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Ausbildung... Zu schwer für mich?

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Gast

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Hey!
Ich mache eine kaufmännische Ausbildung. Der Beruf an sich gefällt mir. Allerdings bin ich sehr dünnhäutig und merke immer mehr, dass mir die Ausbildung einiges abverlangt. Werde ich kritisiert kann ich den ganzen Tag an nichts anderes denken. Heute zum.Beispiel hat es von einer Lehrerin Ärger gegeben und ich musste mich echt zwingen nicht vor der ganzen Klasse loszuheulen. Ich habe außerdem sehr große Angst die Prüfung zu vermasseln. Ich habe schon in der zwischenprüfung schlecht abgeschnitten worunter ich ziemlich leide. Ich komme mir so versagermäßig vor. Problem ist auch: Ich bin zwar gut in den allgemeinbilden Fächern wie Deutsch oder Englisch aber in allen prüfungsrelevanten Fächern bin ich relativ schlecht.
Ich fühle mich einfach so hilflos. Ich wünsche mir einfach nur noch dass die Lehre endlich vorbei ist. Ich würde viel lieber richtig arbeiten! Ich bin auch in letzter Zeit sehr komisch geworden (häng nur noch vor dem PC und bin entweder deprimiert oder total gereizt).
Ist das normal oder sollte ich mir vielleicht Hilfe suchen?
 
Hallo,

also ich denke mal, dass sowas sehr oft vorkommt, du bist da sicherlich kein Einzelfall. Viele Leute sind zwar eher "schlecht" in der Berufsschule, aber im Betrieb arbeiten sie dann eigentlich ganz gut und haben keine Probleme.

Ich habe auch eine kaufmännische Ausbildung gemacht, die ich vor kurzem erst beendet habe. In meiner Berufsschulklasse gab es auch Einige, die es sich sehr schwer getan haben und grade so mit einer "4" durch die Prüfung kamen. Trotzdem wurden einige von ihnen in ihrem Betrieb übernommen, weil sie die praktischen Sachen auf der Arbeit einfach besser können, als den trockenen theoretischen Teil, den man in der Berufsschule lernt.

Glaub mir, viele Sachen die ihr da im Unterricht lernt und die prüfungsrelevant sind, wirst du bei der Arbeit nicht so gebrauchen. Und das wissen in der Regel auch die Betriebe. Allerdings solltest du dich trotzdem darum bemühen, zumindest so weit es geht zu lernen, dass du die Prüfung schaffst.

Du sagst ja, dir gefällt der Beruf. Ich denke mal, du willst die Ausbildung ja abschließen und da gehört das eben leider auch mit dazu, auch wenn es einem schwer fällt.

Lass dich jetzt aber nicht entmutigen und nicht den Kopf hängen. Und wenn du mal kritisiert wirst, nimm es nicht zu persönlich, denn meistens meinen es die Lehrer auch nicht böse. Du bist auch sicherlich KEINE Versagerin, nur weil es momentan nicht so suboptimal läuft. Außerdem kannst du dich sicherlich verbessern.

Eventuell kannst du auch in einen Förderunterricht gehen, das bieten ja viele Betriebe an, wenn die schulischen Leistungen nicht so gut sind. Ein gutes Ausbildungsunternehmen kümmert sich auch um die Azubis und will, dass sie erfolgreich die Ausbildung abschließen. Wenn du also der Meinung bist, dass du es alleine nicht schaffst und Hilfe im Schulischen Teil benötigst, dann frag nach, meistens gehen die Ausbilder auch drauf ein und gucken, was sie tun können.

Viel Erfolg!
 
Wenn du wirklich sehr oft deprimiert, gereizt, den Tränen nahe bist und dich immer mehr in dich zurückziehst, solltest du dir zusätzlich zu beruflicher "Nachhilfe" professionelle psychologische Hilfe suchen. Schaden kann es bestimmt nicht, wenn man einen kompetenten Gesprächspartner findet. Lieber einmal zu früh als einmal zu spät zum Arzt oder Psychotherapeuten gehen. Vielleicht kannst du das ja erst einmal mit deinem Hausarzt besprechen. Oder du gehst zu einer Lebensberatungsstelle, die es mittlerweile auch in den meisten Kleinstädten in kirchlicher oder kommunaler Trägerschaft gibt. Da ist die Hemmschwelle nicht so groß, die Wartezeit, bis man einen Termin bekommt, deutlich kürzer als beim Psychologen, und die Beratung meist kostenlos. Vielleicht reicht dir schon ein einziges Gespräch dort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lange machst du die Ausbildung denn jetzt schon?

Die Ausbildungsjahre sind wirklich oft nicht einfach. Ist beim Studium aehnlich. Viele muessen da reinwachsen und vieles liegt einem nicht immer gleich. Sicher gibt es LEute, die weniger Probleme haben, aber oftmals haben die auch andere Voraussetzungen, werden vielleicht zu Hause mehr unter Druck gesetzt, sind mehr gefoerdert worden oder was auch immer.

Wenn man noch andere Probleme dazu hat, ist es oft nicht einfach. Dass du so duennhaeutig bist, kommt ja auch nicht von irgendwoher, oder? Das macht es natuerlich in Ausbildungen und Berufen nicht einfacher, aber ist auch kein Schicksal fuers Leben. Vielleicht hilft das NLP Prinzip, dass die meisten Leute positive Absichten verfolgen, ganz gut.

Vielleicht solltest du das bei Ausbildern und Lehrern nicht so persoenlich nehmen... die wollen dich ja im Grunde nur voranbringen und dich vielleicht auch haerter machen.
Gut, sicher gibt es solche Machtleute, die es ausnutzen, dass du hierarchisch unter ihnen stehst, aber ich bezweifle, dass das alle sein sollen.

Sieh doch Lehrer oder Ausbilder einfach mal als Unterstuetzende deines Berufsweges an. Nimm doch alles, was sie dir sagen, mal als positive Kritik an und arbeite daran. Auch wenn es fuer dich wie eine vermeintliche Beleidigung wirkt, was es bei Leuten leicht tut, die kritikempfindlich sind. Und ich war das selbst.
Das heisst nicht, dass man sich alles anhoeren muss, aber solange die Leute noch oberhalb der Guertellinie bleiben, ist doch alles ok.
Wenn dich jemand als Versager bezeichnet, wuerde ich mir da eher Gedanken machen. aber das tut doch keiner, oder_

Du solltest lernen, die Situationen zu differenzieren.
Wirst du als Mensch in deiner Gesamtheit kritisiert oder ist es nur ein Teilaspekt wie deine Arbeitskraft z.B.?
Kaum jemand duerfte sich als Lehrer oder Ausbilder eigentlich herausnehmen, dich als ganzen Menschen beurteilen zu koennen, denn die sehen dich im Grunde nur ausschnitthaft. DAS solltest du dir immer zu Gemuete fuehren.

Normale Kritiken, z.B. dass ein Aufsatz oder ein Brief schlecht geschrieben sind, kann man sich ja annehmen. Man fragt dann einfach, was man besser machen koennte und behaelt dann das Neugelernte bei. Es ist wichtig, dass man das kann!


Du solltest dazu an deinem Selbstwertgefuehl arbeiten. Therapeutisch, Coach? Dann wird dir das auf Dauer auch nicht mehr so viel ausmachen. Ein Therapeut kann dir das nahe legen bzw. beibringen, wie man standfester wird.
Ich z.B. kann mittlerweile recht gut differenzieren, wie Kritiken gemeint sind... und ich finde manches sicherlich unter der Guertellinie... im Arbeitsleben ist es nur eben schwierig, dagegen vorzugehen. 🙁 Privat ist das einfacher.
 
Wenn du gerade erst am Anfang sein solltest: lass dich nicht einschüchtern. Man ist anfangs oft überfordert. Ich hatte das in der Mitte meiner Ausbildung das ich alles hinschmeißen wollte. Heute bin ich froh das ich es nicht gemacht habe.
Wenn es nur die Berufsschule ist, dann nimm dir Nachhilfe. Oder bildet Lerngruppen ....Es wird auch wieder einfacher wenn man merkt das man doch nicht so schlecht ist wie man meint...
 
Danke für die lieben Antworten.
Zu der Frage wie weit ich schon bin: Anfang 3. Lehrjahr. Und ja: Bei den meisten Leuten ist es so, dass sie anfangs Probleme haben und sich dann immer besser zurechtfinden. Bei mir ist es umgekehrt. Je länger die Ausbildung geht, desto weniger Spaß habe ich daran. Ich will einfach nur noch, dass es endlich vorbei ist. Mittlerweile bereue ich es, dass ich keinen Antrag auf verkürzen gestellt habe...
 

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