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Arbeitswechsel

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Gast

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Hallo,ich bin seit Jahren bei derselben Firma,eher mittlere Größe.Wir haben einen Chef,der für die Ganze Firma zustàndig ist und einen Chef für unsere Abteilung.Ich kenne bd.Chefs seit dem ich da bin,bin selten krank und komme immer wenn ich gerufen werde zur Arbeit.Fühle mich eigentlich wohl.Soweit so gut!Bis vor 4Wo.als meie Mutter sich das Leben nahm?seitdem bin ich nur enttäuscht,ich hatte Urlaub,war nur 4Tage bei der Arbeit,1mal sollte ich den Chef anrufen wg.eine geschäftliche Sache hat sich dann ziemlich kühl verabschidet mit einem Tschüß wie bei der Armme.Mein Eigentlicher Chef hat mich nicht mal gefragt wie es mir geht?war ein Tag nicht bei der Arbeit.,da es mir dreckig ginng.War am Tel.auch komisch,sagte,tja ok kann man nichts machen und blib kühl,ich meine bin doch wirklich kaum krank und wenn man dann 1Tag fehlt muß man dann noch schlechtes Gewissen haben.Beide wissen von dem Vorfall.Jetzt weiß ich gar nicht ob ich hier noch richtig bin.Ob ich nicht eine andere Arbeit suchen soo.Meine Geschwister haben so tolle Sachen von ihren Arbeitgeber erzählt,sie haben mal gefragt wie es denen gehtvusw.Ich kam mir dann so blöd vor,ich hatte nichts pos.zu erzählen.Ich verlange ja nicht,daß man ständig danach fragt aber einmal würde menschlichkeit zeigen.Ich weiß nicht was ich machen soll...DNke schon mal für irgendwelche Antwort
 
Es tut mir leid, daß Du und Deine Geschwister solchen Kummer habt. Das ist sicher eine sehr schwere Zeit für Euch. Mein Beileid.

Zu deinen Chefs kann ich nur sagen, die Menschen sind verschieden.

Ich habe mal einen Chef ganz gezielt angesprochen und nachgefragt, warum er sich nicht erkundigt, wie es meiner Kollegin geht, deren Mann schwer krank ist. Daraufhin hat er mich völlig verblüfft angesehen und gesagt, er würde das an ihrer Stelle nicht wollen, daß man ihn in so einer Situation anspricht. Er mache alles lieber mit sich selber aus. Er hätte daher gedacht, sein Verhalten sei angebracht und es sei rücksichtsvoll von ihm, nicht nachzufragen. Er hatte auch geglaubt, meine Kollegin sei froh, auf der Arbeit nicht an ihren Kummer erinnert zu werden.

Außerdem: Die Themen Krankheit, Tod, Suizid rühren oft an Verdrängtes und eigene Ängste. Wer weiß welche Verletzlichkeit und Scheu Deine Chefs spüren, warum sie das Thema nicht ansprechen.

Vielleicht sind sie aber auch nur einfach unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Und sagen dann lieber gar nichts bevor sie "was Falsches" sagen.

Oder sie sind schlicht unempathisch. Gibts ja auch.

Du solltest aber auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß Du in Deinem Schmerz, etwas anders wahrnimmst als sonst. Du befindest Dich ja in einem - im wahrsten Sinne des Wortes - empfindlichen Zustand. Das meine ich nicht böse oder vorwurfsvoll. Das jetzt nicht falsch zu verstehen. Sondern ich meine tatsächlich, daß große Trauer, Schmerz, offene Wunde einen anders empfinden lassen.

Einen Arbeitsplatzwechsel würde ich zunächst nicht in Betracht ziehen, wenn Du Dich eigentlich wohl fühlst auf Deiner Arbeitsstelle, die Arbeitsbedingugen ansonsten gut sind, der Verdienst ausreicht, um Deine Bedürfnisse zu erfüllen, und die Arbeit Deinen Fähigkeiten entspricht. Das Gute ist doch, daß Du die Arbeit aufgrund Deiner jahrelangen Tätigkeit wahrscheinlich aus dem effeff beherrschst, so daß Du deshalb in deiner aktuellen Situation dadurch nicht noch zusätzlichen Druck hast, sondern Dich auf Dich selbst besinnen kannst.

Ganz ganz viel Kraft wünsche ich Dir.
 
Auch mein Beileid und ganz viel Kraft für dich und deine Geschwister... Während meiner Hotelausbildung hab ich auch gemerkt, dass Menschlichkeit hier nicht so eine Rolle spielt.. Am Anfang war immer alles ok, man hat auch mal Witze gemacht und so weiter. Wenn man Probleme hatte wurde man plötzlich gemieden. Als ich die Ausbildung begonnen hatte, fing gleichzeitig mit mir eine Praktikantin an der Rezeption an. Wir haben unsre Sorgen am Anfang geteilt und jede Pause miteinander verbracht, miteinander gewitzelt, alles gut. Irgendwann wurde sie übernommen und war aufgrund verschiedener Personalveränderungen plötzlich Empfangschefin und komplett anders, hat Mitarbeiter ausgestochen usw. Ich fürchte man sollte sich klar machen, dass man dort zum arbeiten ist - und nichts weiter. Die Privatsphäre gehört strikt getrennt von der Arbeit, ansonsten macht man sich nur verrückt. Trost und Vertrauen sollte man im Familien- und Bekanntenkreis suchen. Es gibt bestimmt auch Ausnahmen, aber in der Regel fährt man so glaub ich besser
 
Danke für die Antworten.Da ist wahrscheinlich was dran,daß man empfindlixher reagiert bei Trauer.Ich werde ein paar Monate warten und schauen ob ich dann immer noch so denke.Ich hatte nichts Bes..erwartet aber ein wenig Menschlichkeit gehört ein wenig dazu?Oder?Wenigstens Verständnis wenn man 1Tag mal nicht zu Arbeit kommt...Danke nochmal;-)
 

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