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Ausbildung Motivation am Tiefpunkt.

lospolloshermanos

Neues Mitglied
Hallo,

Ich habe im August diesen Jahres eine Ausbildung begonnen. Für diese Ausbildung bin ich extra von meinen Eltern 400 km weit weg gezogen. Leider verläuft sie ganz und gar nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Ich möchte den Beruf nicht genau benennen da er relativ selten ist und ich Angst habe das man mich erkennen könnte.

Fangen wir mal an mit den Arbeitszeiten. In meinem Vertrag stehen 42 Stunden (ich bin der einzige angestellte im ganzen Betrieb mit mehr als 40 Stunden auch die anderen beiden Azubis die eine andere Ausbildung machen) und 6 Tage die Woche, sowie den Mindesturlaub von 24 Tagen im Jahr) Momentan läuft es so ab das es im zwei Wochen Rhythmus 5 und 6 Tage mit je 8,5 (2x 8 Stunden Berufsschule Pro Woche) jeden 2ten Samstag dann 6,5 Stunden sind(Die anderen 2 Azubis je eine halbe Stunde weniger am Tag). Dennoch sind wir 3 Azubis die einzigen die zumindest jede 2te Woche 6 Tage am Stück arbeiten bzw in die Berufsschule müssen). Um die Überstunden die jede Woche anfallen auszugleichen hat man sich eine seltsame Regelung einfallen lassen in denen wir in den Ferientagen 2 Stunden früher gehen dürfen. (Wir sind dennoch angehalten den Urlaub in den Ferien zu nehmen, unsere 2 Freistunden die uns dann entgehen würden dürfen wir nicht nachholen!)

Auch sonst ist man was die Arbeitszeiten angeht absolut unflexibel. Ich habe Täglich eine ziemlich lange anreise zur Arbeit da ich eine Wohnung in der Stadt nicht wirklich leisten kann und WGs sehr begehrt sind. Hätte ich die Möglichkeit 10 Minuten früher zu gehen würde mir das am Tag fast 40 Minuten einsparen. (Meine anreise mit Bus, Bahn und S-Bahn beträgt täglich zwischen 2 und 2 1/2 Stunden pro Strecke!). Meine bitte doch vielleicht nur 10 Minuten früher gehen zu dürfen auch in Anbetracht der vielen Überstunden jeden Tag wurde abgelehnt. Auch einen Urlaubsantrag genehmigt zu bekommen ist jedesmal ein Kampf. Hier geht es nicht, da geht es nicht, und kurzfristig geht schon mal gar nicht. Aber selbst haben Sie natürlich kein Problem damit ganz kurzfristig und ohne vorheriges nachfragen einen der Wenigen freien Samstage zu streichen.

Zur Ausbildung. Die findet eigentlich nicht statt. Eigentlich bin ich mehr so eine Art... ja gute Frage was bin ich da eigentlich. Mit meiner eigentlichen Berufsausbildung komm ich eigentlich nicht wirklich in Berührung. Ich bin mehr so eine Art Bürohilfe. Wenn wir unterbesetzt sind sogar eine ganz normale Lageraushilfe. Sehr oft muss ich genau das selbe machen wie unsere studentischen Aushilfen, Nur halt für ein drittel des Geldes. Hinzu kommen natürlich sämtliche Aufgaben für die sich die Stammbelegschaft zu schade ist. Müll rausbringen, Geschirrspüler ausräumen etc.

Die Kollegen sind zum überwiegenden Teil in Ordnung. Es gibt nur eine Person mit deren undankbaren Art ich überhaupt nicht klar komme. Leider steht gerade diese Person relativ hoch in der Hierarchie. Und es ist auch gerade diese Person die mich fast immer für irgendwelche "Scheiß Arbeit" abkommandiert. Ich hätte gar nicht mal so ein großes Problem mit dieser "Scheiß Arbeit", es ist nur die Art und weise wie diese Person mit mir (aber auch mit den anderen) umspringt die mich jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit fahren lässt.


All das schlägt sich auch stark auf meine Motivation für die Berufsschule nieder. Meine Noten sind absolut im Keller. Das wird vermutlich mein schlechtestes Zeugnis. Ich bin jeden Tag Hundemüde im Unterricht, kann mich nicht Konzentrieren und hab auch eigentlich keine Lust.

Privatleben und Freizeit existiert eigentlich nicht mehr. (Feierabend um 19 Uhr oft mit 10-20 Minuten Überstunden)An den Wochenenden an denen ich 2 Tage frei habe Fahre ich meistens bei meine Eltern. An dem Freien Sonntag mach ich meine Wäsche, Räume mein Zimmer auf etc. Ich habe keine Zeit für Hobbys, Ich habe keine Zeit für Arzttermine oder für Freunde. Das Geld reicht auch nur gerade so um jeden Monat mit günstigem Essen und Miete über die Runden zu kommen(BAB Abgelegt). Ich "lebe" eigentlich nur für diese scheiß Ausbildung.


Was würdet ihr an meiner Stelle machen, zu was würdet ihr mir raten?
 
Entweder ein Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten da dein Ausbildungsbetrieb gegen mehrere Gesetze verstößt. Oder eine andere Ausbildung machen. Denn über kurz oder lang gehst du zugrunde wenn es so bleibt.
 
Fangen wir mal oben an.

Hallo,

Ich habe im August diesen Jahres eine Ausbildung begonnen. Für diese Ausbildung bin ich extra von meinen Eltern 400 km weit weg gezogen. Leider verläuft sie ganz und gar nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Ich möchte den Beruf nicht genau benennen da er relativ selten ist und ich Angst habe das man mich erkennen könnte.

Fangen wir mal an mit den Arbeitszeiten. In meinem Vertrag stehen 42 Stunden (ich bin der einzige angestellte im ganzen Betrieb mit mehr als 40 Stunden auch die anderen beiden Azubis die eine andere Ausbildung machen) und 6 Tage die Woche, sowie den Mindesturlaub von 24 Tagen im Jahr) Momentan läuft es so ab das es im zwei Wochen Rhythmus 5 und 6 Tage mit je 8,5 (2x 8 Stunden Berufsschule Pro Woche) jeden 2ten Samstag dann 6,5 Stunden sind(Die anderen 2 Azubis je eine halbe Stunde weniger am Tag). Dennoch sind wir 3 Azubis die einzigen die zumindest jede 2te Woche 6 Tage am Stück arbeiten bzw in die Berufsschule müssen). Um die Überstunden die jede Woche anfallen auszugleichen hat man sich eine seltsame Regelung einfallen lassen in denen wir in den Ferientagen 2 Stunden früher gehen dürfen. (Wir sind dennoch angehalten den Urlaub in den Ferien zu nehmen, unsere 2 Freistunden die uns dann entgehen würden dürfen wir nicht nachholen!)

Regelmäßige Überstunden sind nicht der Sinn der Sache. Überstunden sollen dazu da sein um unvorhergesehenen Arbeitsanfall bewältigen zu können. Sonst wären es ja Regelstunden. Wenn Sie allerdings auch regelmäßig wieder abgebaut werden, wäre das rein rechtlich okay sofern ihr das mit euch machen lasst.


Auch sonst ist man was die Arbeitszeiten angeht absolut unflexibel. Ich habe Täglich eine ziemlich lange anreise zur Arbeit da ich eine Wohnung in der Stadt nicht wirklich leisten kann und WGs sehr begehrt sind. Hätte ich die Möglichkeit 10 Minuten früher zu gehen würde mir das am Tag fast 40 Minuten einsparen. (Meine anreise mit Bus, Bahn und S-Bahn beträgt täglich zwischen 2 und 2 1/2 Stunden pro Strecke!). Meine bitte doch vielleicht nur 10 Minuten früher gehen zu dürfen auch in Anbetracht der vielen Überstunden jeden Tag wurde abgelehnt. Auch einen Urlaubsantrag genehmigt zu bekommen ist jedesmal ein Kampf. Hier geht es nicht, da geht es nicht, und kurzfristig geht schon mal gar nicht. Aber selbst haben Sie natürlich kein Problem damit ganz kurzfristig und ohne vorheriges nachfragen einen der Wenigen freien Samstage zu streichen.

Die An- und Abreise ist dein Problem. Moralisch vielleicht fragwürdig, aber rechtlich nicht zu beanstanden. Auch das kurzfristige umlegen von Schichten (das du dann Samstag plötzlich antreten musst) ist leider sehr schwammig formuliert. Das schwankt irgendwo zwischen 4 Tage vorher anzukündigen (sofern du in deinem Vertrag Arbeit auf Abruf festgelegt hast) oder "billigen Ermessens" (das ist quasi ein Freifahrtsschein)

Bei deinem Urlaubsantrag sind zunächst die Wünsche des AN zu berücksichtigen. Aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Das muss allerdings auch begründet sein, gerade für einen Azubi. Aber auch hier sind die Regelungen leider recht schwammig.

Zur Ausbildung. Die findet eigentlich nicht statt. Eigentlich bin ich mehr so eine Art... ja gute Frage was bin ich da eigentlich. Mit meiner eigentlichen Berufsausbildung komm ich eigentlich nicht wirklich in Berührung. Ich bin mehr so eine Art Bürohilfe. Wenn wir unterbesetzt sind sogar eine ganz normale Lageraushilfe. Sehr oft muss ich genau das selbe machen wie unsere studentischen Aushilfen, Nur halt für ein drittel des Geldes. Hinzu kommen natürlich sämtliche Aufgaben für die sich die Stammbelegschaft zu schade ist. Müll rausbringen, Geschirrspüler ausräumen etc.

Das wäre noch mein stärkster Ansatzpunkt. Dein Betrieb ist verpflichtet dich auszubilden, wenn er das nicht tut und dich nur als billige Arbeitskraft nimmt begeht er Vertragsbruch. Hier kannst du abmahnen und ggf. kündigen. Unter Umständen (das wird aber schwer) auch Schadensersatz geltend machen.

Die Kollegen sind zum überwiegenden Teil in Ordnung. Es gibt nur eine Person mit deren undankbaren Art ich überhaupt nicht klar komme. Leider steht gerade diese Person relativ hoch in der Hierarchie. Und es ist auch gerade diese Person die mich fast immer für irgendwelche "Scheiß Arbeit" abkommandiert. Ich hätte gar nicht mal so ein großes Problem mit dieser "Scheiß Arbeit", es ist nur die Art und weise wie diese Person mit mir (aber auch mit den anderen) umspringt die mich jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit fahren lässt.

Leider gibt es kein Gesetz, dass verbietet undankbar zu sein. Sofern er dich nicht beleidigt oder bedroht kannst du hier nicht viel tun.

All das schlägt sich auch stark auf meine Motivation für die Berufsschule nieder. Meine Noten sind absolut im Keller. Das wird vermutlich mein schlechtestes Zeugnis. Ich bin jeden Tag Hundemüde im Unterricht, kann mich nicht Konzentrieren und hab auch eigentlich keine Lust.

Privatleben und Freizeit existiert eigentlich nicht mehr. (Feierabend um 19 Uhr oft mit 10-20 Minuten Überstunden)An den Wochenenden an denen ich 2 Tage frei habe Fahre ich meistens bei meine Eltern. An dem Freien Sonntag mach ich meine Wäsche, Räume mein Zimmer auf etc. Ich habe keine Zeit für Hobbys, Ich habe keine Zeit für Arzttermine oder für Freunde. Das Geld reicht auch nur gerade so um jeden Monat mit günstigem Essen und Miete über die Runden zu kommen(BAB Abgelegt). Ich "lebe" eigentlich nur für diese scheiß Ausbildung.


Was würdet ihr an meiner Stelle machen, zu was würdet ihr mir raten?

Auch das ist rein rechtlich dein Problem. Du wusstest vorher wie viel Geld du bekommst und was dich erwartet. Das ist allgemein ein Problem bei den Azubis heutzutage, die nicht mehr zuhause wohnen können. Rein technisch gesehen sind deine Eltern dafür verantwortlich, dass du anständig leben kannst. Evtl. könntest du die also verklagen, aber ich schätze mal das ist nicht der Sinn der Sache.


Zusammengefasst sehe ich hier nur einen Verstoß den man ahnen kann. Zuständig für dich wäre auch kein Anwalt für Arbeitsrecht (zumindest jetzt noch nicht) sondern der Ausbildungsbeauftragte der zuständigen Kammer.

Das Problem was du hast, ist dass du wahrscheinlich noch in der Probezeit bist (so wie du deinen Betrieb beschreibst hat der dir sicherlich 6 Monate rein geschrieben) da kannst du ohne Probleme gekündigt werden. Heißt, wenn du den Mund aufmachst bist du draußen.

Also entweder nimmst du den Kampf an, versuchst nach der Probezeit etwas zu ändern und bereitest dich auf 3 harte Jahre vor oder du suchst dir etwas anderes. Wenn deine Ausbildung allerdings recht selten ist, wird es bestimmt nciht leicht einen anderen Betrieb dafür zu finden.
 
Ganz klar: Du wirst ausgebeutet.

Mein Rat: Wende dich an deine zuständige Stelle. Dort sollte es Leute geben, die sich mit derartigen Problemen auskennen und dich beraten können. Einen Anwalt brauchst du nicht.
 

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