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Attest

O

okulalia71

Gast
Hey, ich habe ein Attest für bestimmte Unterrichtsinhalte in der Schule. Und ich habe jetzt ein bisschen Angst mit meiner Lehrerin noch mal darüber zu reden. Ich habe ihr das Attest nämlich schon vor den Ferien gegeben und sie hat dann gesagt das wir nach den Ferien (den kommenden Dienstag) nochmal darüber sprechen, wie ich dann meine Note für das Fach zusammen bekomme. Mein Problem ist aber das ich eigentlich gar nicht mehr an diesem Fach (Sozialpädagogik) teilnehmen kann, weil das komplette Thema im Unterricht dinge behandelt die mit meinem Attest vermieden werden sollten. ( das Thema geht noch bis Ende des Schuljahres) Und ich habe jetzt Angst das die Lehrerin wütend wird weil ich jetzt nicht mehr mit machen kann und sie sich vielleicht schon was überlegt hatte.


LG okulalia71
 
P

philoges

Gast
Guten Morgen okulalia71,

wenn das Attest dir bestimmte Unterrichtsinhalte verbietet, dann ist das so. Deine Lehrerin kann dich dann auch nicht dazu zwingen. Ich würde mal am ehesten vermuten, dass du eine (oder mehrere) Aufgabe kriegen wirst anhand derer sich deine Note zusammensetzt. Diese Aufgabe kann ja auch aus einem anderen Themenkomplex stammen der eine ähnliche Systematik aufweist, also nicht völlig abwegig ist. Alternativ wird das Fach einfach auf dem Zeugnis gestrichen.

Lehrer sind keine bösen Menschen und deine Lehrerin wird dir schon nicht den Kopf für etwas abreißen was du nicht zu verantworten hast. Sprich mit deiner Lehrerin offen und warte einfach ab was passiert. Neigt sie denn normalerweise dazu Schülern Dinge vorzuhalten für die sie nichts können?

VG,
philoges
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Morgen Okulalia, morgen Philoges,

da staunt der Fachmann und der Pädagoge wundert sich. Bekannt ist ja allgemein, dass es die Befreiung vom Sportunterricht gibt, wenn dafür medizinische Gründe vorliegen. Ebenfalls können Schüler nicht gezwungen werden, am Religionsunterricht in öffentlichen Schulen teilzunehmen, wofür ja inzwischen auch Ersatzunterricht angeboten wird, der dann allerdings auch für die Schüler verbindlich ist, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen möchten.
Andere Ausschlussgründe kann ich mir darüber hinaus allerdings nicht wirklich vorstellen. Da bedürfte es schon einer sehr besonderen Begründung, weil sonst die Gefahr besteht, dass Schüler/innen mit Attesten sich dann von jedem beliebigen Fach abmelden könnten.
Das halte ich für schlichtweg unmöglich. Mich etwa, und das ist weitaus mehr als bloße Ironie, haben meine Misserfolge im Fach Mathematik bis zum Abi regelmäßig heruntergezogen und mein Wohlbefinden erheblich eingeschränkt. Eine Befreiung von diesem Fach hätte meine damalige Lebensqualität deutlich gesteigert:)


Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:

weidebirke

Urgestein
Ich staune und wundere mit ;)

Wie kann man Atteste für Lehrinhalte bekommen? :confused:

Dann bist Du wohl für diese Ausbildung nicht geeignet. Lehrinhalte sind in den Ausbildungsodnungen und Rahmenlehrplänen verbindlich festgelegt. Wer diese nicht erfüllt, kriegt den Abschluss nicht.

Auch bei Schulabschlüssen ist das so. Ist das Fach eventuell abwählbar? Oder Du wiederholst das Schuljahr und belegst ein anderes Fach?
 
P

philoges

Gast
Ich staune und wundere mit ;)

Wie kann man Atteste für Lehrinhalte bekommen? :confused:

Dann bist Du wohl für diese Ausbildung nicht geeignet. Lehrinhalte sind in den Ausbildungsodnungen und Rahmenlehrplänen verbindlich festgelegt. Wer diese nicht erfüllt, kriegt den Abschluss nicht.

Auch bei Schulabschlüssen ist das so. Ist das Fach eventuell abwählbar? Oder Du wiederholst das Schuljahr und belegst ein anderes Fach?
Das kommt in der Tat sehr selten vor und die Gründe müssen erheblich sein. Die Schulgesetze in NRW sehen beispielsweise vor, dass alternativ zu Religion ab der 9. Klasse Philophie, Ethik oder praktische Philosophie Pflicht ist. In meinem Jahrgang stand u.a. das Thema "Tod und Selbstmord" auf dem Lehrplan. Eine Mitschülerin von mir, die mit angesehen hat wie ihr Vater erst ihre Mutter und dann sich selbst getötet hat wurde von diesem Bereich des Lehrplans freigestellt, nachdem die Thematik bei ihr alles wieder hochgebracht hat und man ihr nicht zumuten wollte ein halbes Jahr lang jede Woche vor der ganzen Klasse damit konfrontiert zu werden. Ihren Schulabschluss hat sie trotzdem gekriegt.

VG,
philoges
 

weidebirke

Urgestein
Nun, warten wir ab, bis sich die TE wieder meldet.

In dem von Dir geschilderten Beispiel ist das durchaus nachvollziehbar. Nur schreibt die TE, das Attest gelte bis Schuljahresende und beträfe das Fach Sozialpädagogik. Da das kein allgemeinbildendes Fach ist und normalerweise nicht an Regelschulen gelehrt wird, gehe ich davon aus, es handelt sich um eine berufsvorbereitende oder Berufs(fach)schule. Und dann ist anzunehmen, dass dieses Fach zur Ausbildung gehört.

Aber Nebelstocherei und die Frage der TE ist ja auch eigentlich, wie sie jetzt der Lehrerin ggü. tritt. @TE: warum sollte die Lehrerin wütend werden? Oder warst Du nicht ehrlich zu ihr, als Du sie wegen des Attests angesprochen hast?
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Ph
Das kommt in der Tat sehr selten vor und die Gründe müssen erheblich sein. Die Schulgesetze in NRW sehen beispielsweise vor, dass alternativ zu Religion ab der 9. Klasse Philophie, Ethik oder praktische Philosophie Pflicht ist. In meinem Jahrgang stand u.a. das Thema "Tod und Selbstmord" auf dem Lehrplan. Eine Mitschülerin von mir, die mit angesehen hat wie ihr Vater erst ihre Mutter und dann sich selbst getötet hat wurde von diesem Bereich des Lehrplans freigestellt, nachdem die Thematik bei ihr alles wieder hochgebracht hat und man ihr nicht zumuten wollte ein halbes Jahr lang jede Woche vor der ganzen Klasse damit konfrontiert zu werden. Ihren Schulabschluss hat sie trotzdem gekriegt.

VG,
philoges
Philoges,

dieses von dir geschilderte Schicksal deiner Mitschülerin ist sicher so eindeutig und tragisch, dass jeder Unterrichtende, jede Lehrerin in einer solchen Situation aus eigener Verantwortung handeln kann und einer davon betroffenen Schülerin, einem Schüler die Abwesenheit vom Unterricht für diese Zeit selbstverständlich zubilligen kann.
Dafür bedarf es keiner besonderen Genehmigung.

Das gehört zur pädagogischen Verantwortung jeder Pädagogin, jedes Pädagogen. Ein anderer Aspekt drängt sich mir bei dieser Thematik geradezu auf. Vorausgesetzt, das Klima in der Lerngruppe ließe dies zu, böte eine solche Situation vielleicht sogar eine Möglichkeit für die betroffene Schülerin, über ihre Gefühle und Gedanken zu dem Geschehen zu sprechen.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
O

okulalia71

Gast
Hallo,
erst mal möchte ich mich für eure Antworten bedanken. Ich gehe übrigens in die 10. Klasse einer Gesamtschule, das hatte ich leider vergessen dazu zu schreiben.
Das Fach konnte man wählen, also es gab auch noch andere zur Auswahl. Aber als ich dann vor ca. 2 Jahren das Fach gewählt habe, wusste ich nicht dass mich das Thema so mitnehmen würde. Es wurde beim vorstellen des Fachs auch nur kurz erwähnt welche Themen dran kommen könnten und ich habe diesen Vortrag noch nicht mal mit bekommen, weil ich im Krankenhaus war und von da aus dann das Fach wählen musste. Ich habe das Attest bekommen, weil das Thema das wir zurzeit in Sozialpädagogik haben, eine retraumatisierung bei mir hervorrufen könnte.
Als ich meiner Sozi-Lehrerin das Attest gegeben habe, war sie ein bisschen verärgert dass ich es ihr so kurzfristig gegeben habe (an diesem Tag war ein Ausflug geplant und sie war schon spät dran). Und das Thema haben wir schon seit Anfang des zweiten Halbjahres, also seit Februar. Ich war aber immer( 2 Mal war ich da) am Tag an dem wir Sozi hatten „krank“ .Sie hat zwar gesagt das ich dann Natürlich zu diesem Ausflug und einem anderen noch, nicht mit muss, aber eigentlich hat sie es falsch verstanden da auch nur ein drüber sprechen schon schlimm für mich ist. (also auch normaler Sozi-Unterricht).
Und nun habe ich Angst, dass ich ihre Planungen mit mir durcheinander werfe und sie wütend wird das sie sich jetzt auch noch neben dem eigentlichen Unterricht, Materialien für mich suchen muss oder mir sogar ein anderes Fach besorgen muss, in welchem ich dann bleiben kann.

LG okulalia71

 

Burbacher

Aktives Mitglied
Hat jemand noch einen Tipp für mich wie ich es der Lehrerin sagen kann ?
Hallo okulalia,

sag ihr ganz einfach, welche Ängste Du bei diesem Thema hast. Erinnere sie ruhig daran, was bei dir zu Hause geschehen ist und dass es dich sehr belastet, jetzt im Unterricht über ein solches Thema sprechen zu sollen.

Ich kann mir wahrhaftig nicht vorstellen, dass deine Lehrerin dafür kein Verständnis hat.

LG

Burbacher
 

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