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Arbeitslosenzahlen

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Und überhaupt, am Schweiß seiner Arbeit ist noch kein Mensch ertrunken.


Nicht ertrunken, aber erkrankt.


Das resultiert daraus, dass unqualifizierte Arbeitslose handwerkliche Arbeit verrichten müssen.
 
Wenn Menschen in Arbeit vermittelt werden, für die sie wegen körperlicher Einschränkungen ungeeignet sind.



Nein. Wenn ich als Steuerzahler eine sinnlose 1000€ Massnahme für einen Arbeitslosen finanzieren soll, wäre es mir doch lieber, wenn man weitere Arbeitsplätze schaffen würde und den Hilfebedürftigen bei der Vermittlung in ein ordentliches Arbeitsverhältnis unterstützen würde.

Dann könnte der Erwerbslose seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten und wäre nicht auf ergänzende Steuermittel angewiesen. Das wäre ganz im Sinne der Steuerzahlers!

Da hast du recht.
Im Detail kann man über ABM-Maßnahmen reden, aber man sieht es doch selbst in Zeiten wirtschaftlicher "Blüte" sind Langzeitarbeitslose nur schwer dazu zu bewegen wieder ein geregeltes Leben zu führen. Die ABM-Maßnahmen halte ich dem Sinne schon für brauchbar.

Ich glaube, dass du dich zu sehr um Einzelfälle sorgst.
Ich wohne zum Beispiel auf dem Land, wo es wenier Arbeitslose gibt als in der Stadt. Arbeitslosigkeit gilt hier als "unchic" und wird schnellstmöglich revidiert - also auch ein Mentalitätsproblem.
Ebenso gibt es in meiner Familie Arbeitslosigkeit die schlichtweg auf Faulheit zurückzuführen ist.
(Bei Vermittlung wird dann beim neuen AG über chronische Rückenschmerzen geklagt - glaub mir das ist gelogen).
Vielleicht kenne ich ja nur Fälle, die eigentlich die Ausnahme ausmachen, aber das wäre doch irgendwie Zufall und Geldprobleme haben wir doch alle. Vielmehr macht es mir sorgen, dass manche Menschen trotz eines Vollzeitjobs weniger als ein Arbeitsloser verdient (Dazu sei gesagt, dass ich einen Mindestlohn nur eingeschränkt befürworte).
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielmehr macht es mir sorgen, dass manche Menschen trotz eines Vollzeitjobs weniger als ein Arbeitsloser verdient (Dazu sei gesagt, dass ich einen Mindestlohn nur eingeschränkt befürworte).

Unter diesen Umständen hätte er wohl einen Anspruch auf ergänzende Leistung nach ALG II. Dies könnte aber mit einem gesetzlichen Mindestlohn aufgehoben werden, weil dann eine menschenwürdige Existenz sichergestellt werden könnte. Der Konsum würde ansteigen und die wirtschaftlichen Folgen dürften ja bekannt sein. Selbst im Urland des Kapitalismus, den U.S.A. gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. Und das ist richtig. Ein Unternehmer sollte auch ein wenig an der gesellschaftlichen Verantwortung teilhaben. Hat auch etwas mit Mitarbeitermotivation und somit Produktionssteigerung zu tun.
 
Unter diesen Umständen hätte er wohl einen Anspruch auf ergänzende Leistung nach ALG II. Dies könnte aber mit einem gesetzlichen Mindestlohn aufgehoben werden, weil dann eine menschenwürdige Existenz sichergestellt werden könnte. Der Konsum würde ansteigen und die wirtschaftlichen Folgen dürften ja bekannt sein. Selbst im Urland des Kapitalismus, den U.S.A. gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. Und das ist richtig. Ein Unternehmer sollte auch ein wenig an der gesellschaftlichen Verantwortung teilhaben. Hat auch etwas mit Mitarbeitermotivation und somit Produktionssteigerung zu tun.


Mir ist ein schlichter Handwerker oder "Putzer" jetzt schon zu teuer. Das Problem ist in erster Linie die hohe Steuer- und Abgabenlast auf unseren Löhnen.
Das halbe Jahr arbeitet man für wen anders!
 
Was nun aber so auch nicht stimmt: Man arbeit nicht für jemand anders, wenn man Sozialabgaben bezahlt. Rente-Kranken-und Arbeitslosenversicherung sind ja auch für den Zahlenden selbst.
 
Was nun aber so auch nicht stimmt: Man arbeit nicht für jemand anders, wenn man Sozialabgaben bezahlt. Rente-Kranken-und Arbeitslosenversicherung sind ja auch für den Zahlenden selbst.

Im Grunde genommen subventionieren wir mit unserem System sogar ausländische Produkte. Während unser System darauf angewiesen ist, dass man unsere Produkte kauft (schließlich fließen lediglich oder zum größten Teil nur Abgaben unserer "Arbeiter" in die Kassen und die sind nur beschäftig, wenn man ihre Erzeugnisse kauft), läuft es zum Beispiel in Dänemark über indirekte Steuern wie der Mehrwertsteuer die auch auf Ausländischen Produkte liegt.
Somit haben unsere Produkte im Aus- und Inland einen deutlichen Nachteil gegenüber fremdländischen Produkten.

Und ja mir ist schon klar, dass mein Beitrag nicht ganz richtig war, aber unser Steuersystem bedarf einer völligen Umkrempelung.
 
Auch da melde ich meinen Zweifel an: Ich als Unternehmer verkaufe meine Produkte ins Ausland ( und davon leben die Deutschen in einem großen Maße wie wir wissen ) - auf diese Produkte sind die deutschen Lohn-und Sozialabgaben aufgeschlagen. Insofern zahlt das Ausland zu einem großen Teil die deutschen Lohn-und Sozialabgaben mit.

Wenn Du das machen wolltest, was Du vorhast - nämlich die Lohnnebenkosten zu senken und dafür die Mehrwertsteuer zu erhöhen, so ist dazu festzustellen, das damit für den Ausländer die deutschen Produkte noch billiger werden. Eben weil die Lohn-und Sozialkosten geringer geworden sind - und er die deutsche Mwst. nicht bezahlen muß. ( als Käufer deutscher Waren ) Übrigens wurde das von dieser Regierung zum letzten 1.Januar genauso gemacht. "Wir erhöhen die Mwst. um drei Punkte und senken im Gegenzug die Lohnnebenkosten", hat Frau Merkel gesagt. Eine Mogelpackung. Denn damit sind nichts weiter als die Löhne gesenkt worden und die Steuern erhöht.

Gewerbliche Einfuhren nach Deutschland werden sehr wohl mit der deutschen Mehrwertsteuer belastet! Lediglich privater Verbrauch ist von dieser Steuer ausgenommen. Was aber - falls Dänemark in der EU ist - dort genau dasselbe ist.

Beim Steuersystem stimme ich zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Obwohl ich den ganzen Thread gegengelesen habe möchte ich auf das Ursprungsposting zurückkommen.

Thema 1 Eurojobs und Rentabilität der 1 Euro Jobs.

Ich persönlich als 37 jähriger Mann, der in seinem Lebenslauf schon über 20 Arbeitsstellen auflisten "darf", gelernter und langjährig tätiger Maurer, mehr Firmenkonkurse hinter sich als zwei Hände Finger haben, habe über 1 Euro Jobs eine sehr differenzierte Meinung.

Mir persönlich ist bis dato ein 1 Euro Job erspart geblieben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich momentan glücklicherweise einen 400 Eurojob gefunden habe.

Aber, jede Person die einen 1 Eurojob als etwas positives sieht sollte sich ernsthaft Gedanken um sein Weltbild machen.

Jeder der in der Schule in Marktwirtschaft aufgepasst hat weiss das der Markt die Preise regelt. Eine Arbeitskraft ist ein Marktgut. Aus welchem Grund sollte eine eigenständige ausgebildete Person ihre Arbeitskraft unter Wert verkaufen?

Lacht nicht darüber, wegen solchen Gedanken wurde bezüglich der 1 Euro Jobs das schöne Wort "zusätzlich" eingebunden. Ein 1 Euro Job soll unter anderem zusätzlich sein. Zusätzlich soll bedeuten, niemand anderem seinen Job wegnehmen.

Diese Zusätzlichkeit soll bitte mal in der Praktik überprüft werden. Es gibt keine Zusätzlichkeit, abgesehen von solchen sinnlosen Unterfangen wie Brillen reparieren nur das diese in einem halben Jahr wieder repariert werden, wie es der Threadersteller beschrieb (möge der Threadersteller eine Dame sein, so verzeihe sie mir bitte meine männliche Anrede. Ich bin kein Chauvinist, diese Anredeform dient lediglich der Lesbarkeit).


Die Kosten eines 1 Euro Jobs übersteigen den Nutzen um viele Prozentpunkte. Ganz abgesehen davon, das ein 1 Euro Job volkswirtschaftlich schädlich ist, da regulär bezahlte Arbeitsplätze abgebaut werden, profitieren von einem 1 Euro Job tatsächlich Unternehmen, der 1 Euro Jobber keineswegs.

Wer in so einer Situation ist wie ich (Bauarbeiter mit vielen Jahren Berufserfahrung, trotzdem arbeitslos, abgesehen von meinem momentanen Minijob) sieht die arbeitsrechtliche Welt aus anderen Augen als die Masse. Ich sehe zum Beispiel 1 Euro Jobber, die bei der Gemeinde angestellt sind. Oder im städtischen Bauhof oder wie auch immer das genannt werden will.

Ich sehe auch, das "früher" <- früher deswegen in Anführungszeichen, weil das keine 10 Jahre her ist, 3 Personen fest eingestellt waren im städtischen Betrieb, heute ist nur noch eine Person fest eingestellt und es wuseln um ihn 5 1 Euro Jobber.

Oder ich unterhalte mich mit jemandem von der Caritas. Er macht den Hof sauber, mäht den Rasen, etc.. Oh nein, das ist nicht der Hausmeister der dort angestellt ist, das ist ein 1 Euro Jobber, mit dem ich da rede.

Oder ich besuche einen Kumpel im Krankenhaus und flirte auf einem Gang mit der Putzfrau. Diese Putzfrau gehört nicht zum Stammpersonal erfahre ich, noch nicht einmal zu einem ausbeuterischen Zeitarbeitsunternehmen, oh nein, sie ist eine 1 Eurojobberin, die ihren Job für eine Aufwandsentschädigung von einem Euro die Stunde mit dem Prädikat "zusätzlich" und "dem allgemeinwohl dienend" tätigt.

Mit derlei Beispielen könnten ganze Bücher gefüllt weren. Dem geneigten Zuleser erspare ich lieber die Lektüre eines ganzen Buches. Der Sinn den ich zum Ausdruck bringen wollte dürfte verstanden worden sein.

Warum gibt es denn überhaupt 1 Euro Jobs? Wer hat einen Nutzen von 1 Euro Jobs? Diese Frage ist die richtige Frage.

Überspitzt formuliert: Anno 1933 gab es pro Arbeitstag einen Teller Suppe und ein Dach überm Kopf. Und wie sieht es heute aus? Diese Antwort darf sich jeder selber geben.
 
Auch da melde ich meinen Zweifel an: Ich als Unternehmer verkaufe meine Produkte ins Ausland ( und davon leben die Deutschen in einem großen Maße wie wir wissen ) - auf diese Produkte sind die deutschen Lohn-und Sozialabgaben aufgeschlagen. Insofern zahlt das Ausland zu einem großen Teil die deutschen Lohn-und Sozialabgaben mit.

Wenn Du das machen wolltest, was Du vorhast - nämlich die Lohnnebenkosten zu senken und dafür die Mehrwertsteuer zu erhöhen, so ist dazu festzustellen, das damit für den Ausländer die deutschen Produkte noch billiger werden. Eben weil die Lohn-und Sozialkosten geringer geworden sind - und er die deutsche Mwst. nicht bezahlen muß. ( als Käufer deutscher Waren ) Übrigens wurde das von dieser Regierung zum letzten 1.Januar genauso gemacht. "Wir erhöhen die Mwst. um drei Punkte und senken im Gegenzug die Lohnnebenkosten", hat Frau Merkel gesagt. Eine Mogelpackung. Denn damit sind nichts weiter als die Löhne gesenkt worden und die Steuern erhöht.

Gewerbliche Einfuhren nach Deutschland werden sehr wohl mit der deutschen Mehrwertsteuer belastet! Lediglich privater Verbrauch ist von dieser Steuer ausgenommen. Was aber - falls Dänemark in der EU ist - dort genau dasselbe ist.

Beim Steuersystem stimme ich zu.

Das Geld, welches heute an Abgaben und unnötigen Steuern abverlangt wird, käme natürlich auf den Nettolohn obendrauf. Somit ist die Annahme in deinem Beitrag falsch.
 
Ja, so könnte man rechnen. Dann mußt Du aber sagen, wer die erlassenen Sozialabgaben ( und Steuern, falls der Lohnempfänger welche bezahlt ) dann beibringen muß. Oder denkst Du, das diese mit mehr Lohn einfach nicht mehr anfallen?????
Du müsstest dann die Steuern erhöhen. Bravo!
Es wäre natürlich drüberhinaus eine moralische Frage, ob es richtig ist z.B. Arbeitgeber gerade bei diesen Kosten zu entlasten. Immerhin bergen die Fabriken bzw. Arbeitsplätze gewisse Krankheitsgefahren für den Arbeiter.
Und das ist ja wohl ein Grund dafür, warum der Arbeitgeber solidarisch mittragen muß.
Im Prinzip ist das was Du vorschlägst, bei der letzten Wahl grandios abgewählt worden. Nämlich die Unternehmer weiter zu entlasten, damit sie Arbeitsplätze schaffen. Das tun sie nämlich nicht - sondern sie kaufen der Ehefrau vom höheren Gewinn noch einen Pelzmantel dazu.
 
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