Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ausbildung in der Probezeit gekündigt

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 54009
  • Datum Start Datum Start
G

Gelöscht 54009

Gast
Hallo Leute,

eigentlich passt mein Anliegen in mehrere Foren, ich hoffe dennoch, dass es hier nicht falsch ist.

Zum 4. Dezember wurde mir meine Ausbildungsstelle zur Mediengestalterin gekündigt, mit dem Grund, ich passe nicht ins Team, was ich erstmal ziemlich paradox finde, da ich in einer Tochteragentur hospitiert habe und davor 2 Monate im eigentlichen Verlag blendend mit den Mitarbeitern zurecht kam.
Mir wurde in einem Gespräch schon einmal mitgeteilt, dass ich zu schüchtern sei und es rüber kommt, dass ich mich nicht wohl fühle (was nicht stimmt, es ging mir lediglich in der einen Abteilung so, in der ich 4-5 Tage war). Aber schüchtern war ich schon immer, das will ich hier auch gar nicht abstreiten.

Dass ich die Stelle noch bekommen habe war allerdings pures Glück, wurde eine Woche vor Beginn kontaktiert, nachdem ich eigentlich schon eine Absage hatte.

Nun ist die Kündigung aber nicht das schlimmste, sondern, dass ich mich wieder Bewerben muss. Ich hatte mir so oder so schon überlegt, mir eine andere Ausbildung in einem anderen Beruf zu suchen.
Aber wie bewerbe ich mich jetzt mit der Kündigung? Es sind bereits 2 Monate vergangen und ich HABE auch Bewerbungen abgeschickt, persönliche Gespräche geführt und E-Mail Kontakt gehabt, bisher aber nur Absagen bekommen und bin langsam verzweifelt.

Mein Abitur ist nicht besonders gut und hätte lediglich im Bereich Gestaltung und Medien punkten können, da ich eben ein Berufliches Gymnasium mit diesem Schwerpunkt besucht habe.
Die Jüngste bin ich mit 21 Jahren nun auch nicht mehr und langsam am verzweifeln, da ich seitens meiner Eltern keinerlei Unterstützung und nur Druck erhalte, was dieses Thema betrifft. Mittlerweile bin ich einfach an dem Punkt, wo ich fast jeden Abend mit Tränen im Gesicht einschlafe.

Von der Agentur für Arbeit habe ich bisher auch nicht wirklich viel Hilfe bekommen, mir wurde lediglich geraten, einen Therapeuten wegen der Schüchternheit aufzusuchen. Einen Termin habe ich dafür auch schon, allerdings erst im Mai..

Gibts hier nicht vielleicht ein paar Leute, die sich mit Bewerbungen auskennen und mir evtl. ein wenig unter die Arme greifen können?
 
Das ist natürlich echt blöd, gekündigt zu werden, weil man schüchtern ist.

Am Anfang meiner Ausbildung war ich dies auch total, aber eher aus der Unsicherheit heraus.

Und mittlerweile bin ich alles andere als schüchtern.

Du solltest zu dir stehen, dich so akzeptieren wie du bist. Was ist an schüchternheit so schlecht?

Ich denk wenn du einem möglichen AG dies schilderst, dann sollte es daran nicht scheitern.

Woher kommst du denn? Es gibt ja auch größere Firmen.
 
Hallo 404Nox,

was steht in der Kündigung? Wenn kein Grund angegeben wurde, empfehle ich folgendes:

Führe in Deinen Bewerbungen auf, was Dir an der bisherigen Ausbildung gut gefallen hat, worin Du Deine Stärken gesehen hast. Und dann füge nur einen klitzekleinen Satz ein: "Aus persönlichen Gründen habe ich die Ausbildung am ..... beendet."
In einem Vorstellungsgespräch wirst Du wahrscheinlich auf diesen Satz angesprochen werden. Ich denke, dass folgende mündliche Begründung sinnvoll ist: "In einer aggressiven Arbeitsatmosphäre kann ich meine Kreativität nur schlecht entfalten und lernen."

Auch würde ich in einem Vorstellungsgespräch nachfragen, inwieweit offensives Verhalten (auf fremde Menschen zugehen) wichtig ist. Wird dies bejaht, wäre es vorbeugend hilfreich deutlich zu sagen, dass dies ein Punkt sei, den Du noch lernen müsstest. Du hättest bereits eine Trainingsstelle.

Alternativ kannst Du auch Deinen "alten" Chef, der Dir deshalb gekündigt hat, ansprechen und ihm folgendes vorschlagen:
Es fällt mir tatsächlich schwer, auf fremde Menschen zuzugehen. Meine Schüchternheit steht mir da im Wege.
Ich habe bereits eine Trainingsstelle. Können Sie mir ein Zeugnis ausstellen, in dem sie diesen Punkt als einzigen Kündigungsgrund ansprechen und im übrigen meine guten Stärken beschreiben? Dies würde mir helfen, nach Abschluss meines Trainings einen Ausbildungsplatz zu finden."

Mehr als "nein" kann Dein "alter" Chef auch nicht tun. Vielleicht ist er ja fair. Probiere es einfach.

Und wenn Du so ein Zeugnis, in welchem Deine Stärken beschrieben werden, erhältst, dann vergiß nicht, diese kurz in Deinen Bewerbungsschreiben aufzuführen.

Alles Gute, Nordrheiner
 
Gesetzliche Probezeit

Bei der Probezeit in der Ausbildung gilt laut Berufsbildungsgesetz: Die Probezeit muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen (§ 20 Berufsbildungsgesetz). Üblich ist eine Dauer von vier Monaten.

Die Probezeit in der Ausbildung hat eine wichtige Bedeutung - Azubi und Ausbilder sollen prüfen, ob sich der Azubi für den richtigen Beruf und Betrieb entschieden hat.

Du schreibst dir wurde am 4. Dezember gekündigt. Wann hast du die Ausbildung begonnen?
Ich frage mich gerade ob das überhaupt rechtens ist, was die dort machen. Abgesehen davon, dass das eine ziemlich miese Aktion ist. Ich meine, es gab doch keinen triftigen Grund dafür, wenn ich es richtig lese. Wenn der Chef wirklich nur meint, dass du nicht ins Team passt, hätte man das vorher schon merken können. Du hast wahrscheinlich auch ein Praktikum vor Ausbildungsbeginn gemacht, oder (ist ja oft üblich in der Branche)?
Ich finde es unglaublich ungerecht, dich wegen deiner Schüchternheit zu feuern. Ich meine, du lernst dort Mediengestalter, Kernaufgabe ist doch das Gestalten am Computer, da muss man jetzt wirklich keine Rampensau für sei.

Hast du nochmal das Gespräch mit deinem Chef gesucht?

An deiner Stelle würde ich mich nochmal informieren, ob das überhaupt so rechtens ist und ob du die Kündigung so hinnehmen willst.

Andernfalls kannst du dich um eine neue Ausbildung bewerben. Vielleicht gefällt dir ja auch noch ein anderer Beruf oder Bereich, in dem du dich bewerben kannst.
 
Der Gedanke, ob die Kündigung gerecht war oder nicht, ist nicht das Thema. An der Kündigung ändert das leider nichts.

Man "muß" nur versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Die Frage lautet: Lasse ich mich von der Situation unterkriegen und bleibe traurig, wütend - oder arbeite ich an der Änderung meiner Situation und will glücklich und zufrieden sein?
 
In der Kündigung steht nur, dass die Gründe in einem persönlichem Gespräch besprochen wurden.


Rechtens ist die Kündigung auch, da sie innerhalb der Probezeit stattfand, wo man jeden ohne einen Grund kündigen kann. Ein Praktikum habe ich übrigens nicht gemacht, die Kündigung und das "Urteil" fand auch in der Tochteragentur statt, wo ich 2 Monate hospitiert habe. Ob die Gründe jetzt so stimmen sei einfach mal dahin gestellt. Schließlich handelt es sich um einen Zeitungsverlag, wo ich in 3 Monaten einen 2-Tägigen Streik, Hass und viele Probleme dessen mitbekommen habe (dass die Abozahlen runter gehen, Papier wird teurer, zudem wurde ein Großauftrag der Druckerei gekündigt etc.). Azubis wurden dort seit mehreren Jahren nicht übernommen und ich habe sowieso gemerkt, dass mir der Beruf nicht gefällt (das wusste ich auch vorher schon, ich wurde nur immer wieder von Freunden dazu ermutigt und es war eben die einzige Stelle, die ich bekommen habe).


Und klar ich muss den Kopf oben behalten, aber wenn man so eine Mutter wie ich im Nacken hat, die nur darauf aus ist, dass ich Geld verdiene und selbst keine Unterstützung bei nichts bietet - ist das jetzt nicht immer leicht. Zumal sie mich grade gestern wieder so fertig gemacht hat, dass ich überhaupt keine Hoffnung mehr hatte, in diesem Jahr noch eine Ausbildung zu finden. (Sie macht also praktisch alles schlimmer als besser und von hier ausziehen ist eben auch schwer, weil ich eben kein Geld verdiene).


Wenn unter euch jemand ist, der ein Abitur gemacht hat, werdet ihr sicher auch wissen, dass man von Seiten der Schule her wirklich nur sehr wenig Vorbereitung auf das Leben danach erhielt. Bei uns war es auch so, dass die Lehrer 100% davon ausgingen, dass die Schüler studieren wollen, so haben wir mit Bewerbungen gar nichts gemacht. Und da eben ist der Punkt, ich hab die Prozedur jetzt schon 2 Jahre hinter mir, wo ich mich bewerben musste.. und durch die Kündigung schon wieder. Ich habe in den 2 Jahren nur DREI Einladungen zu einem Gespräch erhalten. Irgendwo muss da ja was nicht stimmen, obwohl ich Freunde und in einem anderen Forum Leute drüber lesen lassen habe (und mal ganz im ernst, so schlecht sind die Noten jetzt auch nicht, genauso wenig habe ich eine Lücke im Lebenslauf). Der Punkt hier ist einfach, dass mir nach dem Ganzen Prozedere auch die Motivation zum Bewerben fehlt (das im Übrigen nicht heißt, ich sei faul, aber Depressionen sind hier auch nicht ganz von Vorteil)

Danke für die lieben Antworten 🙂
 
Hallo Nox,

meine Meinung dazu ist, verschweige diese paar Monate Ausbildung bei zukünftigen Bewerbungen. Diese Meinung teilen bestimmt nicht alle, aber ich bin selbst Ausbilderin und bekomme Bewerbungen auf den Tisch und würde auch erstmal stutzig werden, wenn jemand nach so kurzer Zeit wieder "rausgeflogen" ist. Nenne die Phase im Lebenslauf besser: Berufliche Orientierungsphase oder ähnliches.

Dann suche dir schnellstmöglich einige Firmen aus, bei denen du kürzere Praktika machen kannst, am Besten in verschiedenen Berufen und Branchen. Evtl. rutschst du so schon als nächster Azubi für den kommenden Herbst rein. Parallel bewirb dich bei Firmen für Ausbildungsstellen für August/September. Früher wirst du eher weniger Chancen haben.
Lass deine Bewerbungsunterlagen auch mal checken, gerade wenn du schulisch nicht vorbereitet wurdest, ist das wirklich wichtig!

Kopf hoch, die Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden, war noch nie so gut, wie heutzutage!!
 
Ich denke, dass folgende mündliche Begründung sinnvoll ist: "In einer aggressiven Arbeitsatmosphäre kann ich meine Kreativität nur schlecht entfalten und lernen."

Davon würde ich abraten. Es kommt nicht gut an, wenn man über seinen ehemaligen Arbeitgeber schlecht redet (und dann auch noch als Lehrling).

Ich habe da die Begründung "es hat nicht so ganz gepaßt" vorgezogen, und dazu auch gesagt, daß das als Begründung bitte ausreichen möge, WENN mal nachgefragt wurde.


Ich würde es so machen, wie mona-lisa:
(...)
meine Meinung dazu ist, verschweige diese paar Monate Ausbildung bei zukünftigen Bewerbungen. Diese Meinung teilen bestimmt nicht alle, aber ich bin selbst Ausbilderin und bekomme Bewerbungen auf den Tisch und würde auch erstmal stutzig werden, wenn jemand nach so kurzer Zeit wieder "rausgeflogen" ist. Nenne die Phase im Lebenslauf besser: Berufliche Orientierungsphase oder ähnliches.

Ich hatte auch mal ein "kurzes Gastspiel" in einer Firma. Natürlich wurde nachgefragt, warum das nur 2 Monate waren. Irgendwann hab ich die auf dem Lebenslauf weggelassen. Damit war es einfacher, einen neuen Job zu finden.
 
Lass die zwei Monate unter den Tisch fallen und fertig.

Du warst halt alleine auf einem Rucksack Trip durch Indien und wolltest interkulturelle
Erfahrungen suchen bla bla. Kauf Dir nen Reiseführer über Kultur, Land und Leute,
Business Formen und die wichtigsten Städte falls Du gefragt wirst. Damit erschlägst Du
auch gleich Deine Schüchternheit. Denn wer schüchtern ist, macht keinen Road Trip
im Alleingang.

Andere liegen zwei Monate im Krankenhaus. Also sche*ss drauf, Klappern gehört
zum Handwerk.

Merke: Ehrlich sein ist gut, zu ehrlich sein manchmal falsch. Zu super mega ehrlich sein
hat mich im Berufsleben noch nie weitergebracht.

Meine Meinung.


lg



Mitlesender
 
Warum was erfinden (wie einen Trip durch Indien)? Kann leicht rauskommen, wenn man da flunkert, zumal man das, was einen in Indien erwartet, in keinem Reiseführer so nachlesen kann, zumindest was die Gedanken und Gefühle sind, die das Ganze in einem selbst hervorruft.

Ich würde einfach sagen, daß ich mir nach der Schule ein wenig freie Zeit genommen habe und jetzt motiviert ins Berufsleben einsteigen will. Fertig.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
C Ausbildung Behindertenwerkstatt Beruf 51
G Nach Ausbildung keinen Job Beruf 21
C Abbruch Ausbildung - Unterstützung für Azubi Beruf 93

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 4) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben