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Arbeitssuche in neuem Berufsfeld mit Mitte 50

Das klingt jetzt doof, aber letztlich kannst Du nichts weiter tun als es zu versuchen: Bewirb Dich. An Deinem Alter kannst Du ja nichts ändern. Ansonsten hängt es wohl auch davon ab, wie die Situation in Deiner Region ist und wie mobil Du bist. Das mit dem persönlich Abgeben mag bei ganz kleinen Läden o. ä. funktionieren, ansonsten finde ich persönlich das seltsam.

Hast Du mit dem Studium die staatliche Anerkennung erworben? Das hilft z. T. im Öffentlichen Dienst.

Darf ich Dich fragen, mit welchem Ziel oder aus welchem Grund Du das Studium mit Mitte 40 aufgenommen hast, wenn Du keine berufliche Erfahrung dort hattest? (Das ist ausdrücklich kein Vorwurf oder so, aber etwas muss Dich ja bewogen haben?)
Vielen Dank für deine Nachricht. Das klingt gar nicht doof und stimmt ja.

Die Situation in meiner Region ist im Grunde ganz gut und ich habe die staatliche Anerkennung mit dem Studium erworben.

Ja, darfst du: Ich hatte ursprünglich Anfang der 90er die Sozial FOS besucht und auch abgeschlossen, um Sozialpägagogik zu studieren, was damals nicht klappte. Dann bin ich in die Medienbranche gekommen, aber das Interesse an der Arbeit mit Menschen ließ mich nie los. Ich habe neben meiner Hauptarbeit fast 30 Jahre bei einem Rollstuhlfahrer gearbeitet. Und als ich erfuhr, dass man auch branchenfremd Soziale Arbeit in Teilzeit studieren kann, habe ich mich für dieses Studium entschieden.
 
Ich würde es, wie übrigens auch in jüngeren Jahren, immer empfehlen, ein Probearbeiten anzubieten. Ist für beide Seiten gut, wenn man sich beschnuppern kann und auch die Stimmung vor Ort etwas aufnehmen kann.
Ansonsten würde ich persönlich (bin mein bisheriges Leben lang gut damit gefahren) das Anschreiben eher kurz halten. Hauptsache die Motivation kommt gut rüber, alles andere (bin zuverlässig bla bla usw.) ist m. E. überholt und schreibt ja jeder.
Alles Gute dir!

PS. Eine Freundin hat auch im ähnlichen Alter Soziale Arbeit studiert, ist mit 48 fertig geworden, hat aber Berufserfahrung in dem Bereich seit dem 16. Lebensjahr. Es war und ist nicht leicht, auch trotz Erfahrung. Sie hat zwar Arbeit gefunden, ist aber nicht so richtig happy. Vielleicht liegt es bei ihr daran, dass sie zu genau weiß, was sie will, das grenzt den Markt zu sehr ein.
Vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem Probearbeiten ist eine sehr gute Idee. Würdest du das Angebot in das Anschreiben mit aufnehmen?

Ich finde spannend und kann es gut nachvollziehen, was du über die Länge bzw. Kürze des Anschreibens sagst. Ich habe eines erstellt, aber es ist relativ lang (1 1/2 Seiten). Ich werde es kürzen.

Lieben Dank für deine Guten Wünsche.

P.S. Ich wünsche deiner Freundin, dass sie vielleicht noch eine Arbeit findet, mit der sie happy ist.
 
Hallo Frorange,
Soziale Arbeit ist ja ein Breites Feld, somit sollte sich schon was finden lassen.

Ich würde z.B. auf Lebenserfahrung setzen und mich eher auf etwas bewerben wo es gestandene Persönlichkeiten braucht, Ehrer weniger in Kitas etc. Manchmal macht es auch Sinn" Outside the Box" zu denken. Wie kann ich meine bisherige Arbeit mit der Neuen verbinden. Ich könnte mir zum Beispiel Kiezprojekte etc vorstellen. Wo nicht nur Begleitung etc, gebraucht wird sondern auch mal eine Website etc. müsste sonst teuer eingekauft werden, du bringst es gleich mit ein...

Probe Arbeiten anbieten wurde schon genannt, mir würde noch ein Einstieg übers Ehrenamt etc. einfallen.
Um dir besser helfen zu können müsstest du etwas konkreter werden, gerne auch per PN wenn gewünscht.

VG
Hallo CasperH,
vielen Dank für deine Antwort, die mir viele gute Anregungen gibt. Soziale Arbeit ist wirklich ein enorm breites Feld und deswegen hoffe ich sehr, dass sich was finden lässt.

Die beiden Bereiche zu verbinden fände ich toll. Und vielleicht ist das evtl. ein Punkt, der mir bei der Stellensuche nützlich sein könnte.

Würdest du das Probearbeiten im Anschreiben anbieten? Der Einstieg über ein Ehrenamt wäre für mich auf jeden Fall auch denkbar.

Viele Grüße
 
Hallo frorange, ja, das mit dem Probearbeiten würde ich mit ins Anschreiben nehmen. Am besten am Ende, in Verbindung mit dem Schluss-Satz. Du kannst ja mal die KI fragen, wir man das elegant formulieren kann.
 
Hallo,
bewirb dich zuerst um überhaupt eine Stelle im sozialen Bereich. Schreib in die Bewerbung, dass du ursprünglich aus anderem Berufsfeld kommst u. dass du 30 Jahre nebenberuflich (Begleitung Rollstuhlfahrer) tätig warst. Stell deine Motivation für das späte Studium im Sozialbereich u. den Berufswunsch dar.
Wenn du 1-2 Jahre im Sozialbereich tätig warst, such dir eine passendere andere Tätigkeit in diesem Bereich. Für die zweite Bewerbung kommst du dann schon aus der Branche. Hast Berufserfahrung u. viell. ein positives Arbeitszeugnis. Du kannst höheres Gehalt als vorher verhandeln. Soziale od. öffentliche Träger haben oft interne Stellenausschreibungen im Extranet. An die kommst du erst, wenn du schon dort tätig bist.
 
Seien wir mal realistisch, du hast dein Studium erfolgreich abgeschlossen, super. Fakt ist aber das die meisten Kräfte suchen mit Berufserfahrung die dir ja leider fehlt. Am Ende bist du Armutsrentnerin mit Grusi (Grundsicherung). dafür hast du studiert? In jedem anderen Lehrberuf hättest du jetzt schon Jahre auf dem Buckel und in der Rentenkasse, Den Rest darfst du dir dann selber ausmalen.

Erschwerend kommt noch hinzu das du nicht mal eine Stelle hast aber fünf (5) Jahre am Stück gearbeitet haben musst um überhaupt Rentenansprüche zu haben und mit 67 ist Ende dann käme eigentlich der wohlverdiente Ruhestand.

Und selbst wenn du verbeamtet würdest und Pension bekämst wäre auch die nicht wirklich hoch.
 
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