Wem gehört nun das Auto?
Ich weiß wo mein Vater den Brief aufbewahrt hat und habe ihn seit kurzem nun bei mir.
Aber im schlimmsten Fall könnte mein Vater doch behaupten, ich hätte den gestohlen, oder?
Ja,könnte er.
Hier hast Du mindestens EINEN Fehler gemacht.
Zwar gibt es natürlich "mündliche Verträge"--nur-- wenn EINE PARTEI davon "nichts mehr wissen will" und vorher genug Fakten schuf,
um
exakt eine andere Version AUCH belegen zu können, wird ein Beweis schwer.
Da bräuchtest Du glaubwürdige Zeugen. Oder noch einen Joker im Ärmel?
Im Eingangspost hattest Du etwas GANZ ANDERES geschrieben ,dort stand
"
Ich habe ein Auto gekauft".
Jetzt stellt sich raus: Du GLAUBST, Du hast das Auto gekauft.
Dein Vater hat (offenbar) von Dir
Dein Geld genommen und DAMIT
für sich ein Auto gekauft (er steht ÜBERALL drin, bindet den Kauf auch in SEINE Steuererklärung ein (bzw.--irgendsowas schriebst Du, wie auch immer das real dann gehandhabt wird von ihm),
Du VERMUTEST zwar,Du allein darfst das Auto nutzen (so wäre es beabsichtigt),nur--
beweisen kannst Du es nicht. ((Oder gibt es noch EINEN Fakt,der Dir hier hülfe?))
Wenn Du im Clinch liegst mit dem Papa, sogar noch OHNE SEIN WISSEN die Papiere nimmst,
kann er Dir natürlich jede Menge Ärger machen.
Die Geldgabe an ihn könnte er AUCH "als Geschenk von Dir" darstellen.
Oder--als "rückgezahlte Schulden"....
Auch unter Verwandten sollte man bei größeren Dingen die Verträge SCHRIFTLICH und KLAR
abfassen.
Nicht nur ,weil auch Verwandte mal böse drauf sein können-- auch im Falle von "außergewöhnlichen Situationen" hat man sonst ein Problem.
Versicherungsleistung, Haftpflicht,einer von Euch fällt ins Koma, das Auto wird geklaut--
WER darf dann Anzeige machen...
Das ist wie mit dem "Wohnrecht eines Volljährigen im Elternhaus"--> Miete,NK,Nebenbedingungen, Hausordnung...Vollmachten...
Wird immer so belächelt ,wenn "Verträge" erwähnt werden.
Es vermeiden aber schon wenige formlose Sätze + Datum +Unterschrift oft viel Streß.
Es ist eben das GEGENTEIL von "Mißtrauen"--damit zeigt man ,daß man sich gegenseitig ACHTET und Dinge angemessen ernst nimmt. Es ist für BEIDE SEITEN gut.
(Und--- man hilft,daß kein Verwandter einer bösen kriminellen Versuchung erliegt!
😀😀😀 )
Versuche es mit einer OFFENEN AUSSPRACHE (Zeuge dazu,der unparteiisch ist --was sagt denn Deine Mama ???) -
kläre die Fakten..oder schreib das Geld in den Wind und verzichte auf das Auto.
Um die Lage zu deeskalieren,würde ich den
gestohlenen Brief bei einem Vermittler hinterlegen,der ihn herausgibt gegen die "noch ausstehende schriftliche Bestätigung der Alleinnutzungsberechtigung und QUITTUNG des Kaufpreises" ...etc.).
Finde einen diplomatisch eleganten Dreh -- mit Deinem Papa möchtest Du vielleicht auch mal noch auf Deiner Hochzeit tanzen?!
🙂
Micky