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Ausbildungsbetrieb wechseln.

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Gast

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Hallo liebe Community,

ich bin 17 Jahre alt und habe vor vier Monaten einen Umzug von der Stadt aufs Land mitgemacht wo ich jetzt auch meine Ausbildung absolviere. Grund für den Umzug: meine Eltern meinten ich solle mich doch mal bei der Firma in welcher ich nun arbeite (Brauerei), bewerben, denn es ist eine gute Chance und sie wollen sowieso ein Haus kaufen und umziehen und ihnen gefalle diese Gegend sehr gut und es wäre nahe der Heimat meines Vaters. Gesagt getan ich wurde angenommen. Nun aber habe ich schrecklichstes Heimweh ich fühle mich auf dem Land weit weg von allem so alleine und verlassen, ich vermisse meine Freunde meine Freundin meine alten Wege den Trubel der Stadt die schlechte Luft. Ich finde einfach keinen Anschluss and die Leute im Dorf. Man ist einfach ein Außenseiter und Städtler, diese Leute kennen sich schon ewig und wollen einen nicht dabei haben. Das Land ist für mich so leer und langweilig und selbst wenn ich in 4 Monaten meinen Führerschein habe lebe ich immernoch dort. Mein größter Wunsch wäre es zurück zu kehren in meine alte Heimat und dort in einer Brauerei meine Ausbildung fertig zu machen, auch wenn dies bedeutet alleine zu leben und wenig Geld zu haben das ist mir egal. Ich weiß das viel auf mich zukommen wird und es Finanziell sehr eng werden würde und könnte (deshlab bitte keine Belehrungen in dieser Hinsicht ). Und falls ihr meint ich kann die Ausbildung fertig machen und danach zurück ziehen sage ich euch das ich das seelisch nicht mehr schaffe. Ich falle jeden Tag nach der Arbeit nur noch weinend ins Bett und wünsche mir ich hätte mich nicht dort Beworben. Ich bin todunglücklich und weiß nicht mehr weiter ich weiß nur das ich nicht mehr so leben kann mich aber außer meiner Freundin und meinen Freunden niemand versteht und alle sagen das ich doch ein Super leben habe ( so ohne Freundin und Freunde und Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten ). Die negativen Aspekte sieht außer diesen drei Parteien niemand. Leider überwiegen diese da dies alles in meinen Augen kein Leben ist und ich nicht mehr will und kann. In der Arbeit habe ich schon keinerlei Motivation mehr weil es nach Feierabend nicht besser ist sondern ich in ein stark renovierungsbedürftiges haus komme in welchem ich mich unwohl fühle und unwilkommen sowie überall anders auch. Einfach aus diesen Heimwehgründen welche mich auffressen und kaputt machen würde ich gerne meinen Ausbildungsplatz wechseln. Meint Ihr das es da eine Möglichkeit gibt jetzt noch in einen anderen Betrieb zu kommen und die Ausbildung fort zu setzten oder glaubt ihr ich habe keinerlei Chance auf einen Betriebswechsel?

Vielen vielen Dank schonmal im Vorraus für eure Hilfe und Tipps.
 
Wenn es gar nicht geht, und du nach einer gewissen Eingewöhnungszeit immer noch nicht zurecht kommst und dich nicht wohl fühlst, dann solltest du natürlich schon wechseln.

Ich würde vielleicht zuerst mal bei der IHK deiner Wunschstadt nachfragen, ob diese dir einen Betrieb vermitteln kann, in dem du deine Ausbildung fortsetzen kannst. Dann bewrib dich dort und halte anschließend Rücksprache mit deinem jetzigen Ausbildungsbetrieb.

Es ist dein Leben, also gestalte es, wie du es für richtig hältst, solange du gut damit zurechtkommst.
 
Bist du noch in der Probezeit? Rede mit deinem Arbeitgeber über einen Aufhebungsvertrag! Somit wirst du vom Arbeitsamt immerhin nicht gesperrt, wenn du selbst kündigst
Es gibt vom Arbeitsamt auch so etwas was sich Berufsausbildungsbeihilfe nennt, wenn deine Eltern nicht so viel verdienen! Das hatte ich in meiner Ausbildung auch und konnte mir davon eine eigene Wohnung leisten neben meiner Ausbildung
 
Bist du noch in der Probezeit? Rede mit deinem Arbeitgeber über einen Aufhebungsvertrag! Somit wirst du vom Arbeitsamt immerhin nicht gesperrt, wenn du selbst kündigst
Es gibt vom Arbeitsamt auch so etwas was sich Berufsausbildungsbeihilfe nennt, wenn deine Eltern nicht so viel verdienen! Das hatte ich in meiner Ausbildung auch und konnte mir davon eine eigene Wohnung leisten neben meiner Ausbildung

Das ist ein Irrglaube. Ein Aufhebungsvertrag schützt nicht vor einer Sperre beim Arbeitsamt. Wenn allerdings der Arbeitslose nicht in den letzten zwei Jahren mindestens 12 Monate in einem versicherungspflichigen Verhältnis gestanden hat, hat er ohnehin keinen Anspruch auf ALG 1.
 
Man kann seinen Ausbildungsbetrieb auch wechseln und in den meisten Fällen die Ausbildung dann nahtlos weiter fortführen. Deswegen sollte man bei Problemen oder Kündigungsabsichten immer vorher die IHK oder HWK mit ins Boot holen und mit denen darüber reden. Die haben oft "Notfallbetriebe" in der Hinterhand, bzw. kann in super harten Fällen sogar die Erlaubnis aussprechen im letzten Teil der Ausbildungszeit nicht mehr in den Betrieb gehen zu müssen und die Prüfung dann trotzdem ablegen zu können. War bei einer Freundin von mir so. Und wir hatten damals einen Azubi, der hat seine Ausbildung bei uns mitten im zweiten Ausbildungsjahr fortgesetzt, ohne von vorne anfangen zu müssen.

Schlecht ist es auch nie, einen Berufsschullehrer, zu dem man einen guten Draht hat, darauf anzusprechen, ob er bei so einem Gespräch dabei sein kann. Die haben auch oft gute Kontakte zu der IHK oder HWK oder wissen, wie man bestimmte Sachverhalte besser ausdrückt.

Aber einfach so kündigen ist denkbar schlecht. Als Azubi hast du sowieso einen besonderen Kündigungsschutz und wenn du erst kündigst, aber dann zur IHK/HWK rennst, macht das einen sehr schlechten Eindruck und der Schuss kann nach hinten losgehen. Auch wenn du dann selbständig ohne die IHK/HWK nach neuen Ausbildungsstellen suchst, kann das mitunter negativ rüberkommen, weil unangenehme Fragen auftauchen. Deswegen handele nicht überstürzt, auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, wie hart und anstrengend das ist, wenn man erschwerte Bedingungen in der Ausbildung hat.

Wenn dir der Ausbildungsberuf an sich eigentlich gefällt, würde ich diese Optionen einfach mal ausprobieren. Eine sehr gute Chance besteht auf jeden Fall!
 
Gib dir noch ein halbes Jahr (dann hast du auch zumindest ein Ausbildungsjahr abgeschlossen) Ein Vierteljahr ist zu kurz, um sich einzuleben.

Solltest du dann immer noch nicht zurecht kommen - bis dahin bist du vermutlich auch 18 - , dann bewirb dich in der Stadt wieder.

Nur wechsle bitte nicht, bevor du nicht einen neuen Ausbildungsvertrag hast, es sei denn, dein Beruf selbst macht die ebenfalls keinen Spaß.
 

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