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Aussichtslos?

Hunter

Neues Mitglied
Wo fang ich an?
Ich bin erst Mitte zwanzig und schon seit 7 Jahren mit meinem Partner zusammen, inzwischen haben wir ein gemeinsames Kind und viele viele Probleme.
Wegen der klassischen Rollenverteilung bin ausschließlich ich für den Haushalt und zu 80% für die Erziehung u. Betreuung unseres einjährigen Kindes verantwortlich. In keinerlei Hinsicht fühlt er sich für uns verantwortlich. In seiner Freizeit sitzt er vor der Konsole und trifft sich mit Freunden, Familien- oder Paarzeit gibt es kaum. Abends liege ich früh im Bett, um fit für unser Kind zu sein, während er bis in die frühen Morgenstunden am Handy hängt oder vor der Konsole .
Eine Paartheraphie läuft, bringt aber gar nichts.
Manchmal fühle ich mich einsam, obwohl er im Haus ist.. was wir noch nicht lange gekauft haben.
Ich fühle mich gefesselt und in die Ecke gedrängt, mache ihm trotzdem alles Recht und so angenehm wie möglich, obwohl ich weiß, Ich muss nicht.
Meine Freundinnen raten mir zur Trennung.
In meiner Vorstellung wünsche ich mir den einen Mann, der mich respektiert und wertschätzt...uns am liebsten rettet.
Natürlich weiß ich, dass es nicht richtig ist, einfach davon zu laufen...
Aber ich habe die Hoffnung in unsere Beziehung - und auch in andere Männer total verloren.
Niemanden interessiert eine 25jährige mit Kleinkind...oder?Ich fühle mich so wertlos...
 
Sofern er keine spezifischen Probleme mit sich selbst oder eurer Partnerschaft hat, würde ich vermuten, dass von seiner Seite einfach die Luft raus ist. Da du gerade 18 warst, als ihr zusammengekommen seid, gehe ich davon aus, dass dein Partner auch noch recht jung ist. Vielleicht hat er sich vorher nicht richtig ausgetobt? Vielleicht ist er im Grunde noch nicht bereit für die ganze Verantwortung und flüchtet daher aus dem Familienleben..?

Ich kann dir jedenfalls versichern, dass es genug Männer da draußen gibt, die dich und bzw. mit Kind lieben und akzeptieren würden.
 
Hallo Hunter,

ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Meine Frau und ich haben ähnliche Probleme.

Meine Frau fühlt sich für nichts verantwortlich, ist komplett gleichgültig, sie kümmert sich um nichts und macht was sie will. Paar- /Familienzeit, Gespräche, gemeinsame Unternehmungen...... gibt es eigentlich nicht.


Ich fühle mich auch oft einsam und komme mir vor wie der Depp der die Kohle nach Hause bringt, sich um alles kümmert und sich bis zur Erschöpfung den Hintern aufreißt damit sie ihr Leben möglichst angenehm gestalten kann. Und Wertschätzung, Respekt und Anerkennung für das was ich alles tue kann ich von meiner Frau auch nicht erwarten. Ich frage mich oft warum ich das mit mir machen lasse, aber wenn ich mir dann meinen Sohn anschaue weiss ich warum. Mein Sohn ist auch mein Trost.


Leider kann ich dir auch keinen guten Rat geben. Wollte eigentlich nur sagen, dass du mit deiner Situation nicht allein bist und dir Mut zusprechen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es das Leben etwas erträglicher macht wenn man weiss, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist.



Kopf hoch ! Du bist nicht wertlos, im Gegenteil Du bist viel zu wertvoll für so einen Mann !
 
Wenn schon eine Paartherapie nichts bringt und er sein Verhalten nicht ändert..... ?
Für alles kann man auch nicht ewig Verständnis haben, das er z.B. der Ernährer ist und sich mit der Konsole ablenkt.
Man kann das nicht mal schönreden damit, das er z. B. seine Jugend verpasst hat.

So wie er sich verhält ist ihm alles egal. Reiner Egoismus.
Er lebt weiter als hätte er nichts mit der Familie zu tun.

Ich würde ihm die Pistole auf die Brust setzen.

Und glaub mir, es gibt viele nette Männer die auch eine Frau mit 25 Jahren und
einem Baby mit Handkuss nehmen, dein Mann weiß wohl gar nicht welches Glück er hat.
Aber vermutlich weiß er erst zu schätzen was er hatte, wenn du mitsamt Kind weg bist!
 
Ja wir sind tatsächlich schon früh zusammengenommen...vielleicht zu früh.
Allerdings ist er 4 Jahre älter als ich - 29.
Ich bin mittlerweile einfach am Ende und weiß auch gar nicht was ich mir erhoffe, denn den letzten Schritt muss ich ja alleine machen.
Aber da wir das Haus erst gekauft haben, beide abzahlen und ich auch durch die Elternzeit finanziell von ihm abhängig bin, kann ich mich nicht trennen...
Ich hätte von jetzt auf gleich nichts mehr.
Es würde sich nichts ändern außer das ich dann tatsächlich alleine wäre, offiziell.
Danke für eure lieben und aufbauenden Worte...
Auch interessant dass es so eine Situation auch umgekehrt gibt und diese aus der Sicht aus eines Mannes zu hören.
Es hilft zu wissen, das man damit nicht alleine ist...und es tut mir sehr leid für dich.
Ich hab schon oft gehört das ein neuer Partner oft der Entschluss ist, wirklich zu gehen und sich zu trennen...
Nicht das ich das in Betracht ziehen möchte, aber ich kann all die Menschen verstehen, die sich erst dann getraut haben zu gehen, auch wenn es unfair dem anderen gegenüber ist.
Ach Leute..
 
Im Zweifel würde ich auf mich hören , da sich im besten Fall das Gefühl mit dem Verstand einig ist, weil sie im Einklang sind, kann das Ergebnis dann nicht so falsch sein, sondern wird ein ergebnis sein hinter dem ich gefühlsmäßig , wie verstandesmäßig stehe.
 

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