kurz: hat irgendjemand hier den sprung aus dem berufsfeld "erzieher" geschafft, hin in einen job, welcher eure lebensqualität verbessert hat? egal wie, ob durch umschulung, quereinstieg, wie auch immer.selbst wenn das gehalt dadurch schlechter wird.
---
hallo zusammen, ich bins mal wieder 😬 sorry, dass ich hier immer wieder antanze, aber ich bin wirklich verzweifelt und könnte mich jeden tag nur noch über den zustand dieses berufsfeldes aufregen
meine frau arbeitet seit 15 jahren als erzieherin, 10 jahre davon im hort, 5 jahre im kindergarten, die meiste zeit davon als stellvertretende leitung
ich kenne sie nun seit über 6 jahren und bekomme seitdem live mit, wie schlimm die zustände in diesem system wirklich sind und vor allem, dass diese scheinbar immer schlechter werden - ohne aussicht auf irgendeine art von besserung
ich dachte am anfang, dass es evtl. einfach nur eine phase oder eine schlechte einrichtung sei, aber meine frau ist in den letzten jahren in 4 verschiedenen einrichtungen gewesen, unterschiedliche träger, unterschiedliche orte, bundesländer - und nach jedem wechsel ist die hoffnung erstmal groß, man hat das gefühl, dass es endlich besser läuft
nur dann schleichen sich nach und nach doch wieder die absolut unzumutbaren zustände des systems mit rein, von völlig frechen oder überforderten eltern, lästernden oder unqualifizierten kolleginnen, realtitätsfernen personalern und ein 🌈 SCHLÜSSEL 🌈, welcher vor zig jahren vielleicht mal funktioniert haben mag, aber mittlerweile einfach nicht mehr tragbar ist - ganz zu schweigen davon, dass dieser auch dann als erfüllt gilt, wenn eine kraft z. B. krank ist. regelmäßig muss meine frau leitungsaufgaben übernehmen, parallel alleine 20 kinder betreuen, portfolios schreiben, sich von den eltern anpampen lassen und dann von der QL gesagt bekommen, dass man ja noch dies oder jenes machen könnte
immer wieder kommt es dann zu einem punkt, wo meine frau einfach nicht mehr kann und der impuls kommt: "ich kann das einfach nicht mehr, ich kann nicht mehr am kind arbeiten"
dann fängt die große suche an: wohin? wohin als gelernte erzieherin, wenn man einfach nicht mehr direkt am kind arbeiten will? ins jugendamt! das mag für manche eine option sein, aber meine frau will nach nun 15 jahren endlich weg von den ganz schweren themen, weg von der ewigen konfrontation, welche eltern und kinder nur noch monetarisiert und verwurstet bis die hütte brennt
100% freigestellte leitung wollte sie immer machen, weil sie einfach verdammt gut im organisieren, strukturieren und kommunizieren ist. aber auch in den leitungspositionen scheint es ja immer schwieriger zu werden, weil die natürlich permament die brände löschen müssen, welche das system ihnen legt. wie soll man vernünftig arbeiten, wenn einem die fachkräfte fehlen, wenn der schlüssel so niedrig ist und die hälfte der kolleginnen wegen dauerhafter überbelastung ständig krank ist?
meine frau ist krank geworden durch diesen job und sie muss wirklich raus
hat irgendjemand hier den sprung aus diesem system geschafft, hin in einen job, welcher eure lebensqualität verbessert hat? egal wie, ob durch umschulung, quereinstieg, wie auch immer.selbst wenn das gehalt dadurch schlechter wird.
(ja, auch ich leide darunter. ich will einfach nicht mehr jeden tag mit ansehen müssen, wie meine frau am brennen ist. und es tut mir wirklich leid für alle, welche tagtäglich einen der wichtigsten jobs überhaupt so gut wie möglich machen wollen und dabei auch noch mit füßen getreten werden)
---
hallo zusammen, ich bins mal wieder 😬 sorry, dass ich hier immer wieder antanze, aber ich bin wirklich verzweifelt und könnte mich jeden tag nur noch über den zustand dieses berufsfeldes aufregen
meine frau arbeitet seit 15 jahren als erzieherin, 10 jahre davon im hort, 5 jahre im kindergarten, die meiste zeit davon als stellvertretende leitung
ich kenne sie nun seit über 6 jahren und bekomme seitdem live mit, wie schlimm die zustände in diesem system wirklich sind und vor allem, dass diese scheinbar immer schlechter werden - ohne aussicht auf irgendeine art von besserung
ich dachte am anfang, dass es evtl. einfach nur eine phase oder eine schlechte einrichtung sei, aber meine frau ist in den letzten jahren in 4 verschiedenen einrichtungen gewesen, unterschiedliche träger, unterschiedliche orte, bundesländer - und nach jedem wechsel ist die hoffnung erstmal groß, man hat das gefühl, dass es endlich besser läuft
nur dann schleichen sich nach und nach doch wieder die absolut unzumutbaren zustände des systems mit rein, von völlig frechen oder überforderten eltern, lästernden oder unqualifizierten kolleginnen, realtitätsfernen personalern und ein 🌈 SCHLÜSSEL 🌈, welcher vor zig jahren vielleicht mal funktioniert haben mag, aber mittlerweile einfach nicht mehr tragbar ist - ganz zu schweigen davon, dass dieser auch dann als erfüllt gilt, wenn eine kraft z. B. krank ist. regelmäßig muss meine frau leitungsaufgaben übernehmen, parallel alleine 20 kinder betreuen, portfolios schreiben, sich von den eltern anpampen lassen und dann von der QL gesagt bekommen, dass man ja noch dies oder jenes machen könnte
immer wieder kommt es dann zu einem punkt, wo meine frau einfach nicht mehr kann und der impuls kommt: "ich kann das einfach nicht mehr, ich kann nicht mehr am kind arbeiten"
dann fängt die große suche an: wohin? wohin als gelernte erzieherin, wenn man einfach nicht mehr direkt am kind arbeiten will? ins jugendamt! das mag für manche eine option sein, aber meine frau will nach nun 15 jahren endlich weg von den ganz schweren themen, weg von der ewigen konfrontation, welche eltern und kinder nur noch monetarisiert und verwurstet bis die hütte brennt
100% freigestellte leitung wollte sie immer machen, weil sie einfach verdammt gut im organisieren, strukturieren und kommunizieren ist. aber auch in den leitungspositionen scheint es ja immer schwieriger zu werden, weil die natürlich permament die brände löschen müssen, welche das system ihnen legt. wie soll man vernünftig arbeiten, wenn einem die fachkräfte fehlen, wenn der schlüssel so niedrig ist und die hälfte der kolleginnen wegen dauerhafter überbelastung ständig krank ist?
meine frau ist krank geworden durch diesen job und sie muss wirklich raus
hat irgendjemand hier den sprung aus diesem system geschafft, hin in einen job, welcher eure lebensqualität verbessert hat? egal wie, ob durch umschulung, quereinstieg, wie auch immer.selbst wenn das gehalt dadurch schlechter wird.
(ja, auch ich leide darunter. ich will einfach nicht mehr jeden tag mit ansehen müssen, wie meine frau am brennen ist. und es tut mir wirklich leid für alle, welche tagtäglich einen der wichtigsten jobs überhaupt so gut wie möglich machen wollen und dabei auch noch mit füßen getreten werden)