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Beförderung ablehnen

G

gesger

Gast
Hallo an alle,

ich steure gerade auf das Ende meiner Ausbildung zu und die Übernahme ist bereits in trockenen Tüchern. Mir wurde zudem gesagt, dass man mich relativ kurz nach der Ausbildung (6-12 Monate) zum Teamleiter (ein Team besteht bei uns aus 2-4 Personen) machen will.

Da ich keine Lust habe, mehr Verantwortung als absolut notwendig zu übernehmen (Verantwortung ist meiner Erfahrung nach nur ein Euphemismus für Schuld), will ich dieses Angebot ablehnen ohne jedoch meine Position nachhaltig so zu schwächen, dass ich um meinen Job bangen muss.

Hat jemand eine Idee?
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
hallo, gesger,

Verantwortung ist ein weiter Begriff. Bevor ich etwas annehme oder ablehne - informiere ich mich, was genau gemeint ist mit.... Also wo fängt es an, wo hört es auf. Was wird erwartet?

In einem Unternehmen macht es großen Sinn, wenn alle an einem Strick ziehen, wie es so schön heißt. Einfach blind - ohne weiteres Nachdenken, ohne nähere Begründung, eine zumutbare Verantwortung ablehnen, signalisiert, dass Du nicht die Interessen des Unternehmens mitverfolgen möchtest, sondern nur Deinen Job machen "...und gut ist".

Gleich zu vermuten, dass nur jemand gesucht wird, den man anschließend zum Schuldigen erklären kann, erscheint mir voreilig zu sein. Aber dieser Gedanke - als Frage ausgedrückt - wäre mir als Vorgesetzter willkommen, um über Inhalte und Grenzen der Verantwortung zu sprechen.

Also, such doch das Gespräch und lasse Dich näher informieren.

LG; Nordrheiner
 

Pantakea

Mitglied
Warumwillst du die Beförderung ablehnen? Sei doch stolz,dass man dir diese Verantwortung schon so kurz nach der Ausbildung zutraut.Mehr Gehalt kommt doch sicher auch bei raus,oder?Lehnst du ab,hast dudir wohl nicht nur in dieser Firma die Chancen verbaut.....auch Konkurrenzfirmen tauschen sich untereinander aus,wenn es um Personalfragen geht.....sagt dir jemand,der selbstständig ist,und Stellen besetzt mit Personal.
 
G

gesger

Gast
hallo, gesger,

Verantwortung ist ein weiter Begriff. Bevor ich etwas annehme oder ablehne - informiere ich mich, was genau gemeint ist mit.... Also wo fängt es an, wo hört es auf. Was wird erwartet?

In einem Unternehmen macht es großen Sinn, wenn alle an einem Strick ziehen, wie es so schön heißt. Einfach blind - ohne weiteres Nachdenken, ohne nähere Begründung, eine zumutbare Verantwortung ablehnen, signalisiert, dass Du nicht die Interessen des Unternehmens mitverfolgen möchtest, sondern nur Deinen Job machen "...und gut ist".

Gleich zu vermuten, dass nur jemand gesucht wird, den man anschließend zum Schuldigen erklären kann, erscheint mir voreilig zu sein. Aber dieser Gedanke - als Frage ausgedrückt - wäre mir als Vorgesetzter willkommen, um über Inhalte und Grenzen der Verantwortung zu sprechen.

Also, such doch das Gespräch und lasse Dich näher informieren.

LG; Nordrheiner
Warumwillst du die Beförderung ablehnen? Sei doch stolz,dass man dir diese Verantwortung schon so kurz nach der Ausbildung zutraut.Mehr Gehalt kommt doch sicher auch bei raus,oder?Lehnst du ab,hast dudir wohl nicht nur in dieser Firma die Chancen verbaut.....auch Konkurrenzfirmen tauschen sich untereinander aus,wenn es um Personalfragen geht.....sagt dir jemand,der selbstständig ist,und Stellen besetzt mit Personal.
Ich gehe nicht davon aus, dass man mir die Stelle gibt damit man mir die Schuld für irgendwas geben kann. Leider ist es aber so, dass man als Vorgesetzter immer die Verantwortung für das trägt, was die eigenen Untergebenen verbocken. Früher oder später wird ein Fehler passieren und dann muss ich dafür gerade stehen, obwohl ich nichts dafür kann. Darauf habe ich echt keine Lust.

Führungsaufgaben sollen lieber Leute übernehmen die das wollen und können. Wenn jemand wie ich, der es vermutlich kann (sonst würde man mich nicht wollen), aber nicht will, würde nur Schaden anrichten. Unabsichtlich versteht sich, da ich immer nur versuchen würde mich selbst zu schützen. Die Ziele meines Arbeitgebers will ich mitverfolgen, aber nicht um jeden Preis. Ich mache meine Arbeit pünktlich, zuverlässig und korrekt. Wenn Fehler passieren kümmere ich mich selbst darum und ich bilde mich in meiner Freizeit jeden Tag weiter. Das muss genügen.

Mal ganz davon abgesehen frage ich mich immer, wann auf die Frage "Wer trägt hierfür die Verantwortung?" mal etwas positives kommt...

Ich werde wirklich einfach abwarten müssen und dann klare Worte finden müssen, dass ich das nicht machen werde...
 

Krips

Mitglied
Ein Arbeitgeber stellt einen Bewerber für eine bestimmte Tätigkeit ein. Du kannst ja pokern, wenn du aber Pech hast, braucht dein Arbeitgeber eben keinen regulären Arbeiter für deine jetzige Position, weil sie speziell für Azubis zugeschnitten ist.


Wenn du dein Anliegen so wie hier im Forum deinen Arbeitgeber schilderst, würde ich dich nicht weiter beschäftigen wollen.
 

Guppy

Aktives Mitglied
Ich wäre sehr vorsichtig. Zu einer Führung gehört mehr dazu, als nur
eine Führungsperson zu sein.

Die Frage ist doch, warum wird dir dieser Job angeboten und was
sind das für 2-4 Kollegen, die du als Team führen sollst? Sind das deine
Kollegen aus der Ausbildung? Dann könnte ich mir vorstellen, dass du
die Aufgabe meistern kannst und von Tag zu Tag lernen kannst.

Ich kenne nur diese drei Gründe, warum man befördert wird:
  1. Eignung (du hast in der Ausbildung Verantwortung übernommen und bist fachlich fit)
  2. Geld (Sie wollen sparen :D)
  3. Versetzung (die Stelle wird gestrichen und als Beförderung ausgegeben)

Ich habe auch einmal abgelehnt und habe einmal zugesagt. Ich habe
aber die Ausbildung dazu genoßen, und Führung/Unternehmensführung
beigebracht bekommen. Was aber soviel bringt, wie theoretisch Schwimmen
beigebracht zu bekommen. Wenn du nicht gerne schwimmst und vor dem
Wasser Angst hast, bringt dir keine Führungsausbildung etwas. Sei froh, dass
du schon eine Vorstellung darüber hast und gerne ablehnen willst.

Daher mein Tipp:

- sag einfach, dass du erst Erfahrung sammeln möchtest und dir das noch nicht zutraust;
- deine Stärken einfach wo anders liegen und du dem Unternehmen bei der Aufgabe
nicht hilfreich sein kannst.

L.G.uppy
 
P

Pierre-Adrian

Gast
Eine (Ankuendigung einer) "Befoerderung" ist nicht immer von Vorteil,
auch (und) weil
allein dieses Wort
vom Grossteil der Bevoelkerung mit begeisterungsglaenzenden Augen aufgenommen wird (Stichwort: Manipulierbarkeit).
 

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