Hallo chrismas,
ich bin jetzt seit gestern wach, weil mich das so mitnimmt. Kann nicht schlafen, kann mich aber auch kaum konzentrieren. Ich kann dir garnicht sagen, wie gut mir das tut, wenn Hilfe in Aussicht ist.
Die Tipps hören sich gut an. Mit Überwindungsproblemen habe ich einiges zu kämpfen. Da ich so ausgebrannt nicht in der Lage bin, mich mit 1-E-Jobs über Wasser zu halten, musste ich mich jetzt überwinden und zu den Tafeln gehen. Seltsamerweise ging das beim ersten mal besser als jetzt, wo ich schon 4x da war. Es ist wirklich eine Überwindung wert, für gespendete Lebensmittel anzustehen.
Zurück zu Wesentlichen. Das mit der Caritas könnte ich mir vorstellen. Da wurde mir auch während meiner Insolvenz geholfen. (Ist schon ein paar Jahre her.) Das werde ich angehen und mich informieren. Die wenigen Kontakte, die mir blieben, sind berufstätig und können nicht unbedingt zu den Zeiten der ARGE-Termine. Das mit der Caritas gibt mir da Hoffnung. Danke.
Hallo Werner,
ich glaube, ich hab um mich geschlagen. Tut mir leid. Es wird mir von so vielen Stellen Druck gemacht, dass ich nun in der Ecke gedrängt stehe. Die meisten Ratschläge fangen an mit "Du musst ..." Hier im Forum habe ich mir halt erhofft, dass es anders ist, und ich habe den Eindruck, das dem so ist. Wenn ich zu heftig war, sei bitte nicht böse.
Ja, das hab ich wohl schlecht beschrieben. In der Tat ist es mein sehnlichster Wunsch, Kraft zu bekommen. Ich würde den Satz zu Ende bringen: "Ich möchte in Ruhe gelassen werden, weil ich keine Luft mehr bekomme." Ich bin im Moment am Boden, oder besser gesagt in die Ecke gedrängt, und schlage um mich. Ich will das nicht, aber an meiner Seele ist alles wund.
Im Moment könnte ich gerade heul... Das macht man als Mann nicht, ich weiß. Sieht ja keiner. Du hast hier so genau auf den Punkt getroffen, dass ich geplättet bin. Mein Lebensziel war (und ist irgendwie hoffentlich bald wieder) eine Arbeit als Fachinformatiker. Warum erklär ich gleich.
Was ja niemand wissen kann, muss ich erstmal erzählen: Ich war früher selbständig, hab alles verloren, auch die privaten "Renten" in Form von Lebensversicherungen. Konkret heißt das, dass nachdem ich nach dem Insolvenzverfahren auf 0 hochgekommen bin, 0 aber immer noch 0 ist. Das heißt, es ist nichts mehr übrig. Von meinen Arbeitsstellen als Arbeitnehmer steht mir eine Rente in Höhe von 290,- Euro zu, falls sich bis zum Rentenalter nichts ändert. Also selbst wenn ich morgen eine Arbeitsstelle finde, bei der ich bis 68 arbeiten würde, wieviel würde der Rentenanspruch dann steigen?
Selbst wenn ich den Rentenanspruch mehr als verdoppele, also auf sagen wir 600,- Euro, so werde ich Zeit meines Lebens nicht mehr von den Sozialbezügen weg kommen. (Abgesehen davon, was die 600,- Euro in 20 Jahren (wenn ich 68 bin) wert sind. Und abgesehen davon, ob wir dann überhaupt noch Euro haben.)
Attraktives Ziel:
Also ich werde im Rentenalter von Sozialhilfe leben müssen. 20 Jahre arbeiten, um eine sinnvolle Rente zu bekommen, scheidet also als Ziel aus.
Da meine Mutter mich über mehrere Jahrzente seelisch mißbraucht hat, habe ich auch nicht den Wunsch, die nächsten 20 Jahre eine Arbeit zu machen, bei der ich totunglücklich bin, um Geld zu verdienen, das mich glücklich machen soll. Das beisst sich.
Auch wenn sich das jetzt vielleicht wieder komisch anhört, aber mein attraktives Ziel war, einen Beruf auszuüben, der mir Spaß macht. Denn ist man berufstätig, bedeutet das täglich ca. 10 Stunden für die Arbeit (8,5 Stunden Arbeitszeit inkl. Pausen, 1 Std Vorbereitung und Anfahrt, 0,5 Std Heimfahrt). Man wändet also mehr Zeit für die Arbeit auf, als einem zu Hause bleiben (Schlaf abgezogen, sowie alle Hausarbeiten und Einkäufe, da ich alleine lebe und alles selbst machen muss.) Der Beruf, der mir Spaß macht, ist der Fachinformatiker, was ich per Umschulung realisiert habe.
Leider habe ich trotz 400+ Bewerbungen keine Arbeitsstelle gefunden. Wenn ich durch "zur Ruhe kommen" + Psychotherapie wieder zu Kraft kommen kann, kann ich dann hoffentlich auch wieder weiter Bewerbungen schreiben. Im Moment jedoch kriege ich kaum die Kraft dazu, meine Wäsche in die Maschine zu stopfen, geschweige denn zu bügeln. ...
Ich danke dir für deine guten Worte!
ich bin jetzt seit gestern wach, weil mich das so mitnimmt. Kann nicht schlafen, kann mich aber auch kaum konzentrieren. Ich kann dir garnicht sagen, wie gut mir das tut, wenn Hilfe in Aussicht ist.
Die Tipps hören sich gut an. Mit Überwindungsproblemen habe ich einiges zu kämpfen. Da ich so ausgebrannt nicht in der Lage bin, mich mit 1-E-Jobs über Wasser zu halten, musste ich mich jetzt überwinden und zu den Tafeln gehen. Seltsamerweise ging das beim ersten mal besser als jetzt, wo ich schon 4x da war. Es ist wirklich eine Überwindung wert, für gespendete Lebensmittel anzustehen.
Zurück zu Wesentlichen. Das mit der Caritas könnte ich mir vorstellen. Da wurde mir auch während meiner Insolvenz geholfen. (Ist schon ein paar Jahre her.) Das werde ich angehen und mich informieren. Die wenigen Kontakte, die mir blieben, sind berufstätig und können nicht unbedingt zu den Zeiten der ARGE-Termine. Das mit der Caritas gibt mir da Hoffnung. Danke.
Hallo Werner,
ich glaube, ich hab um mich geschlagen. Tut mir leid. Es wird mir von so vielen Stellen Druck gemacht, dass ich nun in der Ecke gedrängt stehe. Die meisten Ratschläge fangen an mit "Du musst ..." Hier im Forum habe ich mir halt erhofft, dass es anders ist, und ich habe den Eindruck, das dem so ist. Wenn ich zu heftig war, sei bitte nicht böse.
Es könnte natürlich sein, dass ich mich durch deine Umstände in die Irre haben führen lassen. Wenn dein Ziel ist, wieder mehr Kraft zu bekommen, hätte ich etwas anderes geschrieben.
Ja, das hab ich wohl schlecht beschrieben. In der Tat ist es mein sehnlichster Wunsch, Kraft zu bekommen. Ich würde den Satz zu Ende bringen: "Ich möchte in Ruhe gelassen werden, weil ich keine Luft mehr bekomme." Ich bin im Moment am Boden, oder besser gesagt in die Ecke gedrängt, und schlage um mich. Ich will das nicht, aber an meiner Seele ist alles wund.
Noch einen Satz zur Kraft: Nach meiner Erfahrung aus dem Coaching hängt Kraftlosigkeit häufig damit zusammen, dass kein attraktives Ziel mehr im Leben ist. Anstatt nach "mehr Kraft" zu suchen ist es dann oft nützlicher, nach einem Ziel Ausschau zu halten, das motivierend ist und das in sich selbst schon die Kraft mitbringt, es anzustreben.
Im Moment könnte ich gerade heul... Das macht man als Mann nicht, ich weiß. Sieht ja keiner. Du hast hier so genau auf den Punkt getroffen, dass ich geplättet bin. Mein Lebensziel war (und ist irgendwie hoffentlich bald wieder) eine Arbeit als Fachinformatiker. Warum erklär ich gleich.
Was ja niemand wissen kann, muss ich erstmal erzählen: Ich war früher selbständig, hab alles verloren, auch die privaten "Renten" in Form von Lebensversicherungen. Konkret heißt das, dass nachdem ich nach dem Insolvenzverfahren auf 0 hochgekommen bin, 0 aber immer noch 0 ist. Das heißt, es ist nichts mehr übrig. Von meinen Arbeitsstellen als Arbeitnehmer steht mir eine Rente in Höhe von 290,- Euro zu, falls sich bis zum Rentenalter nichts ändert. Also selbst wenn ich morgen eine Arbeitsstelle finde, bei der ich bis 68 arbeiten würde, wieviel würde der Rentenanspruch dann steigen?
Selbst wenn ich den Rentenanspruch mehr als verdoppele, also auf sagen wir 600,- Euro, so werde ich Zeit meines Lebens nicht mehr von den Sozialbezügen weg kommen. (Abgesehen davon, was die 600,- Euro in 20 Jahren (wenn ich 68 bin) wert sind. Und abgesehen davon, ob wir dann überhaupt noch Euro haben.)
Attraktives Ziel:
Also ich werde im Rentenalter von Sozialhilfe leben müssen. 20 Jahre arbeiten, um eine sinnvolle Rente zu bekommen, scheidet also als Ziel aus.
Da meine Mutter mich über mehrere Jahrzente seelisch mißbraucht hat, habe ich auch nicht den Wunsch, die nächsten 20 Jahre eine Arbeit zu machen, bei der ich totunglücklich bin, um Geld zu verdienen, das mich glücklich machen soll. Das beisst sich.
Auch wenn sich das jetzt vielleicht wieder komisch anhört, aber mein attraktives Ziel war, einen Beruf auszuüben, der mir Spaß macht. Denn ist man berufstätig, bedeutet das täglich ca. 10 Stunden für die Arbeit (8,5 Stunden Arbeitszeit inkl. Pausen, 1 Std Vorbereitung und Anfahrt, 0,5 Std Heimfahrt). Man wändet also mehr Zeit für die Arbeit auf, als einem zu Hause bleiben (Schlaf abgezogen, sowie alle Hausarbeiten und Einkäufe, da ich alleine lebe und alles selbst machen muss.) Der Beruf, der mir Spaß macht, ist der Fachinformatiker, was ich per Umschulung realisiert habe.
Leider habe ich trotz 400+ Bewerbungen keine Arbeitsstelle gefunden. Wenn ich durch "zur Ruhe kommen" + Psychotherapie wieder zu Kraft kommen kann, kann ich dann hoffentlich auch wieder weiter Bewerbungen schreiben. Im Moment jedoch kriege ich kaum die Kraft dazu, meine Wäsche in die Maschine zu stopfen, geschweige denn zu bügeln. ...
Ich danke dir für deine guten Worte!