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Arbeitszeiten

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Gast-TE

Gast
Hallo,

ich möchte mir einfach mal eines meiner Probleme von der Seele schreiben. Ich bin auf Jobsuche, aus gesundheitlichen Gründen (nicht belastbar) suche ich Teilzeit. Mein Problem liegt darin, dass ein Beginn morgens um 8 Uhr eine große Belastung für mich darstellt. Ich brauche morgens einfach zu viel Zeit für mich. Zeit für ein ruhiges Frühstück, Duschen, Herrichten, ... da gehen locker 2 1/2 Std. für drauf. Nein, ich gehe nicht aufgebrezelt los, oft sogar völlig ungeschminkt. Irgendwie braucht mein Körper einfach diese Anlaufzeit. Ich merke das auch am WE, wenn ich ausschlafen kann, dass ich diese Zeit brauche, um einsatzfähig zu sein. Geistig bin ich sofort hellwach.

Rechne ich nun eine Anfahrtszeit dazu, muss ich um 5 Uhr morgens aufstehen und das macht mich fertig. Da kann ich abends um 9 Uhr ins Bett gehen. Ich weiß das so genau, weil ich das seit 4 Monaten praktiziere, weil ich in einem Kurs bin, der eben morgens um 8 Uhr beginnt.

Abwechselnde Arbeitszeiten wären toll. Leider gibt es nur selten die Möglichkeit, die Arbeitszeiten frei zu wählen. Oft hat man die Wahl zwischen vor- oder nachmittags. Ich könnte mein Problem wohl mit nachmittags erledigen, aber da ist eben der Tag völlig zerpflückt.

Letztens las ich eine Anzeige, die ich wirklich interessant fand. Ich rief an, weil ich ein paar Fragen hatte und erlaubte mir auch die Frage, ob die Arbeitszeit von 8 bis 13 Uhr um eine Stunde verschoben werden könnte. Die Reaktion war sehr irritiert. Man wollte sofort wissen, warum. Was soll ich darauf antworten? Ich kann doch nicht die Wahrheit sagen.

Wäre ich jetzt wirklich eine richtige Nachteule, würde ich mir von Haus aus späte Arbeitszeiten suchen, aber ich bin irgendwie so ein Mittelding.

Mich belastet das wie verrückt, denn ich kann mir ein wählerisch sein nicht erlauben. Ich bin 56 und kann froh sein, wenn ich überhaupt noch einen Job finde.

Danke fürs Lesen. Und wenn jemandem dazu wirklich etwas einfällt, bin ich für jeden Tipp dankbar.
 
ein mittelding wirst du nicht finden.

wenn du morgens solche anlaufschwierigkeiten hast, dann bleibt dir nur die möglichkeit, nachmittags zu arbeiten.
bei teilzeit ist der tag nicht zerpflückt. du hast doch den ganzen vormittag für dich.
 
Hallo,

ich möchte mir einfach mal eines meiner Probleme von der Seele schreiben. Ich bin auf Jobsuche, aus gesundheitlichen Gründen (nicht belastbar) suche ich Teilzeit. Mein Problem liegt darin, dass ein Beginn morgens um 8 Uhr eine große Belastung für mich darstellt. Ich brauche morgens einfach zu viel Zeit für mich. Zeit für ein ruhiges Frühstück, Duschen, Herrichten, ... da gehen locker 2 1/2 Std. für drauf. Nein, ich gehe nicht aufgebrezelt los, oft sogar völlig ungeschminkt. Irgendwie braucht mein Körper einfach diese Anlaufzeit. Ich merke das auch am WE, wenn ich ausschlafen kann, dass ich diese Zeit brauche, um einsatzfähig zu sein. Geistig bin ich sofort hellwach.

Rechne ich nun eine Anfahrtszeit dazu, muss ich um 5 Uhr morgens aufstehen und das macht mich fertig. Da kann ich abends um 9 Uhr ins Bett gehen. Ich weiß das so genau, weil ich das seit 4 Monaten praktiziere, weil ich in einem Kurs bin, der eben morgens um 8 Uhr beginnt.

Abwechselnde Arbeitszeiten wären toll. Leider gibt es nur selten die Möglichkeit, die Arbeitszeiten frei zu wählen. Oft hat man die Wahl zwischen vor- oder nachmittags. Ich könnte mein Problem wohl mit nachmittags erledigen, aber da ist eben der Tag völlig zerpflückt.

Letztens las ich eine Anzeige, die ich wirklich interessant fand. Ich rief an, weil ich ein paar Fragen hatte und erlaubte mir auch die Frage, ob die Arbeitszeit von 8 bis 13 Uhr um eine Stunde verschoben werden könnte. Die Reaktion war sehr irritiert. Man wollte sofort wissen, warum. Was soll ich darauf antworten? Ich kann doch nicht die Wahrheit sagen.

Wäre ich jetzt wirklich eine richtige Nachteule, würde ich mir von Haus aus späte Arbeitszeiten suchen, aber ich bin irgendwie so ein Mittelding.

Mich belastet das wie verrückt, denn ich kann mir ein wählerisch sein nicht erlauben. Ich bin 56 und kann froh sein, wenn ich überhaupt noch einen Job finde.

Danke fürs Lesen. Und wenn jemandem dazu wirklich etwas einfällt, bin ich für jeden Tipp dankbar.

Ich kenne das Problem nur zu gut, weswegen ich auch arbeitslos bin. Ich könnte schon lange in Beschäftigung sein, aber das hindert mich daran, weil ich morgens einfach nicht in die Gänge komme. Bin kein Frühaufsteher und kämpfe morgens mit mir, wenn es wegen irgendwelchen Terminen doch mal früh raus geht. Mein Kreislauf ist einfach unten und ich habe ehrlich gesagt keinen Tipp für Dich, da ich selber bisher keine Lösung für mich gefunden habe.
 
Vielen Dank für eure Antworten 🙂

Mein letzter Job war ideal, 3 Tage in der Woche, obendrein erst morgens um 9:30 Uhr Arbeitsbeginn. Der Firmensitz wurde leider verlegt, so dass eine Weiterbeschäftigung für mich nicht möglich war. Ich weiß also, dass ich arbeiten kann, in meinem Job gut und auch belastbar bin, sofern ich eben genug Ruhezeiten habe. Die freien Tage ließen mir genug Raum für Schlaf, Gesundheitsbehandlungen und den Rest der üblichen Lebensinhalte.

Derzeit nehme ich auch noch Cortison, was mir sehr unruhige Nächte mit viel Rumwälzerei beschert. So falle ich gegen 5 nochmal voll in den Tiefschlaf und um 5:45 Uhr reißt mich dann der Wecker da raus. Meinen Kurs bewältige ich mühelos, aber am Nachmittag könnte ich nur schlafen.

Wahrscheinlich spielt da jetzt auch eine depressive Verstimmung mit rein, weil ich mir natürlich Sorgen über meine Zukunft mache. Genau diese Sorgen greifen aber auch die Gesundheit an, ein Teufelskreis.
 
also ich finde, ohne Kompromisse wirst du kaum was vernünftiges finden. So einen Job müsste man sich schon herzaubern oder eben sehr lange suchen, der all die Kriterien erfüllt, die man haben möchte. Welcher Arbeitgeber wird einen da schon ernst nehmen, wenn man einen Job sucht und nicht einmal in der Lage oder willens ist, früh aufzustehen? Nicht böse sein, bei allem Verständnis-aber das Zauberwort heisst hier wohl Disziplin-ohne geht es nicht und nirgends.

Ich habe 20 Jahre lang in einer Firma gearbeitet, musste dort jeden Morgen ganz früh antanzen und bis spät abends arbeiten, kaum das ich zu Hause war, konnte ich mich ne Stunde später schon wieder ins Bett legen, um diesen Marathon zu schaffen. Hinzu kam noch ein Fahrtweg von einer Stunde. Spaß gemacht hat mir das auch nicht und ich habe das frühe Aufstehen ebenfalls gehasst. Allerdings musste ich den Job durchziehen, denn er war meine Existensgrundlage. Ich habe da morgens auch gar nicht so ein tam tam drum gemacht, in 20 Minuten war ich fertig mit duschen und anziehen, etwas gefrühstückt und fertig. Gar nicht nachgedacht und gejammert oder noch mal 10 Minuten länger liegen geblieben, einfach nur funktioniert und fertig.

Ich bin ebenfalls ein Nachtmensch-aber man kann seinen Körper doch trainieren, wenn man es muss! Wenn du um 5h nicht aus dem Bett kommst, dann versuche mal um 19-20h abends zu schlafen, nicht erst um 21h. Vielleicht hilft dir auch das Schlafen bei geöffneten Fenstern, auch im Winter-dann erholt sich dein Körper besser und du bist morgens fitter und kommst besser in Schwung.

Leicht ist das nie, viele Menschen sind Langschläfer und schaffen es dennoch, mit Disziplin und Willen, regelmässig früh aufzustehen, eben weil es die meisten tun müssen.

Ansonsten gibt es auch Berufe, wo man Früh-und Spätschicht im Wechsel machen kann.

Bei der Spätschicht gebe ich dir recht, der ganze Tag ist im Eimer-warum? Weil man morgens eben lange schläft und dadurch nichts schafft, zum anderen ist man vormittags auch nicht motiviert irgendwas zu machen, da man ja weiß das man später noch zur Arbeit muss. Das Nervigste ist jedoch, dass der Vormittag quasi tot ist. Man muss ständig auf die Zeit achten, wann man los muss, und kann evt Termine auch nur früh am Vormittag wahrnehmen, womit wir dann wieder beim Problem "früh aufstehen" wären. Selbst Arzttermine sind nervenaufreibend, wenn man ständig auf die Zeit achten muss. Ausschlafen, frühstücken und ein evt Anfahrtsweg und der Vormittag ist dahin.

Ich denke einfach, man muss dann das kleinere Übel wählen. Entweder früh aufstehen oder die nervige Spätschicht in Kauf nehmen. Alternativ vielleicht einen Job mit Wechselschicht wählen, der einem dann vielleicht nicht ganz so zusagt und weniger Spaß macht.
 
Vielen Dank für eure Antworten 🙂

Mein letzter Job war ideal, 3 Tage in der Woche, obendrein erst morgens um 9:30 Uhr Arbeitsbeginn. Der Firmensitz wurde leider verlegt, so dass eine Weiterbeschäftigung für mich nicht möglich war. Ich weiß also, dass ich arbeiten kann, in meinem Job gut und auch belastbar bin, sofern ich eben genug Ruhezeiten habe. Die freien Tage ließen mir genug Raum für Schlaf, Gesundheitsbehandlungen und den Rest der üblichen Lebensinhalte.

Derzeit nehme ich auch noch Cortison, was mir sehr unruhige Nächte mit viel Rumwälzerei beschert. So falle ich gegen 5 nochmal voll in den Tiefschlaf und um 5:45 Uhr reißt mich dann der Wecker da raus. Meinen Kurs bewältige ich mühelos, aber am Nachmittag könnte ich nur schlafen.

Wahrscheinlich spielt da jetzt auch eine depressive Verstimmung mit rein, weil ich mir natürlich Sorgen über meine Zukunft mache. Genau diese Sorgen greifen aber auch die Gesundheit an, ein Teufelskreis.


Wie kommt es, das Du nur drei Tage arbeitest? Was machst Du?
 
Liebe Schattenwölfin,

deine kritischen Zeilen kann ich gut nachvollziehen.

Es liegt nicht am "nicht Wollen". Ich habe kein Problem damit, mir den Wecker früh zu stellen und auch sofort aufzustehen. Ich schaffe es aber nicht, in 20 Minuten zu duschen, mir einen Kaffee zu machen, mich herzurichten, mir eine Brotzeit zu machen. SCHNELL geht einfach nicht mehr.

"Das mach ich jetzt noch schnell" führt in den wenigsten Fällen zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis, oft genug sogar zu Unfällen. Letzteres habe ich leider selbst erlebt.

Es geht einfach nicht (mehr). Das hat nichts mit Jammern zu tun und da hilft auch kein A-Tritt.

Dennoch vielen Dank, denn nur so komme ich selbst dahinter, wie ich ticke und kann die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen.
 

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