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Auch Freunde gehen ihren Weg

  • Starter*in Starter*in cien18
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    freunde
Erfahrungen sind gut wie sie sind...

Hallo 😛

ja, so ist es leider auch bei mir öfters gewesen. inzwischen habe ich mit meiner ehemals besten freundin zwar sporadisch wieder kontakt, aber es wird natürlich nie wieder so wie früher und das will ich auch nicht, da ich zu sehr verletzt wurde. wir haben dennoch eine ebene, wo wir miteinander reden können.
aber es ging mir auch schon umgekehrt so, dass ich selbst mit leuten keinen kontakt mehr wollte, weil sie sich entweder gar nicht weiterentwickelten, oder einfach stehenblieben. es war sogar schon so, dass mir die größe der unterschiede erst nach jahren bewusst wurde.

Dem kann ich nur beipflichten. 😀 Rene-Schatzibutzi...

Ich finde es v.a. von vielen Leuten, die sich in meinem Umfeld tummeln, dreist, dass die behaupten, man fände das relativ schnell heraus, ob jemand gut zu einem passt oder nicht. Bzgl. Sympathie oder Verliebtheit kann man das eventuell schnell merken, ob eine Person etwas für einen ist; aber wie unterschiedlich man mitunter wirklich ist, kristallisiert sich häufig erst nach Monaten oder gar Jahren heraus.

Mir ist das auch erst sehr spät bei den meisten meiner Kontakten aufgefallen, dass wir eigentlich wie Tag und Nacht sind. 😕 Ich denke auch nicht, dass man wirklich sagen kann: "Du hast ja wohl wirklich Menschenkenntnis wie Kleinkinder" (das sagt meine Oma zu mir in regelmäßigen Abständen), bloß weil man immer mal wieder an Leute gerät, von denen man enttäuscht wird.

Wenn man sich immer wieder sozialen Erfahrungen/Erlebnissen aussetzt, wird man zwangsläufig an Leute geraten, die einem böse mitspielen oder bei denen die Divergenzen einfach zu groß sind.

Vor allem findet man es doch auch nicht immer auf Anhieb heraus, ob jemand z.B. sich gerne trifft, gerne telefoniert etc. (ich habe v.a. mit diesen beiden Aspekten sehr negative Erfahrungen machen müssen). Und man merkt es auch nicht immer ad hoc, ob jemand neidisch auf einen ist, einen beneidet, weil man beim anderen Geschlecht so viel besser ankommt (wobei ich es schon reichlich lächerlich finde, jemanden wegen dieser Komponente zu beneiden)...

Viele Leute machen sich das mit so einer Pauschalfrage "Wieso gerätst du immer an Leute, die dir nicht gut tun?" oder mit dem Pauschalurteil "Du hinkst bzgl. der Menschenkenntnis gemessen an deinen Altersgenossen ziemlich hinterher" definitiv zu einfach. Es gibt doch auch noch genügend Menschen, die selbst im höheren Alter an "falsche Fünfziger" geraten (Heiratsschwindler, sonstige Betrüger, Narzissten etc.). Mir kann keiner erzählen, man müsste mit Mitte 20 wirklich eine Lebenserfahrung oder Menschenkenntnis haben, dass man vor jedweder Enttäuschung gefeit ist.
Wieso machen denn 30- und 40-jährige immer noch so schlechte Erfahrungen??? Werden vom Partner betrogen etc.
Viele sollten einfach mal darüber nachdenken: selbst wenn man Menschen analysiert, ihnen bestimmte Eigenschaften attribuiert etc., man kann ja denjenigen trotzdem in seinem Handeln nicht vorausberechnen. Man weiß nicht, was derjenige im nächsten Augenblick tun könnte - hey, wir stecken doch alle nicht drin im Anderen. lol

LG
Insel
 
AW: Erfahrungen sind gut wie sie sind...

Ich finde es v.a. von vielen Leuten, die sich in meinem Umfeld tummeln, dreist, dass die behaupten, man fände das relativ schnell heraus, ob jemand gut zu einem passt oder nicht. Bzgl. Sympathie oder Verliebtheit kann man das eventuell schnell merken, ob eine Person etwas für einen ist; aber wie unterschiedlich man mitunter wirklich ist, kristallisiert sich häufig erst nach Monaten oder gar Jahren heraus.

Viele sollten einfach mal darüber nachdenken: selbst wenn man Menschen analysiert, ihnen bestimmte Eigenschaften attribuiert etc., man kann ja denjenigen trotzdem in seinem Handeln nicht vorausberechnen.

Hallo Insel,

eine Möglichkeit ist, vergangene Freundschaften revue passieren zu lassen und sich zu fragen, ob es nicht doch bereits erste Eindrücke gab, die sich im späteren Handeln wiederholt haben.

Eine andere, gleich zu Beginn darauf zu achten, wie groß das Interesse des anderen an der eigenen Person ist:

Kommen Verabredungen überhaupt zustande, und wenn ja, ist die Initiative dazu gleichmäßig verteilt?

Geht das Verabreden ggfs. umkompliziert oder wird ständig rumgeeiert, von wegen "weiß noch nicht"... "Laß uns nochmal telefonieren"?

Hört der andere aufmerksam zu?

Kommt gelegentlich ein positives Feedback vom anderen, hinsichtlich des Kontakts insgesamt?

Wie schaut das soziale Umfeld des anderen aus? Was für Freunde und Bekannte hat er sonst noch?

Man kann auch durchaus mal hinterfragen, welche Einstellung der andere generell zu Freundschaften hat, wieviel Menschen er kennt, die er als Freunde bezeichnen würde, wieviel Zeit er für sie aufwendet, wie lange er sie kennt, etc.
 
Hi JustSmoothie,

dich trifft man ja jetzt auch überall. 😀 Danke, für dein umfassendes Posting.

Na ja, das, was du schreibst, ist sicherlich alles richtig/zutreffend, wenn man theoretisch darüber spricht; aber praktisch habe ich da schon andere Erfahrungen gemacht. (siehe mein Thread). 🙁 Es gibt nun mal leider auch Menschen, die sich bedeckt halten - trotz Nachfragens und die vieles erst sukzessive preisgeben. (das mit meiner einen Freundin (siehe Thread) mit dem Despoten-Freund war ja auch nicht von Anfang an so katastrophal, sprich es hat sich entwickelt. Ich hätte auch nicht von Anfang an gedacht, dass sie wirklich zu den dependenten Persönlichkeiten hohen Grades gehört). 🙁🙁🙁🙁🙁🙁🙁

Aber ich werde mir die Menschen künftig tatsächlich noch mal etwas besser anschauen. Es ist ja nun nicht so, dass ich per se sagen würde, man kann gen Kontakt am Anfang überhaupt nichts herausfinden; aber bei einigen meiner Kontakte verhielt sich das schon schwieriger, zumal anfänglich Interesse am Kontakt bestand, die Personen sich auch aus eigener Initiative gemeldet haben etc. Mit der Zeit ebbten die Kontakte massiv ab...

Ich gehe sogar so weit und behaupte mal, die Leute haben am Anfang sehr großes Interesse gehabt; aber vielleicht ist ihnen das schneller bewusst geworden als mir, dass wir wirklich inkompatibel bzgl. des Redeverhaltens, der Treffenshäufigkeit, der Gesinnungen sind u.v.m.

Dass manche herumeiern - speziell an der Uni - ist mir aber auch schon aufgefallen. Teilweise haben einige ja zu einem potenziellen Treffen gesagt und es ist nie etwas zustande gekommen, sie haben sich nicht mehr weiter gemeldet etc., und wenn mal Treffen zustande gekommen sind, dann maximal 1-2, weil ich z.T. diese Treffen währenddessen und hinterher so schleppend fand, dass es kaum noch zum Aushalten war.

LG
Insel 😛
 
AW: Erfahrungen sind gut wie sie sind...

Ich finde es v.a. von vielen Leuten, die sich in meinem Umfeld tummeln, dreist, dass die behaupten, man fände das relativ schnell heraus, ob jemand gut zu einem passt oder nicht.
...

Vor allem findet man es doch auch nicht immer auf Anhieb heraus, ob jemand z.B. sich gerne trifft, gerne telefoniert etc. (ich habe v.a. mit diesen beiden Aspekten sehr negative Erfahrungen machen müssen). ...

Hallo Insel,

es sind erstaunlicherweise meist (vermeintliche) Kleinigkeiten, die darauf schließen lassen, ob jemand als Freund zu einem paßt oder nicht. Bleiben wir doch mal bei der Sache mit den Verabredungen, nachdem Du diese schon selbst hervorhebst.

Warum sind wir mal pünktlich – z.B. bei Vorstellungsgesprächen – und mal weniger?

Ganz einfach: Das Vorstellungsgespräch ist uns wichtig, zudem hätte Unpünktlichkeit hier wahrscheinlich Konsequenzen – die anderen Termine hingegen nicht, bzw. hier nehmen wir die Folgen in Kauf, also z.B. wenn wir uns bei einem Bekannten verspäten, dessen Verärgerung über die Verspätung bzw. Kontaktabbruch uns im Grunde eh egal sind.

Leider leben viele Menschen nicht sehr bewußt und so erfolgt die Entscheidung „pünktlich – weniger pünktlich – unpünktlich – Verabredung sausen lassen“ oft sehr subtil. Und natürlich kann tatsächlich auch mal 2 Stunden vorher plötzlich Migräne auftreten, das Auto zusammenbrechen, die Oma sterben, das Haus explodieren… aber mal ehrlich: welche sonstigen Gründe sollten einen daran hindern, eine Verabredung sausen zu lassen bzw. unpünktlich zu sein?

Es gab früher bei First Dates eine ungeschriebene Regel: Wer sich hier schon verspätet, bekommt keine zweite Chance mehr. Ich finde, sowas sollte nicht nur für romantische, sondern auch für freundschaftliche Kontakte gelten. Wobei man sich frei entscheiden kann, ob man den Kontakt lieber gleich ganz abbricht, oder denjenigen gedanklich aus der Schublade „hat Potential zum guten Freund“ in die Schublade „oberflächliche Bekanntschaft“ umsortiert, also jene Menschen, denen man selbst auch gleichgültig gegenübersteht, die man aber als "Reserve" zur gelegentlichen Bespaßung noch "mitlaufen" läßt.

Ich bin auch kein Freund vom anonymen Chatten und Hin- und Hermailen, bevor man sich das erste Mal trifft. Entweder ist jemand interessiert an neuen Freundschaften, dann nimmt man sich auch die halbe Stunde für eine Tasse Kaffee zu zweit, oder man läßt es sein. Langfristig gesehen erspart man sich, dem anderen und dem WWW so erheblich mehr Bits und Bytes als andersherum, wenn man gleich zu Beginn feststellt, daß die Sympathie nicht reicht, für was auch immer.

Langer Rede, kurzer Sinn: Falls Verabredungen das Problem sind, teste genau das mit neuen Kontakten gleich als erstes aus. Und wenn es hier schon kompliziert wird, dann zieh Dich rigoros zurück, statt kostbare Lebenszeit darauf zu verplempern, Dich um Menschen zu bemühen, die eh keine Nähe zulassen wollen bzw. denen ihre eigene Zeit für eine Verabredung mit Dir – offensichtlich (qua Verhalten, auch wenn es subtil gesteuert ist, s.o.) – auch zu schade ist. Warum, spielt gar keine Rolle… laß einfach nur die Fakten für sich sprechen, nimm sie zur Kenntnis und zieh Konsequenzen.

Laß Dich auch nicht davon abschrecken, daß andere mehr Kontakte haben als Du: Wer weiß, ob deren Qualität Deinen Bedürfnissen genügen würde? Vielleicht sind diese Menschen eben anspruchsloser als Du, aber wenn Dein Anspruch „Pünktlichkeit bei Verabredungen“ „persönliche Begegnungen“, „regelmässiger Kontakt“ Dir doch nun mal wichtig ist, wieso solltest Du Dir das nicht wert sein dürfen?

Ich kenne eine Frau, für die kommen nur gutaussehende Männer in Frage. Die anderen machen sie einfach nicht an. Was soll sie tun, sich zum Sex mit einer 08/15-Figur zwingen, nur weil der Mainstream sich damit zufrieden gibt? Sie hat es geschafft, jemand (nach ihren Maßstäben) gutaussehendes zu finden, der obendrein auch noch nett ist und sie aufrichtig zu lieben scheint. Mag sein, daß ihre Suche etwas aufwändiger war und länger dauerte als üblich, aber sie ist sich und ihrem Anspruch treu geblieben und hat seit einigen Jahren was sie will, statt sich mit einem faulen Kompromiss zufriedenzugeben, der weder ihr noch ihrem Partner gerecht wird. So what?

...Es gibt doch auch noch genügend Menschen, die selbst im höheren Alter an "falsche Fünfziger" geraten (Heiratsschwindler, sonstige Betrüger, Narzissten etc.). Mir kann keiner erzählen, man müsste mit Mitte 20 wirklich eine Lebenserfahrung oder Menschenkenntnis haben, dass man vor jedweder Enttäuschung gefeit ist.


Betrüger gehen mit krimineller Energie vor, was sie von anderen Kontakten eindeutig unterscheidet. Ein geschickter Betrüger wird Worte und Verhalten so manipulativ wählen, daß seine Absicht kaschiert bleibt.

Du legst Wert auf reale Verabredungen, auf Pünktlichkeit, auf regelmäßigen Kontakt? Der Betrüger wird Deine Bedürfnisse gezielt erkennen und befriedigen; er weiß genau, welchen Knopf man bei Dir drücken muß. Er wird Dir aufmerksam zuhören, aber im Gegensatz zum wahren Freund geschieht dies nicht aus echter Anteilnahme, sondern um rauszufinden, wie man erst in Dein Herz und dann an Dein Vermögen gelangt.

Das von aufrichtigem Verständnis zu unterscheiden kann mitunter sehr schwer sein, je nachdem, wie hoch der Betrüger pokert und wie professionell er vorgeht.

Will heißen: Betrüger sind tatsächlich schwerer auszumachen als Menschen, die aus anderen Gründen nicht für eine Freundschaft mit Dir in Frage kommen.

Der Vergleich ist insofern nicht angemessen.
 
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