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bafög beziehen verwerflich?

ich schon. ich merke da kaum so etwas wie zwischenmenschliches verständnis oder empathie, es sei denn, es geht um die gesundheitsschiene. ansonsten kann ich nur ein "draufkloppen" feststellen. das heißt nicht, dass jeder meiner meinung sein und für alles verständnis haben muss, aber es ist ja fast nur so...
 
Wenn ich mir angucke dass teilweise gut situierte Klassenkameraden auch Bafög erhielten, mit nem Loft an der Alster spendiert von den Eltern... aber naja, ich glaube Millionäre kriegen auch Kindergeld? Von daher, nix neues...

Es ist ja auch alles sehr relativ. Einerseits kann man sagen: super dass es Bafög gibt, die Hälfte geschenkt, der Rest sogar ohne Zinsen. Dieser Vergleich kommt einem auf, wenn man z.B. mit Studienkrediten vergleicht. Vergleicht man aber die Situation eben obiger gut situierter Elternkinder, ist Bafög wohl eher die schlechtere Finanzierung, denn ich glaube nicht dass Eltern ihr Geld zurückverlangen oder nach Regelstudienzeit die Zahlung einstellen.
Ich finde, man sollte die Beschränkungen wer Bafög erhält stark einschränken, und wirklich darauf achten dass nur die erhalten die es wirklich brauchen. Und dafür z.B. von der Rückzahlung freistellen oder auch mal Toleranzsemester gewähren. Ich kenne keine offizielle Statistik, aber geschätzt 90% schaffen ein Studium nicht in Regelstudienzeit, a) weil es entweder zu schwer ist für sie oder b) weil sie das Fach gewechselt haben.
 
wie finanziert ihr euer studium? ich finde es per se nicht verkehrt bafög in anspruch zu nehmen, schließlich ist die hälfte geschenkt. ich finde es auch nicht schlimm sich für die ausbildung zu verschulden, es ist gut investiertes geld. ich halte nichts von leuten, die krankhaft stolz sind und sagen sie würden sich niemals verschulden...was meint ihr?


Du weißt schon, dass wir nicht mehr in den 70-80er Jahren leben? Heutzutage ist ein Studium im Zweifelsfall nutzlos.
Ob das Geld sinnvoll investiert ist?
Wenn man Arbeit findet, dann schon. Aber gilt das für alle Studenten und alle Fachgruppen einfach so ohne Einschränkungen? Das ist doch eine naive Vorstellung, die nur von einer Uni stammen kann, die die Studenten zum Studium motivieren will um noch mehr Studiengebühren abzuzocken um dann am Ende doch an der Lehre zu sparen. Ob nun 500 Studenten im Hörsaal sitzen und 50 Studenten stehen oder 500 sitzen und 51 stehen, dass sind 500 Euro mehr Einnahmen ohne einen größeren Aufwand.

Studien haben auch ergeben, dass ein Studium heute nicht mehr mehr Wert ist als eine Ausbildung.

Bafoeg kann man noch in Anspruch nehmen, die Kondition sind halbwegs fair. Wobei das auch etwas mit sozialer Herkunft zu tun hat.

Die Sache mit den Schulden ist schon kritischer zu betrachten. Die Generation Praktika wird schlecht bezahlt - dort sind Schulden nicht umbedingt so schnell zurückgezahlt und stellen schon eine Belastung da. Stell dir vor, dein Studium ist fertig und du hast 20 k Euro schulden, keinen Job und einen Haufen andere Probleme um erstmal in den Markt reinzukommen. Dann musst du womöglich noch ein Volontariat stemmen - aber wie?


Darf man fragen, ob und was du studierst und welche Kredite du in Anspruch nimmst?
 
In die eigene (Aus)Bildung zu investieren dürfte die sinnvollste Investition überhaupt sein. Insofern finde ich es völlig okay, dafür Bafög oder einen anderes Darlehen in Anspruch zu nehmen. Ich hab während meines Studiums auch Bafög erhalten - wie viele Andere auch. Die Rückzahlungsmodalitäten sind unkompliziert, die Raten meiner Meinung nach auch mit "normalen" bzw. Einsteigerjobs abzahlbar. Da ist nichts "Verwerfliches" dran, schließlich finanziert man nicht auf Pump ein teures Auto oder ne Weltreise. Wobei man auch das nicht verwerflich finden muss - letztlich muss jeder seine Prioritäten setzen wie er mag.
 
Verwerflich? Na ja verwerflich ist wohl das falsche Wort, aber fair ist s nicht immer. Wenn ich sehe wem das Bafög so verwehrt wird und wer es im Gegenzug dann bekommt, da frage ich mich manchmal wer das festsetzt.
Ich bin aber dafür das man teilweise die Auflagen für das Bafög noch erhöhen sollte, denn so manch einer rutscht da durch die Maschen. Und ich frage mich wieso man nur die Hälfte zurückzahlen muss? Ich meine wenn ich einen Kredit aufnehmen, muss ich noch zusätzlich Zinsen zahlen, und bei Akademikern sollte man ja meinen das der Großteil irgendwann mal zumindest ausreichend verdienen wird ...
 
Du weißt schon, dass wir nicht mehr in den 70-80er Jahren leben? Heutzutage ist ein Studium im Zweifelsfall nutzlos.
Ob das Geld sinnvoll investiert ist?
Wenn man Arbeit findet, dann schon. Aber gilt das für alle Studenten und alle Fachgruppen einfach so ohne Einschränkungen? Das ist doch eine naive Vorstellung, die nur von einer Uni stammen kann, die die Studenten zum Studium motivieren will um noch mehr Studiengebühren abzuzocken um dann am Ende doch an der Lehre zu sparen. Ob nun 500 Studenten im Hörsaal sitzen und 50 Studenten stehen oder 500 sitzen und 51 stehen, dass sind 500 Euro mehr Einnahmen ohne einen größeren Aufwand.

Studien haben auch ergeben, dass ein Studium heute nicht mehr mehr Wert ist als eine Ausbildung.

Bafoeg kann man noch in Anspruch nehmen, die Kondition sind halbwegs fair. Wobei das auch etwas mit sozialer Herkunft zu tun hat.

Die Sache mit den Schulden ist schon kritischer zu betrachten. Die Generation Praktika wird schlecht bezahlt - dort sind Schulden nicht umbedingt so schnell zurückgezahlt und stellen schon eine Belastung da. Stell dir vor, dein Studium ist fertig und du hast 20 k Euro schulden, keinen Job und einen Haufen andere Probleme um erstmal in den Markt reinzukommen. Dann musst du womöglich noch ein Volontariat stemmen - aber wie?


Darf man fragen, ob und was du studierst und welche Kredite du in Anspruch nimmst?

Vielleicht hättest du den Thread mal im Ganzen lesen sollen. Es wird doch alles gesagt. Rene85 und ich sind Lehramtsstudenten. Wir studieren beide gefragte Lehrämter bzw. Fächerkombinationen. Wir werden uns die Stellen mit Sicherheit sogar bundesweit aussuchen können - abgesehen vielleicht von Bayern oder Baden Württemberg (aber wer will da auch hin) lol.
 
Was ich an dem Ganzen System ja auch nicht verstehe, warum muss jeder gleich viel oder wenig zurückzahlen? Warum muss jemand der hinterher mit A13 besoldet wird genausoviel zurückzahlen wie jemand der was weiß ich Soziologie studiert hat und hinter Taxi fährt und kaum was verdient. Irgendwie finde ich das Deutsche System manchmal sehr merkwürdig ....
Alles wird am Gehalt festgemacht, wieviel Steuern man zahlt etc, aber bei sowas ist es piep egal ...🙁
 
In die eigene (Aus)Bildung zu investieren dürfte die sinnvollste Investition überhaupt sein. Insofern finde ich es völlig okay, dafür Bafög oder einen anderes Darlehen in Anspruch zu nehmen. Ich hab während meines Studiums auch Bafög erhalten - wie viele Andere auch. Die Rückzahlungsmodalitäten sind unkompliziert, die Raten meiner Meinung nach auch mit "normalen" bzw. Einsteigerjobs abzahlbar. Da ist nichts "Verwerfliches" dran, schließlich finanziert man nicht auf Pump ein teures Auto oder ne Weltreise. Wobei man auch das nicht verwerflich finden muss - letztlich muss jeder seine Prioritäten setzen wie er mag.

Wenn man nicht genug verdient, MUSS MAN DAS BAFÖG NICHT ZURÜCKZAHLEN!
 

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