Tja, was soll ich sagen?
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Liebes Forum,
ich möchte mal nachfragen wie Ihr mit den ständig steigenden Treibstoffkosten umgeht? Mich macht das langsam völlig mürbe.
Ich wohne ca. 40km einfach zur Arbeit, also 80km pro Tag, 4 Tage die Woche, 1 Tag darf ich Home Office machen.
Wir sind damals etwas ländlicher gezogen, da wir weg wollten vom Krach der Großstadt. Öffis gibt es hier fast keine, d.h. wir sind auf das Auto angewiesen. Fahrgemeinsachaft ist schwierig, dafür habe ich zu lange Arbeitszeiten, oft bis spät Abends.
Ich fahre einen alten Opel Diesel, ein sehr robustes und sparsames Auto, ich komme mit ca. 5,2...
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Bei 2,41€ auf den Liter werden es diesen Monat locker 300 EUR oder mehr - nur um in die Arbeit zu kommen und zurück.
Und ich esse keine Burger, das Kantinenessen für mittlerweile auch 8€ ist das Tageshighlight.
Kino...habe ich neulich mit meiner Frau drüber gesprochen, sie hat dann ein Foto raus gekramt, Aufnahmedatum Juno 2022 - da war mein/unser letzter Kinobesuch.
Ich merke nur eines...der Euro ist mittlerweile nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.
Inflation ja, Geldentwetung ja...schleichend, trabend ok...aber das hier nennen Ökonomen eher galoppierend.
Klingt schräg, aber hier im Dorf gibt es einige Familienväter im handwerklichen Bereich oder Mindestlohnsektor, die sich nun seit längerer Zeit im Krankenstand befinden. Sie sind nicht krank, sie müssen sich nur entscheiden: Tanke ich 1x voll oder fülle ich meiner Familie mit 2 bis 3 Kindern den Kühlschrank? Und wenn kein Diesel mehr für das Auto da ist, dann meldet man sich eben kank und hat so am Ende noch Geld über, was normal im Motor verbrannt werden würde. Teils 50km und mehr hin und 50km wieder zurück an 5 Tagen die Woche - da kommt doch einiges zusammen.
Und ich schreibe das neutral, ohne Wertung: Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt der bekannten Partei wundert mich persönlich überhaupt nicht, es ist der Situation und den Protesten der Menschen geschuldet. Ich sage weder gut noch schlecht, ich sage nur, es wundert mich nicht.
Von dem her, um auf Deine originäre Frage zu antworten: Ich würde sagen, im Gegensatz zu vielen die ich so kenne, geht es Dir noch verdammt gut, wenn ich Deinen Schilderungen glauben darf.
Hanni