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Berentung

ostseekueken

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe leider mehrere "Baustellen" in meinem Leben und werde zur Zeit überhaupt nicht mehr damit fertig.

Drei habe ich schon in diesem Forum angedeutet.

Jetzt geht es mir um etwas ganz Wesentliches - nämlich das Kennenlernen im Realen Leben und im Internet:

Wie und wann würdet Ihr jemandem im "Gespräch"/in der Mail sagen, dass der Beruf, den man einst er-/gelernt hat, aufgrund von diversen anderen Umständen nicht mehr ausgeübt werden kann (durch Krankheit und Mobbing, welches zur Berentung geführt hat).

Mir ist in Gesprächen mit Fremden aufgefallen, dass ich entweder auf meinen Beziehungsstatus (Single) oder auf den Beruf angesprochen werde.

Das ist mir persönlich sehr unangenehm und tut auch weh. Der andere weiß ja nichts davon. Doch bin ich ehrlich, dann war es das meist auch wieder mit dem Kontakt.

Ist Euch das selbst auch schon aufgefallen und wie geht Ihr mit den Fragen um?

Danke schon jetzt für Eure Antworten.


Liebe Grüße

Ostseekueken (w, 52 Jahre)
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo ostseekueken,

schau mal hier: Berentung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich sage sowas dann, wenn mich jemand danach fragt.

Allerdings fände ich es auch komisch, wenn mir jemand sagen würde, dass er wegen Mobbing berentet wurde. Das ist doch keine Krankheit weswegen man Rente beantragen könnte.
 
Hallo ostseekueken,
ich bin so ziemlich in der gleichen Situation wie du, ebenfalls Single und früh verrentet (m/47). Ich gehe damit ganz offen um, alles Andere wäre irgendwie unehrlich (nur meine Meinung). Wenn jemand das nicht akzeptiert ist er wohl ohnehin nicht der Richtige
😉.
 
Hallo ostseekueken,
ich bin so ziemlich in der gleichen Situation wie du, ebenfalls Single und früh verrentet (m/47). Ich gehe damit ganz offen um, alles Andere wäre irgendwie unehrlich (nur meine Meinung). Wenn jemand das nicht akzeptiert ist er wohl ohnehin nicht der Richtige
😉.

Hallo Bob73,

danke für Deine Antwort.
Und was für Reaktionen hauptsächlich erhältst Du?

Das interessiert mich sehr.

Liebe Grüße
Ostseekueken
 
Hi!


Also ich finde es absolut nicht merkwürdig, wenn jemand wegen Mobbing nicht mehr arbeiten kann und Rente bekommt. Natürlich ist Mobbing an sich keine Krankheit, aber es macht eben krank, wenn man über längere Zeit das Opfer ist. Und bei manchen haut das dann eben entsprechend rein. Es ist ein absolutes Gift, in der Schule noch mehr als im Job, wird aber von Gesellschaft und Medien nach wie vor komplett ignoriert. Und da vermutlich in der Politik die meisten auch nur durch Mobbing anderer so weit aufgestiegen sind, sind von dort auch keinerlei Veränderungen oder Gesetze zu erwarten.


Die Frage nach dem Job oder wenn jünger, auf welche Schule man geht, ist wohl gerade in Deutschland ein Lieblingsthema. Sag mir, was du hast, und ich sag dir, was du wert bist. Leider. Ich glaube, das wird sogar noch häufiger gefragt als nach Familie.
Gegen die Fragen kannst du nichts machen. Aber dich schämen musst du absolut nicht. Und peinlich ist da auch nichts. Peinlich sind die, die mobben. Natürlich kannst du, wenn es dir leichter fällt, eine körperliche Erkrankung vorschieben. Aber vom Prinzip her finde ich, dass es absolut nichts gibt, was dir peinlich sein muss.


Alles Gute!
 
Natürlich ist Mobbing an sich keine Krankheit, aber es macht eben krank, wenn man über längere Zeit das Opfer ist.

Ja, aber wieso wechselt man dann nicht die Arbeitsstelle? Das wird doch auch jeder Sachbearbeiter bei der Rentenversicherung so sehen bevor die zahlen.
 
Hi!


Also ich finde es absolut nicht merkwürdig, wenn jemand wegen Mobbing nicht mehr arbeiten kann und Rente bekommt. Natürlich ist Mobbing an sich keine Krankheit, aber es macht eben krank, wenn man über längere Zeit das Opfer ist. Und bei manchen haut das dann eben entsprechend rein. Es ist ein absolutes Gift, in der Schule noch mehr als im Job, wird aber von Gesellschaft und Medien nach wie vor komplett ignoriert. Und da vermutlich in der Politik die meisten auch nur durch Mobbing anderer so weit aufgestiegen sind, sind von dort auch keinerlei Veränderungen oder Gesetze zu erwarten.


Die Frage nach dem Job oder wenn jünger, auf welche Schule man geht, ist wohl gerade in Deutschland ein Lieblingsthema. Sag mir, was du hast, und ich sag dir, was du wert bist. Leider. Ich glaube, das wird sogar noch häufiger gefragt als nach Familie.
Gegen die Fragen kannst du nichts machen. Aber dich schämen musst du absolut nicht. Und peinlich ist da auch nichts. Peinlich sind die, die mobben. Natürlich kannst du, wenn es dir leichter fällt, eine körperliche Erkrankung vorschieben. Aber vom Prinzip her finde ich, dass es absolut nichts gibt, was dir peinlich sein muss.


Alles Gute!

Hallo Sadie02,

habe erst jetzt Deine Antwort gelesen. Danke für das Mutmachen und Deinem Mitgefühl.

Ja, Mobbing kann im Grunde einem Menschen sogar sein ganzes Leben versauen.

Daher sollten wir - so denke ich - alle einfach auch achtsamer miteinander statt gegeneinander umgehen.
Ich weiß, dass niemand allein und auch ich nicht die Welt verbessern kann. Doch ein bisschen mehr Respekt füreinander täte unserer Gesellschaft ganz gut.


Liebe Grüße

Ostseekueken

PS:
Übrigens, ich gratuliere Dir nachträglich herzlich zum Geburtstag und wünsche für Dein neues Lebensjahr alles erdenklich Gute, vor allem viel Gesundheit.
 
Auch von mir nachträglich alles Gute Zum Geburtstag und auch vor allem viel Gesundheit!

Bin auch in Rente mit 48 und kann Deine Frage gut verstehen. Lebe in einer Kleinstadt, wo psychische Erkrankungen immer noch diese altertümlichen Ansichten an sich hat und man dann eben für verrückt gehalten wird, obwohl es hier in der Stadt mindestens 12 Psychiater gibt (mit Krankenhaus), die ständig voll ausgebucht sind. Kontakte draußen vermeide ich, weil sie mich schnell überfordern und wenn mich dann jemand fragt, was ich beruflich mache, dann sage ich daß ich wegen chronischer Erkrankung berentet bin und wenn dann jemand so neugierig ist und mehr wissen will, sage ich daß ich darauf nicht näher eingehen möchte, dann ist Ruhe. Braucht ja nicht jeder wissen, was genau man hat. 😉
 
Und was für Reaktionen hauptsächlich erhältst Du?

Das interessiert mich sehr.

Im Großen und Ganzen ist es eher neutral. Mein Bekannten Kreis ist nicht sehr groß, und ich weiß nur von einer Person die hinter meinem Rücken dann doch negativ über mich geredet hat.

Stark belastet hatte mich der Kontaktabbruch einiger langjähriger Arbeitskollegen die "neidisch" darauf waren das ich ja nicht mehr arbeiten muss. Aus heutiger Sicht kann ich es verstehen, hab ja ähnlich gedacht bevor ich depressiv wurde 🙁.
 
Mir ist es lieber, ein Kollege lässt sich berenten, als dass er dauernd ausfällt und ich für ihn mitarbeiten muss.
 

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