste ich in meinem Alter schon Chef oder zumindest angehender Chef sein - sofern man solche Ambitionen hätte. Auf jeden Fall ein Profi.
Gerne würde ich etwas neues machen, befürchte aber bereits am Tag meines Abschlusses eigentlich schon zu alt oder zum alten Eisen zu gehören. Und das dämpt wieder meine Ambitionen.
Es ist natürlich leicht gesagt. "Mach es einfach, du hast nichts zu verlieren". Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Risiko einer neuen Ausbildung oder Umschulung selber tragen muss. Als Informatiker hat man vermutlich selbst aufm Kuhdorf heute eine Möglichkeit irgendwas zu machen. Zusätzlich suchen die meisten - wenn es eine klassische Ausbildung sein soll - eher junge Menschen.
Ich stehe jetzt vor der Situation, dass ich meine berufliche Existenz vollkommen falsch ausgerichtet habe. Mir war nie klar zur Zeit des Abiturs und auch danach, was ich "machen möchte". Wenn man schon Abitur hat, dann muss man doch studieren oder? So war der Tenor damals. Wenn man aber keine Orientierung hat, wählt man halt das erst Beste. Warum ich mir nicht schon früh Gedanken machte - das kann ich nicht beantworten. Ich beneide heute jeden - Karriere hin oder her - der früh wusste was man machen möchte. Ich beneide jeden der nicht bereut morgens zur Arbeit zu müssen, weil man sich einen Beruf ausgesucht hat der einen erfüllt.
Da ich in Jugendzeiten immer viel vorm PC hing habe ich halt Informatik studiert. Ein gewaltiger Fehler. Angefangen mit einer 40 Stundenwoche ging es über 36h, 34h, 24h inzwischen ankommend bei einer 16h Woche, weil ich diesen Beruf und dessen Ausübung einfach nicht länger ertragen kann. Und weil mir dieser Beruf so anwidert habe ich auch absolut keine Ambitionen auf Weiterbildung oder einfach nur praktischen Wissenserhalt. Ich merke, dass frische Uniabgänger mehr drauf haben als ich - das ist aber in Ordnung.
So ist jetzt endgültig der Entschluss gefasst, diesen Beruf endgültig an den Nagel zu hängen. Aber jetzt plagen mich Gedanken, dass ich zwar mit 34 durchaus noch nicht zu den Alten gehöre aber mir im Gegensatz zu dem Zeitpunkt wo ich mit dem Studium anfing vieles nicht mehr möglich sein wird.
Ich werde kein Arzt mehr werden, kein Anwalt, kein Pilot. Möglicherweise würde ich bei vielen Dingen erst ein Meister oder Profi sein, wenn ich in meinen 40ern bin. Andere in dem Alter hätten schon 20 Jahre Berufserfahrung. Sowas kann man doch nicht mehr aufholen.
Innerlich fühle ich mich schon alt wie ein Rentner, so sind es zwar noch 33 Jahre bis dahin, jedoch habe ich den Zenit meines Lebens überschritten. Welchen Sinn soll es machen, jetzt nochmal etwas neues anzufangen? Also in der Absicht wirklich etwas erfüllendes auszuüben und nicht nur einem Broterwerb nahzugehen?
Ich bereue es, mir nicht schon früher ernsthafte Gedanken gemacht zu haben. Selbst wenn ich einen Beruf ohne großes Bildungsniveau auswähle, sei es Tischler oder ein anderes Handwerk, so habe ich hier einen großen Teil meiner Lebenszeit verplempert und normalerweise müsste ich in meinem Alter schon Chef oder zumindest angehender Chef sein - sofern man solche Ambitionen hätte. Auf jeden Fall ein Profi.
Gerne würde ich etwas neues machen, befürchte aber bereits am Tag meines Abschlusses eigentlich schon zu alt oder zum alten Eisen zu gehören. Und das dämpt wieder meine Ambitionen.
Es ist natürlich leicht gesagt. "Mach es einfach, du hast nichts zu verlieren". Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Risiko einer neuen Ausbildung oder Umschulung selber tragen muss. Als Informatiker hat man vermutlich selbst aufm Kuhdorf heute eine Möglichkeit irgendwas zu machen. Zusätzlich suchen die meisten - wenn es eine klassische Ausbildung sein soll - eher junge Menschen.
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