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Bäume

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So einfach ist das nicht mit dem Krankerklären, das muß nämlich ein Experte machen. Auf den Dreh, auf einem Baugrundstück alle störenden Bäume einfach für krank erklären, ist man auch schon gekommen, seitdem wird genau hingesehen. Im Bereich Nürnberg hat sich eine Baufirma vor Jahren mit solch einer unerlaubten Abholzung fürchterlich unbeliebt gemacht.
 

Hallo Daoga,

schau mal hier: Bäume. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Violetta, das sehe ich etwas anders. Bäume sind wirklich potentiell sehr gefährlich. Ein umstürzender Baum verursacht großen Schaden. Oft schwere Unfälle und Todesfälle. In den Kronen hängendes Totholz ist ab einer bestimmten Größe umgehend herauszuholen, umsturzgefährdete Bäume sind zu entfernen.

Bei uns in der Stadt wird jeder städtische Baum 2 x im Jahr von den Mitarbeitern der Grünunterhaltung betrachtet. Einmal im belaubten und einmal im unbelaubten zustand. Unsere Baumkontrolleure haben keine andere Aufgabe als täglich Bäume auf Totholz, Krankheiten und Standsicherheit zu begutachten.

Die Sicherheit des Baumbestandes im öffentlichen Verkehrsraum und die Sicherheit der Spielgeräte auf den Kinderspielplätzen sind für mich mit die verantwortungsvollsten Aufgaben der Städte, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten.

Was anderes sind die Bäume im Wald. Da ist jeder selbst verantwortlich, daß er sich bei entsprechenden Windbedingungen nicht im Wald aufhält und sich selbst schützt.
 
Und auch direkt nach Stürmen sollte man die Wälder meiden, wenn man da nicht beruflich hin muß, weil auch schwere abgerissene Äste noch herumhängen und die umgestürzten Bäume oft verdreht hängen oder liegen und unter innerer Spannung stehen (Zugkräfte), die sich spontan entladen kann. Jedes Jahr kommen Menschen zu Schaden oder zu Tode, wenn sie so einen Baum z. B. absägen wollen und der Stamm sich ruckartig verlagert, da darf man nur mit schwerem Gerät ran.
 
Bäume Wuhu ^_^

Als baumproduzierender Gärtner bin ich vielleicht etwas baumfixiert... aber an heißen Sommertagen, wie wir es wieder hatten, gibt es doch nichts besseres als den Schatten eines Baumes! Ich würde mir an enorm vielen Stellen wünschen, dass dort mehr bepflanzt wäre. Bei uns auf dem Gelände stehen immerhin einige große Exemplare 😛

Aber aus Verkaufserfahrung kann ich auch sagen: wenn die Stadt München nicht vorschreiben würde, dass man bei Neubauten (und wenn man alte Bäume umschneidet) eine Neupflanzung anlegen muss, dann würde wirklich wenig stehen... Spürt ihr die Hitze nicht? O.O

Mein ehemaliger Lehrer sagte einmal „auch ein Baum muss sterben dürfen“, deshalb seh ich es weniger Problematisch wenn Bäume umgesägt werden, mein Problem ist eher: die heute gepflanzten Bäume haben gar keine Chance mehr groß zu werden, es wird sicher noch kommen, dass es einen Gutachter braucht, der die selbsternannten Gärtner kontrollieren muss ob genug Erde für den Baum da ist <.<

In dem Industriegebiet in der nähe, hat einer von uns Eichen bekommen, der rief vor kurzem an und sagte, die haben keine Blätter mehr, ob wir uns das mal ansehen könnten. Zwei Wochen später der nächste Anruf: Wir brauchen nicht mehr kommen, seit der die alle zwei Tage wässert sind sie wieder Grün.
Sind trotzdem vorbei gefahren, 1 Meter neben dem Stamm ist es schon unmöglich den Spaten in den Boden zu bekommen, einfach nur verdichteter Kies, was soll da wachsen?
Die Ahorn neben der Straße sind auch schon völlig am Ende, dabei wurde das ganze Gebiet vor weniger als 10 Jahren angelegt... und Platz wäre da.

Und das blöde Salz im Winter! Und jetzt fangen die auch schon an im Sommer zu salzen, weil die Straße die Temperaturen nicht aushält? 😵
Wenn die Wurzeln das Grundwasser hochziehen, kommt das ganze eingeschwämmte Salz auch wieder hoch.

Eine Geschichte noch: Momentan ist die Landesgartenschau in Wassertrüdigen. Eine Gartenschau!
Also kommt man auf eine dafür angelegte Kiesfläche, kein Baum weit und breit, und am ende kann man in ein kochendes Auto einsteigen.
Früher hat man mehr auf Gummi und Lack geachtet und das Auto weniger draußen stehen lassen... die Materialien halten das heute vielleicht besser aus, aber wirklich gut kann das auch nicht sein
 
Als Kind hatte ich einen Lieblingsbaum. Eine Trauerweide.
Sie stand an einem kleinen See und ein Teil der Krone hing über dem Wasser. Im Bereich der Wurzeln hatte sich zum Wasser hin eine Mulde gebildet, waren die Wurzeln teilweise frei. In dieser Mulde konnte man wunderbar sitzen und träumen ohne dass man gleich entdeckt wurde. Das war so ein friedlicher Ort. Leider haben meine Kinder diesen Baum nicht mehr kennen gelernt.

Heute bin ich tagtäglich mit meinem Hund im Wald unterwegs. Das hat etwas von viel Ruhe und teilweise Erhabenheit. Tut richtig gut.
 
Als baumproduzierender Gärtner bin ich vielleicht etwas baumfixiert... aber an heißen Sommertagen, wie wir es wieder hatten, gibt es doch nichts besseres als den Schatten eines Baumes! Ich würde mir an enorm vielen Stellen wünschen, dass dort mehr bepflanzt wäre. Bei uns auf dem Gelände stehen immerhin einige große Exemplare 😛

Wow, Du bist Gärtner: Kannst DU mir dann vielleicht eine Fachliche Frage beantworten?
Wir haben auf dem Gelände ein paar ganz wunderschöne Pappeln: Ca 20 Meter hoch und ca 50 Jahre alt. Also tolle Bäume. In den letzten jahren wurden die total zusammengeschnitten: Also so, das nur noch der Stamm übrig blieb. Dass sah echt traurig aus:wein:. Warum macht man das? Das ist doch fies. Platzmangel ist übrigens nicht der Grund: Die haben genug platz.
naja, immer wenn die Bäume dann einigermaßen wieder Volumen hatten wurden die wieder zusammengeschnitten: So alle 8 Jahre. Und jetzt sagt der Gärtner, die Pappeln müssen ganz weg, weil Pappeln nur eine Lebensdauer von 50 Jahren hätten. Die Bäume sind gesund und eigentlich voll im Saft (also keine toten Äste erkennbar, oder sonst irgendwas das auf Verfall hindeuten würde). hast Du eine Idee, was es damit auf sich hat?
Würde mich sehr interessieren.
 
Wow, Du bist Gärtner: Kannst DU mir dann vielleicht eine Fachliche Frage beantworten?
Wir haben auf dem Gelände ein paar ganz wunderschöne Pappeln: Ca 20 Meter hoch und ca 50 Jahre alt. Also tolle Bäume. In den letzten jahren wurden die total zusammengeschnitten: Also so, das nur noch der Stamm übrig blieb. Dass sah echt traurig aus:wein:. Warum macht man das? Das ist doch fies. Platzmangel ist übrigens nicht der Grund: Die haben genug platz.
naja, immer wenn die Bäume dann einigermaßen wieder Volumen hatten wurden die wieder zusammengeschnitten: So alle 8 Jahre. Und jetzt sagt der Gärtner, die Pappeln müssen ganz weg, weil Pappeln nur eine Lebensdauer von 50 Jahren hätten. Die Bäume sind gesund und eigentlich voll im Saft (also keine toten Äste erkennbar, oder sonst irgendwas das auf Verfall hindeuten würde). hast Du eine Idee, was es damit auf sich hat?
Würde mich sehr interessieren.

Pappeln werden nicht alt. Schnellwachsend, deswegen wurden die früher viel gepflanzt. Gefährlich bei Sturm. Oft Astabbrüche. Krankheiten sind oft nur für Spezialisten erkennbar. Klopfprobe gibt manchmal Hinweise auf Krankheiten, Hohlräume im unteren Stamm, Pilzbefall etc.

Ich denke es werden in nächster Zeit noch viel Bäume gefällt werden müssen. Die Trockenheit gefährdet die Standfestigkeit.
Mir hat letztens jemand gesagt, er glaubt, daß es hier 80 % der Birken nicht schaffen werden. Das tut mir total weh. Ich liebe Birken.

Wenn jemand von einem Baum erschlagen wird, dann ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Eigentümer und den Baumkontrolleur. Aus Sorge, daß was passieren könnte bei Sturm, wird dann gerade bei Pappeln, die ja sehr groß und windlastig sind, eher gefällt.

Und heutzutage ist ja schon das Geschrei groß, wenn ein Ast auf ein parkendes Auto fällt und Lackschaden entsteht. Kaum ein Autobesitzer nimmt das als natürliche Auswirkung der Natur hin. Lackschaden am Auto wird heutzutage als Katastrophe angesehen, woran immer jemand schuld sein und haften muß...
 
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Wow, Du bist Gärtner: Kannst DU mir dann vielleicht eine Fachliche Frage beantworten?
Wir haben auf dem Gelände ein paar ganz wunderschöne Pappeln: Ca 20 Meter hoch und ca 50 Jahre alt. Also tolle Bäume. In den letzten jahren wurden die total zusammengeschnitten: Also so, das nur noch der Stamm übrig blieb. Dass sah echt traurig aus:wein:. Warum macht man das? Das ist doch fies. Platzmangel ist übrigens nicht der Grund: Die haben genug platz.
naja, immer wenn die Bäume dann einigermaßen wieder Volumen hatten wurden die wieder zusammengeschnitten: So alle 8 Jahre. Und jetzt sagt der Gärtner, die Pappeln müssen ganz weg, weil Pappeln nur eine Lebensdauer von 50 Jahren hätten. Die Bäume sind gesund und eigentlich voll im Saft (also keine toten Äste erkennbar, oder sonst irgendwas das auf Verfall hindeuten würde). hast Du eine Idee, was es damit auf sich hat?
Würde mich sehr interessieren.

Zu 100 Prozent kann ich das natürlich auch nicht sagen ohne die Bäume gesehen zu haben, aber meine Vorposter haben recht: Pappeln sind Pionierbäume, wie Birken und Erlen auch. Wachsen schnell und sterben schnell, und produzieren dabei jede menge Totholz. Mit dem Schnitt hält man die Jung in der Krone, aber ob der Stamm innen schon hohl ist sieht man leider nicht immer so einfach 😉
Es gibt aber auch viele die Sträucher und Hecken mehr vergewaltigen als richtig schneiden 😛 Aber grundsätzlich ist es doch schonmal schön, dass überhaupt was gepflanzt wurde und sich jemand darum kümmert. Ein Baum schreit nicht, wenn er geschnitten wird.

Mit Aussagen á la „vielleicht hören wir den Baum nur nicht schreien“ oder „Ob der Wald auch uns hört?“ wird man die Masse der rationell denkenden Menschen kaum erreichen.
Deswegen schreib ich ja von den Auswirkungen auf das Auto (wenn die Leute schon selbst die Hitze nicht spüren...), weil das eigene Auto in der Realität einfach einen höheren Stellenwert hat, als irgendein Bäumchen. Vielleicht etwas schade, aber ist halt so 😉

Oder auch ein gutes Beispiel: zurzeit heißt es, dass die Hautkrebsfälle massiv angestiegen sind, heißt ein wenig mehr Schatten draußen würde uns gut tun. Der Klimawandel wird nächstes Jahr nach wie vor zu spüren sein, aber schon morgen könnte da drüben ein Baum stehen! 😛
 
Hier steht in richtig schöne grosse alte Eiche.
Einige Nachbarn würden sie lieber heute als morgen Fällen...seit Jahren schon.
Weil das Eichenlaub sich überall verteilt und schlecht verrottet.
Bis vor ein paar Jahren wohnte hier noch eine Nachbarin, die sich ganz klar dagegen gestellt hat und jeden angezeigt hätte, der Hand an den Baum gelegt hätte.
Seit sie weggezogen ist warte ich darauf, dass die Eiche irgendwann gefällt wird...
Das wäre wirklich schlimm, weil viele Tiere darin sind und die Eicheln ja auch Nahrung für viele Tiere sind...
Auch mir tut jeder Baum weh, der gefällt wird...
Der grosse Wildkirschbaum in unserem Garten der jedes Frühjahr so herrlich geblüht hat...
Die Hohe Fichte und die Blautanne...
Sogar der Boskop-Apfelbaum, der von unseren Hasen und Meerschweinchen so angenagt wurde dass er total kaputt war und letztes Jahr gefällt werden musste...samt Baumhaus drauf...
Vor unserem Haus steht eine sehr hohe Thuja...sie überragt schon das Haus Dach...auch auf ihr Leben und sitzen immer viele Tiere...vor allem Vögel...und ich habe schon Angst vor dem Tag wenn sie gefällt werden muss...
In unserem Garten müssen wir keine Bäume pflanzen...sie wachsen von selbst, wenn man sie lässt...eine wunderschöne Buche....eine Kastanie...Haselnuss...eine Eiche...
Aber über unseren Garten verläuft eine Stromleitung. ..und wenn die Bäume ihr zu nahe kommen müssen sie leider weg...
Mein Lieblingsbaum sind Birken. Schon seit Kindheit. Da wuchsen an dem Bach an dem wir jeden Sommer badeten einige Birken.
Im Sommer vor ein paar Jahren achten wir Urlaub in Italien an einem See. Dort wuchsen auch Birken. Und ich habe ihnen versprochen, wiederzukommen. Mal sehen ob es klappt...und ob die Birken dann noch da sind...
 
Hier steht in richtig schöne grosse alte Eiche.
Einige Nachbarn würden sie lieber heute als morgen Fällen...seit Jahren schon.
Weil das Eichenlaub sich überall verteilt und schlecht verrottet.
Bis vor ein paar Jahren wohnte hier noch eine Nachbarin, die sich ganz klar dagegen gestellt hat und jeden angezeigt hätte, der Hand an den Baum gelegt hätte.
Seit sie weggezogen ist warte ich darauf, dass die Eiche irgendwann gefällt wird...

Aber die darf man doch nicht so einfach fällen: Vielleicht kannst Du mal mit dem Umweltbeirat eurer Stadt reden: Vielleicht haben die Tipps und es ist ganz gut, wenn man mal sowas öffentlich macht, dass da evtl versucht werden könnte, einen Baum ohne Genehmingung zu fällen bzw eine Genehmigung zu erschleichen.

Leider ist das ja immer wieder so, dass das mit der Genehmigung ein echter Witz ist...
 
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