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Auszug aus dem Haus der Eltern

  • Starter*in Starter*in Sensibelchen
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S

Sensibelchen

Gast
Hallo,

es schwirrt schon länger in meinen Gedanken rum, aus der Einliegerwohnung im Haus meiner Eltern raus zu kommen. Möchte eigenständig und unabhängig werden, was auch ein großes Thema bei meinem Klinikaufenhalt vor ein paar Monaten war.

Eine Freundin hat mir vor nem halben Jahr ungefähr geraten nach Dresden zu ziehen, da es dort mit dem Arbeitsmarkt noch relativ gut asussieht und es trotzdem günstig ist.

Wäre natürlich eine große Umstellung für mich, da ich die letzten 21 Jahre, mit Ausnahme vo nein paar Wochen, immer im selben haus hier in Mainz gewohnt habe. Auch fragt sich ob ich eine Lehrstelle in Dresden finde. Desweiteren kenne ich dort nur 2 Personen, wobei ich hier in Mainz jede Menge alte Freunde habe (aber auch halt nur sehr wenige von denen wissen das ich psychisch krank bin).

Auf der anderen Seite sehe ich aber dieeinmalige Chance auf eigene Beine zu kommen. Ich könnte mir hier in Mainz keine eigene Wohnung bzw. kein eigenständiges Leben leisten, wenn das überhaupt mit meinen Eltern in der nähe ginge. Außerdem reizt es mich natürlich nach 21 Jahren mal ne anderen Stadt kennenzulernen.

Ich habe jetzt am Wochenende und nächste Woche die ersten Besichtigungtermine. War ich vor ein paar Tagen noch so zielstrebig und hoffnungvoll, bin ich jetzt doch wieder am überlegen es sein zu lassen. Bin mir irgendwie unsicher. Ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen und die Mehrheit sieht halt die Gefahr das ich dort untergehe. Wie Eltern so sind, wollen sie mich natürlich auch schön an der Leine halten.
 
Hallo

Hm - jetzt wo Du die Tür aufgemacht hast... hast Du natürlich Angst durchzugehn. "wer weiß was kommt...".
Das ist normal. Auch werden Dich Deine Eltern sicher nicht verstoßen.
Höchstens Sorgen (das ist jetzt keine Kritik - nur ein Erklärungsversuch:
aber - je länger man zusammen ist... um so schwerer fällt das loslassen).
Und warum gleich Dresden? Du hast viele schöne Gegenden in der Nähe.
Auch solche wo Du "nicht unter die Räder" geraten kannst und auch solche wo es nicht zu langweilig ist. Und wo es auch gute Arbeit gibt.
Klingt alles nach Umstellung - ist es auch. 😉
Also: Weitergehn. Schritt für Schritt (aber auch immer aufpassen nicht "zu stolpern" - trau schau wem).
Und ich bin mir sicher, daß Deine Eltern Dich im schlimmsten Fall "auffangen".
Okay - das kostet Dich dann sicher was. Höchstwahrscheinlich 2 Mal am Tag ein: "Kind - wir haben es Dir doch gesagt". 😉
Das wäre aber sicher der kleinste Preis. 😉

Grüsse
 
Hallo,

eigenständig werden ist ja gut und schön,aber mit Dresden überleg Dir das lieber nochmal.
Ich bin für meinen (Ex)mann vom Ruhrgebiet nach Dresden gezogen und kam mit der Mentalität überhaupt nicht klar.Es gibt dort immer noch sehr viele Unterschiede Ost/West,auf die man täglich trifft.Und billig ist Dresden mit Sicherheit nicht,was dort "billig"ist, ist es hier auch,billige Wohnungen sind runtergekommen oder Plattenbauten, und ob das so gesund für Dich ist?
Ich bin dort eingegangen,nun geschieden und zurück im Westen und jetzt gehts mir wieder gut.
Das muß bei Dir nicht auch so werden, aber denk mal drüber nach.
Liebe Grüße
 
Ich tu es zwar ungern, aber ich muß meiner Vorrednerin recht geben. Es gibt
tatsächlich immer noch große Unterschiede Ost/West. Leider. Dresden ist wunderschön für eingefleischte Sachsen. Früher das"Tal der Ahnungslosen"
aber das "Völckchen" hat´s in sich, da gibt´s auch reichlich Parallelen zu den Mainzern. Ich weiß wovon ich rede.
Aber Dir rate ich erst mal davon ab, so weit von zu Hause weg. Und dann noch
nicht mal ´nen sichren Job. Da kann man wirklich leicht unter die Räder kommen.
Egal in welche Richtung man zieht. Wenn dann kein entsprechender Familien- und Freundeskreis da ist, der Dich ggf. auffängt hast Du ein ernstes Problem.
Denn Mainz ist nicht eben mal um die Ecke. Versuch doch sonst erst mal im
Umland auf eigenen Beinen zu stehen. Du bist noch so herrlich jung und hast
Zeit. Wer weiß wohin Dich das Leben noch führt?
Das will mehr als einmal durchdacht sein.
Alles Gute Caro
 
Hallo Sensibelchen,

für mich kam auch irgendwann die Zeit, da wollte ich unbedingt von zu Hause raus. Nicht weil ich in meinem Elternhaus Probleme hatte, sondern weil es für mich einfach an der Zeit war.
Ich bin gleich mit meinem Freund zusammengezogen. Er hat sehr viel gearbeitet und ich war sehr viel alleine.

Das Ausziehen aus dem Elternhaus ist eine riesen Umstellung, da ist es wirklich toll, wenn die Eltern nicht so weit weg wohnen. Schon das Gefühl, dass sie da sein werden, wenn nötig, beruhigt ungemein.

Versuche doch erstmal bei Deinen Eltern in der Nähe eine Wohnung zu bekommen. Wenn Du es willst, dann schaffst Du das schon und dann kannst Du doch immer noch nach Dresden ziehen.

Aufgeschoben ist doch nicht aufgehoben *g*

Alles Liebe
elfe
 
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