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Authentizität

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Ich bin meistens schon so , dass ich das tue , was ich für richtig halte. Da frage ich auch nicht lange.

Ich kann auch bei der Arbeit bei meiner Meinung bleiben, wenn ich sie für richtig halte, auch wenn andere und auch der Chef eine andere Meinung vertreten.

Ich kann auch andere in Schutz nehmen, wenn auch alle anderen der Meinung sind, dass die blöd sind, sofern ich anderer Meinung bin.

Oft werde ich auch vorgeschickt (auch von den Kollegen), um Dinge zu klären oder klarzustellen, weil man weiß, dass ich keine Angst vor Widerspruch habe und was ab kann.

Da kann ich ziemlich stur sein.

Nur lohnt es sich auch nicht immer alles mit Gewalt durchzufechten. Manchmal ist es den Aufwand nicht wert.

Dann ist es besser zu denken, gib dem anderen Recht und Du hast Deine Ruhe.


Das kenne ich zu gut -.-

und habe keine lust mehr drauf.
 
hört sich für mich an wie jemandem sein Recht geben, obwohl er Unrecht hat, ne verbiegen für Idioten , darauf habe ich auch keinen Bock.
Es gibt auch viele Fanatiker, die einem aus irgendwelchen Gründen die subjektive Wahrheit als die absolute verkaufen wollen, auch da kann ich offen meinen Standpunkt beziehen und gehen, denn keiner kann mich zwingen, mich mit so jemandem abzugeben.

Authentizität hat für mich sehr viel mehr damit zu tun, das man eben nicht die von anderen angedachte Rolle spielt, die diese für einen vorsehen.
Manche Menschen sind so unauthentisch, daß sie beispielsweise den Eltern nach dem Mund reden, wenn die in der Nähe sind, aber völlig anders reden, sich anders verhallten, wenn die nicht da sind.

Wenns aber in de Familie so gewünscht ist , daß die vorgeheuchelte Harmonie über die Realität gestellt wird , ist es nicht verwunderlich, das viele Kinder, deren Eltern eben so eine Lebenslüge leben, genau das erkennen und merken , sie können dagegen nicht angehen, weil denen können sie nicht aus dem Weg gehen und die sind auch noch erziehungsberechtigt, die befinden sich dann in der Zwickmühle , viele gehen dann den Weg des geringsten Widerstandes und spielen vor den Eltern eben die von denen angedachte Rolle und wenn sie alleine sind oder unter Freunden, dann sagen die erst was sie wirklich denken.

Manche benehmen sich dann auch ganz anders.

Manche allerdings , die haben für sich , so denke ich erkannt, das man mit Heuchelei sehr weit kommen kann, weil diese Heuchelei ja Öl aufs Gemüt derer ist, die sie einfordern.

Und wenn so ein Mensch ein Partner ist , dann ist das für einen wahrheitsliebenden Menschen , der authentisch ist eine ständige Toleranzprobe, die allerdings in seinen Augen unnötig ist , weil für ihn Authentizität sehr viel vereinfachen würde.

Hat was mit Opportunismus zu tun und mit Unehrlichkeit, kann man die für sich in seinem Charakter und Selbstbild wiederfinden, weil man sie willkommen heißt, so findet man es wohlmöglich noch toll und chick andere zu täuschen.

Betrüger leben von sowas.

Na und das es davon sehr viele gibt , ist doch ein alter Hut, die haben nicht erst in der heutigen Zeit so viel Zulauf.

Die heutige Zeit ist nur etwas perfider, sie verwischt die klaren Grenzen.

Sie legt dem kinderfreundlichen Menschen die Babysprache als Heuchelei aus, dem Menschen der sich um alte kümmert, wird Erbschleicherei unterstellt und ist von Mißtrauen zerfressen, da fehlt es an Taten zu den ganzen leeren Worten, davon gibt es nämlich genausoviele, es mangelt an Verlässlichkeit und Analytik das eigene Verhalten betreffend, der Spötter und der Denunziant, die treten immer vermehrt auf , wenn ne Gesellschaft satt ist oder in Not.

Na und wenns dann der einfachere Weg ist sich psychisch krank zu melden, weil man nicht den A**** und die Eier in der Hose hat, sich mal mit sich selbst auseinanderzusetzen, dann fällt man doch hier weich in soziale Ruhekissen, Faulheit als Lebensidentität , na bravo, nur die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, da geht es nicht ums Miteinander, sondern darum sich selbst der nächste zu sein und ich nenne diesen Zustand dann Egoismus und andere faseln was von Selbstverwirklichung, die kriegen aber recht, sonst müssten sich zuviele ändern.
 
Na und wenns dann der einfachere Weg ist sich psychisch krank zu melden, weil man nicht den A**** und die Eier in der Hose hat, sich mal mit sich selbst auseinanderzusetzen, dann fällt man doch hier weich in soziale Ruhekissen, Faulheit als Lebensidentität , na bravo, nur die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, da geht es nicht ums Miteinander, sondern darum sich selbst der nächste zu sein und ich nenne diesen Zustand dann Egoismus und andere faseln was von Selbstverwirklichung, die kriegen aber recht, sonst müssten sich zuviele ändern.

Der Beitrag mag authentisch sein. Aber wie man an diesem Stammtischgefasel sieht, ist es manchmal besser, sich nicht zu äußern - auch wenn das vielleicht nicht ganz so authentisch wäre.
 
In Zeboathlings Beitrag steckt bestimmt viel Wahrheit, vor allem subjektive, aber pauschalisieren kann man natürlich nichts... Ich kenne zwar wenige Fälle, die aus psychisch bedingten Gründen "ausgefallen " sind, aber tauschen möchte mit denen sicher keiner... vielleicht kennt Zeboathling da andere Fälle. Da ein mir sehr nahestehender Mensch an Schizophrenie erkrankt ist, kenne ich seinen Leidensweg (leider) sehr gut. Hierbei handelt es sich sich um einen ehemals sehr erfolgreichen Manager-Typ, der nun seit sieben Jahren sein Leben in der Stille wach unter der Bettdecke verbringt. Und das zu 95 % seines Tages... Und wenn jemand etliche, aber etliche "Stationen" zur Heilung aufgesucht hat - von Schulmedizin bis Alternativen... dann ER! Aber wie gesagt, da hat Zeboathling bestimmt ganz andere Erfahrungen gemacht mit "psychisch Kranken", die fortan in Saus und Braus leben... Vielleicht darf man den Begriff "Authentizität" auch nicht so "radikalisieren". Ich werde nicht jedem "Nazi" eine mit dem Stock über die Rübe hauen, auch wenn ich es gerne täte, aber wenn er mich nach meiner Meinung fragt, beziehe ich natürlich Stellung. Wenn er mir jedoch ein Messer an die Kehle steckt und frag, ob ich Ausländer auch doof fände, würde ich sagen : "Ja, klar! (bin übrigens selber einer...)" und bei der nächsten Möglichkeit die Polizei rufen und ihn anzeigen, so hätte ich mehr von der ganzen Geschichte... Es geht mir eher darum, dass ich Menschen sehe, die grossartig sind,aber unglaubliche Hemmungen haben. Sicherlich ist dies auch altersbedingt. Ganz ältere Semester sind wohl am authentischsten. Ganz junge noch sehr unsicher. Ab mit 30 denke ich sollte man sich schon so seinen Stärken bewusst sein, um auch zu seinen Schwächen stehen zu können... und JEDER hat seine STÄRKEN. JEDER!
 
Gut, ich hätte fairerweise auch direkt ergänzen können, dass ich die anderen Passagen O.K. fand.

Cenerentola meinte:
Ganz ältere Semester sind wohl am authentischsten. Ganz junge noch sehr unsicher.

Findest Du?
Ältere Menschen sind oft etwas gefestigter, ja. Dafür können sie aber auch besser schauspielern, weil sie durch Lebenserfahrung mehr Übung haben. Dann gleicht's sich vielleicht auch wieder aus....

Schauspielern kann ja auch mal angebracht sein. Muss ja nicht immer etwas Schlechtes sein.
 
Hallo Kauz

Wicki schreibt viel, wenn der Tag lang ist. Man muß aufpassen, dass Wicki demnächst nicht zu unser aller "Wahrheitsmaschine" wird.

Authentisch kann man auch sein, wenn man erkennt, dass man unehrlich, inkonsequent, nicht aufrichtig ist und dazu steht, um bei Deinen Wicki-Beispielen zu bleiben.

Deinen letzten Satz kann man aber auch unterstreichen.😉

Hallo Spoony!
Vollkommen richtig.
Zur Selbsterkenntnis gehört auch die Erkenntnis von Schwächen.

Wiki schreibt:
"Eine als authentisch bezeichnete Person wirkt besonders „echt“, strahlt aus, dass er zu sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen steht und im Einklang mit sich selbst handelt. "

Und ja, Wiki weiß nicht alles und vieles kann man diskutieren.
Ich halte es überwiegend aber ganz gut dafür, eine Basis zu haben oder bzw. Grundverständnis zu bekommen, auf das man dann aufbauen kann.
Ansonsten meint man manchmal vielleicht sogar ähnliches, beschreibt es nur mit anderen Wörtern - und versteht sich dann nicht, obwohl man z.B. dasselbe meint.
Also einfach als Einstieg finde ich es oft praktisch.
 
Na klar. Ich mag Wicki auch, wenn es z.b. um Pflanzen, Tiere, den Garten, Gedichte, oder manch anderen Einstieg geht.
Bei z.b. Geschichte und Politik..., möchte ich solch ein Instrument jedenfalls nicht als alleine "wahrheitsgebend" anerkennen müssen.
Danke für Deine Ergänzung. Muß ich nicht selbt recherchieren...

Das geht mir teilweise ganz genauso.
Man sollte sich auch ggfs. unabhängig davon eine eigene Meinung bilden, ganz klar.
Man weiß ja auch nie wer da schreibt, oder in wessen Auftrag.

Was mir ein bisschen Sorge macht ist die Vorstellung, dass Autentizität bald gar nicht mehr so willkommen sein könnte.
Ähnliches erlebte ich z.b. mit Zivilcourage.

Ja, das ist gut möglich.
Es kommt z.B. auch darauf an wieviel Freiraum eine Regierung oder Gesellschaft dem Einzelnen für Authentizität überhaupt bietet.
Für seine guten Überzeugungen ins Gefängnis zu gehen ist nicht angenehm - aber auch solche Menschen gibt es.
 
Der hat unschuldig ein Märtyrium durchgemacht soviel ich weiß, wenn sein Umgebungsfeld mehr gerechte Menschen gehabt hätte, wäre es wohl nicht soweit gekommen.

Da es aber wohl gerechte Menschen gibt, wurde es aufgedeckt.

Als ich im Betreuungsbereich gearbeitet habe, ist mir sehr oft diese Konstellation untergekommen, daß Menschen, die im Grunde stinkfaul sind, so tun, als wären sie psychisch krank, sogar förmlich danach suchen, weil sie sich der Verantwortung für das eigene Leben nicht stellen wollen, gibt es dann irgendwann ein Gutachten durch den sagen wir mal vereinseigenen Psychologen, so sind ja alle fein raus, der Faule muß nicht arbeiten und bekommt Geld, der Psychologe rechnet das Gutachten ab, der Verein hat einen neuen Betreuungsfall, die Pharmaindustrie freut sich und wenn der Betreute in jungen Jahren noch keinen Schaden hatte , wenn der 20 Jahre älter ist, hat er sicher einen.
 
Danke für Deine Rückmeldung, Zebaothling.
Möglich, dass man sich mit einer vermeintlich psychischen Malaise gut 'hindurchfaken' kann.
Aber das macht noch lange nicht alle zu Simulanten.

Analogie: Im Finanz- oder Onlinebereich kann man mit krimineller Energie bestimmt einiges reißen - sicher mehr als durch schnöden Raub, Diebstahl oder Einbruch. Aber das macht noch lange nicht alle Webseitenbetreiber oder Banker zu Kriminellen.

Gerade wo man sich hier ja in einem Forum betrifft, wo der Anteil der Menschen mit psychischen Malaisen noch höher sein dürfte als beim Bevölkerungsdurchschnitt...
 
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