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Bäume

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Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Angeregt durch einen anderen Thread möchte ich hier mal das Thema Bäume ansprechen. Seit meiner Kindheit faszinieren mich Bäume so ungeheur. ich liebe Bäume: vor allem große alte.
Wenn ein Baum gefällt wird, ist das für mich oft sehr schmerzhaft und macht mich total traurig. ich finde es sehr traurig, wie schnell Bäume gefällt werden: Weil sie einfach im Weg sind oder nicht mehr so schön. Das macht mich so traurig, wie achtlos mit so einem Wunderwesen Baum umgegangen wird.
Und in Zeiten, wo man sich endlich mehr mit Klimaschutz befasst, bekommen Bäume ja ein ganz neues gewicht.

Also hier würde ich gerne über alles was mit Bäumen zu tun hat reden. Habt ihr Erfahrungen, wie man Bäume schützen kann? (Ich würde mich da gerne auch mehr einsetzen, denn gerade bei mir in der Gegend umgeht quasi JEDER Nachbar die Tatsache, dass man Bäume ja nicht eifnach so fällen darf: Da wird munter weiter gefällt, was nicht mehr sooo "gefällt")

Auch würde ich gerne ein bißchen "Werbung" machen: Wer einen Garten hat sollte unbedingt Bäume pflanzen. manche Gartenbesitzer scheuen sich ja offenbar sehr davor, etwas zu pflanzen, das über Kniehöhe hinausgeht. Und wer bereits einen Baum hat, muss den ja auch nicht gleich fällen, nur weil er keinen Bock auf das Laub hat.Vielleicht lässt sich der ein oder andere mal überzeugen, wie schön es ist, so einen "Hausbaum" zu pflanzen.
Kürzlich war ich in einer Ländlichen Gegend, in der in den letzten 20 jahren viele Neubaugebiete ausgewiesen wurden. dort fährt man von einem geleckten garten zum nächsten, aber was man einfach vermisst sind Bäume. Klar, in einem neubaugebiet, können die noch nicht besonders hoch sein, aber es ist so auffällig, dass noch nicht mal welche angepflanzt werden. Auch auf öffentlichen Flächen (Straßenrand oder Parks und Grünflächen) sind keine Bäume. Die ganze Landschaft ist dadurch karg und öde. Langfristig ist das ja auch nicht gut für den Boden (weil der austrocknet)
Wer in so einer Gegend wohnt, könnte sich doch dafür stark machen, dass Bäume gepflanzt werden.

Vielleicht können wir hier Leute überzeugen, dass Bäume auch im eigenen Garten was gutes sind und nicht nur Schatten- und Laubverursacher.
 

Hallo Violetta Valerie,

schau mal hier: Bäume. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Die Urbäume haben die Erde erst zu einem Lebensraum gemacht, in dem Tiere und später Menschen überhaupt leben konnten. Die Wälder haben den Sauerstoffgehalt so verändert, daß Leben für uns möglich wurde auf der Erde.

Die Bäume waren weit vor uns da. Nach den Steinen.

Ich glaube, dieses Wissen ist tief in uns verwurzelt. Jahrtausende haben die Menschen mit den Bäumen kommuniziert und mit den Steinen. Noch heute spüren wir die Verbundenheit, wenn wir einen Baum berühren oder einen Stein in der Hand halten. In allen Kulturen sind die Menschen zu den Bäumen gegangen, wenn sie Heilung brauchten, Schutz und Rat.

Erst in neuerer Zeit wird das Wissen, daß die Menschen schon immer intiuitiv über die Bäume hatten, systematisch erforscht. Und die Verbindung zwischen den Bäumen und den Menschen.

Im Schamanischen verbindet der Baum tief verwurzelt in Mutter Erde, die Krone zum Universum ausgerichtet, unser irdisches Leben hier mit der geistigen Welt. Stellt die Verbindung her zwischen unserem Jetzt und der Unendlichkeit.

Es ist gut für einen Platz, wenn er von einem Baum gehütet wird.
Es ist gut für den Menschen, einen Baum zu kennen und sich regelmäßig zu ihm zu begeben.
In Frieden und mit offenem Herzen.
 
Die "Urwälder" die die Erdatmosphäre mit Sauerstoff anreicherten, waren in den Ozeanen, nämlich Algen. Die Bäume an Land kamen erst viel später.

Hab gerade erst diverse Zeitungsmeldungen mitbekommen, daß bei uns in der Stadt viele Bäume gefällt werden müssen (im Herbst, wenn es wieder erlaubt ist) weil sie die Hitze und Trockenheit nicht überstanden haben oder so angeschlagen sind, daß sie nicht überleben werden.
Neupflanzungen von zäheren Gewächsen (Gingko, Roteiche) sind geplant, aber nur da wo es sich auch lohnt, also die Wurzeln nicht irgendwelchen Kanalleitungen in die Quere kommen oder in absehbarer Zeit Platz für irgendwelche Baumaßnahmen gebraucht wird.
Nach Baumpaten wird eifrig gesucht, die sich um die Baumscheiben kümmern (daß dort kein Müll geparkt wird, keine Hunde hinmachen - der Hundeurin ist nicht grad gut für Bäume) und ganz besonders wichtig im Moment, regelmäßig gießen bei der Hitze.
Nürnberg hat im Vergleich zu anderen Städten wenig Grün, kein Wunder bei den oft schmalen Straßen, wo einfach kein Platz für Bäume ist, deshalb nimmt der SÖR (Servicebetrieb Öffentlicher Raum - der städtische Dienstleister) das was vorhanden ist durchaus ernst, und wenn die Bearbeiter da nicht spuren, kriegen sie schon mal verbale Dresche von der Öffentlichkeit.
 
Das stimmt schon: Gerade in Städten ist es halt sehr schade, dass bei der Planung niemand an Bäume denkt, bzw zu wenig an Bäume gedacht wird. Aber in den letzten Jahren kommt es mir so vor, als würde sich da ein bißchen was tun.
Was mich halt vor allem wundert, ist wenn Leute auch in eher ländlichen Gegenden keine Bäume pflanzen_ Gerade da bietet es sich doch total an und Leute, die sich dort größere Gärten leisten können sollten doch Bäume pflanzen: So ein großer Garten schaut ohne Baum ja auch traurig aus...
 
Ein Baum läßt aber auch ordentlich Laub fallen im Herbst und macht Schatten, und manche Baumarten (Walnuß, Eiche) vergiften den Boden ringsherum regelrecht, so daß kaum eine andere Pflanzenart dort wachsen will. Wenn der Baum an der Grundstücksgrenze steht, gibt es potentiell Ärger mit dem Nachbarn wegen Laubfall und Schatten, und auch auf privaten Grundstücken muß immer auf den Verlauf von Kanälen oder Kabeln im Boden geachtet werden.
 
"Ich wahre die Quelle" ist eine besonders wichtige Zeile, weil Bäume den Grundwasserspiegel hochhalten, mit ihren Wurzeln das Wasser regelrecht in die Höhe ziehen.
Vor allem im Mittelmeerraum, wo ja schon seit der Antike rigoros abgeholzt wurde, für Bau- und Brennholz und die allesfressenden Ziegen, genauso Plagen wie unsere Rehe, eine Wiederbegrünung verhinderten, hat man den Effekt bemerkt,
als man auf einigen kleinen Inseln und in einer verödeten Gegend Spaniens (oder war es Südfrankreich? Weiß nicht mehr) Bäume pflanzte - und die Ziegen per Zäunen und Abschuß fernhielt.
Da begannen plötzlich wieder längst trockengefallene Quellen zu sprudeln, sobald die jungen Wälder und mit ihnen das Wurzelgewebe eine bestimmte Menge erreichten. Sogar auf den kleinen Inseln, wo es angeblich keine Quellen gab ... aber unterirdisch, verborgen, gab es Grundwasser, Süßwasser, das die Bäume durch ihre saugenden Wurzeln in die Höhe transportierten wie lebendige archimedische Schrauben.
 
Genau. generell die Speicherung von Feuchtigkeit im Boden ist ein wichtiger Punkt, den man eigentlich gerade jetzt in Zeiten der Klimaerwärmung beachten müsste. Wo Bäume fehlen trocknet der Boden aus...mit allen Folgen, die man so kennt.
Der Mensch sollte sich wieder drauf besinnen, dass Bäume für uns Lebensnotwendig sind und wieder MIT dem Baum leben, anstatt dagegen.

Bei mir in der Anlage ist es zB so, dass wir irgendeinen bescheuerten Gärtner haben, der ständig irgendwelche Bäume fällt: Klar, daran verdient er und wenn ein Baum nur ein Blatt zur falschen Zeit verliert, rät er dem Verwalter den kranken baum zu fällen, weil das ja sooo gefährlich ist:mad:. Ich hoffe, dass ich dagegen irgendwas tun kann, denn es ist so traurig, wenn dann große alte Bäume einfach gefällt werden, ohne wirklichen Grund. Bis ein Baum wirklich zusammenfällt muss ja schon einiges passieren und er sehr erkennbar krank sein.

Wenn jemand Tips für mich hat- nur her damit!
 
So einfach ist das nicht mit der Baumfällung, denn gerade die großen alten genießen besonderen Schutz. Allerdings müssen diese Bäume dann jedes Jahr auch kontrolliert werden, denn auch wenn der Stamm gesund ist, können dicke Äste geschwächt sein und abbrechen, etwa in einer Gewitterböe.
Das ist in den letzten Jahren mehrfach passiert, es gab sogar Tote, weil die Äste im Sturm auf Menschen oder Zelte mit Leuten drin fielen, und das waren keine dünnen Ästchen, sondern im Umfang wie jüngere Bäume, mit beiden Armen kaum zu umfangen, so dick. Und entsprechend schwer.
 
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