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Asoziale Jugend

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Die Leute werden nie zufrieden und die kommenden Genrationen erst Recht nicht

Für Deine These spricht, dass sehr viele Produkte so schnell verfügbar sind und die Menschen ungeduldiger sind.
Dagegen spricht, dass man langsam begreift, dass der mehr oder weniger für fast Jeden gesicherte Wohlstand nicht mehr so selbstverständlich ist wie früher. Ein kleines Häuschen, ein Auto und Urlaub im Ausland war mal mehr oder weniger selbstverständlich (für die Generation der Baby-Boomer). Die Zeiten aber sind vorbei. Das merkt man. (Trotzdem: Im Schnitt sind die Deutschen nach wie vor reich.)
Wobei andererseits diese Erkenntnis nicht nur das Erwartungsdenken senken könnte. sondern stattdessen den Frust erhöhen kann - je nachdem, wie man gestrickt ist.

Ich wollte Deiner These erst widersprechen, aber es gelingt mir nicht so recht. 😉
 
Ausgelacht zu werden war etwas, was mir auch als Jugendlicher vertraut war. Allerdings wurde ich nicht nur ausgelacht, sondern war auch selbst aktiv.
In einem gewissen Alter ist es noch relativ schwer, von selbst die Perspektive zu wechseln, das heißt sich in einen anderen Menschen, sein mögliches(!) Empfinden und seine Probleme, aber auch Wünsche hineinzuversetzen.
Viele lernen das im Laufe der Zeit schon - manche nie so recht.
Kann man die Perspektive nicht wechseln, ist man schneller geneigt, jemanden auszulachen.

Stellt sich die Frage: Wie lernt man so etwas nun? Die Frage muss ich erst mal weitergeben.

Ich denke da spielen mehrere Faktoren zsm.

Zu einen die Veranlagung zu echter Empathie, zu anderen die Vorbildfunktion der Eltern. Ein weiterer Faktor ist auch kindlicher Sadismus plus Sozialdynamik: Befriedigt es mich, den Gegenüber zu demütigen und niederzumachen, weil es mich zb von Langeweile ablenkt und ich sogar mit Anerkennung der Anderen belohnt werde, weil ich als cool gelte, werde ich kaum Ambitionen entwickeln mich in den Anderen hineinzuversetzen.
 
Für Deine These spricht, dass sehr viele Produkte so schnell verfügbar sind und die Menschen ungeduldiger sind.
Dagegen spricht, dass man langsam begreift, dass der mehr oder weniger für fast Jeden gesicherte Wohlstand nicht mehr so selbstverständlich ist wie früher. Ein kleines Häuschen, ein Auto und Urlaub im Ausland war mal mehr oder weniger selbstverständlich (für die Generation der Baby-Boomer). Die Zeiten aber sind vorbei. Das merkt man. (Trotzdem: Im Schnitt sind die Deutschen nach wie vor reich.)
Wobei andererseits diese Erkenntnis nicht nur das Erwartungsdenken senken könnte. sondern stattdessen den Frust erhöhen kann - je nachdem, wie man gestrickt ist.

Ich wollte Deiner These erst widersprechen, aber es gelingt mir nicht so recht. 😉
bin halt ein Kind der DDR gewesen. Da hatte man nicht viel, brauchte ich auch nicht. Ich war allerdings ein Kind zu der Zeit. Wie ich das jetzt sehen würde wäre ich damals erwachsen gewesen weiß ich nicht.
Wenn man jetzt in die Läden geht wird man regelrecht erschlagen von den Waren. Ich hab mal mitgekriegt wie sich 2 beim Friseur unterhalten haben daß ein Kind 13 (!) Zuckertüten zum Schulanfang bekommen hat. Meine jüngste Nichte wird mit Spielzeug so überhäuft daß Ihr das sogar zuviel war und losweinte. Manchmal ist zuviel einfach zuviel.

Was kostet es schon was? Fürn Appel und n Ei gibts moderne Technik, der Alk ist billig und es gibt alles überall zu kaufen. Das finde ich wiederhin gut. Aber wir sind zu einer Wegwerfgesellschaft geworden. Leben im Überfluß. Wertschätzung ist nicht mehr. Und schon gar nicht mehr gutes Benehmen oder ein Bitte und Danke. Schon kleine Kinder werden zu egoistischen 🤮-Brocken erzogen. Kein Respekt vor Erwachsenen. In der Einkaufspassage motzt mich so ein kleiner Rotzer an "Ey, Mann Du stehst im Weg!" neben ihm seine Oma. Ich hab nichts weiter gesagt.

und wenn die Großeltern nicht mehr Elfride und Hans heißen sondern Chantal und Kevin kann man sich ausmalen was aus der Zukunft wird
 
War auch mal jung, hab seit dem 75 Weltuntergänge Überlebt.
Kritik an irgend jemand ist auch nix neues:
Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.
Deutsches Sprichwort

Freiheit ist, wie Glück, dem schädlich und jenem nützlich....,.
 
Uns passt an den anderen nicht, was den anderen an uns nicht passt.

Leider sieht man es aber immer nur bei andern. Die eigenen Fehler oder Verhaltensmuster sieht man dabei nicht. Man kann zwar andere kritisieren, sieht dabei aber nicht, dass man sich im Grunde genauso verhält.
Man ist viel zu sehr damit beschäftigt an Anderen etwas zu finden, dass man ablehnt, als sich damit zu beschäftigen sich selbst zu bessern und genau dieselben Dinge abzustellen.
 
Das es so ist werden wohl alle wissen, aber wer verzichtet den schon gern?
Mit gutem Beispiel vorangehen heißt doch für die meisten nur auf das verzichten was sie eh nicht mögen.
Manche mögen kein Fleisch, andre bekommen keinen Führerschein, der nächste sagt das bisschen was ich....fällt doch nicht ins Gewicht.
 
Beruflich hatte ich mal teilweise mit Jugendlichen zu tun und auch meine eigene Jugend ist mir noch gut in Erinnerung. Ich fahre regelmäßig mit Bus und Bahn, meine Strecke wird auch von Schülern rege genutzt, da sind ca. 3 Schulen im Umkreis. Was ich da an Gesprächen, Krach, Rücksichtslosigkeit, Machoverhalten (schon von 12jährigen!), gegenseitigem Anbrüllen und Aggressivität mitbekomme, dann noch deren laute Handy-Musik, freilich asozialer Gangsta-Rap mit Beschimpfungen vom Allerwiderlichsten, da lasse ich mir nicht einreden, das wäre jeder Generation so ergangen.

Mehrmals habe ich mitbekommen, wie eher unbedarfte Zeitgenossen recht deutlich zu spüren bekamen, was Beschwerden gegen derlei Verhaltensmuster bringen.

Selbst normale Jugendliche, ganz stinknormal, reden untereinander wie die letzten Asozialen. Satzbau? Haha, wofür, ist für Opfa. Vokabular? Ähm, buchschtabire... Ja, mag sein, dass manches davon harmloser ist als es aussieht. Jugendliche sollen ihre Sprache, ihre Regeln, ihre Rituale haben. Alles normal.
Aber es gibt unter Jugendlichen aus meiner Sicht eine erkennbare Tendenz zur Verrohung. Das Thema der abnehmenden Leistungen (Pisastudie) kennen wir ja auch. Zusammenhang? Nein, bloß nicht. Man kann solche Tendenzen nicht immer mit "die sind halt so" verniedlichen. Auch Jugendliche müssen sich nicht per se wie Vollasoziale aufführen.
 
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