korinna_21
Mitglied
hallo,
habe ein problem. habe irgendwie eine totale abneigung gegen disziplin. insbesondere selbstdisziplin. ich habe das gefühl, dass man sich bemühen kann wie man möchte, da kommt sowieso nichts bei raus. hört sich jetzt alles wahrscheinlich total irrational an, aber so ist es nun mal. ich habe von haus aus gelernt, dass disziplin ein muss ist. und in der regel wurden die disziplinaren maßnahmen immer weiter an anspruch erhöht. irgendwann wurde mir alles zu viel. insbesondere die disziplinaren maßnahmen im privaten bereich haben sich im nachhinein als 'indoktrination' herausgestellt. soll heißen: ich sollte so funktionieren, wie es von meinen eltern gewünscht war, was dazu geführt hatte, dass ich immer mehr von der gesellschaft abgekapselt wurde, damit ja keine 'negative' einflüsse entstehen. meiner meinung nach wären die besagen 'negativen' einflüsse ein sinnvoller vergleich gewesen. aber dieser wurde von elterlicher seit verwehrt. die zügel wurden immer enger gezogen. der gürtel enger geschnallt. bis mi das ganze zu viel wurde und ich quasi ausgebrochen bin. musste erst mal selbst mein soziales netz aufbauen und mich selbst integrieren. das war nicht unbedingt einfach. nach jahrelanger isolation. mit isolation meine ich in erster linie innerer abstand und keinen privaten austausch mit anderen. so waren meine eltern gestrickt. so wollten sie es haben. und so wurde es getan.
und nun schaffe ich es nicht, mich selbst zu disziplinieren. ich habe erneut angst, dass quasi alles umsonst werden wird. und das fängt schon bei kleinigkeiten an. das geschirr steht erst mal stunden lang da, bis es endlich gewaschen wird. die wäsche steht erstmal ne woche, bis sie abgehängt wird. und sie wird auch nur deshalb abgehängt, weil die neue wäsche sonst kein platz hätte. und es wird nicht alles in einem rutsch abgehägt, sondern peu a peu. ich habe probleme, dinge in einem rutsch durchzuführen. soll heißen: kurz vor ende mach ich schluss.
und das läuft mit meinem studium momentan auch nicht anders. bin quasi kurz vor dem abschluss. es fehlt 'nur noch' die verschriftlichung der arbeit, welche bis zur hälfte in roh-form bereits steht, und zwei mündliche abschlussprüfungen, von denen die eine wahrscheinlich gar nicht mal so schwer sein wird, da sie sich auf die abschlussprüfung bezieht und ich mich eigentlich fitt dazu fühle. eigentlich.... wäre da nicht dauern der drang davon zu laufen. ich weiß nicht, ob ich instinktiv befürchte fertig zu sein. eben dieser schluss, dieser abschluss. kurz vor ende... wird der kopf eingezogen. ich weiß nicht, ob es eventuell mit der familiären geschichte zusammenhängt.. als ich dann doch nicht mehr so konnte und wollte wie meine eltern, wurde ich kurzerhand aus der familie verband. was im nachhinein ganz ok ist, weil ich endlich selbst bestimmen kann. was am anfang aber garnicht so toll war, weil ich erstmal ganz alleine zusehen musste, wo ich bleibe. und die ganze entmündigung das dauerkind sein von vorher hatte dazu geführt, dass ich von heut auf morgen erwachsen und selbstständig werden musste. alles kam auf einmal, alles kam plötzlich. das verhalten meiner eltern hatte mich zudem sehr geschockt, da ständig hoch und heilig indoktriniert wurde, dass die familie alles sei und freunde nichts, denn familie würde auf ewig hinter einem stehen, und freundschaften seien ja sowieso nur auf zeit. freunde seien nicht lange 'haltbar', denn bei schwierigkeiten würden sie sich einfach andere freunde suchen. es lohne sich also nicht, freunde zu haben. etc. ich glaube, ihr habt verstanden, was gemeint ist.
am ende hat sich dann doch herausgestellt, dass freunde viel mehr wert sind. man kann sie sich aussuchen. man wird nicht reingeboren. und jeder entwickelt sich ja weiter. was spricht dagegen, freunde zu haben, die wirklich etwas mit einem zu tun haben wollen, weil sie es sich selbst so ausgesucht haben, und nicht, weil es 'muss', weil 'familie ja zusammenhalten muss'- was sie dann doch nicht gemacht hat.... in guten wie in schlechten tagen??? in schlechten tagen sind nur wahre freunde für einen da. aber nicht familie. zumindest nicht meine. das steht fest.
habe ein problem. habe irgendwie eine totale abneigung gegen disziplin. insbesondere selbstdisziplin. ich habe das gefühl, dass man sich bemühen kann wie man möchte, da kommt sowieso nichts bei raus. hört sich jetzt alles wahrscheinlich total irrational an, aber so ist es nun mal. ich habe von haus aus gelernt, dass disziplin ein muss ist. und in der regel wurden die disziplinaren maßnahmen immer weiter an anspruch erhöht. irgendwann wurde mir alles zu viel. insbesondere die disziplinaren maßnahmen im privaten bereich haben sich im nachhinein als 'indoktrination' herausgestellt. soll heißen: ich sollte so funktionieren, wie es von meinen eltern gewünscht war, was dazu geführt hatte, dass ich immer mehr von der gesellschaft abgekapselt wurde, damit ja keine 'negative' einflüsse entstehen. meiner meinung nach wären die besagen 'negativen' einflüsse ein sinnvoller vergleich gewesen. aber dieser wurde von elterlicher seit verwehrt. die zügel wurden immer enger gezogen. der gürtel enger geschnallt. bis mi das ganze zu viel wurde und ich quasi ausgebrochen bin. musste erst mal selbst mein soziales netz aufbauen und mich selbst integrieren. das war nicht unbedingt einfach. nach jahrelanger isolation. mit isolation meine ich in erster linie innerer abstand und keinen privaten austausch mit anderen. so waren meine eltern gestrickt. so wollten sie es haben. und so wurde es getan.
und nun schaffe ich es nicht, mich selbst zu disziplinieren. ich habe erneut angst, dass quasi alles umsonst werden wird. und das fängt schon bei kleinigkeiten an. das geschirr steht erst mal stunden lang da, bis es endlich gewaschen wird. die wäsche steht erstmal ne woche, bis sie abgehängt wird. und sie wird auch nur deshalb abgehängt, weil die neue wäsche sonst kein platz hätte. und es wird nicht alles in einem rutsch abgehägt, sondern peu a peu. ich habe probleme, dinge in einem rutsch durchzuführen. soll heißen: kurz vor ende mach ich schluss.
und das läuft mit meinem studium momentan auch nicht anders. bin quasi kurz vor dem abschluss. es fehlt 'nur noch' die verschriftlichung der arbeit, welche bis zur hälfte in roh-form bereits steht, und zwei mündliche abschlussprüfungen, von denen die eine wahrscheinlich gar nicht mal so schwer sein wird, da sie sich auf die abschlussprüfung bezieht und ich mich eigentlich fitt dazu fühle. eigentlich.... wäre da nicht dauern der drang davon zu laufen. ich weiß nicht, ob ich instinktiv befürchte fertig zu sein. eben dieser schluss, dieser abschluss. kurz vor ende... wird der kopf eingezogen. ich weiß nicht, ob es eventuell mit der familiären geschichte zusammenhängt.. als ich dann doch nicht mehr so konnte und wollte wie meine eltern, wurde ich kurzerhand aus der familie verband. was im nachhinein ganz ok ist, weil ich endlich selbst bestimmen kann. was am anfang aber garnicht so toll war, weil ich erstmal ganz alleine zusehen musste, wo ich bleibe. und die ganze entmündigung das dauerkind sein von vorher hatte dazu geführt, dass ich von heut auf morgen erwachsen und selbstständig werden musste. alles kam auf einmal, alles kam plötzlich. das verhalten meiner eltern hatte mich zudem sehr geschockt, da ständig hoch und heilig indoktriniert wurde, dass die familie alles sei und freunde nichts, denn familie würde auf ewig hinter einem stehen, und freundschaften seien ja sowieso nur auf zeit. freunde seien nicht lange 'haltbar', denn bei schwierigkeiten würden sie sich einfach andere freunde suchen. es lohne sich also nicht, freunde zu haben. etc. ich glaube, ihr habt verstanden, was gemeint ist.
am ende hat sich dann doch herausgestellt, dass freunde viel mehr wert sind. man kann sie sich aussuchen. man wird nicht reingeboren. und jeder entwickelt sich ja weiter. was spricht dagegen, freunde zu haben, die wirklich etwas mit einem zu tun haben wollen, weil sie es sich selbst so ausgesucht haben, und nicht, weil es 'muss', weil 'familie ja zusammenhalten muss'- was sie dann doch nicht gemacht hat.... in guten wie in schlechten tagen??? in schlechten tagen sind nur wahre freunde für einen da. aber nicht familie. zumindest nicht meine. das steht fest.