~Lain~
Mitglied
Es geht an sich nicht um mich, jedoch haben wir bei uns ein Mädchen in der Klasse (schulische kaufmännische Ausbildung), das sehr verhaltensauffällig ist. Das zeigt sich auf unterschiedliche Art und Weise
Heute habe ich dann erneut ein Gespräch mitbekommen, in dem deutlich wurde, wie problematisch die Situation ist. Es ging um etwas ziemlich Belangloses (Schließen von Vorhängen im Raum), was sie nicht wollte, woraufhin die andere mit "Halt die Fresse" reagierte, woraufhin sie dies zurückgab und noch ein extremes Schimpfwort ergänzte. Natürlich war auch das Verhalten der anderen nicht in Ordnung, das stelle ich gar nicht infrage, aber ich habe den Eindruck, dass sie sich nur mit Gewaltandrohungen oder Schimpfwörtern zu helfen weiß.
Die andere wiederum weiß genau, dass sie ihr in rhetorischer Hinsicht überlegen ist, reagierte jedoch maßlos falsch in der Situation und deutete an, dass sie das Mädchen für geistig behindert halte.
... Was der Punkt war, wo ich mich eingemischt habe und ihnen deutlich gemacht habe, dass weder Schimpfwörter, noch "Hdf" o.Ä. angemessen sind.
Wirklich zufrieden war ich nicht mit mir. Ich denke bereits seit Monaten über die Situation nach. Es gibt auch immer wieder unfreiwillig lustige Situationen durch ihre fehlende Auffassungsgabe (was sehr belastend für sie sein muss) und die Lehrer sind offenbar selbst hilflos, da sie keinerlei Informationen über sie haben offenbar in der Hinsicht. Über ihre Eltern ist mir wenig bekannt. Offenbar haben sie Sorgen wegen Arbeitslosigkeit und eine ähnliche berufliche Qualifikation wie das, was wir aktuell lernen. Klar ist sie volljährig, aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das in x Jahren Schule nie thematisiert wurde 😕 Sie hat allerdings nach ihrem Hauptschulabschluss noch die Mittlere Reife nachgeholt (was ich durchaus als Leistung bewerten würde), aber im sprachlichen Bereich ist sie auch annehmbar.
Wobei ihre schriftlichen Leistungen oft eher zwischen 4 und 6 angesiedelt sind. Durch ihre häufige, wenn auch oft eher unproduktive Mitarbeit ist das Ergebnis jedoch annehmbar.
Leider sehe ich nur nicht, wie sie schriftl. Abschlussprüfungen bestehen soll auf dem Stand, sie hat aktuell auch massive Schwierigkeiten, ein Praktikum zu finden und die Situation in der Klasse heizt sich aufgrund des Unverständnis auch immer weiter auf. Der letzte Vorfall wurde mit der Lehrerin besprochen, jedoch waren allgemeine Gesprächsansätze zu dem Thema bisher eher weit vorbei/unfruchtbar.
Ich bin ziemlich unglücklich mit der Situation, weiß aber auch nicht wie ich sie verbessern soll oder was ich tun kann, um das ganze zu entschärfen. Für schulische Defizite könnte man eventuell einen Ausbildungshelfer o.Ä. finden, aber ob das der Situation in der Klasse hilft, weiß ich nicht.
Als Kind habe ich x Jahre in Inklusionsklassen verbracht und der Umgang mit den Inklusionsschülern war häufig auch eher ernüchternd. Allerdings auch eine vollkommen andere Situation, da dort im Grunde kein Unterricht auf Augenhöhe stattfand und ich auch schlichtweg nicht weiß, wie ich diese Situation richtig einschätzen kann...
- ihr generelles Verhalten ist nicht altersentsprechend (sie ist 20, erinnert aber eher an 13-14)
- sie hat große schulische Defizite und scheint das, was im Unterricht gelehrt wird, teils nicht mitzubekommen/zu verarbeiten. Nicht jedoch, weil sie nicht da wäre, quasselt o.Ä.
- was dazu geführt hat, dass viele keine Gruppen mehr mit ihr bilden möchten, da sie keine sinnvollen Beiträge zum Thema leisten kann
- häufig stellt sie im Unterricht auch vollkommen zusammenhanglose Fragen oder scheint das Thema vollkommen falsch aufzugreifen (Lehrer reagieren irritiert bzw. inzwischen auch gar nicht mehr)
- ihr fehlt offenbar die Empathie bzw. Grundverständnis für Selbstverständlichkeiten
- z.B. hat sie einer Mitschülerin erzählt sie würde Bilder von ihr malen, auf ihren Boxsack kleben und diesen dann zum Stressabbau vermöbeln. Die Betroffene reagierte sehr verletzt/wütend darauf.
- vor Kurzem erzählte sie, dass es gerechtfertigt wäre, ihrem Bruder demnächst den Arm zu brechen, wenn er weiter nerve (sie drückte es so aus, als fände sie das vollkommen legitim)
- bei einem Termin mit einer Vermittlungsagentur betonte sie den Referentinnen gegenüber, dass sie auf keinen Fall in der 30min entfernten Großstadt arbeiten wolle, sondern auf ihre 50.000 Einwohner Kleinstadt bestehen würde
- außerdem ist mir eine etwas grobmotorische Bewegungsform aufgefallen und ihre Stimme gleicht vor allem bei Vorträgen einem merkwürdigen Singsang (leise-laut-leise-laut, irgendwie langgezogen und sehr monoton mit Unterbrechungen die klingen, als würde ihr die Puste ausgehen)
Heute habe ich dann erneut ein Gespräch mitbekommen, in dem deutlich wurde, wie problematisch die Situation ist. Es ging um etwas ziemlich Belangloses (Schließen von Vorhängen im Raum), was sie nicht wollte, woraufhin die andere mit "Halt die Fresse" reagierte, woraufhin sie dies zurückgab und noch ein extremes Schimpfwort ergänzte. Natürlich war auch das Verhalten der anderen nicht in Ordnung, das stelle ich gar nicht infrage, aber ich habe den Eindruck, dass sie sich nur mit Gewaltandrohungen oder Schimpfwörtern zu helfen weiß.
Die andere wiederum weiß genau, dass sie ihr in rhetorischer Hinsicht überlegen ist, reagierte jedoch maßlos falsch in der Situation und deutete an, dass sie das Mädchen für geistig behindert halte.
... Was der Punkt war, wo ich mich eingemischt habe und ihnen deutlich gemacht habe, dass weder Schimpfwörter, noch "Hdf" o.Ä. angemessen sind.
Wirklich zufrieden war ich nicht mit mir. Ich denke bereits seit Monaten über die Situation nach. Es gibt auch immer wieder unfreiwillig lustige Situationen durch ihre fehlende Auffassungsgabe (was sehr belastend für sie sein muss) und die Lehrer sind offenbar selbst hilflos, da sie keinerlei Informationen über sie haben offenbar in der Hinsicht. Über ihre Eltern ist mir wenig bekannt. Offenbar haben sie Sorgen wegen Arbeitslosigkeit und eine ähnliche berufliche Qualifikation wie das, was wir aktuell lernen. Klar ist sie volljährig, aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das in x Jahren Schule nie thematisiert wurde 😕 Sie hat allerdings nach ihrem Hauptschulabschluss noch die Mittlere Reife nachgeholt (was ich durchaus als Leistung bewerten würde), aber im sprachlichen Bereich ist sie auch annehmbar.
Wobei ihre schriftlichen Leistungen oft eher zwischen 4 und 6 angesiedelt sind. Durch ihre häufige, wenn auch oft eher unproduktive Mitarbeit ist das Ergebnis jedoch annehmbar.
Leider sehe ich nur nicht, wie sie schriftl. Abschlussprüfungen bestehen soll auf dem Stand, sie hat aktuell auch massive Schwierigkeiten, ein Praktikum zu finden und die Situation in der Klasse heizt sich aufgrund des Unverständnis auch immer weiter auf. Der letzte Vorfall wurde mit der Lehrerin besprochen, jedoch waren allgemeine Gesprächsansätze zu dem Thema bisher eher weit vorbei/unfruchtbar.
Ich bin ziemlich unglücklich mit der Situation, weiß aber auch nicht wie ich sie verbessern soll oder was ich tun kann, um das ganze zu entschärfen. Für schulische Defizite könnte man eventuell einen Ausbildungshelfer o.Ä. finden, aber ob das der Situation in der Klasse hilft, weiß ich nicht.
Als Kind habe ich x Jahre in Inklusionsklassen verbracht und der Umgang mit den Inklusionsschülern war häufig auch eher ernüchternd. Allerdings auch eine vollkommen andere Situation, da dort im Grunde kein Unterricht auf Augenhöhe stattfand und ich auch schlichtweg nicht weiß, wie ich diese Situation richtig einschätzen kann...