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Ausbildung, Mobbing, Zukunftsängste

Lien2007

Neues Mitglied
Hallo ,

Ich mache eine Ausbildung zur OTA (Operationstechnischen Assistentin). Ich bin im 3. Lehrjahr und ich bin um ehrlich zu sein froh dass ich es überhaupt soweit geschafft habe. Noch vor der Ausbildung wurde bei mir eine mittelgradige Deppression diagnostiziert. Als die Ausbildung anfing ging es mir psychisch blendet bis die Arbeitskollegin anfingen mich zu mobben. Ich konnte tun und lassen was ich wollte, nichts war richtig. Es wurde im Op-Saal über mich geredet als wenn ich nicht da wäre. Man schrie mich an, setzte Gerüchte in die Welt und es entstand dass Bild dass ich hoffnungslos sei und man mir egal was erklären konnte ,ich es sowieso nicht behalten würde. Ich versuchte wirklich alles aber nichts war richtig. Zudem begangen sie dann mich vieles nicht zu lehren mit der Begründung "ich wäre noch nicht soweit". Andere Schüler waren schon zu dem Zeitpunkt viel viel Weiter als ich, was mich teilweise sehr runterzog da ich genauso weit sein wollte wie sie. Bevor das ganze hier zu lang wird,kurz und knapp ich wurde einfach ins Aus gemobbt. Nun kämpfe ich seit dem mit einer schweren Deppression die mich mittlerweile daran hindert zu lernen. Nichts einfach nichts bleibt in meinem Kopf. Ich lese einen Satz und wenn ich beim nächsten Ankomme vergesse ich schon was ich davor gelesen habe. Ich versuche dagegen anzukämpfen und versuch es immer immer wieder. Mir geht allmählich die Kraft aus ,es ist so verdammt anstrengend immer wieder von vorn anzufangen und wenn das noch nicht genug wäre plagen mich jeden Abend zukunftsängste. Werde ich überhaupt in einem neuen Haus angenommen bei den Lücken die bestehen? Wie soll ich nach meinem Examen erklären dass ich teilweise viele Dinge nicht weiß und nie gemacht habe ? Ich versuche in diesem letzten Jahr alles auszuarbeiten aber ich schaffe es nicht. Wie den auch wenn ich mir nichts merken kann? Ich falle immer tiefer in diesen Abgrund...ich weiß nicht was ich tun soll.

Sorry für den langen text.
 
hallo Lien,

Du wirst die Zukunft packen ... keine Sorge. Nur ist es erstmal wichtig, die Depression zu überwinden. Einen vernünftigen Schritt nach dem anderen gehen, ist richtig und wichtig. Was ist denn die Ursache der Depression? Bist Du wegen der Depression in Behandlung?

LG. Nordrheiner
 
Nach dem ich schon zig Antidepressiva eingenommen habe und keine davon wirklich half, habe ich nun neue bekommen. Die nehme ich seit 4 Wochen ein. Jedoch beläuft sich die Therapie nur auf medikamentöser Basis. Eine richtige therapie wie eine Gesprächstherapie hab ich noch nicht...die Wartezeiten sind extrem lang...und die Motivation fehlt mittlerweile auch.

Ich weiß nicht genau woher diese Depression kommt. Vielleicht aus meiner Zeit als ich noch zuhause gelebt hab? Ich weiß es nicht...ich hatte damals viele Probleme mit meinem Vater ,Streit zwischen ihm und mir gehörte über Jahre zu meinem Alltag zudem lief es meist darauf hinaus dass ich von ihm geschlagen wurde...Ich habe mein Studium abgebrochen wegen meiner Depression und jetzt die Ausbildung? Das will und kann ich nicht..ich wünschte nur ich hätte hilfe dabei. Jemand der mir einfach zur Seite steht...man steht allein da und hat dass gefühl gegen die Welt und sich zu kämpfen.
 
hallo Lien,

das kann ich gut verstehen, Deinen Wunsch, jemanden zu haben, der an Deiner Seite steht und Dich wenigstens moralisch unterstützt. Möglicherweise wäre es hilfreich, wenn Du Dir Freunde suchst, eine Gruppe, eben Menschen, die Dir gut tun. Und ich denke, sobald Du beruflich ein Ziel nach dem anderen erreicht haben wirst, wirst Du auch ein stärkeres Selbstbewusstsein haben.

Hinsichtlich Deines Vaters sehe ich schon einen Zusammenhang mit Deiner Depression. Mir scheint, dass einerseits eine Trauer ein Grund ist, um eine nicht erlebte gute Sohn-Vater-Beziehung und andererseits aber auch "falsche Gefühle". Mit "falsche Gefühle" meine ich, dass Du auf Deinen Vater wütend sein könntest oder sogar solltest, weil er Dich so schlecht behandelte. Anstelle diese Wut-Gefühle rauszulassen, frisst Du Deine Wut in Dich hinein. So erlebst Du einen Konflikt widerstreitender Gefühle... die eben zu einer Depression führen. So stelle ich mir das als Möglichkeit vor. Aber genau kann ich es Dir nicht sagen, denn dafür müsste man sich persönlich sehen und hören.

Daher denke ich, wäre ein Therapeut sehr wichtig für Dich und ich empfehle Dir, einen aufzusuchen, um Deine Beziehung mit Deinem Vater aufzuarbeiten. Hab Geduld mit einem Termin und bleibe dran, auch wenn Du länger warten mußt.

LG, Nordrheiner
 
Ich werde es versuchen. Da es nun aufs examen los geht, muss ich schauen dass ich genug Zeit und Kraft finde, mich einer Therapie zu stellen. Meim einzigster Wunsch ist diese Ausbildung zu beenden und Arbeiten gehen zu können...ich hoffe ich schaffe es.

Vielen Dank für deine Worte !
 

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