Versuch fehlgeschlagen. Ich habe so ziemlich jede Pornodoku gesehen und mich garantiert mehr mit dem Thema beschäftigt als du also spar dir diese überflüssigen Belehrungen. ICH weiß genau, was Pornodarsteller tun inklusive der Hintergründe. Ich weiß aber auch, dass Homosexuelle nicht krank oder abartig sind. Das hat aber nicht allzu viel mit dem gesellschaftlichen Stand der Homosexuellen oder eben Pornodarstellern zu tun. Aber in deiner Welt werden Homosexuelle wahrscheinlich auch seit Abschaffung des Homoparagraphen nicht mehr diskriminiert und schließlich tust du das ja auch nicht. Ist aber leider Blödsinn.
Der dumme Durchschnittskonsument sieht eine Frau, die vor der Kamera Schwänze lutscht und es total geil findet von allen Seiten gestopft zu werden wie eine Weihnachtsgans. Er hinterfragt nicht das, was er sieht und das was er sieht ist eine promiskuitive Frau bzw. Schlampe. Zumal deine Definition von Promiskuität einfach so nicht existiert (natürliche Sexualität). Es bedeutet einfach viele wechselnde Partner bzw. sexuell freizügig und offenherzig und genau das muss man auch als Pornodarsteller sein.
Das mit der selektiven Wahrnehmung hattest Du mir ja schon an den Kopf geworfen - könnte ich jetzt ganz genauso machen. Es gibt viele Dokus und Reportagen über dieses Thema - leider erwecken die meisten davon den Eindruck, von der Pornoindustrie gefördert zu sein. Wie auch immer - Du kommst permanent mit "0815-Leute", "Mehrheit", "Durchschnittskonsument" - unterstellst sozusagen den Leuten da draussen schlichtweg Dummheit.
Ich glaube daran nicht - gerade heute in der Zeit der unglaublichen Informations-Vernetzung hat jeder die Möglichkeit, sich über jedes Thema genau zu informieren. In meinem Freundes-/ Bekanntenkreis sind die Mehrzahl der Leute sehr offen für sämtliche Themen. Egal was die beruflich machen, jeder hat auf seine Weise eine Medienkompetenz entwickelt und hinterfragt Dinge von allein. Wenn ich das auf den Rest Deutschlands projezieren würde, sähe das genau andersherum aus, wie Du es darstellst. Vielmehr entstammt doch deine Denke aus etwas älterer Zeit, in denen die Klischees tatsächlich vorherrschten - könnte das sein? Im Endeffekt weiß ich das nicht, weil ich keine Kenntnis über eine Meinungsumfrage dieser Art habe. Du sicher auch nicht - also behaupte nicht, es sei Fakt!
Im Übrigen kannst Du gar nicht wissen, wer von uns beiden mehr Dokus schaut oder sich intensiver mit der Problematik beschäftigt hat. Darüber mutmaße ich jedenfalls nicht - auch wieder eine Art der Argumentation, die schwach ist. Bringe doch mal Beispiele aus deinem Fundus der Erfahrung, die meine praktischen Schilderungen widerlegen, anstatt sonen plumpen "Schwanzvergleich" (entschuldige das vulgäre Wort, find ich in dem Kontext grad witzig ^^) initiieren zu wollen.
Niemand mit klarem Verstand interessiert sich für Frau Schwarzer also juckt mich das null:
Deine bemühten Versuche die Frauen zum Sündenbock zu machen sind einfach albern und an selektiver Wahrnehmung und Einseitigkeit kaum zu überbieten.
Vielleicht einfach mal ein wenig mehr Sachlichkeit und weniger ideologische Filter benutzen bei der Recherche.
Frau Schwarzer ist DAS Aushängeschild der Frauenbewegung seit den 70ern und prägte maßgeblich die moralischen Vorstellungen innerhalb dieser Gruppe und der Frauen ihrer Zeit. Sie ist immernoch und mehr als vorher eine "Institution" diesbzgl - richtig? Wenn nicht, bitte beispiele! Gefällt mir auch nicht, aber das ist nunmal leider Fakt. Und immernoch trägt sie zur Bildung der öffentlichen Meinung offensiv bei - das Prinzip der Bildung öffentlicher Meinung, kannste selbst recherchieren, die Arbeit nehme ich Dir nicht ab. Daran ist nichts selektiv - umgekehrt wird ein Schuh draus. Das zu leugnen ist nicht nur dreist, sondern birgt auch Gefahr.
Meine Sicht ist gar nicht so einseitig, wie Du mir unterstellst. Vielmehr ist die Einseitigkeit ein Teil der Problematik. Nenne mir nur eine einzige Feminsitin, die in dem Maße meinungsbildend in unserer Gesellschaft unterwegs ist, wie sie! Nur eine bitte! Eine Einzige, die der Schwarzer öffentlich widerspricht und eine konträre Ansicht zu ihr hat! Ich weiß, dass es Feministen gibt, die absolut vernünftige Ansichten vertreten, mit denen ich 100% konform gehe. Aber es nützt nichts, wenn das politisch keinen Einfluß nimmt bzw nicht verhindert wird, dass sich Extreme in der Gesellschaft durchsetzen. Verstehst Du das? Ich mag die Schwarzer auch nicht, aber anders als Du sehe ich es als notwendig an, das Ganze ernst zu nehmen - leider.
"
Feministische Strömungen" - gibt's ja, aber Einfluß haben diese Strömungen scheinbar nicht, sonst sähe die Realität anders aus. Und diese "Strömungen" haben nicht verhindert, dass die Prostitution kriminalisiert wurde. Diese "Strömungen" haben auch nicht verhindert, dass der Gender-Quatsch als "Wissenschaft" an Unis etabliert wurde. Diese "Strömungen" verhindern nicht, dass junge Frauen Zweifel daran bekommen Mutter zu werden und sich nicht mehr sicher sind, ob es richtig oder falsch ist nach der Geburt für den Säugling da zu sein. Wenn sie dann Mutter sind, wissen sie es komischer Weise sehr genau. Es wird nicht verhindert, dass der ganze Kram ungefiltert (um deine "Filter"-Floskel mal sinnvoll einzusetzen) in die Köpfe der Menschen eingetrichtert wird - Hauptsache es steht "Frauenrecht" drüber, dann muss es okay sein. DAS ist das was ich allgemein kritisiere - ist das falsch?
Was bedeutet das Ganze im Umkehrschluss? Beantworte diese Frage bitte! Das ist nicht selektiv von mir, sondern gesunder Menschenverstand - bitte benutzen, anstatt mir Wahnvorstellungen anzudichten.
Hier mal ein netter philosophischer Plausch der Dame zum Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=cx-MZ0-Fxy0
Will da gar nicht großartig vorgreifen, bilde Dir deine Meinung selbst.
Interessant fand ich jedenfalls, wie Frau Schwarzer die kritische Frage nach der Plausibilität ihrer Argumentation zugrunde liegender empirischer Daten sehr clever umschiffte - gibt ja ne Reihe von Untersuchungen, die viele ihrer Behauptungen im Prinzip widerlegen.
Und ich mache die Frauen nicht zum Sündenbock, hab ich nirgendwo geschrieben - bei Weitem nicht! Das ist eine haltlose Unterstellung von Dir - wie so manches aus deinen "Argumenten" /hab ich ja immer "markiert"/.
Ich finde die Entwicklung besorgniserregend und das Ausmaß dessen, das diese "ideologische" Strömung der Frauenbewegung mittlerweile hervorbringt. Aus meiner Sicht eine völlig falsche Richtung.
PS: "Frauenbewegung"(!) ungleich "Alle Frauen" - gibt ja zum Glück noch Vernünftige - damit Du das jetzt endlich auch verstehst
😉