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Arbeitsorte weit weg von zuhause + Konsequenzen

Ich verstehe noch nicht, warum du deswegen einen anderen Beruf ergreifen musst, aber das kannst du wahrscheinlich nicht erklären, ohne deine Anonymität zu gefährden - ?

Das würde ich nicht tun, denn eine Bundesbehörde agiert bundesweit, und wenn er Pech hat, wird der Behördensitz verlegt, oder er wird wieder als Springer eingesetzt.

So wie es aussieht, ist ein Ende dieser Verschieberei bei diesem Job doch nicht absehbar. Da dich das mittlerweile total zermürbt, solltest du hier baldmöglichst die Reißleine ziehen und dich umorientieren.
Ich habe einen speziellen beruflichen Werdegang sowie Arbeitsgeber. Damit kann ich anderes machen (ich habe inzwischen einige Kollegen, die ausgestiegen sind und völlig andere Tätigkeiten ausüben), aber es ist keine universelle Ausbildung wie Bürokaufmann oder ein Studium wie BWL. In meinem Fall wäre es eine komplette Neuorientierung.

Ich habe beruflich zahlreiche Kontakte, deshalb möchte ich nicht zu eindeutig werden.

Ich mag meinen Beruf und bekomme auch häufig positive Rückmeldung von Kollegen und Kunden. Insgesamt würde ich ihn aber definitiv nicht mehr ergreifen.

Ich bin momentan dabei, am neuen Ort eine Unterkunft zu finden. Die Preise sind 2-3 mal so hoch wie in meiner Heimatregion. Es ist anstrengend, mental zwischen drei Orten zu jonglieren (Heimat, Arbeitsort, neuer Arbeitsort). Heute hat mich mein Bruder angerufen und ich wusste nicht, wer mit mir spricht (Funkloch). Ich musste erst nachfragen, um welchen konkreten Ort es geht und welches Anliegen die Person hat.

Ich habe sonst jemanden erwartet, aber keine harmlose Frage wegen des Wochenendes (keine Zeit).

Am neuen Ort haben sich alte Kollegen unheimlich gefreut, dass ich zurückkehre. Auch Personen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie sich noch an mich erinnern.

Mal sehen, was die Tage so bringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wegen Heimat. Ich wollte immer zurück nach Hause. Aber am Ende entscheidet eine Behörde über meinen Arbeitsort.

Ich hatte diese Woche auch überlegt, ob ich dieses Jahr keinen Wechsel hätte beantragen sollen. Auch wenn ich am Ende war. Deshalb saß ich über 3 Monate an der Liste mit Ortsangaben, die ich zu diesem Zeitpunkt gut überlegt hatte.

Und noch mehr Eventualitäten verkraftet mein Gehirn nicht. Meine Heimatregion stand an den ersten Stellen - keine Chance. Mein einziger Weg vorwärts ist der letzte Versuch am alten Arbeitsort. Oder ein kompletter Berufsausstieg, den ich allerdings im Voraus ankündigen müsste.
 
Ich habe einen speziellen beruflichen Werdegang sowie Arbeitsgeber. Damit kann ich anderes machen (ich habe inzwischen einige Kollegen, die ausgestiegen sind und völlig andere Tätigkeiten ausüben), aber es ist keine universelle Ausbildung wie Bürokaufmann oder ein Studium wie BWL. In meinem Fall wäre es eine komplette Neuorientierung.

Naja so viele Bundesbehören die auch gut über D. verteilt sind gibtes auch nicht...
Aber du musst es ja nicht sagen.
Die Bw als Soldat ist es aber nicht?

Ich kann die Probleme durchaus nachvollziehen. Früher habe ich mich auch für div. Beamtenlaufbahnen interessiert und nie angenommen. Landesbeamter, wäre ich für viele Jahre in München gewesen oder auch sonst weit weg von zu Hause, als lediger kinderloser für sehr lange Zeit.

Bundesbeamter und Bundeswehr das selbe. Mit 18/20 habe ich diese Chance dann verpasst, später wollte ich mich nicht mehr umgewöhnen.
Hatte auch weit über 30 noch Angebote von der Bw, man hätte mich gerne (wieder) gehabt, aber ich wollte halt auch nicht vom Süden in den Norden, wenn ien anderer Bewerber eine Stelle in 20km Entfernung bekommt.

Ich sage immer, sowas bundesweit usw. muss was für einen sein. Wenn man damit nicht zurecht kommt und sich das nie für sich entdeckt, der wird niemals glücklich werden.

Auch kenne ich einige die damit zurecht kommen und es toll finden immer was neues kennen zu lernen. Vielleicht ist das genetisch bedingt, schließlich mussten ja Menschen auch mal die gewohnten Gefildet verlassen um neues zu finden, und einige blieben da.

Du wist denke ich da nicht mehr glücklich werden. Ich bin letzendlich auch in der Heimat geblieben, vor ein paar Monaten hat mich ein alter Schulfreund besucht der war seit er 19 war nicht mehr in der Heimat, heute ist er 40..
Er war sehr traurig was er alles verpasst hat, da nützte ihm auch der ganze berulcihe Erfolg nix..
 
Hallo.

Ich bin momentan kurz vor dem Ende meiner Kräfte, deshalb habe ich diesen Post von vor einigen Monaten gesucht. Der Umzug an den neuen Ort war komplikationslos (eine 1-Zimmer-Wohnung ist rasch eingerichtet). Leider stehe ich in diesem Jahr vor einem Berg an Aufgaben, der bisherige Anforderungen nochmals übertrifft. In der Weihnachtszeit konnte ich mir eine Woche Auszeit nehmen, was mich leider jetzt in vollem Umfang einholt. Ich hätte vermutlich auch an diesen Tagen arbeiten müssen und nicht erst ab Neujahr. Meinen Kollegen ergeht es ähnlich, wobei viele in Teilzeit arbeiten, um einem Kollaps zu entgehen (eine Kollegin hat dadurch nur 55 Wochenstunden, da sie aktuell ihre reale Arbeitszeit trackt).

Aktuell arbeite ich 7 Tage die Woche, um meinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Am letzten Wochenende war ich etwa 30 Stunden am Arbeitsplatz - anders hätte ich die anstehende Woche nicht bestanden. Das kommende Wochenende werde ich ebenfalls dort verbringen müssen.

Im Herbst dachte ich, dass ich mir auch unter der Woche nach der Arbeit etwas Erholung gönnen sollte. Etwa einmal die Woche habe ich ein Museum besucht oder einfach nur einen neuen Ort. Das war keine kluge Entscheidung - der Berg an Aufgaben ist dadurch gewachsen.

Landschaftlich wohne ich aktuell an einem der schönsten Orte Deutschlands. Leider sind meine täglichen Wege meist Bett - Arbeitsplatz - Supermarkt - Schreibtisch - Bett.

Um Weihnachten habe ich alte Schulfreunde besucht. Deren Lebensalltag (Haus, Kinder, 5-Tagewoche mit Feierabend am Freitagnachmittag) ist mir vollkommen fremd. Es fühlt sich immer an, als ob ich mit einer Bilderbuchidylle konfrontiert werde.

Meine Hoffnung auf einen erfolgreichen Wechsel in die Heimat ist - wie jedes Jahr - gering.

Meine Frage: Gibt es jemanden in diesem Forum, der bereits einen radikalen beruflichen Umstieg aufgrund der Arbeitsbelastung im vorherigen Beruf unternommen hat?
 
Ich kann dir nur dasselbe raten wie schon im Juli.
So wie es aussieht, ist ein Ende dieser Verschieberei bei diesem Job doch nicht absehbar. Da dich das mittlerweile total zermürbt, solltest du hier baldmöglichst die Reißleine ziehen und
Jetzt kommt ja noch der krasse Arbeitsanfall dazu. Da ist Aufhören alternativlos. Du kannst dir höchstens überlegen wie du den Ausstieg für dich geschickt organisierst. Wenn du burnout hast, hat dich die Arbeit krank gemacht, dann kannst du dich ja erst mal um deine Gesundung kümmern, und ja, auf Kosten des Arbeitgebers, der dir deine Gesundheit ruiniert hat. Und dich währenddessen ruhig nach einem Umstieg umsehen.
 
9(...)Wenn du burnout hast, hat dich die Arbeit krank gemacht,(...)
Das wäre ja kein Problem, wenn man sich dafür bezahlen lassen könnte.
Kann man aber nicht.

Der burnout eines meiner Freude Ende 40 dauert nun schon Jahre lang an und der Freund ist immer noch nicht wieder der alte.

Dafür gibts eine ganz einfache Erklärung und ein Beispiel:
Mit 19 wollte ich über einen See schwimmen und bin in der Mitte fast ertrunken.
Dies hat nicht dazu geführt, dass ich mein goldenes Seepferdchen beantragt habe sondern dass ich mich seitdem nur noch im Wasser da aufhalte, wo ich stehen kann.

Bei der Arbeitsmenge, die man sich nach einem Burnout noch zutraut , ist es wohl dasselbe.
Der Zusammenbruch bleibt präsent und hindert lebenslang, auf das vorherige Niveau zurück zu kommen - geschweige denn, dieses zu toppen.
 
Hast Du die Möglichkeit, Dich innerhalb Deines Berufsfeldes zu spezialisieren oder weiterzubilden in einen Berufszweig, der nur an bestimmten Orten möglich ist, so daß zumindest die ewige Umzieherei aufhört?
Ein Bekannter war bei der Bundespolizei und auch ständig versetzt. Er hat sich auf Wasserschutz spezialisiert und ist jetzt immer in der Ostsee eingesetzt für einige Tage oder Wochen und kann dann wieder einen längeren Zeitraum nachhause zur Familie in die Heimat fahren. Aufgrund seiner Spezialisierung weiß er zumindest, daß er nur noch an der Küste und auf dem wasser eingesetzt wird und nicht mehr bundesweit. Ist sowas ähnliches in deinem Berufsbild denkbar und möglich für Dich?
Ansonsten sehe ich echt nur die Möglichkeit eines Berufswechsels. Kann man mit Deiner Qualifikation irgendwo anders arbeiten?
 
Hallo.

Ich bin momentan kurz vor dem Ende meiner Kräfte, deshalb habe ich diesen Post von vor einigen Monaten gesucht. Der Umzug an den neuen Ort war komplikationslos (eine 1-Zimmer-Wohnung ist rasch eingerichtet). Leider stehe ich in diesem Jahr vor einem Berg an Aufgaben, der bisherige Anforderungen nochmals übertrifft. In der Weihnachtszeit konnte ich mir eine Woche Auszeit nehmen, was mich leider jetzt in vollem Umfang einholt. Ich hätte vermutlich auch an diesen Tagen arbeiten müssen und nicht erst ab Neujahr. Meinen Kollegen ergeht es ähnlich, wobei viele in Teilzeit arbeiten, um einem Kollaps zu entgehen (eine Kollegin hat dadurch nur 55 Wochenstunden, da sie aktuell ihre reale Arbeitszeit trackt).

Aktuell arbeite ich 7 Tage die Woche, um meinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Am letzten Wochenende war ich etwa 30 Stunden am Arbeitsplatz - anders hätte ich die anstehende Woche nicht bestanden. Das kommende Wochenende werde ich ebenfalls dort verbringen müssen.

Im Herbst dachte ich, dass ich mir auch unter der Woche nach der Arbeit etwas Erholung gönnen sollte. Etwa einmal die Woche habe ich ein Museum besucht oder einfach nur einen neuen Ort. Das war keine kluge Entscheidung - der Berg an Aufgaben ist dadurch gewachsen.

Landschaftlich wohne ich aktuell an einem der schönsten Orte Deutschlands. Leider sind meine täglichen Wege meist Bett - Arbeitsplatz - Supermarkt - Schreibtisch - Bett.

Um Weihnachten habe ich alte Schulfreunde besucht. Deren Lebensalltag (Haus, Kinder, 5-Tagewoche mit Feierabend am Freitagnachmittag) ist mir vollkommen fremd. Es fühlt sich immer an, als ob ich mit einer Bilderbuchidylle konfrontiert werde.

Meine Hoffnung auf einen erfolgreichen Wechsel in die Heimat ist - wie jedes Jahr - gering.

Meine Frage: Gibt es jemanden in diesem Forum, der bereits einen radikalen beruflichen Umstieg aufgrund der Arbeitsbelastung im vorherigen Beruf unternommen hat?
Im Endeffekt kannst Du Deine vertraglich vereinbarten Zeiten runterreißen und dann nachhause gehen.
Dann schaffst Du zwar nicht, was Du solltest , was aber nicht Dein Problem ist, sondern der Fehler im System.
 
Du hörst dich schon wieder total gestresst an.
Und du hast einen Arbeitsvertrag über X Wochenstunden. Überstunden werden wahrscheinlich nicht bezahlt. Kann man mal für einen Zeitraum machen, sollte dann aber auch über Freizeit ausgeglichen werden.
Ich habe keine radikalen Berufswechsel hinter mir, musste much aber auch im Kaufe meines Berufslebens schon öfter neu erfinden.
Und ich kenne genug Leute, die schon mehrfach radikale Veränderungen in ihrem Leben gemacht haben. Leben alle noch 😏 und sind eigentlich alle im Reinen mit ihren Entscheidungen.

Versuch mal in Ruhe darüber nachzudenken, welche Wege dir mit deiner Qualifukation offen stehen. Eventuell wäre auch ein Berufscoach nicht ganz falsch, wenn du selbst da nicht weiterkommst.
 

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