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Baby verloren...

Heute vor zwei Wochen ist unser geliebter Sohn zur Welt gekommen... Ich muss immer daran denken. Was war an diesem Wochentag vor einer Woche, vor zwei Wochen... so wird es immer wieder weitergehen. Dieses Jahr werde ich zu Allerheiligen zum ersten Mal am Grab meines Sohnes stehen... nicht "nur" am Grab meines Großvaters, der uns schon vor 28 Jahr verlassen hat. Ich kann es nicht glauben, warum ausgerechnet wir? So viele Kerzen und Engel stehen an seinem Grab. Am liebsten würde ich ihn mit nach Hause nehmen oder mich an sein Grab legen und niemals wieder weggehen...
Wir haben uns die Zukunft von Beginn an so schön ausgemalt. Sein Zimmer wird in ein paar Wochen geliefert, welches wir in unserem neuen Haus aufstellen werden... Hier wird vorerst niemand einziehen. Sein Schutzengelzimmer steht leer. Zu zweit in einem großen Haus - die Leere und all die schönen Visionen sind uns in nur wenigen Stunden genommen worden.
Gestern haben wir eine heilige Messe mit all unseren Lieben gefeiert. So viele Menschen, liebe Arbeitskollegen, die so viel Trauer und Anteilnahme am Tod unseres Sohnes gezeigt haben. In nur wenigen Wochen muss ich wieder zurück an meinen Arbeitsplatz. Weg sind meine Pläne - lange Spaziergänge und Kuscheleinheiten mit unserem geliebten Sohn. Die ersten Weihnachten in unserem neuen Heim, gemeinsam als Familie... Alles wie weggeblasen - ein schöner Traum zerplatzt. Was bleibt ist diese unendliche Leere, ein leerer Bauch und meine traurige Seele.
 
Was soll ich Dir / Euch schreiben? Was soll ich sagen?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es in dieser Situation kaum ein wirk liches Wort des Trostes gibt.
Was in Dir / Euch ist, das können wir nicht begreifen.
Aber ich kann Dir / Euch sagen, daß ich an Euch denke, für Euch bete und mit Euch fühle!
Die Frage, die ich mir als Christ in dieser Situation stelle, ist: wo war denn Gott? Und wo ist denn Gott in diesen so schweren Stunden und Tagen?
Vielleicht mag Euch eine Erfahrung etwas helfen, die ich selbst erlebt habe.
Eine Verwandte von mir - alleinerziehend - hat auch ihr Kind verloren.
Am Abend der Beerdigung gingen wir nochmal zum Grab und waren erschüttert als wir dort zwei Kinder gesehen haben, die mit ihren kleinen Kinderschaufeln das Grab des Jungen aufgraben wollten.
"Was tut ihr da!", schrie die Mutter und wir mussten sie halten, daß sie in ihrer Wut und ihrem Schmerz nicht auf die Kinder zugegangen ist.
"Jonas friert doch da unten! Wir wollen ihn ausgraben und mit nach Hause nehmen!"
Alle kamen die Tränen, die Kinder aber weinten nicht, wollten einfach weitermachen.
Wir riefen ihre Mutti an, die - völlig entsetzt - sofort zum Friedhof kam.
Wir haben sie mit ihren Kindern zu einem Tee eingeladen und haben gemeinsam über den Schmerz gesprochen, der in jeder und jedem von uns war.
Das hat uns allen gutgetan.
Das "Ergebnis" dieses Abends war, daß die Kinder Jonas Mutter regelmäßig besucht haben und bis heute besuchen, mit ihr zum Grab gehen und es pflegen dürfen.
Es hatte aber auch noch ein anderes Gutes: die Mutter der beiden Kinder war auch alleinerziehend und in großer Not. Bald waren die beiden Frauen sehr gute Freundinnen und haben viel miteinander unternommen.
Heute sind beide verheiratet, sehr glücklich, und Jonas hat zwei Geschwister.
Ich bin sicher, daß er im Himmel der größte Fürsprecher bei Gott für die ganze Familie ist,
und das ist Ihr Kind auch für Sie, für Dich und für Euch!
Vielleicht kannst Du / könnt Ihr damit jetzt nicht viel anfangen, ich bin aber genauso sicher, daß Ihr es erfahren werdet - in Eurer gemeinsamen Zukunft - auch mit einem oder mehreren Kindern. Dazu wünsche ich Euch viel Kraft, Mut, Phantasie und vor allem Gottes Segen!
 
Hallo Baby110


Ein geliebtes Baby zu verlieren, ist einfach zu viel

es durfte nicht lange leben, das Leben endete viel zu früh.

Es lebt aber weiter in Deinem Herzen , mit einem besonderen Band

kann nicht reißen, wird nicht spröde oder gedrängt an den Rand.

Irgandwann kommt sicher auch die Lebensfreude zurück

noch ist Trauer im Raum -kann man Wände verschieben- mit etwas Glück?

Doch sein Platz ist immer ganz sicher und fest im Herzen

verloren kurz nachdem so glücklich frisch geboren , das waren und sind die fürchterlichsten Schmerzen!

Warum ?

diese Frage kann keiner beantworten .


Drücke Dir mein tiefes Mitgefühl aus.

Trösten kann Dich niemand

verstehen aber schon.

Glg OldCat
 
Was soll ich Dir / Euch schreiben? Was soll ich sagen?
Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es in dieser Situation kaum ein wirk liches Wort des Trostes gibt.
Was in Dir / Euch ist, das können wir nicht begreifen.
Aber ich kann Dir / Euch sagen, daß ich an Euch denke, für Euch bete und mit Euch fühle!
Die Frage, die ich mir als Christ in dieser Situation stelle, ist: wo war denn Gott? Und wo ist denn Gott in diesen so schweren Stunden und Tagen?
Vielleicht mag Euch eine Erfahrung etwas helfen, die ich selbst erlebt habe.
Eine Verwandte von mir - alleinerziehend - hat auch ihr Kind verloren.
Am Abend der Beerdigung gingen wir nochmal zum Grab und waren erschüttert als wir dort zwei Kinder gesehen haben, die mit ihren kleinen Kinderschaufeln das Grab des Jungen aufgraben wollten.
"Was tut ihr da!", schrie die Mutter und wir mussten sie halten, daß sie in ihrer Wut und ihrem Schmerz nicht auf die Kinder zugegangen ist.
"Jonas friert doch da unten! Wir wollen ihn ausgraben und mit nach Hause nehmen!"
Alle kamen die Tränen, die Kinder aber weinten nicht, wollten einfach weitermachen.
Wir riefen ihre Mutti an, die - völlig entsetzt - sofort zum Friedhof kam.
Wir haben sie mit ihren Kindern zu einem Tee eingeladen und haben gemeinsam über den Schmerz gesprochen, der in jeder und jedem von uns war.
Das hat uns allen gutgetan.
Das "Ergebnis" dieses Abends war, daß die Kinder Jonas Mutter regelmäßig besucht haben und bis heute besuchen, mit ihr zum Grab gehen und es pflegen dürfen.
Es hatte aber auch noch ein anderes Gutes: die Mutter der beiden Kinder war auch alleinerziehend und in großer Not. Bald waren die beiden Frauen sehr gute Freundinnen und haben viel miteinander unternommen.
Heute sind beide verheiratet, sehr glücklich, und Jonas hat zwei Geschwister.
Ich bin sicher, daß er im Himmel der größte Fürsprecher bei Gott für die ganze Familie ist,
und das ist Ihr Kind auch für Sie, für Dich und für Euch!
Vielleicht kannst Du / könnt Ihr damit jetzt nicht viel anfangen, ich bin aber genauso sicher, daß Ihr es erfahren werdet - in Eurer gemeinsamen Zukunft - auch mit einem oder mehreren Kindern. Dazu wünsche ich Euch viel Kraft, Mut, Phantasie und vor allem Gottes Segen!

... Dem lieben Gott hat ein Engelchen gefehlt und er hat unseren kleinen Sohn zu sich genommen; er wacht nun als Schutzengel über uns und all unseren Lieben. So stellt man sich das vor und redet sich ein... Manchmal hilft es, doch dann kommt wieder diese endlose Leere und Verzweiflung.
Wir hatten auf unseren schwierigen Weg unseren Seelsorger, Priester und innigen Vertrauten an unserer Seite. Er hat unseren Sohn notgetauft, ihn zu Grabe getragen und erst gestern mit uns uns im Namen unseren Sohnes die heilige Messe gefeiert. Wichtige Schritte, die uns irgendwann - Stück für Stück - helfen nach vorne zu sehen.
Ich hatte immer einen Glauben - doch er war nie so tief... Seit zwei Wochen hat sich mein Glaube an Gott so sehr vertieft, dass ich mehrmals täglich das Bild meines Babies in die Hand nehme und zu Gott bete, zu meinem Sohn bete.

Danke für deine lieben Worte und die liebevolle Erzählung... Niemals hätte ich nur ansatzweise geglaubt, dass es so viele Schicksale gibt. Vielleicht hat Gott uns auch die Bürde auferlegt, weil er weiß, dass wir es schaffen können - mit unserem Glauben. Dass er gerade unseren Engel in seinem Himmel gebraucht hat, weil er so rein und vollkommen ist. Wir beten jeden Tag, dass wir eines Tages Kinder haben werden, die wir aufwachsen sehen dürfen.
 
Hallo!

Ich bin vor 8 Monaten selber Vater geworden und allein die Vorstellung, dass so etwas passiert, ist für mich unerträglich.

Ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid ausdrücken, ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, als ich Deinen Post vorhin gelesen habe.

Ich wünsche Dir Kraft und Liebe!

Gruß

CrashAndBurn
 
Guten Morgen!

"... Dem lieben Gott hat ein Engelchen gefehlt und er hat unseren kleinen Sohn zu sich genommen; er wacht nun als Schutzengel über uns und all unseren Lieben."

Mit dem ersten Teil Deiner Worte habe ich meine Schwierigkeiten, das entspricht nicht meinem Gottesbild, den zweiten Teil will ich dick unterstreichen. So ist es!


"So stellt man sich das vor und redet sich ein... Manchmal hilft es, doch dann kommt wieder diese endlose Leere und Verzweiflung."

Genau dann aber darfst Du darauf vertrauen, daß Dein / Euer Schutzengel bei Dir ist.
Du mußt ihn nur ansprechen. Er wird Dir nicht immer antworten, ich meine gleich antworten. Das dauert manchmal! 🙂

"Wir hatten auf unseren schwierigen Weg unseren Seelsorger, Priester und innigen Vertrauten an unserer Seite."

Dafür sind die auch bestimmt sehr gerne da, und trotzdem muß man in solchen Situationen gerade diesen Menschen einmal "Danke!" sagen.

"Er hat unseren Sohn notgetauft, ihn zu Grabe getragen und erst gestern mit uns uns im Namen unseren Sohnes die heilige Messe gefeiert. Wichtige Schritte, die uns irgendwann - Stück für Stück - helfen nach vorne zu sehen."

Das sehe ich genauso. Gerade in der Hl. Messe haben wir ja in der "Großen Danksagung" die Möglichkeit Gott zu danken und ihm aber auch alle unsere Bitten vortragen zu dürfen.
Und wir wissen uns dort mit allen Menschen verbunden, die sich im Glauben dazu auf der ganzen e i n e n Welt zusammenfinden. Viele dieser Menschen tragen auch ihr Leid und ihre Verzweiflung vor Gott, immer wissend: "Bei Gott bin ich geborgen, wie ein Kind" und "Er hat seine Engel befohlen über DICH"!

"Ich hatte immer einen Glauben - doch er war nie so tief... Seit zwei Wochen hat sich mein Glaube an Gott so sehr vertieft, dass ich mehrmals täglich das Bild meines Babies in die Hand nehme und zu Gott bete, zu meinem Sohn bete."

Das ist schön, das freut mich sehr! Rede mit Deinem Sohn, auch wenn er Dir nicht - gleich - antwortet, aber er "hört" es, da bin ich sicher! Und irgendwann wird er Dir auch antworten - und Ihr könnt miteinander "reden"!

"Danke für deine lieben Worte und die liebevolle Erzählung... "

Christen sind füreinander da, da braucht es kein "Danke", es ist selbstverständlich "da zu sein"!

"Niemals hätte ich nur ansatzweise geglaubt, dass es so viele Schicksale gibt."

Es gibt mehr als wir es wahrhaben können und wollen.
Bedenke wieviele Kinder in Deutschland sterben - und in der ganzen einen Welt!

"Vielleicht hat Gott uns auch die Bürde auferlegt, weil er weiß, dass wir es schaffen können - mit unserem Glauben. Dass er gerade unseren Engel in seinem Himmel gebraucht hat, weil er so rein und vollkommen ist. Wir beten jeden Tag, dass wir eines Tages Kinder haben werden, die wir aufwachsen sehen dürfen."

Ihr werdet Kinder haben oder meinst Du, daß Dein Sohn ohne Geschwisterchen leben will?
Deshalb vertraut er Euch und ist - wie ich - ganz sicher, daß Ihr das schafft! Dafür beten ist das eine, .... . 🙂 Ihr schafft das! Es wäre aber auch falsch Euch jetzt unter Druck zu setzen! SEIN Wille geschieht - mit Eurer Hilfe!

Ich habe gestern eine Kerze an der Grotte in Lourdes für Euch aufstellen und entzünden lassen! Wer könnte Dich besser verstehen als die Mutter Jesu, Maria! Sie hilft immer, sie hilft jederzeit! Sie ist neben Deinem Sohn und mit ihm jetzt DEINE große Fürsprecherin bei Gott!

Schau t doch heute mal via Lourdes Radio nach Lourdes, am besten heute Abend zur Lichterprozession und betet ein wenig mit! Die vielen WallfahrerInnen beten mit Euch!

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!
 
Heute vor zwei Wochen ist mein kleiner Sohn gestorben... Eigentlich sollte ich jetzt spazierengehen - mit meinem Kleinen im Kinderwagen. Meine Nächte sollte ich kaum durchschlafen dürfen, weil ich ganz wachsam darauf höre, ob mein Baby schreit, ich müsste Windeln wechseln und mein Baby füttern. Stattdessen habe ich die Wohnung geputzt, um in meiner Trauer nicht zu versinken und nun weiß ich nicht mehr weiter. Eigentlich sollte ich jetzt mein Baby im Arm halten und nicht daran denken, welche Kerze ich später mit zum Friedhof nehme. Eigentlich war mein Babyjahr so schön verplant, so viel hab ich mir vorgenommen mit meinem Kleinen zu unternehmen... doch in ein paar Wochen muss ich wieder zurück im Alltag sein, um meiner Arbeit nachzugehen.
 

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