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Belastung und Ekel beim Anblick des Mund-Nase-Schutzes (Autist)

Rian84

Neues Mitglied
Hallo,

ich (männlich, Mitte 30) fühle mich derzeit sehr belastet, da ich Probleme beim Anblick der Masken/dem Mund-Nase-Schutz habe. Dies empfinde ich als "Ekel" (also wenn andere Leute die Maske tragen). Teilweise führte der Anblick der Masken sogar zu Übelkeit/Erbrechen, insbesondere der Anblick von Leuten mit FFP2-Masken mit der Wölbung vorne, ist dies noch sehr problematisch. Diesbezüglich ist zu sagen, dass ich Asperger-Autist bin. Der Kopf fühlt sich total "blockiert" an. Die Gedanken sagen einem, dass es dringend nötig sei, mal wieder rauszugehen, ohne Leute mit Maske zu sehen.
Ich hab das Gefühl, dass mein Kopf sich erst daran gewöhnen kann, wenn er zwischendurch mal entlastet werden kann. Allerdings habe ich nichts gefunden, was mich entlastet. Rausgehen hilft nicht wrklich, da fast direkt vor der Tür die Zone mit der Madkenpflicht beginnt.
Auch drinnen habe ich keine Erholung gefunden. Hörbücher hören oder Lesen ist für mich lediglich eine Ablenkung. Für PC-Spiele oder anderes am PC habe ich keine große Lust mehr, da ich für meine Arbeit eh schon 8 Stunden am PC sitze (im Homeoffice). Somit auch keine Motivation für digitale Brettspielversionen. Telefonieren/Smalltalk mag ich nicht so besonders (aber das dürfte für viele Autisten nichrs besonderes sein ). Außerdrm habe ich nicht so vieke Kontakte und nur zu meiner Mutter (wohnt weiter weg) engeren Kontakt. Musik hören war nie mein Ding, Basteln ebenfalls nicht. Fürs Schreiben habe ich derzeit keine Ideen, da der Kopf sich so blockiert anfühlt.
Auf urgendwelche Meditationsübungen "springe" ich nicht drauf an. Das hab ich schon mehrmals versucht, aber noch nie Erfolg gehabt.

Irgendeine Idee, was ich machen kann, um drn Kopf frei zu bekommen?

Vor Ort konnte ich noch keine Kontakte aufbauen, da ich erst Anfang 2020 umgezogen bin, um näher an meiner Arbeitsstelle zu sein.

(Eine Psychotherapie läuft, aber durch Urlaub und Krankheit der Therapeutin ist die letzte Sitzung schon etwas her.)

(Ps: Mit dem Tragen einer Maske habe ich weniger Probleme, als beim Anblick der Madje bei anderen Leuten. Solange ich festen Halt habe (Einkaufswagen) oder sitze, geht es zu 20-40 Minuten recht gut.)
 
"Irgendeine Idee, was ich machen kann, um drn Kopf frei zu bekommen?"

Vielleicht durch mehr Bewussstsein, dass die Leute ihre Masken selber nicht leiden können und als vorgeschriebenen Fremdkörper wahrnehmen?
 
Aber man kann sie informieren wie es einem selber damit geht? Dass man sich selber damit als lächerlich empfindet. Was an der Notwendigkeit nichts ändert.

Der TE hat eine Körperliche reaktion, hervorgerufen vom Anblick getragener mundschutz masken. Ein verständis der träger bringt ihm da leider gar nichts. Es ist der Anblick der die übelkeit triggert.

@Rian84
Ich habe leider keinen Tipp für dich. Meinst du es kann funktionieren, wenn du den Menschen nicht in das Gesicht schaust?
 
Geht es bei Ekel auch immer irgendwie verdeckt um eine Angst?
Bei einer Arachnophobie z.B. ja schon?!

Ich kenne mich mit Autismus leider kaum aus. Aber vielleicht hilft es, wenn du dir bewusst machst, dass die Leute ihre Maske regelmäßig waschen / austauschen? Sogar gründlicher als andere "Kleidungsstücke"?
Oder gibt es andere Gedankengänge, die du bei dem Anblick hast, die man mal untersuchen könnte?

PS: Was das Meditieren angeht: Ich glaube das dauert einfach sehr lange bis es positive Effekte hat.
Also mehr so in der Art: Ein halbes Jahr lang mal jeden Tag für 15 Minuten meditieren und nicht zu viel davon erwarten. Hab ich mir zumindest für 2021 vorgenommen, empfinde es zumindest nicht als unangenehm eher im Gegenteil.
 
Ich bin selbst Asperger-Autist, aber mir machen die Masken überhaupt nichts aus. Könnte es vielleicht sein dass du mit den Masken etwas negatives verbindest wie z.B. Krankheit o.ä.?
 
Hallo,

Ich bin ebenfalls Autist und kann dich gut verstehen! Ich habe sogar ein ähnliches Problem!

Wenn ich eine benutzte Maske irgendwo weggeworfen herumliegen sehe (Straßengraben, im Supermarkt... etc.) packt mich das kalte Grausen. Ein ähnlicher Ekel, wie vor einem benutzten Kondom, einem Hundehaufen oder einen blutigen O.B.

Bei auftretendem Brechreiz schließe ich einfach die Augen und zähle bis zehn. Dabei auf die Atmung konzentrieren. Wenn mir wirklich brachial übel wird, trinke ich einen kleinen Schnaps. Das hat bisher immer geholfen.

Liebe Grüße, du bist nicht alleine,
SFX
 
Nun ja, kurzzeitiges rausgehen, hilft nicht wirklich. Sobald ich wieder zu Hause bin, werde ich von den Masken wieder konfrontiert. Etwas Tageslicht braucht der Körper auch. Beim Blick aus dem Fenster blicke ich aber auf Bushaltestellen, wo natürlich (und auch verständlicherweise) auch Masken getragen werden müssen.
Ich hab auch noch keine Möglichkeit gefunden, meinen Kopf/Gehirn davon zu überzeugen, dass die Masken nicht ekelig sind oder so.
(Ich hatte früher schon mal psychische Probleme, da hat es mir geholfen, in ein Museeum zu gehen oder einen Tierpark zu besuchen - derzeit beides geschlossen, und als im Sommer offen war, waren die ÖPNV-Fahrten aufgrund der Maskenpflicht ein Problem. Führerschein habe ich nicht, auch niemand im Bekanntenkreis. Fahrrad ebenfalls nicht wegen Gleichgewichtsproblemen)
 
Ah ok, also geht es dir um den Hygieneaspekt. Hab ich vermutet, aber hätte ja auch sein können, dass du vielleicht noch andere Sachen damit verbindest.

Nun, die sind ja auch ein bisschen eklig, finde ich auch.
Aber halt eigentlich nicht sooooo eklig.
Eher irgendwas zwischen dem Anblick des benutzten Trinkglases von jemand anderem und sich (als Raucher) eine Zigarette mit demjenigen teilen eklig oder so. Wobei die Spanne da schon recht groß ist, denn zu anderen Menschen hält man im Moment ja trotz Maske besser min. 2 Meter Abstand.

Die gute Nachricht ist auch, dass die Tröpchen (abgesehen davon, dass beim reden und atmen jetzt eh nicht so die Riesenmengen davon entstehen) ja von der Innenseite zum Großteil "abgefangen" werden, das ist ja gerade der Sinn der Maske. Die Außenseite, der du ja gar nicht so nahe kommst, müsste also eigentlich relativ "clean" sein.
Zusätzlich dürften die allermeisten Menschen ihre Maske oft waschen oder Einmalmasken tragen, zumindest mache ich das so und alle anderen, die ich kenne auch.

Eigentlich ist es ein Hygieneprodukt!
Rational betrachtet wäre es ja eigentlich viel ekliger, wenn man von jemandem mit einer feuchten Aussprache ein bisschen was abbekommt.
Aber vielleicht kommt man mit rationalen Denken da auch gar nicht so richtig weiter, keine Ahnung.
Ich würde schließlich auch niemals Insekten oder so essen wollen und finde das eklig, dabei sollen ja manche viel Eiweiss haben, rational betrachtet...
Sind nur so meine Gedanken dazu... Vielleicht hilft dir ja eine andere Perspektive darauf, denn wichtig sind die halt leider schon im Moment...
 
Nein, es geht mir nicht um den Hygieneeffekt. Ich habe nur das selbe Gefühl wie beim Ekel (vielleicht hatte ich es falsch azsgedrückt). Ich brauche den Mund oder ein sonstiges Zeichen für die Stelle des Mundes. Wenn die Leute eine Maske tragen, auf der ein Mund vorne aufgedruckt ist, komme ich zu recht. Auch habe ich schon jemanden gesehen, bei dem auf der Maske ein (einzelner)Kreis (oder O) ungefähr an der Stelle des Mundes war. Auch das hilft und löst dann nicht mehr das Ekelgefühl aus! Das Merkmal Auge/Konzentration auf Auge hilft mir nicht und überfordert mich noch mehr
 

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