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Beileidsbekundungen für wildfremde (Promis)?

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

auf Facebook wird ja regelmäßig vom Tod von (mehr oder weniger) Prominenten berichtet.

Heute z.B. der Bruder von Axel Stein - wobei ich auch Axel Stein erstmal googeln musste.

Unter diesen Postings häufen sich dann die Beileidsbekundungen, am häufigsten liest man "R.I.P."

Hm... ich kann die Beweggründe nicht ganz nachvollziehen.
Ich nehme es zur Kenntnis, dass da jemand gestorben ist, manchmal bin ich (wenn es ein tragischer Todesfall war) auch kurz betroffen, aber dann scrolle ich weiter.

Und ich nehme es denen, die dort posten, auch nicht ab, dass sie wirklich trauern... denn da ja fast jeden Tag eine bekannte Person stirbt, müssten die User ja quasi ständig trauern.

Außerdem glaube ich nicht, dass die Hinterbliebenen in der Situation die Nerven haben, mal zwischendurch auf Facebook die Beileidsbekundungen zu "checken".

Was ist dann der Grund für die hunderte "R.I.P." und "Mein Beileid!"-Postings?


...und ich möchte damit niemanden angreifen, der das auf Facebook schreibt, ich würde es nur gerne verstehen.
 

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Ondina

Sehr aktives Mitglied
Ich versehe so was auch nicht. Das läuft für mich auch eher auf der Schiene wie zB. die Inflationäre unkontrollierte Forderung der Aufnahme der ganzen Weltbevölkerung. Im Ernst also mehr heiße Luft wie alles Andere. Man macht nichts falsch denn man schwimmt nicht gegen den Strom.
 

Adria78

Aktives Mitglied
Für mich ist es auch nicht nachvollziehbar. Und dann dieses idiotische RIP. Das finde ich total geschmacklos. Dann schon bitte "Herzliches Beileid" oder von mir aus auf Deutsch "Ruhe in Frieden". Aber so eine Abkürzung, ich mag das nicht.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Und ich nehme es denen, die dort posten, auch nicht ab, dass sie wirklich trauern... denn da ja fast jeden Tag eine bekannte Person stirbt, müssten die User ja quasi ständig trauern.



...und ich möchte damit niemanden angreifen, der das auf Facebook schreibt, ich würde es nur gerne verstehen.
Und ich nehme es dir nicht ab, dass es dir mit diesem Thread wirklich darum geht, den Beweggrund von Leuten, die so etwas posten zu verstehen. Warum sollten sich dir hier auch Leute erklären, denen du eh schon verkündet hast, dass du ihnen ihre Trauer eh nicht abnimmst?
Lass die Leute doch auf ihre Art und Weise trauern. Ich finde es muss sich niemand rechtfertigen, warum er auf eine bestimmte Art und Weise um jemanden trauert.
 

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
Und ich nehme es dir nicht ab, dass es dir mit diesem Thread wirklich darum geht, den Beweggrund von Leuten, die so etwas posten zu verstehen. Warum sollten sich dir hier auch Leute erklären, denen du eh schon verkündet hast, dass du ihnen ihre Trauer eh nicht abnimmst?
Lass die Leute doch auf ihre Art und Weise trauern. Ich finde es muss sich niemand rechtfertigen, warum er auf eine bestimmte Art und Weise um jemanden trauert.
Doch, ich wüsste es gern, was dahintersteckt...

Denn, ganz ehrlich, ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele Menschen gibt, die beim Tod einer ihnen nur durch die Medien "bekannten" Person ehrliche, tiefe Trauer empfinden.
Und gerade der nun verstorbene Bruder von Axel Stein stand ja nun als dessen Manager gar nicht in der Öffentlichkeit und dürfte daher nur ganz wenigen Menschen "bekannt" sein.

Ich denke eher, es ist, wie RoXXana auch meint, eine Art "mit dem Strom schwimmen", nach dem Motto "wenn hier alle RIP schreiben, dann schreib ich das auch mal".
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Ich empfinde Melancholie bis zu ehrlicher Trauer bei einigen bekannten Menschen, deren Werk mich mein Leben lang begleitet hat, wie z.B. verschiedene Musiker. Als Bernhard Minetti starb war ich sehr traurig, daß so ein großartiger Schauspieler von uns gegangen ist, und er nie wieder Menschen mit seinem Spiel berühren wird. Als Papst Johannes Paul II starb habe ich ehrlich getrauert. Wenn ich mir vorstelle, daß Bruce Springsteen, Hermann van Veen oder Leonard Cohen gehen, wird mein Herz eng.

Sprichst Du mir diese Gefühle ab?
 

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
Nein, ich spreche niemandem ab, dass er um prominente Menschen trauert...

Betroffen war ich auch schon beim Tod von Prominenten, als etwa letztes Jahr meine Lieblingsschauspielerin Mareike Carrière gestorben ist. Aber ich habe eben nicht die Gefühle, die ich z.B. beim Tod meiner Oma hatte.

Ich denke einfach, dass es eine andere Trauer ist, als wenn jemand stirbt, den man persönlich kannte. Denn m.E. kann man einen Prominenten nie wirklich "kennen", sondern nur ein Bild, dass er nach außen hin zeigt.


....aber ich denke ohnehin, dass ich dadurch, dass ich beruflich täglich mit dem Tod zu tun habe, etwas anders an das Thema herangehe...
 

Silan

Aktives Mitglied
Wenn ich jmandem mein Beileid ausspreche brauche ich doch nicht genau so zu trauern, wie z.B. Angehörige oder enge Freunde. Ich sage damit den Trauernden, dass ich ihre Trauer sehe und verstehe dass es für sie eine schwere Zeit ist. Damit sie sich nicht alleine fühlen in ihrer Trauer.
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Es ging doch aber nicht um die trauernden Angehörigen sondern um die fast schon Inflationären Beileidsbekundungen für Hinz und Kunz in Fb.
 
Zuletzt bearbeitet:

mikenull

Urgestein
So inflationär wird´s ja nicht sein. Und natürlich weißt Du gar nicht, ob nicht doch ein paar der Schreiberlinge sowas wie eine enge Beziehung mit dem Toten hatten. ich würde jedenfalls nicht von vorneherein das Gegenteil annehmen. ( wenn wir denn das Wort Vorurteil vermeiden sollen ) Ich hab mich heute hier gewundert, daß niemand was über Egon Bahr ( es sei denn ich hätte es übersehen ) eingestellt hat. Ja, der war alt genug und durfte sterben, keine Frage, aber er war eigentlich ein ganz Großer. Hat nicht unbedingt jetzt mit Trauer zu tun, aber Würdigung. Diesem Mann und seiner klugen Ostpolitik verdanken einige Menschen ihre Freiheit.
Ja, zu oben, bei L.Cohen wäre ich auch traurig. Und erst recht bei Michael Stipe - aber der lebt noch lange vergnügt.
 

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