Hallo Noni,
das Wichtigste ist, dass du jetzt einfach mal anfängst. Hör auf, dich noch ständig zu viel mit Theorie zu beschäftigen, sprich: schreib jetzt endlich, die Zeit drängt.
Meine Erfahrung nach etlichen Hausarbeiten und zwei Bachelorarbeiten, ist die, dass man einfach nicht aufgeben darf. Auch wenn die Verzweiflung überhand nimmt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man den Mount Everest an Anspannung abfallen lassen kann. Und der ist es wert. Auch, wenn das Aufgeben kurzfristig sicherlich die angenehmere, einfachere und schnellere Lösung wäre.
Du hast doch ein Thema. Und eingelesen hast du dich doch auch schon. Was ist die Ausgangslage und was das Ziel. Und was kommt dazwischen.
Eine grobe Gliederung kann schon ausreichen, um loszulegen, solange du weißt, wo die Reise ungefähr hingehen soll. Solche Arbeiten wachsen auch gut und gerne während des Schreibens. Dann stellt man eh manche Dinge auf den Kopf, von denen man sich vorher sicher war, dass sie genau so und so sein müssen. Weil man dann einfach mehr Erkenntnis hat.
Wegen deinem Dozenten ... bist du dir sicher, dass er ausreichend Ahnung hat von dem Thema? Also genau DEINEM Thema. Der letzte Dozent, der sich bei mir laufend gedrückt hat und nur knappe Anweisungen gab, hatte nämlich keine. Gar keine. Nach der Abgabe hat er sich bedankt, dass er jetzt was Nettes hat, um sich in die Thematik einzulesen. Das ist nicht schlimm, das kann sogar ein Riesenvorteil hinsichtlich der Benotung sein, glaub mir.
Du solltest die Dinge einfach so niederschreiben, wie dich die Literatur und deine Quellen leiten. Mach dich nicht von deinem Dozenten abhängig. Natürlich ist das eine gute Ausrede, nichts zu tun - man muss schließlich warten, bis sich derjenige meldet. Es klappt auch ohne Dozenten. Was er will hat er dir doch gesagt. Bring deinen Weg zu seinem Ziel. Hauptsache, du fängst endlich an.
Gerade bei dem Seitenvolumen deiner Arbeit wäre es mehr als schade, den Bachelor deshalb aufzugeben.
Nimm die letzte Hürde. Und eine 4 ist immer noch die 2 des kleinen Mannes - und vollkommen ausreichend.
LG
vanDark
PS.: Wenn du einen Tritt in den Hintern brauchst, kannst du mir gerne deine täglichen Fortschritte schreiben - ich bin jetzt von 384 (unwissenschaftlichen) Seiten, die ich noch bearbeiten muss, sogar schon auf Seite 9, d.h. ich werde die Tage sicherlich ebenso wie du (wahrscheinlich manchmal erschlagen, fluchend, müde oder verzweifelt) vor dem Bildschirm sitzen und mich reinhängen müssen - ob ich will oder nicht.
D. h. ich stehe morgen zwischen 8 und 9 auf und um 10 Uhr wird angefangen - wie ist es bei dir?