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Gast
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Hallo liebe Forummitglieder,
(sorry das wird ein langer Text!)
ich habe in den letzten Jahren viel erlebt und weiß nun nicht wie ich damit Frieden schließen kann. Ich fange damit an was ich angestellt habe:
- in der Schule / Ausbildung versagt und mich völlig unangemessen verhalten
- meinen ersten Freund, der mich sehr liebte,und der ein toller Mensch war, habe ich auf grausamste Weise psychisch verletzt nach mehreren Jahren Beziehung verlassen ( deswegen wurde ich von seinem Freundeskreis ausgeschlossen)
- ich habe oftmals ein schlampenhaftes Verhalten an den Tag gelegt und gelte in manchen Kreisen als Schlampe (weil es damals der Weg war, auf dem ich Zuneigung bekommen kann)
- ich habe Freunde verletzt und Freundschaften fallen gelassen, weil ich keine Ahnung hatte, welchen Wert Freundschaften im Leben haben
- ich habe mich teilweise mit meiner Familie zerstritten und bin früh von zu hause ausgezogen, kam aber mit vielen Dingen nicht klar
- ich habe seit über 10 Jahren eine Essstörung und habe bis heute manchmal Probleme damit, obwohl ich schon jahrelang versuche es in den Griff zu bekommen
- ich hatte höchst depressive und manische Phasen, eine Psychose, während der ich auf Arbeit völlig ausgerastet bin und kompletten Realitätsverlust erlitten habe, habe dieses Job dann verloren und gelte bei den ehemaligen Kollegen als psychisch krank. Bei anderen Menschen gelte ich als launisch, naiv, unberechenbar, unbeständig usw.
- inzwischen bin ich 26 und versuche irgendwie zu stiederen, dabei komme ich mir aber als absoluter Versager vor, weil in meinem Leben bis jetzt kaum etwas geklappt hat und die anderen in meinem Alter schon viel weiter sind.
Ich war sehr gemein zu den Menschen, die es mit mir gut meinen. Heute sehe ich meine ganzen Fehler in der Vergangenheit und verstehe auch bei vielen Sachen den Ursprung. Meine Erziehung war sehr ungünstig ( dominante narzissstische Mutter, keine unterstützende Personen in der Familie, falsche Werte: wie Misstrauen, "Freundschaften existieren nicht", "du musst sexy sein, umakzeptiert zu werden", du musst besser als andere sein usw. ). Leider war ich als Kind sehr angepasst und habe die falschen Werte einfach verinnerlich um Annerkennung in der Familie zu bekommen. Als ich in die Pubertät kam und schulische und soziale Probleme dazu kamen, bin ich völlig ausgetickt und war agressiv und nicht mehr kontrollierbar. Meine Wut habe ich erst gegen mich (Essstörung), dann gegen meine Familie (massive Streitigkeiten, früher Auszug) und irgendwann gegen andere ( Schüler, Lehrer, Vorgesetzte, Freund, Freundinnen) gerichtet.
So sieht mein Leben aus...
Heute ist es so, dass ich Methoden kenne, mit denen ich fähig bin, ein besseres Leben zu führen. Damit meine ich Selbstdisziplin und Selbstkontrolle zu entwickeln um angemessen in sozialen und persönlichen Situationen zu reagieren. Ich bin sozusagen am Lernen und Üben vom normalen Leben.
Doch ein großes Problem ist für mich, dass mir mein früheres Verhalten so unendlich peinlich ist. Viele Menschen von damals habe eine sehr schlechte Meinung von mir. Ich wohne noch in der selben Stadt und laufe einem oder anderen über den Weg. Ich habe kaum Bekannte und sehr wenig Freunde. Als Kind habe ich das Prinzip der Freundschaft gar nicht gelernt, da es bei und in der Familie kein Wert war, und Freunde etwas waren, dem man misstrauen soll.
Heute hätte ich gerne Freundschaften, aber ich schäme mich so unendlich für meine Vergangenheit und habe zu wenig Selbstvertrauen freundschaftlich auf Menschen zuzugehen.
Ich fühle mich sehr unsicher. Und das behindert alles. Meine wenigen sozialen Kontakte. Mein Studium, auf das ich mich schlecht konzentrieren kann ( weil ich oft grübeln muss), manchmal fällt es mir schwer die alltäglichen Situatoinen zu meistern, weil mein ganzes Leben mich einfach schockiert.
Habt ihr irgendwelche Meinungen? Hat von euch jemand ähnliche Gefühle durchgemacht? Ich wäre euch sehr dankbar für eure Meinungen.
(sorry das wird ein langer Text!)
ich habe in den letzten Jahren viel erlebt und weiß nun nicht wie ich damit Frieden schließen kann. Ich fange damit an was ich angestellt habe:
- in der Schule / Ausbildung versagt und mich völlig unangemessen verhalten
- meinen ersten Freund, der mich sehr liebte,und der ein toller Mensch war, habe ich auf grausamste Weise psychisch verletzt nach mehreren Jahren Beziehung verlassen ( deswegen wurde ich von seinem Freundeskreis ausgeschlossen)
- ich habe oftmals ein schlampenhaftes Verhalten an den Tag gelegt und gelte in manchen Kreisen als Schlampe (weil es damals der Weg war, auf dem ich Zuneigung bekommen kann)
- ich habe Freunde verletzt und Freundschaften fallen gelassen, weil ich keine Ahnung hatte, welchen Wert Freundschaften im Leben haben
- ich habe mich teilweise mit meiner Familie zerstritten und bin früh von zu hause ausgezogen, kam aber mit vielen Dingen nicht klar
- ich habe seit über 10 Jahren eine Essstörung und habe bis heute manchmal Probleme damit, obwohl ich schon jahrelang versuche es in den Griff zu bekommen
- ich hatte höchst depressive und manische Phasen, eine Psychose, während der ich auf Arbeit völlig ausgerastet bin und kompletten Realitätsverlust erlitten habe, habe dieses Job dann verloren und gelte bei den ehemaligen Kollegen als psychisch krank. Bei anderen Menschen gelte ich als launisch, naiv, unberechenbar, unbeständig usw.
- inzwischen bin ich 26 und versuche irgendwie zu stiederen, dabei komme ich mir aber als absoluter Versager vor, weil in meinem Leben bis jetzt kaum etwas geklappt hat und die anderen in meinem Alter schon viel weiter sind.
Ich war sehr gemein zu den Menschen, die es mit mir gut meinen. Heute sehe ich meine ganzen Fehler in der Vergangenheit und verstehe auch bei vielen Sachen den Ursprung. Meine Erziehung war sehr ungünstig ( dominante narzissstische Mutter, keine unterstützende Personen in der Familie, falsche Werte: wie Misstrauen, "Freundschaften existieren nicht", "du musst sexy sein, umakzeptiert zu werden", du musst besser als andere sein usw. ). Leider war ich als Kind sehr angepasst und habe die falschen Werte einfach verinnerlich um Annerkennung in der Familie zu bekommen. Als ich in die Pubertät kam und schulische und soziale Probleme dazu kamen, bin ich völlig ausgetickt und war agressiv und nicht mehr kontrollierbar. Meine Wut habe ich erst gegen mich (Essstörung), dann gegen meine Familie (massive Streitigkeiten, früher Auszug) und irgendwann gegen andere ( Schüler, Lehrer, Vorgesetzte, Freund, Freundinnen) gerichtet.
So sieht mein Leben aus...
Heute ist es so, dass ich Methoden kenne, mit denen ich fähig bin, ein besseres Leben zu führen. Damit meine ich Selbstdisziplin und Selbstkontrolle zu entwickeln um angemessen in sozialen und persönlichen Situationen zu reagieren. Ich bin sozusagen am Lernen und Üben vom normalen Leben.
Doch ein großes Problem ist für mich, dass mir mein früheres Verhalten so unendlich peinlich ist. Viele Menschen von damals habe eine sehr schlechte Meinung von mir. Ich wohne noch in der selben Stadt und laufe einem oder anderen über den Weg. Ich habe kaum Bekannte und sehr wenig Freunde. Als Kind habe ich das Prinzip der Freundschaft gar nicht gelernt, da es bei und in der Familie kein Wert war, und Freunde etwas waren, dem man misstrauen soll.
Heute hätte ich gerne Freundschaften, aber ich schäme mich so unendlich für meine Vergangenheit und habe zu wenig Selbstvertrauen freundschaftlich auf Menschen zuzugehen.
Ich fühle mich sehr unsicher. Und das behindert alles. Meine wenigen sozialen Kontakte. Mein Studium, auf das ich mich schlecht konzentrieren kann ( weil ich oft grübeln muss), manchmal fällt es mir schwer die alltäglichen Situatoinen zu meistern, weil mein ganzes Leben mich einfach schockiert.
Habt ihr irgendwelche Meinungen? Hat von euch jemand ähnliche Gefühle durchgemacht? Ich wäre euch sehr dankbar für eure Meinungen.