Aus Erfahrung kann ich Dir folgendes dazu sagen, je unnatürlicher die Bewerbung ist und je authentischer der Arbeitgeber ist, desto schlechter wird die Bewerbung bewertet.
Du sagt Du kommst aus einem schlechten Arbeitsklima.
Viele Firmen sind aber in ihrer Personalpolitik z.B. nicht wirklich zertifiziert, weil sie eben genau den Druck aufbauen innerhanlb der Abteilungen , um die Leute davon abzulenken, daß sie sie im Grunde kleinhzuhalten gedenken.
Es gibt eine Zertifizierung durch die Hertie Stiftung , nennt sich Beruf und Familie hier der Link
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ich kann Dir wie gesagt aus Erfahrung sagen, daß viele Firmen, die dieses Zertifikat haben oder anstreben, eine sehr gute Personalpolitik haben.
Der Hintergrund ist, es gibt in der Tat noch Arbeitgeber, die sich auf die Kappe schreiben, menschliche und familienbewußte Personalpolik leisten zu können.
Zunehmend ist ein Trend zu beobachten, das zukünftige Arbeitnehmer , die in die Firmenpolitk passen, trotzdem eine Prüfungszeit durchlaufen.
Das wird denen aber auch kommuniziert.
Der Hintergrund ist, das die wenigsten Atbeitssuchenden das dem Arbeitgeber anbieten. Welcher Hartz4 Empfänger , der um die 1000 Euro erhält ist denn bereit eine zusätzliche 450 Euro Stelle für 3 Monate anzunehmen von der er 260 Euro abgezogen bekommt ? Nur um seinen Einsatz und seine Persönlichkeit , sein Eingliederungsvermögen prüfen zu lassen ?
Was habe ich als Arbeitgeber von einer schöngeschriebenen Bewerbung, die interessant und individuell gestaltet ist, außer der Gewißheit das der zukünftige Arbeitnehmer lügt, daß sich die Balken biegen ?
Sehr opportunistisch ist und sich als besser darstellt - als er ist ?
Wenn sich nun so jemand in ein gesundes Arbeitsklima einzufügen hat, wird er schnell auf den Gedanken kommen, andere mobben zu können, schlechtreden zu können etc., weil in einem gesunden Arbeitsklima , wo viel auf Vertrauen basiert, eben die Möglichkeit dazu besteht .
Solche Menschen können wir zum Beispiel nicht gebrauchen, die werden vorher ausgesondert. Die ehrliche Haut ist uns lieber und wenn die eine Chance bekommt , praktisch für wenig Geld mehr,
unter Beweis zu stellen, das sie die richtige Person ist und in der Lage ist, sich einzufügen, in ein gesundes Klima, so ist das ein ausschlaggebendes Kriterium. Nicht die Schulzeugnisse, nicht die Arbeitszeugnisse, sondern die tatsächliche Einstellung des Menschen, der Person, die in der "Famile Firma " als Mitglied ihren Platz finden möchte.
Was nutzt es Dir in den nächsten Laden zu kommen, wo die Ellenbogenmentalität oder das Vitamin B zählt , wenn Du damit in der vorherigen Firma schon nicht glücklich weden konntest ?
Was nutzt Dir ein Arbeitgeber, der die Ausbeutung seiner Untergebenen als Anlaß sieht, ihnen die Reibungshitze beim über den Tisch ziehen, als Nestwärme zu verkaufen?
Wo das grundlegende Personalpolitik ist ?
Du hast gute Zeugnisse und Du hast sicherlich auch die Möglichkeit , Dich flexibel den gestellten Aufgaben zu widmen. Schreibe in Deine Bewerbung rein, daß Du ein Mensch bist, der Mobbing nicht mag , so wie es ist - so wie Du bist und dann wirst Du , wenn Du einem gesunden Arbeitgeber gegenüberstehst, auch die Möglichkeit bekommen, daß unter Beweis zu stellen.
Wir stellen unseren Bewerbern, den übriggebliebenen, die einen ehrlichen Eindruck machen, nicht die Karriere in Aussicht, sondern die Möglichkeit ihre Ehrlichkeit zu überprüfen, jeder durchläuft sozusagen die 3 Monate in einer 450 Euro Stelle, ob Ingenieur oder stellv. Geschäftsführer oder Büroangestelltem völlig unerheblich, das Prinzip hat sich bewährt und wenn dann in den 3 Monaten das in der Bewerbung beschriebene auch so ist wie das im Vorstellungsgespräch vermittelte, dann gibt es eine 3 /4 Stelle , so das sie bei der Arge raus sind und die gibt es dann für ein Jahr. Ein weiterer Prüfungsdurchlauf.
Dann gibt es die unbefristete Vollzeitstelle mit ansprechendem Gehalt und anderen Vergünstigungen, weil sich der Bewerber dann bewiesen hat.
Für uns ein guter Tausch und für den Arbeitnehmer erst recht , denn dann hat er auch die Möglichkeit an Weiterbildungen teilzunehmen und sich wirklich hochzuarbeiten, unabhängig vom Vitamin B , sondern ausschließlich abhängig , von der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, seitens des Arbeitgebers von der Bereitschaft Qualifizierung zu bezahlen und zu honorieren.
Wir haben viele "Masken" auf den Stühlen sitzen gehabt, die Zeit ist vorbei, weil es sich eher rechnet als " Famile Firma " an einem Strang zu ziehen. Man ist in seinem Segment nicht umsonst einer der Weltmarktführer, sondern weil die erbrachte Leistung stimmen muß, wozu Qualität der oberste Standard ist und mit Vertuschung im Kleinen , wie im Großen ist das nicht zu erreichen und nicht zu halten.
Das muß aber von der Firmenleitung gewollte Personalpolitik sein, das ist selten der Fall, wenn es der Fall ist, wird es klar und deutlich darüber zum Ausdruck gebracht, daß man auf die Betriebszertifizierung wirklich wert legt und die Zielvereinbarungen wirklich umsetzt.
Vielleicht hilft Dir das, die Bewerbung Deinerseits aus dem Einheitsbrei abzuheben, lies Dir mal die Kriterien durch , Link hast Du oben.