Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Atomenergie

Ausstieg aus der Atomenergie?

  • Ja, und zwar möglichst sofort, auch wenn höhere Kosten entstehen.

    Teilnahmen: 8 61,5%
  • Ja, aber nur wenn erneuerbare Energien deutlich billiger werden.

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Nein, Atomenergie soll auch in Zukunft verfügbar bleiben, jedoch nicht weiter ausgebaut werden.

    Teilnahmen: 1 7,7%
  • Nein, Atomenergie soll ausgebaut werden, weil damit die Energiekosten gesenkt werden.

    Teilnahmen: 4 30,8%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    13
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

silent one

Aktives Mitglied
Hallo Leser,

In den letzten Jahren haben sich einige europäischen Staaten, darunter Deutschland und Schweden, vom einst geplanten "raschen Ausstieg" aus der Atomenergie verabschiedet.
Dabei werden ältere Anlagen saniert und zum (zeitlich begrenzten) Weiterbetrieb zugelassen - aus wirtschaftlichen Gründen und weil scheinbar die lange Zeit vorherrschende Furcht und Skepsis vor Atomenergie am Abflauen ist.

Atomausstieg: Alle Atommeiler sollen vorerst am Netz bleiben | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
Störfall im Kraftwerk Krümmel: Vattenfall nach AKW-Panne in Erklärungsnot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Ich persönlich stehe der Atomenergie nach wie vor sehr skeptisch gegenüber. Einerseits denke ich an die ungelöste Atommüll-Problematik, andererseits beunruhigen mich Studien, die in AKW-Umgebungen zwei- bis dreifach erhöhte Leukämie-Werte bei Kindern festgestellt haben. Ich möchte jedenfalls keinen Reaktor in meiner Nähe stehen haben. Teilweise trägt diese Furcht (ob begründet oder unbegründet) wohl zum Problem bei, denn da keine Standorte für neue Reaktoren gefunden werden, saniert man die bestehenden, erteilt Genehmigungen für deren Weiterbetrieb oder baut die Kapazitäten aus.
Es mag sein, dass Atomenergie wirtschaftlich sinnvoll bzw. "effizient" ist - jedoch frage ich mich, ob man bereit ist, bei der Sicherheit Kompromisse zu machen bzw. ob sich diese Kompromisse überhaupt vermeiden lassen - es war von Störfällen im deutschen Kernkraftwerk Krümmel (siehe Link oben) zu lesen sowie dem Atommülllager Asse, das aufgrund von Verseuchungs- und Einsturzgefahr geräumt werden muss (an einer Lösung wird noch gearbeitet). Insbesondere das Thema der langfristigen Sicherheit (Endlager) scheint mir vernachlässigt und klein geredet zu werden - man verschiebt das Problem auf zukünftige Generationen, die damit klarkommen sollen. Auch entspricht es meiner Logik, dass jedes zusätzliche Atomkraftwerk eine zusätzliche potentielle Gefahr darstellt, die Sicherheitsbestimmungen mögen noch so hoch sein - ob dadurch das Gesamtrisiko kleiner wird erscheint mir zumindest fraglich.
Daneben sind die Folgen des Tschernobyl-Unglücks von 1986 über zwanzig Jahre nach dem Ereignis immer noch ein finanzielles "Fass ohne Boden" (für das die EU hauptsächlich geradesteht) und eine definitive Lösung ist nicht in Sichtweite:

greenpeace schweiz: Hintergrundinformationen zur Tschernobyl Katastrophe

Wie steht ihr zu diesem Thema?
Handeln die Behörden verantwortungsvoll / kompetent?
Gibt es überhaupt einen Weg aus der Atomenergie oder ist alles nur eine Frage des Wollens?
 

Hallo silent one,

schau mal hier: Atomenergie. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Eine Alternative wäre, die sogenannten alternativen Energieresourcen zu bündeln.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten: Wasser, Erde, Sonne, Wind, Pflanzen...

Sicherlich würde das nicht alles abdecken, jedoch schon mal einiges. Ein großes Umsetzungsproblem wäre dabei vor allem, dass die Energie nicht mehr über ein paar große Vertreiber laufen würde, sondern über viele kleine.
Es wäre eine gewaltige Umstrukturierung nötig, auf mehreren Ebenen.

Das ist etwas, was in vielen einflußreichen Kreisen sicherlich keinen Gefallen findet.

Im Anbetracht dessen, dass wir (abgesehen von allen weiteren Punkten) nicht mal die Endlagerfrage vom Atommüll gelöst haben (und schon allein die Zwischenlagerung ein Hohn ist), fände ich persönlich einen solchen Schritt durchaus sinnvoll.
 
Es gibt bis heute keine wirkliche Alternative zu Atomstrom. Sicher gibt es ein ganzes Bündel an regenerativen Möglichkeiten (und viele Städte die solchen Ökostrom dann anbieten). Aber effizient in großen Stil ist nur die Atomkraft. Für die Zukunft experimentiert man derzeit mit Fusionsenergie, wann und überhaupt ob die gewinnbringend ist, kann bislang jedoch noch keiner sagen.

Zudem sind auch solche sauberen Lösungen bei weitem nicht immer wirklich sauber. Das aufstauen von Wasser z.B. vernichtet regelmäßig ganze Ökosysteme, und gegen Windräder und Solarzellen wird sowieso seit Jahren protestiert.
 
Und die nachwachsenden Energien vernichten an anderer Stelle ganze Regenwälder , damit wir mit "gutem Gewissen" Palmöl zumischen können.

Ganz abgesehen von der Energie, die der Transport desselben verschlingt.

Es ist klar, dass die alternativen Engerien ausgebaut werden müssen.

Aber solange diese nicht effizient genug genutzt werden können, weil z. B. bei dem Tansport zuviel verloren geht, ist der Atomstrom zumindest eine zeitliche Übergangslösung.
 
Traurig genug dass es zur Zeit nur Atomstrom als Übergangslösung gibt, aber je schneller und intensiver an alternativen Energieressourcen geforscht wird, desto besser. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es wieder einen mehr oder weniger katastrophalen Unfall in einem Atomkraftwerk gibt.
 
Wenn ich zB an die ungelöste Endlagerungsproblematik denke, kann ich nur Nein zu Atomstrom sagen. Man hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einer Technik abhängig gemacht, die man nicht im Griff hat. Das kann arg ins Auge gehen. Und wieviele Jahre strahlt noch der Atommüll?
 
Hochinteressant wenn immer von "Effienz" gesprochen wird. Niemand kennt die genauen Kosten der Kernenergie - weil es bislang nirgendwo ein Endlager für den "Abfall" gibt und weil die Kosten ( siehe "Asse" ) dafür unabsehbar sind.
 
Hallo,

ich kann mich dem Ausgangsstatement und den Fragen von
@life is a lie nur anschließen.
Meine folgende Frage ist vielleicht naiv, aber ich kann sie mir selbst nicht beantworten, deshalb will ich sie mal hier stellen...😱

Wieso sucht man für die Endlagerung der strahlenden Materialien nach unterirdischen Orten (Salzbergwerke usw.) ?
Wieso ist es nicht möglich für die Endlagerung Gebäude zu bauen, die allen Sicherheitsanforderungen gerecht werden würden ?
Genug Beton, Stahl, Blei usw. sollte doch vorhanden sein.
 

Wieso ist es nicht möglich für die Endlagerung Gebäude zu bauen, die allen Sicherheitsanforderungen gerecht werden würden ?
Genug Beton, Stahl, Blei usw. sollte doch vorhanden sein.
Weil es vermutlich teuerer wäre ein derart abgesichertes Gebäude zu errichten - es muss ja auch immer wieder geprüft werden etc. und ein normales Gebäude hält so ungefähr 60 Jahre. Eigentlich kommen nur zwei Aspekte in Frage, entweder ist es zu teuer, oder nicht sicher genug.
Ein normaler Reaktor hat ja auch einen Mantel, der einen Flugzeugabsturz überstehen muss. Ein Gebäude zu bauen, das einen Flugzeugabsturz oder einen Bombenangriff übersteht und auch noch grossflächig angelegt ist stelle ich mir ziemlich schwierig bzw. kostspielig vor.
Zudem ruft ein sichtbares Atommüllendlager andere Reaktionen bei der Bevölkerung hervor als wenn der Atommüll unsichtbar vergraben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben