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Beruf mit Wochenendarbeit gesucht anstelle eines Vollzeitjobs

cooper

Mitglied
Ich habe ein Problem und zwar bin ich seit 15 Jahren im Berufsleben (inkl. Ausbildung und Kurzzeitstudium) und bin in bisher bei allen Berufen in relativ kurzer Zeit (nach ein bis zwei Jahren) total frustriert.
Für mich ist die Arbeit, auch wenn sie zum Teil schön sein kann, nicht mehr als ein notwendiges Übel und ich könnte gut darauf verzichten. Das das schwer möglich ist ist mir selber klar, deshalb arbeite ich momentan dank eines sehr gut gutbezahlten Berufes nur noch am Wochenende, dass Problem ist jetzt aber, dass die Stelle auf zwei Jahre befristet ist und man danach in der Firma eine fünfjährige Sperrzeit bekommt. (Das wird bei der Firma seit Jahrzehnten so gehandhabt, dass man sich nicht an Mitarbeiter binden muss und sie in schlechten Zeiten nicht unnötig weiterbeschäftigen muss.)

Ich suche also eine Arbeit mit nur 20 bis 25 Wochenstunden. Ich kenne sogar noch welche die ähnlich arbeiten wie ich, zwei Beispiele:
- Einer arbeitet als Elektriker zur Instanthaltung nur an Wochenendschichten. Samstag und Sonntag je 10 XStunden, sokommt er auf 99 Stunden im Monat. Dazu müsste ich aber erstmal eine neue Ausbildung Xmachen und danach so viel Glück haben um so einen Job zu ergattern ist wohl eher gering.

- Ein anderer Freund hat für ein Projekt (Arbeit am Computer) eine Woche Zeit. Er haut die Arbeit Xinnerhalb von zwei Tagen also Montag und Dienstag durch und nimmt den Rest der Woche frei, sein X XArbeitgeber weiß davon natürlich nichts.

Andere Freunde die Vollzeitjobs mit ihren 36,5 bis 50 Stundenwochen kann ich einfach nicht verstehen die lassen dann schonmal soche Sätze los wie: "nach zwei Wochen Urlaub, da freue ich mich schon wieder richtig auf die Arbeit, weil mit so viel Zeit weiß ich gar nicht was ich anfangen soll".
Auch schimpfen dieselben Freunde ständig über ihre Arbeit und wollen auch ausnahmslos weniger arbeiten, jedoch natürlich nicht auf Geld verzichten.
Dazu muss man sagen, dass das auch alles die typischen Konsumopfer sind, ständig sinnlose Vergnüngungs- und Luxusartikel sowie monatlich neue Klamotten, alle drei Jahre ein neues Auto, alle zwei Jahre einen neuen noch größeren Fernseher und ein neues Smartphone und die aktuellsten Spielkonsolen und ständig irgendwelche Lokale um dort zu essen und zu trinken. Ich brauche diesen Luxus nicht und kann mit wenig Geld auskommen, trotz allem bin ich nicht knauserig lege einiges fürs Alter zurück, spare nicht bei Essenseinkäufen, bin nicht zurückhaltend mit dem Trinkgeld und kaufe sogar Obdachlosenzeitschriften.

Meine eigentliche Frage ist, kennt ihr Berufe/Arbeitsstellen die so gestaltet sind, dass man mit zwei oder drei Tagen pro Woche an Arbeit auskommt, diese 40 - 45 Stunden Wochen bringen mir echt nur Frust und Verzweiflung. :wein:
 

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cooper

Mitglied
25 Std Woche, klingt echt gut. Hätte dann auch mehr Zeit für meine zahlreichen Hobbys. Her mit den Ideen :)
Genau das ist das Gefasel (nicht böse gemeint) von meinen Freunden, aber auf das "maßlos Geld zum Fenster rausschmeißen" will natürlich keiner verzichten also ändern sie nichts und jammern die nächsten 30 bis 40 Jahre über ihre Arbeit. :eek:
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Es spricht doch nichts gegen Teilzeitbeschäftigung. Wenn Du eine Berufsausbildung hast oder ein Studium für einen Beruf, bei dem Du auch in Teilzeit Deinen Lebensunterhalt gut erwirtschaften kannst.

Muß es denn unbedingt am Wochenende sein?

Wenn Du auch bereit wärst, die Teilzeitbeschäftigung an normalen Werktagen durchzuführen, ist es vielleicht einfacher was zu finden. Es gibt ja auch jobsharing-Modelle.

Bevor Du aber demnächst arbeitslos wirst, würde ich mich nicht nur auf Teilzeit- sondern auch auf Vollzeitstellen bewerben. Und dann nach gewisser Zeit einen Antrag auf Stundenreduzierung stellen.

Es gibt heutzutage so viele verschiedene Arbeitszeitmodelle. Die Arbeitgeber sind inzwischen fast schon daran gewöhnt, daß sich Lebensumstände und Lebensziele ändern und die Mitarbeiter im Laufe ihres Arbeitslebens immer mal wieder Veränderungen benötigen.

Ich z.B. bin seit Mitte letzten Jahres zu 2/3 teilzeitbeschäftigt, aber in der Form, daß ich zwei Jahre zum Teilzeitlohn Vollzeit arbeite und dann ein Jahr ebenfalls zum Teilzeitlohn nicht arbeite - ein sog. Sabbatjahr. Hatte in unserem Betrieb noch nie jemand gemacht und keiner glaubte, daß das geht und genehmigt wird. Aber geht eben doch, wenn der Arbeitgeber eine gute, engagierte und erfahrene Mitarbeiterin nicht verlieren oder demotivieren möchte.

Also trau Dich ruhig, zu Deinem Teilzeitwunsch zu stehen. So lange Du niemandem auf der Tasche liegst und voraussichtlich auch im Alter nicht liegen wirst, ist das völlig legitim. Und aus meiner Sich eigentlich auch gesellschaftlich sinnvoll, um die vorhandene Arbeit besser zu verteilen.
 

Congeniale

Mitglied
Genau das ist das Gefasel (nicht böse gemeint) von meinen Freunden, aber auf das "maßlos Geld zum Fenster rausschmeißen" will natürlich keiner verzichten also ändern sie nichts und jammern die nächsten 30 bis 40 Jahre über ihre Arbeit. :eek:
Da gebe ich ihnen vollkommen recht. 20-25 Std. Woche und weiter "in Saus & Braus leben", wird für viele nicht drin sein. Ihre Freunde sollten mal ein wenig darüber nachdenken. Aber es gibt auch die, die recht genügsam leben. Nicht rauchen, keine teuren Urlaubsreisen, kein Auto. Machen wir uns doch nichts vor, wer geht denn schon gerne arbeiten ?? Ganz ehrlich, ich nicht. Meine Hobby sind so vielfältig, dass ich eigentlich gar keine Zeit habe noch arbeiten zu gehen.

Jedenfalls, wenn man mit 20-25 Std. Woche leben kann, sollte man nicht zögern.
 

cooper

Mitglied
Wahrscheinlich ist ein Teilzeitjob wirklich die richtige Lösung für mich. Da muss ich mir dann nur noch ein paar Antworten für eventuelle Bewerbungsgespräche parat legen. Z.B: Sie haben ja gar keine Kinder, wieso bewerben sie sich denn für eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden? (Und man kann im Unterton des Gegenübers eindeutig raushören "Sind sie etwa faul?") :D



Muß es denn unbedingt am Wochenende sein?
Nein natürlich nicht, dass war unglücklich formuliert und erklärt. Zurzeit arbeite ich eben am Wochenende und die Schichten am Wochenende sind meistens ruhig und nicht so nervenaufreibend und der Sonntag natürlich besser bezahlt.
Also zusammengefasst, ich arbeite nur am Wochenende, weil der Arbeitstag Sonntag bei meiner momentanen Arbeit mehr oder weniger wie zwei Tage unter der Woche bezahlt wird, alleine deshalb arbeite ich immer am Wochenende.
 

Congeniale

Mitglied
Z.B: Sie haben ja gar keine Kinder, wieso bewerben sie sich denn für eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden? (Und man kann im Unterton des Gegenübers eindeutig raushören "Sind sie etwa faul?") :D
Vielleicht sind wir in Deutschland bezüglich flexible Arbeitszeiten einfach noch zu sehr zurück? Obwohl, wenn man sieht das noch jeder 2. mit einer Rußschleuder (Diesel) unterwegs ist, dann wird es wohl so sein
 

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