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Ausgaben"spitzen" im Monat

Ich kenne den Gedankengang und denke auch manchmal, mit wie wenig ich früher als Student ausgekommen bin.
Andererseits - ich habe auch studiert, um mir einen gewissen Lebensstandard leisten zu können. Dazu gehören für mich gelegentliches Essen gehen, Mobilität, ein Hund und ein paar andere Dinge. Das kostet natürlich Geld.
Alles im Leben hat seine Zeit. In einer WG zu wohnen und Nudeln mit Tomatensauce zu essen war damals OK. Heute brauche ich es nicht mehr.
 
Tja, was soll ich sagen?

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Bei 2,41€ auf den Liter werden es diesen Monat locker 300 EUR oder mehr - nur um in die Arbeit zu kommen und zurück.

Und ich esse keine Burger, das Kantinenessen für mittlerweile auch 8€ ist das Tageshighlight.
Kino...habe ich neulich mit meiner Frau drüber gesprochen, sie hat dann ein Foto raus gekramt, Aufnahmedatum Juno 2022 - da war mein/unser letzter Kinobesuch.

Ich merke nur eines...der Euro ist mittlerweile nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.

Inflation ja, Geldentwetung ja...schleichend, trabend ok...aber das hier nennen Ökonomen eher galoppierend.

Klingt schräg, aber hier im Dorf gibt es einige Familienväter im handwerklichen Bereich oder Mindestlohnsektor, die sich nun seit längerer Zeit im Krankenstand befinden. Sie sind nicht krank, sie müssen sich nur entscheiden: Tanke ich 1x voll oder fülle ich meiner Familie mit 2 bis 3 Kindern den Kühlschrank? Und wenn kein Diesel mehr für das Auto da ist, dann meldet man sich eben kank und hat so am Ende noch Geld über, was normal im Motor verbrannt werden würde. Teils 50km und mehr hin und 50km wieder zurück an 5 Tagen die Woche - da kommt doch einiges zusammen.

Und ich schreibe das neutral, ohne Wertung: Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt der bekannten Partei wundert mich persönlich überhaupt nicht, es ist der Situation und den Protesten der Menschen geschuldet. Ich sage weder gut noch schlecht, ich sage nur, es wundert mich nicht.

Von dem her, um auf Deine originäre Frage zu antworten: Ich würde sagen, im Gegensatz zu vielen die ich so kenne, geht es Dir noch verdammt gut, wenn ich Deinen Schilderungen glauben darf.

Hanni
 
Ausgaben”Spitzen” kennen wir so nicht, weil wir, seit unserer Studentenzeit, immer Geld zur Seite gelegt haben und weiterhin auch legen und jede Anschaffung, die wir tätigen mussten oder auch weiterhin tätigen müssen, wird aus den gebildeten Rücklagen finanziert, einen Kredit oder eine Kontoüberziehung haben wir noch nie benötigt.
Dass sich normale Ausgaben oft auf mehrere Tage verteilen oder mal auf einen Tag summieren, das ist so, aber ob wir Montag Wocheneinkauf erledigen, Mittwoch tanken und Freitag Essen und ins Theater gehen oder das alles auf einen Donnerstag zusammenfällt, ist schlussendlich egal, es sind die kalkulierten Monatsausgaben für die wir schließlich arbeiten und Gehalt beziehen (auch als selbstständige Firmeninhaber) und gemäß des Einkommens auch die Ausgaben planen. Und von unserem Netto bleibt immer viel übrig, was in die Rücklagen/Anlagen fließt, sodass immer ein großer Spielraum bleibt für Anschaffungen, Urlaube, Hobby, Freizeitgestaltung usw.
Dass das im Niedriglohnsegment anders aussieht, das ist einerseits Fakt, andererseits aber oft auch eine hausgemachte Problematik, wenn man eben auch viele Ausgaben für nicht notwendige Dinge hat, sodass man sich Rücklagen garnicht bilden kann.
Wir haben, mit Einführung des Bürgergeldes, einen mehrmonatigen Test gemacht und ausschließlich den Bürgergeldsatz genutzt, hat für alle Ausgaben (Strom, Handy, Internet, Versicherungen, Medikamente, Essen, Friseur, Auto, Extras wie Kino, Cafébesuch etc gereicht und es war am Monatsende was übrig. Es geht also, nicht alles in jedem Monat, aber das muss ja auch nicht sein. Wir gehen auch nicht jeden Monat ins Kino und Essen und machen jedes Wochenende umfangreiche Ausflüge alles und immer, haben das Bedürfnis dazu auch garnicht. Nur das Besondere wird dann auch zum lang anhaltenden Genuss und bekommt eine ganz andere Wertigkeit im Leben, ganz egal ob man wenig verdient oder viel.
Bleibe in guten Zeiten immer maßvoll, dann können schwierigere Zeiten Dich nicht umhauen.
 
Ich kenne meine Einnahmen und meine festen Ausgaben.
Das Auto ist mein Luxus, den ich mir gönne. Ab und zu fahre ich mit den öffentlichen.
Ich kann geizig sein beim Einkaufen, ohne billig kaufen zu müssen.
Ich bin jetzt im Urlaub und da ist es mir egal.
Ich arbeite und dann muss das auch mal sein.
 
Wenn alles auf einen Tag fällt wäre es ja trotzdem eine Ausgabenspitze.
Die Bezahlbarkeit ist was anderes.
Ob das kalkulierte, vorhandene Budget an einem Tag oder an 5 Tagen verteilt rausgeht, das ist keine “Spitze” und ebensowenig eine Überraschung. Man weiß doch das Verfügbare Budget am Monatsanfang und entsprechend entscheidet man auch über mögliche Extras.
Eine “Spitze” sehen wir da nur, ohne dass wir es nicht locker trotzdem bezahlen könnten, wenn Waschmaschine, MacBook, Kühlschrank und Wärmepumpe gleichzeitig kaputt gehen, was außerhalb der Planung von Fixkosten und Vergnügen liegt, wofür man aber eben ausreichend Rücklagen seit langem bildet.
Eine Ausgabenspitze war vielleicht einst der Kauf unseres Firmengebäudes in repräsentativer Lage wie auch unseres Wohnanwesens in exklusiver Lage, aber dafür ist beides heute viel mehr wert und war schlussendlich eine sehr gute Investition. Obwohl beide Investitionen zeitlich nah beinander lagen, hatten wir diese Rücklagen durch Arbeit gebildet und dann investiert man auch gerne, wenn man nicht noch Banken dafür unangemessen bezahlt. Unsere Struktur stand von Anbeginn und deshalb haben wir uns auch nie verkalkuliert und das reicht für uns zufrieden zu sein.
 

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SchwarzesSchaf2000 Monatliche Ausgaben Finanzen 51

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