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Arbeitsorte weit weg von zuhause + Konsequenzen

Ich bin momentan kurz vor dem Ende meiner Kräfte,
Leider stehe ich in diesem Jahr vor einem Berg an Aufgaben, der bisherige Anforderungen nochmals übertrifft.
Arbeitest du dort als Knecht oder Sklave?
Aktuell arbeite ich 7 Tage die Woche, um meinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Am letzten Wochenende war ich etwa 30 Stunden am Arbeitsplatz - anders hätte ich die anstehende Woche nicht bestanden. Das kommende Wochenende werde ich ebenfalls dort verbringen müssen.
Nein, musst du nicht.
Es gibt sicher einen Arbeitsvertrag. Berufe dich auf diesen.
Und lass dich nicht einlullen durch Lob etc.
Du wohnst in einem Zimmer, du hast keine Beziehung/Familie, du hast kein Privatleben.
Muss alles nicht so sein.
Das ist nur möglich, weil du dich nicht wehrst.
Meine Frage: Gibt es jemanden in diesem Forum, der bereits einen radikalen beruflichen Umstieg aufgrund der Arbeitsbelastung im vorherigen Beruf unternommen hat?
Ich nicht, aber Kumpel von mir Ich würde zunächst immer versuchen, meine vertraglichen Vereinbarungen realisiert zu bekommen.
Betriebsrat, zur Not Arbeitsgericht.
Ich weiß nicht, was du kannst und willst, daher ist es schwer, dir etwas zu raten.
Aber zunächst würde ich für vernünftige Arbeitsbedingungen kämpfen.
Und an die Öffentlichkeit gehen, wenn sich nichts ändern lässt.
Falls dies alles im Öffentlichen Dienst passiert, muss es kesseln.
 
Ich lese nicht, dass du den Missstand mit dem überbordenden Workload schon mal mir deinem Vorgesetzten besprochen hast. Das wäre für mich der erste Schritt, denn jeder Vorgesetzter hat eine Fürsorgeverpflichtung, der er gerecht werden muss. Das kann er allerdings nur, wenn er von der Überlastung weiß. Dann ist es an ihm, eine Lösung zu finden.

Als Angestellter gilt für dich übrigens auch das Arbeitsschutzgesetz. Überstunden müssen angeordnet werden, doch selbst da gibt es Grenzen. Welchen Grund gibt es, dass du dich diesem Stress derart aussetzt?

Wenn du Glück hast, steuerst du lediglich auf einen Burnout zu. Mit viel Pech wird es ein Herzinfarkt und dein Leben ist zu Ende. Eines von beiden wird es recht sicher, wenn du so weitermachst. Ich habe beruflich immer mal wieder mit solchen Hochleistern zu tun. Wenn du eine Katze wärst, würde ich ja noch sagen, okay, du hast ja noch 6 weitere Leben. Du bist aber ein Mensch mit nur einem einzigen Leben und solltest dringend anfangen, Selbstfürsorge zu betreiben.

Wenn es dir am jetzigen Ort gefällt, erkundige dich doch, welche Möglichkeiten du hast, dein Pensum zu reduzieren. Warum solltest z. B. nicht auch du Teilzeit arbeiten können? Ärzte machen das übrigens auch häufig als Escape-Strategie in der Knochenmühle Klinik, um am Ende bei einer normalen Arbeitszeit zu landen. Dann kannst du beginnen, dir dort ein Leben aufzubauen mit Partnerin und auch Familie. Wenn ich es richtig verstehe hast du selber bisher immer dafür gesorgt, dass dein Arbeitsort wechselte. Das müsstest du am aktuellen Wohnort ja nicht tun.

Wenn es unbedingt die alte Heimat sein muss, würde ich mal überlegen, welcher Job noch für dich in Frage käme, bei dem du deine beruflichen Skills gewinnbringend einsetzen könntest. Vieles muss man nicht gelernt haben, aber argumentativ aufzeigen, dass man sich einarbeiten, etwas managen und auch zur Not beißen kann.

Hast du schon mal die KI (z. B. Chat gpt) genutzt und dein Problem beschrieben mit der Frage, welchen alternativen Berufsweg du beschreiten könntest? Mach das mal, es ist unglaublich faszinierend, wie qualitativ hochwertig und refektiert die Antworten sind. Am Ende der Antwort übernimmt die KI meist die Regie und schlägt dir weitere Aktionen vor, mit denen du dich einer guten und gangbaren Lösung nähern könntest.

Ich selber habe übrigens mit 40 Jahren nochmal komplett etwas anderes studiert, weil ich in meinem ersten gelernten Job das Ende der Fahnenstange erreicht hatte und sich eine tolle Gelegenheit bot. So etwas wäre natürlich auch möglich - BWL geht als Ergänzung zu bestehenden Skills z. B. immer.

Du könntest z.B. bei Stepstone auch mal spaßeshalber und unverbindlich ein Suchprofil mit deinen Skills einstellen und dich von Headhuntern finden lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinen Kollegen ergeht es ähnlich, wobei viele in Teilzeit arbeiten, um einem Kollaps zu entgehen (eine Kollegin hat dadurch nur 55 Wochenstunden, da sie aktuell ihre reale Arbeitszeit trackt).
Sie ist in Teilzeit gegangen mit dem Ergebnis, dass sie "nur noch" 55 h pro Woche arbeitet?

Nix für ungut, aber habt ihr sie noch al**?(nicht böse gemeint).

Ihr macht das genau so lange, bis euer Körper und eure Psyche auch die Grenzen aufzeigen wird.

Leider ist vielen nicht bewusst, dass man nach einem Burnout (hatte ich) manchmal nicht mehr vollständig gesund wird.
Aktuell arbeite ich 7 Tage die Woche, um meinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Am letzten Wochenende war ich etwa 30 Stunden am Arbeitsplatz - anders hätte ich die anstehende Woche nicht bestanden.
Was glaubst du, wie lange du das noch durchhälst?
Das kommende Wochenende werde ich ebenfalls dort verbringen müssen.
Du glaubst, dass du das musst....
Im Herbst dachte ich, dass ich mir auch unter der Woche nach der Arbeit etwas Erholung gönnen sollte. Etwa einmal die Woche habe ich ein Museum besucht oder einfach nur einen neuen Ort.

Das war keine kluge Entscheidung
Eine sehr gute sogar!
- der Berg an Aufgaben ist dadurch gewachsen.
Frage an dich: Mal angenommen, es fallen noch mehr Arbeiten (für dich) an, was willst du dann tun? Nachts auch noch arbeiten?
 
Vielleicht könntest du über folgenden Weg eine Stelle am Heimatort bekommen:

Ich hatte vor ein paar Jahren eine psychosomatische Reha. Eine Mitpatientin hatte mir erzählt, dass in ihren Entlassungspapieren stehen wird, dass sie nicht mehr in Nachtschicht arbeiten kann.

Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, diesen bundesweiten Einsatz auszuschließen?

Ich würde an deiner Stelle mal mit dem Hausarzt und ggf. danach mit einem Facharzt darüber reden.
 

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