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Ausgaben"spitzen" im Monat

Ausgabespitzen gibt es bei mir immer wieder, sowohl innerhalb von Monaten auch auch Jahren. Lässt sich ja auch kaum verhindern. Man tankt ja nicht jeden Tag ein bisschen, sondern z.B. einmal im Monat voll ^^
Man muss halt so haushalten, dass man genug auf dem Konto hat, um über den Monat zu kommen, inklusive Spitzen. Das meiste sind ja keine Überraschungen. Man tankt immer mal wieder und wer essen geht, tut das vermutlich auch nicht nur einmal im Jahr.

Was mir hilft, ist ein jährliches Controlling. Meist zwischen Feiertagen exportiere ich meine Zahlungsdaten nach Excel und schaue wie viel ich wofür bezahlt habe.
Im ersten Jahr hatte ich über 600 € für Fastfood und dabei dachte ich damals, dass es doch total günstig ist mal für 6,99 € beim großen M mal ein Menü zu kaufen.

Ich empfehle die Finanzen nicht auf Basis der Spitzen zu betrachten, sondern auf Basis der Gesamtausgaben. Wer z.B. ein Auto für 20.000 € kauft hat eine riesige Spitze aber muss diese Kosten eigentlich auf die Nutzungsdauer über Jahre verteilen um ein Urteil darüber zu fällen wie sinnvoll ein Auto ist - und ob es z.B. mehr kostet als ein ÖPNV Ticket.

Einen Punkt kann ich gut nachvollziehen: Solche Spitzen wirken erschreckend wenn man sieht wie wenig man früher hatte. Wie wenig man früher vielleicht in der Ausbildung oder im Studium hatte. Wie viel früher Geld wert war. Und wie schnell heute mal 100 € für nen Wocheneinkauf weg sind.
 
getätigt:
- Auto voll getankt (fast 100 Euro, war fast leer)
- Wocheneinkauf für 2 Personen (auch knapp 100 Euro)
- Abends sind wir Burger essen gegangen (knapp 40-50 Euro)
- Und danach ins Kino in einen Film (3D, mit Popcorn und Getränk) (auch fast 40-50 Euro)

Also sprich an einem Tag fast 300 Euro ausgegeben. Als ich mir das so habe durch den Kopf gehen lassen, fand ich das schon total krass. Ich habe mich an meine Studienzeit zurück erinnert, wo ich im Minijob im Monat 400 Euro dazuverdient habe. Das hätten wir ja quasi easy an einem Tag durchgebracht....
Wie lange liegt Deine Studienzeit zurück?
Um welchen Faktor sind Deine Einkünfte seitdem gestiegen (hoffentlich) ?

Ein brutaler Ausreißer ist bei mir das Tanken. Zum Glück ist es meistens nur einmal im Monat fällig.
Ich vergleiche immer den aktuellen Tag mit dem Tag aus dem Vormonat. Da erkenne ich sofort, ob sich meine Ausgaben noch im grünen Bereich bewegen.
Tage wie Dein 300€-Tag sind aber auch wichtig. Sie machen das Leben erst schön. Ich würde diesem Geld deshalb auch nicht hinterher weinen. Ich selber muss aber auch darauf achten, dass solche Tage - so schön sie auch sein mögen - nicht meinen finanziellen Rahmen sprengen.
 
Habt ihr auch so Situationen, in denen ihr denkt "puh.. krass wie teuer alles ist" (speziell auf einen Tag bzw. paar Tage runter gebrochen)
Im Zusammenhang mit meinem ehemaligen Friseur hatte ich das. Folglich habe ich nach einiger Zeit gewechselt und bin insgesamt zufriedener mit dem neuen Salon, nicht nur bezogen auf den Preis.

Für mich war zeitweise die Überlegung vor Ausgaben hilfreich, ob mir die Sache oder Aktivität es wert ist, wenn ich den Beitrag in meine persönlichen Arbeitsstunden umrechnen.
Betonung liegt auf "was es mir persönlich wert ist". Heißt, dass ich für manche Dinge mehr Geld ausgebe, als der Durchschnitt und mir anderes hingegen völlig unwichtig ist.
 
Gerne auch konkrete Beispiele, wo ihr in eurem Alltag sagt "puh happig, da ist einiges zusammen gekommen".
Mir geht es jetzt eigentlich immer so, wenn ich mal Essen gehe, und das gehört halt irgendwie auch oft dazu, wenn man sich mit Leuten trifft; ganz normale Lokale oder Ausflugsgasthäuser mitten in der Natur,.., nichts besonders Gehobenes..
Und auch bei Ausgaben in der Apotheke erschrecke ich manchmal - nicht alles übernimmt die Kasse und man könnte sonst nur an der eigenen Gesundheit sparen.
Das sind so die Gelegenheiten, wo ich im Alltag zusammenzucke, und mich wundere; also es mir einfach unverhältnismäßig vorkommt.
 
Heute beim Einkaufen....

Fürs lange an der Kasse warten gibt es da 2,5€....
Ich sage es der Kundin hinter mir ( wegen Krankheit war nur eine Kasse offen)

Hole mir später 2,5€ ab.
Sie geht an der Info vorbei.....

Ich weis es sind nur 2,5€ aber wiso liegen lassen?

Ich kann nicht aus meiner Haut raus, beim Einkaufen gehen ich gerne lange in den Laden um Preise zu vergleichen.

So wie ich bin, werde ich bleiben, mein Einkommen ist begrenzt.

So eine Einstellung mag geizig klingen.
Aber führt schnell zu einer netten Summe im Hintergrund.

Bei mir im Haushalt prallen auch die extreme aufeinander.
( Keine gemeinsames Konto)

Niedriges Einkommen, etwas Vermögen.
Hohes Einkommen, teilweise keine 5000€ nach Sondertilgung über.

Aber wer 60-70h plus arbeitet soll machen.
Ich sitze Kopf schütteln 🙂‍↔️ bzw stauende am Esstisch.
 
Jeden Tag einen  Bürger essen würde mir Sodbrennen machen. ^^
Mir auch, und außerdem schmeckt mir das Zeug noch nichtmal.

Deshalb würde ich im Leben kein Geld für Burger ausgeben, auch wenn ich mir das ganz unbesorgt leisten könnte!
Aber das Bedürfnis, sich ab und zu was zu gönnen, das kennt wohl jeder Mensch, egal ob arm oder reich...

Als ich damals in den 2000ern arbeitslos war, und zwei Jahre lang Hartz4 bekommen habe, da hab ich mir immer am Monatsanfang einmal irgendwas Gutes zu Essen gegönnt, und den Rest des Monats das Geld eingeteilt, und natürlich auf Angebote geachtet.
Und einmal pro Woche blieb die Küche kalt, das mache ich bis heute so.

Aber wennschon, dann muste das auch was wirklich Gutes sein, z.B. einmal im Monat ein schönes Stück Fischfilet oder Lammkoteletts, das war meine Art, mir was zu gönnen.

Aber wenn man sich im Laden was Teures wie Fisch, Lammfleisch oder ein Rinder-Hüftsteak kauft, dann kostet das immer noch nichtmal ein Drittel soviel, als wenn man Burger mit Pommes o.ä. bei McD. essen geht!
Und es schmeckt 100mal besser, deshalb: wenn man schonmal mehr Geld ausgibt, als man sich leisten kann, dann wenigstens für gute Sachen und nicht für Fastfood....
 
Hallo zusammen,
schon mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Da bin ich ja beruhigt, dass ein Großteil das Gefühl kennt 😀

Zu mir: Aktuell bin ich der Alleinverdiener, deswegen habe ich da halt nochmal einen größeren Drang, das liebe Geld im Blick zu haben. Denke, das spielt da auch mit rein, warum das so Schlüsselerlebnisse bei mir sind. Ich verdiene wirklich nicht schlecht, weiß, dass viele Leute mit so viel weniger auskommen müssen, aber trotzdem.. Reichtümer schaffe auch ich/wir nicht zur Seite.

Und ja, wenn die Preisentwicklung über die letzten 20 Jahre sieht, ist das schon heftig. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie ich einmal als Kind/Jugendlicher mit meinen Eltern und meinem Bruder beim Essen war, und wir für 4 Leute mit Getränken um die 50 Euro bezahlt haben. Gut bürgerliche deutsche Küche war das. Hat sich wirklich verdoppelt mittlerweile, bzw. oft hat man ja die Beilagen jetzt nicht mal mehr mit dabei, sondern muss die auch noch separat ordern.. Heftig, aber gut, die Gastronomie soll und muss natürlich auch ihr Geld verdienen...
 
Ausgabespitzen gibt es bei mir immer wieder, sowohl innerhalb von Monaten auch auch Jahren. Lässt sich ja auch kaum verhindern. Man tankt ja nicht jeden Tag ein bisschen, sondern z.B. einmal im Monat voll ^^
Man muss halt so haushalten, dass man genug auf dem Konto hat, um über den Monat zu kommen, inklusive Spitzen. Das meiste sind ja keine Überraschungen. Man tankt immer mal wieder und wer essen geht, tut das vermutlich auch nicht nur einmal im Jahr.

Was mir hilft, ist ein jährliches Controlling. Meist zwischen Feiertagen exportiere ich meine Zahlungsdaten nach Excel und schaue wie viel ich wofür bezahlt habe.
Im ersten Jahr hatte ich über 600 € für Fastfood und dabei dachte ich damals, dass es doch total günstig ist mal für 6,99 € beim großen M mal ein Menü zu kaufen.

Ich empfehle die Finanzen nicht auf Basis der Spitzen zu betrachten, sondern auf Basis der Gesamtausgaben. Wer z.B. ein Auto für 20.000 € kauft hat eine riesige Spitze aber muss diese Kosten eigentlich auf die Nutzungsdauer über Jahre verteilen um ein Urteil darüber zu fällen wie sinnvoll ein Auto ist - und ob es z.B. mehr kostet als ein ÖPNV Ticket.

Einen Punkt kann ich gut nachvollziehen: Solche Spitzen wirken erschreckend wenn man sieht wie wenig man früher hatte. Wie wenig man früher vielleicht in der Ausbildung oder im Studium hatte. Wie viel früher Geld wert war. Und wie schnell heute mal 100 € für nen Wocheneinkauf weg sind.
Hi Andreas, das mit dem Fastfood wahr bestimmt ein großer "Aha-Moment".
Ich habe mir angewöhnt fast alles per EC-Karte zu bezahlen. Meine Bank hat eine automatische Kategorisierung der Ausgaben die kann ich auch exportieren. Das mit dem jährlichen Controlling finde ich eine gute Idee. Werde ich umsetzen. Danke dafür. Aktuell schaue ich eigentlich nur von Monat zu Monat.
Vielleicht auch für den ein oder anderen interessant:
Das mit dem Auto habe ich tatsächlich für mich mal ehrlich durchgerechnet. Ich habe einen 5er Golf. Keine Schönheit, aber fährt uns von A nach B. Trotzdem bin ich auf monatliche Kosten zwischen 300-400 Euro gekommen.
Wertverlust habe ich keinen mehr, da das Auto eigentlich schon durch ist 😀
Aber, Tankkosten, Reparaturen (natürlich mehr als bei einem jüngeren Fahrzeug), Steuer, Versicherung eventuell Maut / Vignetten bei weiteren Fahrten schlagen schon ganz schön zu Buche.

Ich habe mal folgende Werte genommen:
Tanken 200 Euro pro Monat
Versicherung 50 Euro pro Monat
Steuer 15 Euro pro Monat
Reparaturen/Service 80 Euro pro Monat

Bei den Reparaturen muss man halt einfach sagen, dass bei so einem älteren Auto halt auch gefühlt ständig was ist. Hat mein ein neueres Auto, hat man die Kosten aber letztlich über den Wertverlust auch. Von daher schon realistisch. Und ja, das Tanken ist hoch angesetzt, aber wenn man ab und an mal weitere Strecken fährt (beispielsweise ein Städtetrip oder es geht per Auto in den Urlaub), kommt das schon gut hin.

Wenn ich da jetzt einfach mal das Deutschland Ticket (was meiner Meinung nach auch kriminell teurer wird von Jahr zu Jahr 😀 ) her nimmt, kommt man für 2 Leute auf knapp 125 Euro im Monat.

Wenn man rein auf die Kosten schaut (und nicht auf Komfort, Flexibilität etc.) ist man mit den Öffis eigentlich immer besser dran. Vorausgesetzt natürlich, die Öffis sind überhaupt eine Alternative.

Wie siehst du bzw. ihr das? Eure Meinung würde mich sehr interessieren 🙂
 
Dieser September ist bei mir schpn jetzt eine einzige Ausgabenspitze. Tierarzt, Autoinspektion, Einladung der engsten Familie und Trauzeugen zum Gedenken an die eigentlich in diesem Jahr anstehende silberne Hochzeit.
Das mit dem Gedenktag verstehe ich nicht ganz, was ist denn dabei so teuer?
Aber ansonsten kenne ich das auch so, wenn einmal außergewöhnliche Kosten kommen, dann meistens gleich mehrere auf einmal..

Im August hatte ich auch Tierarztkosten, und dann kam noch die Nebenkostenabrechnung vom Vermieter.
Und das ist dieses Jahr das erste Mal, daß ich von den Nebenkosten nix wieder bekomme, sondern über 100 Euro draufzahlen muss, keine Ahnung warum, eigentlich bin ich genauso sparsam mit Wasser und Heizung gewesen, wie in den Jahren davor...🤔
 

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