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Arbeitszeiten und Pausen

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Gast

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Hallo an alle, ich hoffe, dass mir vielleicht einige helfen können.

Ich bin jetzt seid knapp einem Jahr an der MLU Halle -Wittenberg im Institut für Medizinische Mikrobiologie angestellt.
Mein Vertag ist auf 2 Jahre befristet aber trotzdem Vollzeit (mit einer durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden / bis zum 14.07.2010 gemäß §2 Absatz 2 WissZeitVG)

Für das Arbeitsverhältnis gelten:
· der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L)
· der Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäftigten der Länder in den TV-L und zur Regelung der Übergangsrecht (TVÜ-Länder) sowie
· die Tarifverträge, die den TV-L und den TVÜ-Länder ergänzen, ändern oder ersetzen


Ich arbeite seid Beginn meines Vertrages täglich von 6:30 bis 15:00 (mit einer halben Stunde Pause) und bis jetzt hat es meinen Vorgesetzten auch nie gestört. Jetzt will er aber, dass ich meine Arbeitszeit stark nach hinten verlege.
Mo-Do 8:00 bis 17:00 Uhr, davon 30 Minuten Mittagspause
Fr 8:00 bis 14:00 Uhr (ohne Pause)

Ich bin damit leider nicht einverstanden, aber mein Vorgesetzter geht keine Kompromisse ein. Erstens stört mich natürlich, das ich jetzt so spät anfangen soll und zweitens finde ich es nicht gerechtfertigt, dass er einfach entscheiden kann, dass ich Mo-Do länger arbeite um Freitag eher zu gehen (da ich dass eigentlich nicht möchte). Zusätzlich kommt noch dazu, dass ich nicht in für die Diagnostik eingestellt wurde (ich bekomme also nicht mehrmals täglich, zu bestimmten Zeiten Patientenmaterial), sondern für ein Projekt (insgesamt sind wir zu zweit und die Proben kommen zweimal die Woche immer von 8:00 bis 12:00 nie später). In der Diagnostik wird täglich von 8:30 bis 15:30 gearbeitet und selbst diesen Vorschlag, auch zu dieser Zeit zu arbeiten, hat er abgelehnt. Er ist der Meinung, dass ich für ihn bis 17:00 erreichbar sein muss (er ist sehr selten im Institut). Da meine Arbeit dies aber nicht voraussetzt (ich bin nur als Laborantin und nicht als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder höheres angestellt), kann ich dies leider nicht nach vollziehen.

Kann mir jemand sagen, ob es Rechtens ist bzw. ob er wirklich das Recht hat, über meine Arbeitszeit (die vorher nicht schriftlich festgehalten wurde) komplett alleine zu entscheiden? Obwohl ich schon ein Jahr zu einer anderen Zeit anfangen konnte und sich vom arbeitstechnischen her nichts geändert hat?



Vielen dank schonmal im vorraus.
 
Ob deine Arbeitszeiten schriftlich festgelegt wurden ist nebensächlich. Stimmst du der bisher wohl nur mündlich (?) gestellten Änderung der Arbeitszeiten nicht zu, kann dein Arbeitgeber dir eine Änderungskündigung schicken. Das bedeutet dann für dich: Du nimmst entweder die Änderung an oder die Kündigung.
 
Die Dienstzeiten legtder Arbeitgeber fest, die Pausenregelung ist gesetzlich festgelegt.
So weit ich mich erinnere, steht die ab 5 Stunden Arbeitszeit eine Pause zu, könnten aber auch 6 gewesen sein.
 
Hallo Gast,

erst einmal Willkommen im Forum 🙂.

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Universität und arbeite mit Laboranten zusammen. Während für die wissenschftl. Angestellten keine festgelegten Arbeitszeiten bestehen (es gibt eine Kernarbeitszeit, die grob einzuhalten ist), gibt es für die technischen Angestellten sehr wohl strikt gehaltene Arbeitszeiten. Da letztendlich die Uni meine Vorgesetzte ist und nicht der Professor, für den ich eigentlich tätig bin, kann mein Chef (Professor) zwar mitbestimmen, wie ich meine Arbeitszeiten lege, um einen optimalen Lehr- und Forschungsbetrieb aufrecht zu erhalten, er darf aber nicht einfach die Kernarbeitzeit ändern.

In meinem Fall finde ich die Regelungen (rbeitszeit usw.) auf der Homepage des Personalrates meiner Uni. Ich würde Dir vorschlagen, einfach mal mit dem Personalrat oder Betriebsrat Deines Institutes Kontakt aufzunehmen und Dich dahingehend zu erkundigen.

Gruß, KleinerMuck
 
Vielen lieben Dank für die vielen Antworten, hab mich jetzt auf den Rat von Muckel an unseren Personalrat gewendet. Die Zeitvorschrift von meinem Chef ist laut der Personalratsvorsitzende nicht rechtnes (werder für Gleitzeit noch für regelmäßige Arbeitszeiten). Und sie hat mir auch noch gesagt, dass mein Chef zwar seine Wünsche äußern kann, aber sobald ich nicht damit einverstanden bin, kann er es nicht anordnen. Und da das in der dienstvereinbarung der uni festghalten wurde, muß er sich daran halten. Ich verstehe das nicht, wie kann er mir dann auch noch großkotzig sagen "er ist der arbeitgeber und er entscheidet wann ich arbeite" obwohl er die Gesetzte der Uni nicht kennt??????!!!!! Naja, hab es ihm auch gleich geschrieben ..... und bis jetzt kam noch keine Antwort. Bin ja mal gespannt. Die vom Personalrat hat mir gesagt, wenn er sich nach wie vor dagegen streubt, wendet sich der Personalrat an ihn.

Also nochmal Danke an Muckel 🙂.
 

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