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Ausbildungsberuf Hebamme

Krebs88

Mitglied
hallo

ich möchte gerne hebamme werden, weil ich babys und kleinkinder über alles liebe und meine soziale ader gerne ausleben würde... und ich denke das kann ich mit diesem beruf am besten ausleben.

ich weiß, das es anstrengend wird, weil ich viele überstunden machen muss und auch im notfall nachts raus muss, wenn die dame die ich betreue plötzlich wehen bekommt und so...
aber das ist mir völlig egal solange ich helfen kann mit meinem wissen das ich mir in der ausbildung aneigne. ich möchte der frau und ihrem kind helfen, damit das kind den bestmöglichsten start ins leben bekommt und damit es den eltern auch gut geht und die mit der neuen situation umgehen können. (vorallem wenns das erste kind ist)

ich hab letztes jahr ne ausbildung als rechtsanwaltsfachangestellte angefangen aber das war nicht so das was ich will... es hat mir zwar spaß gemacht aber mir hat die aktion gefehlt und ich muss rumkommen und nicht nur jeden tag in die kanzlei gehen und 8 stunden da arbeiten.



ich hoffe mir kann hier jemand helfen mit erfahrungsberichte, etc...

mfg krebsi
 
Hallo Krebsi,

so ins Blaue hinein gefragt, ist es schwierig zu antworten. Was genau möchtest Du wissen?

Im Grunde fallen nicht oft "Überstunden" an. Wenn Du später in einem Krankenhaus arbeitest, gibt es regulären Schichtwechsel, es sei denn, das Krankenhaus arbeitet "eine Frau = eine Hebamme". Dann bleibt die Hebamme, bis die Frau entbunden hat. Und das kann bis zu 36 Stunden dauern (großzügig gerechnet).

Wenn Du freiberuflich arbeitest, hast Du sowieso keine ganz festen Arbeitszeiten, sondern arbeitest nach Bedarf. Bei Geburtshäusern so wie oben beschrieben. Nachtarbeit ist bei allen Formen selbstverständlich.

Übrigens arbeiten Hebammen auch in geburtshilflichen Arztpraxen und betreuen die Frauen dort während der Schwangerschaft bei ihren Vorsorgeterminen. Diese haben oft mit der Geburt nichts zu tun und sehen die Frauen allenfalls bei der Nachsorge wieder.

Ich finde gut, wenn Du das machen willst, was Dir eher liegt. Und "Action" hast Du als Hebamme mehr als genug 😉

Gruß
Weidebirke
 
hallo...danke für die antwort...

hat mir schon sehr geholfen 🙂

ich brauche diese action auch....wenn ich merke, das mir langweilig wird versuche ich mich unterbewusst zu behindern und stehe mir dann oft selbst im wege.

also, ich möchte auch bei der geburt dabei sein und die frau von den geburtsvorbereitenden maßnahmen bis zu den ersten untersuchungen des säuglings begleiten. ich war zwar noch nie bei ner geburt vorbei und durfte laut meiner mutter auch nie auf ein baby aufpassen (weil sie mir das nicht zutraut) und hab auch keine kleinen geschwister, aber ich merke immer wieder das vorallem kleinkinder mich sehr mögen...kann vllt daran liegen das ich ne innere ruhe habe oder sowas... ich lasse mich auch ungern stressen und versuche in allen situationen ruhig zu bleiben.
 
Ruhe zu behalten ist das oberste Gebot einer Hebamme! Von daher schon super Voraussetzung!

Die Angehörigen und die Mütter sind oft aufgeregt genug, es ist ja auch eine ungwohnte und außergewöhnliche Situation. Eine Geburt mitzuerleben ist das Schönste, was ich mir vorstellen kann. Bei meiner ersten hab ich so mitgepresst, dass ich beinahe auch noch ein Kind gekriegt hätte 😀

Es ist einfach toll!
 
*freu*

ich hab auch einen großen kinderwunsch, aber ich bin noch jung und ich kann auch noch warten....muss jetzt noch nicht auf biegen und brechen passieren...

ich denke, wenn ich in dem beruf bin, dann sehe ich auch wie alles abläuft und kann mich besser drauf einstellen wenn ich selbst irgendwann schwanger bin.
 
Es gibt sehr wenig Ausbildungsplätze und sehr viele Bewerber und man darf ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten haben. Sie nehmen nur die Besten eines Jahrgangs, also alles sehr schwierig, da einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Aber versuchen kannst du es ja.
 
Das kann ich so pauschal nicht bestätigen. Es kommt auch darauf an, wo man wohnt und wieviele Geburtshelfer-Schulen es dort gibt. Rein prozentual ist man in großen Städten natürlich besser dran. Berlin hat drei Ausbildungsstätten.

Das mit dem Alter stimmt auch nicht. Anderherum wird ein Schuh draus, ein Mindestalter wird verlangt. Meist 18 Jahre, ich habe aber auch schonmal 21 Jahre gelesen. Das macht ja auch Sinn, als werdende Mutter will ich nicht von einem jungen Ding betreut werden. Da mag das junge Mädchen noch so gute Noten haben. Bei einer Hebamme sind neben den Fachkenntnissen Lebenserfahrung, Menschlichkeit und Gelassenheit genauso wichtig. Und in guten Hebammenschulen wird da auch drauf geachtet.

Ich habe meine Ausbildung auch "erst" mit 27 begonnen. Hilfreich ist medizinische Vorbildung in Form einer medizinischen Erstausbildung.

Also wenns nicht gleich klappt, versuch es doch erst mit einem anderen mittleren medizinischen Beruf und sattle dann auf.
 
Huhu,
wolte nur kurz ne Kleinigkeit anmerken:

Als hebamme hast du in allererster Linie mit schwangeren Frauen zu tun, mit den geborenen Babys anteilig gesehen viel weniger.

Als selbständige hebamme oder im geburtshaus arbeitend kannst du die Vorsorgen durchführen, die Geburtsvorbereitungskurse anbieten udn die Entbindungen durchführen. Du betreust die Frauen im Wochenbett und hilfst auch beim Anlegen zum Stillen, vor allem, wenn probleme auftreten.

Wenn es dir in erster Linie darum geht mit Kindern udn Säuglingen zu arbeiten, dann kommen andere Berufe besser in Frage.

Als Hebamme sollte dir selbstbestimmtes Arbeiten sehr wichtig sein und du solltest in der Lage sein, die Selbstbestimmtheit anderer zum einen zu akzeptieren, zum anderen zu fördern.

Liebe Grüße
soulfire

P.S.: was die Chancen angeht einen Platz an einer Hebammenschule zu bekommen, kenne ich das so wie Tramnovi.
Bevorzugt werden obendrein diejenigen, die bereits einen Gesundheitsberuf ausüben. Aber: nicht zu alt sollte man nicht sein, vor allem nicht zu jung.
Letzteres kann ich total gut nachvollziehen, eine 20-jährige Hebamme gibt einerFrau unter den Wehen einfach ein anderes Gefühl als eine 40-jährige.
 
Krebs, wenn du Wartezeiten überbrücken musst, dannn unbedingt mit Praktika im Bereich Pflege o.ä., damit kannst du punkten.
 

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