Anwesende sind immer in solchen Fälle bei mir
ausgeschlossen, ich werde nicht ausfallend, wenn es um
Anklagen geht, sondern dann verallgemeinere ich diese.
Doch wenn jemand, wie ich beispielsweise, die Interessen
des Kindes im Vordergrund stellt, geht es immer um das Eingemachte
und da muss ich schon mal auf die Hühneraugen treten dürfen, auch
wenn's weh tut.
Selbstverständlich, so die meisten Untersuchungen, werden
Eltern immer erziehungsunfähiger. Das ist Fakt. Wer als Elternteil
nicht begreifen will, dass die Interessen des Kindes vor allem auch
sind, dass es eine für die Erziehung entprechende Umgebung
geben muss, hat sich bereits als Elternteil erziehungsmäßig
disqualifiziert.
Selbstverständlich hat PISA viel mit dem Fall auch hier zu
tun. Erziehugnsunfähige Lehrer können keine erziehungsunfähigen
Eltern erziehen. Das aber ist fatal, denn die Mitarbeiter
vom Jugendamt bekommen meist dann solche Fälle zugespielt, wenn
bereits das Kind im Brunnen gefallen ist. Dann aber ist es meist
auch schon zu spät und Hilfen werden dann sehr schwierig
werden.
Es gibt das berühmte Beispiel von König Salomo.
Zwei Frauen stritten sich darum, wem das Kind gehört.
Da sagte Salamo: Wenn ihr euch nicht einigen könnt,
werde ich das Kind in zwei Stücker zerschlagen lassen.
Und was passierte ? Die richtige Mutter gab nach, um des
Kindes Willen.
Wahre Mutterliebe ging meist immer sonderbare aber meist bislang
richtige Wege. Doch jetzt beginnt auch das nicht mehr richtig zu
funktionieren. Dafür mag es viele Ursachen geben, eine der
wichtigsten Ursachen dafür ist die Auflösung der trad. Familie
und psychischer Verstimmungen, die geradezu epidemisch sind,
als Folge der Auflösung. Doch es wird nicht etwa die Auflösung
kritisch unter die Lupe genommen, sondern vielmehr der einzelne
Betroffene, dem man klar macht, dass es ohne fremde Hilfe
keinen Ausweg mehr gibt.
Berufsethische Sichtweisen der Arbeit von Sozialpädagogik lebt vom
Selbstverständnis, dass Pädagogik alleine nicht helfen kann, sondern
die politische Dimension hinzukommen muss. Das wurde damals
als es um den Übergang von den Höheren Fachschulen der
Sozialpädagogik zu den Hochschulen ging, eindeutig erklärt.
Doch heute vermeinen Sozialpädagogen, sie müssten sich nicht
mehr daran halten. Das ist der kasus knacktus: Wir haben es
meist mit unfähigen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
zu tun. Das ist Fakt.
Was wir hier im Forum erleben, ist zugleich auch die Darstellung des
Niedergangs dieser Gesellschaft, am Ende wird es heißen:
mit dem Motto:
Alle Flaschen leer, du hast fertig.
Es geht also gar nicht mehr darum, grundsätzlich das Richtige
zu tun, sondern nur noch das Allerschlimmste zu verhindern.
Und deswegen forderte ich in solchen Fällen: Überlasst einem
Elternteil primär die Erziehung. Notfalls klinkt euch aus. Das ist
immer noch besser für das Kind, als sich ständig herumzustreiten
und dann solche törichten Forderungen nach Umgangspfleger
zu stellen; man glaubt es kaum......
Und deswegen ist meine Forderung, knallhart und unbarmherzig
gegenüber dem Vater: Lass dein Kind in Ruhe ! Wenn du deinen
Sohn liebst, sorgst du dafür, dass es sich ungestört entwickeln
kann! Wenn es nicht anders geht, lass der Mutter den Sohn
alleine erziehen, Gesetze hin oder Gesetze her.
So, das reicht erst einmal.....
Herzlichst
Germ