Das ist Dein gutes Recht, nicht alles zu akzeptieren. Wird ja um umgekehrten Fall nicht anders sein. Bei Deinen vielen Pluspunkten und vernünftigen Antworten frage ich mich wie Du: "Warum hat es noch nicht geklappt bei Dir?" Darauf fehlt mir noch immer ein Hinweis.
Das ist eine berechtigte Frage, diese zu beantworten wird etwas länger dauern, da ich sehr selbstkritisch mit mir umgehe und man mein Leben betrachten sollte.
Ich sag mal in der Grundschule war alles in Ordnung. Ich war viel draussen und hatte Freunde. Ab der 5 Klasse und einem Umzug ist das ganze mir dann abhanden gekommen. Das war so der Wendepunkt. Ich bin im Prinzip kaum noch raus und eine extreme PC / Konsolensucht entstand. Wie ich mir dann den Fuß brach im Sportunterricht und ich eine klasse wiederholen musste fing es auch mit Ausgrenzung und Mobbing in meiner neuen Klasse an, sodass ich das schwänzen anfing und ohne Abschluss abging. Da hatte ich viele Probleme in dieser Zeit.
Danach dann machte ich eine Ausbildung und fing an zu arbeiten, da ich aber nur Leiharbeiter war habe ich meist an Wochenenden auch durchgearbeitet bis ich einen Festvertrag irgendwann mal erhalten habe. 10 Jahre später. Im Prinzip ist die traurige Resonanz das ich zwischen 18-28 Jahren für ein Festes Arbeitsverhältnis geschuftet habe mit vielen Enttäuschungen. Zu meinem bedauern habe ich dabei auch nichts anderes gemacht wie nebenher zu zocken wenn ich denn mal frei hatte.
Wie ich dann meine Beste Freundin privat kennengelernt hab, da sie meine Frisöse war hat sich vieles verändert, da sie eine Frau ist die auch mal den Finger in die Wunde legt und so hab ich dann andere Sachen gemacht. Gereist, am Sozialen Leben teilgenommen. Eine andere Richtung eingeschlagen.
Ich denke heute das es mir sicher auch nicht geschadet hätte mal von zuhause auszuziehen. Meine Mutter war so der Typ den man überfürsorglich beschreibt und mein Stiefvater war zwar da, aber hat nicht die Vaterrolle eingenommen die mir gefehlt hat. Mein leiblicher Vater war Alkoholiker und bis zu seinem Tot eigentlich so wie ich mich vor meiner besten Freundin beschrieben hab. Sehr weltfremd. Ich versuche noch heute seinem Schatten zu entfliehen.
Irgendwann dachte ich mir das es an der Zeit wäre selbstständig zu werden und dann hab ich mich in meinem eigenen Haus was ich meinen Eltern abgekauft hatte abgekapselt, da war ich aber schon Ende 20.
Wie ich dann einen Festvertrag im Job bekam und ich von meinem Vater geerbt habe bin ich nicht abgehoben, aber ich hatte schon immer den hang zum Geld. Heute bin ich ein Produkt aus Reisen und Arbeiten und versuche irgendwie mich einzuklinken. Darum hab ich auch aus freien stücken eine Therapie begonnen um vieles aufzuarbeiten. Ich denke mit ein Grund der unterschätzt wird wieso es bisher nicht geklappt hat liegt irgendwo auch in der Familie meines Vaters hab ich den Verdacht. Mein Cousin ist 40 und hatte noch nie jemanden und auch mein Vater hatte in seinem Leben nur meine Mutter und das war eher verkupplung, also meine Familie hat sich mit Liebe schon immer schwer getan und den ansichten dazu.
Dennoch habe ich auch bei dem ganzen mist den ich jetzt geschrieben habe auch gute Seiten. Ich merke selbst wenn ich zu einer Veranstaltung gehe das ich mich nicht verstecken muss, da ich schon was darstelle mit Mode und den ganzen sachen, also ich achte schon drauf wie ich nach aussen wirke und bin sozial kompatibel.
Ich hab halt nie gelernt zu Lieben und Emotionen zu zeigen. Ich denke das ich auf Dates schon so manche Frau hatte für die ich mehr empfunden habe, aber ich nicht in der Lage war ihr zu zeigen wieviel sie mir bedeutet und das ich mich in sie verlieben könnte. Nebenbei fehlen mir logischerweise auch die Erfahrungen wie ich das mache etc. Vielleicht gab dir dieser Text etwas Aufschluss
🙂