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Arbeiten lohnt sich nicht?

  • Starter*in Starter*in Zeus
  • Datum Start Datum Start
Überstunden lässt man sich auch nicht auszahlen sondern besteht auf Freizeitausgleich.

Ansonsten informiere dich bitte erstmal bevor du deinen Plan in die tat umsetzt oder bilde dich weiter.
ALGI bekommst du nicht ohne Weiteres wenn du von selbst kündigst.

Im Übrigen bekommen die "Nichtsnutze" in der Gastro und im Hotel und in vielen weiteren Berufen, die total unterbezahlt sind, jetzt endlich mal ein bisschen mehr, sind immernoch nicht auf deinem Niveau, aber du fühlst dich unterbezahlt?
 
Danke für die vielen Antworten. Normalerweise verdient man als Metaller ab 20€ und 35h die Woche, aber in die Firmen wo man im Arbeitgeberverband ist, kommt man nicht rein, da braucht man ordentlich Vitamin B, ich hätte es fast schon zweimal geschafft, aber am Ende kam doch ein anderer.

Andreas900, es ist nicht gerecht, dass die Menschen, die mehr leisten auch mehr gestohlen bekommen, sowas ist für eine Gesellschaft der Todesstoß, siehe UDSSR, DDR und anderer Sozialistischer Systeme oder warum wollen viele junge Menschen nicht mehr arbeiten und legen die Füße hoch? Richtig, es lohnt nicht. Wenn ich 2 Blagen und eine Frau hätte, so hätte ich mehr Geld, als wenn ich jeden Morgen aufstehe und zur Arbeit fahre, von Rente fange ich erst gar nicht an, Hartz 4 Niveau mit 43% und einer Inflation die bis zum Mond geht, werde die 70 denk mal sowieso nicht knacken, von daher mach ich mein Leben eher entspannt, sowenig machen wie nur geht, lass die Babyboomer sich kaputt malochen und am Ende muss man schauen wo man bleibt als Arbeitgeber, jetzt schon nimmt man sich teilweise die Leute gegenseitig weg, aber ob ich 1€ mehr bekomm die Stunde oder nicht, juckt mich nicht.

Boone92, nur was bringt es mir, wenn man diese nicht abfeiern kann? Bei meiner letzten Firma konnte ich fünf Monate zuhause bleiben, weil ich so viele Stunden und Urlaubstage angesammelt habe, immer wurde es abgeschmettert weil ja Arbeit da war, am Ende wurde es ausbezahlt, danke für nichts, danach wurde ich gekündigt Betriebsbedingt, habe 12 Monate das Leben mit ALG 1 genossen, kurz vor Ende habe ich dann eine Firma gesucht und muss noch ein Jahr durchhalten, dann kann ich wieder auf ALG 1 gehen und ein Jahr entspannen.
 
Oh je, bei dir, TE, ist ja Hopfen und Malz verloren.
Du kannst sicher sein, dass die UdSSR und die DDR NICHT daran zugrunde gegangen sind, dass die Reichen zu viele Steuern zahlen mussten.
Eher daran, dass es zu viele Leute wie dich gab, die der Meinung waren, dass sich die Plackerei nicht lohnt. Wobei sie sich tatsächlich nicht lohnte, denn es gab immer und zuverlässig den selben Lohn, egal, wieviel man leistete. Das ist jetzt kein Vorwurf an die Bürger der ehemaligen sozialistischen Länder. Es ist ganz natürlich, dass so etwas demotiviert.
Anno '87 war ich in Ungarn. Ein Budapester sagte: "Wir Ungarn leben von dem, was wir NICHT haben." Soll heißen, nicht von der offiziellen Arbeit, sondern von dem, was man noch nebenher schwarz verdienen konnte.
 
Ich glaube, der Beitrag von Andreas war ironisch gemeint. Von deinen 30% Abzügen etwa kann ich nur träumen, ich habe da einiges mehr (aber gut, ich verdiene dafür auch ein gutes Stück mehr). Ich habe es hier aber noch nicht erlebt, dass hier irgendeiner von uns Besserverdienenden es je für ungerecht gehalten hätte, dass wir auch prozentual mehr Steuern zu entrichten haben.

Ich will jetzt nicht böse sein, aber mit deiner Arbeitseinstellung würde ich dich als Unternehmen mit guten Löhnen auch nicht einstellen wollen. Wenn ich gute Löhne zahle, dann weil ich will, dass auch die guten Arbeiter ( = gut ausgebildet und vor allem motiviert und fleißig) bei mir arbeiten. Leute mit 0-Bock-Einstellung können gerne bei der Billigkonkurrenz bleiben, die brauche ich nicht. Da suche ich eher Leute, die vielleicht sogar noch die ein oder andere Weiterbildung gemacht haben.

Selbstverständlich kannst du immer wieder ein Jahr auf ALG1 blau machen, aber spätestens nach dem 2. oder 3. Mal wundern sich die Chefs dann schon ob deines Lebenslaufs. Da ist dann allen klar, dass der potenzielle Arbeitnehmer entweder a) faul/schlecht ist und deswegen immer wieder kündigt oder gekündigt wird (brauche ich nicht), b) zu oft krank ist (will ich auch nicht) oder c) einen unerträglichen Charakter hat und deshalb häufiger fliegt (nein danke). Kurz: egal an was es liegt, den Arbeitnehmer nehme ich nicht mehr. Dann bleiben für dich dauerhaft nur noch jene Unternehmen übrig, die möglichst wenig zahlen wollen und deshalb nehmen müssen, was anderswo übrig bleibt. Richtig eng wird es dann, wenn du am Ende von dem Gammeljahr immer noch nichts neues hast und in H4 runter sackst. Wenn du da erst mal bist, hast du am Ende womöglich noch ne ganz andere Einstellung, inwiefern sich arbeiten lohnt.

Ich kann dir eigentlich nur raten, mit mehr Motivation an die Sache ran zu gehen. Dich immer wieder neu bei besseren Firmen bewerben, ggf. auch einen Umzug überlegen. Oder eine Weiterbildung machen, sofern das möglich ist.
 
Andreas900, es ist nicht gerecht, dass die Menschen, die mehr leisten auch mehr gestohlen bekommen, sowas ist für eine Gesellschaft der Todesstoß, siehe UDSSR, DDR und anderer Sozialistischer Systeme oder warum wollen viele junge Menschen nicht mehr arbeiten und legen die Füße hoch? Richtig, es lohnt nicht.

Ich bin der erste, der den Sozialismus und den Kommunismus kritisiert.
Eine progressive Besteuerung hat aber nichts damit zu tun. Diese findest du in fast allen marktwirtschaftlich aufgestellten Gesellschaften. In fast jedem Land gilt: Die Steuern steigen mit dem Einkommen.

Wenn ich 2 Blagen und eine Frau hätte, so hätte ich mehr Geld, als wenn ich jeden Morgen aufstehe und zur Arbeit fahre, von Rente fange ich erst gar nicht an

Hätte hätte Fahrradkette.... Du hast als Single 2.000 € netto (damit rund das doppelte wie ein Hartz 4 Empfänger) und klagst, dass sich das Arbeiten nicht lohnt. Ab wann lohnt es sich denn? 3.000? 4.000 € netto?

Die Mehrheit hier hat vermutlich weniger als du. Menschen die du übrigens billigend als "Nichtsnutz" beleidigst. Du bist neidisch oder sauer weil es andere Metaller gibt, die 20€ bekommen, siehst aber nicht, dass mit Mitte 20 dein Einkommen keineswegs so schlecht ist wie du es gerne darstellst.
Ich glaube auch nicht, dass du weißt, was es bedeutet dauerhaft von Hartz 4 zu leben. Mach das mal, dann wirst du dich zurücksehnen an die Arbeit, die sich "nicht lohnt".

Bewirb dich wie Sofakissen sagt bei Firmen, die mehr bezahlen, wechsle den Beruf, lass die dir Überstunden als Freizeitausgleich geben oder sonstwas. Ja, wir können verstehen, dass du mit deiner (ich vermute) harten Arbeiten gerne mehr Einkommen hättest. Aber deine Kernaussage, dass sich Arbeit nicht lohnen würde ist dekadent und falsch. Und du solltest dabei nicht beleidigend um dich schlagen.
 
Danke für die vielen Antworten. Normalerweise verdient man als Metaller ab 20€ und 35h die Woche, aber in die Firmen wo man im Arbeitgeberverband ist, kommt man nicht rein, da braucht man ordentlich Vitamin B, ich hätte es fast schon zweimal geschafft, aber am Ende kam doch ein anderer.

Andreas900, es ist nicht gerecht, dass die Menschen, die mehr leisten auch mehr gestohlen bekommen, sowas ist für eine Gesellschaft der Todesstoß, siehe UDSSR, DDR und anderer Sozialistischer Systeme oder warum wollen viele junge Menschen nicht mehr arbeiten und legen die Füße hoch? Richtig, es lohnt nicht. Wenn ich 2 Blagen und eine Frau hätte, so hätte ich mehr Geld, als wenn ich jeden Morgen aufstehe und zur Arbeit fahre, von Rente fange ich erst gar nicht an, Hartz 4 Niveau mit 43% und einer Inflation die bis zum Mond geht, werde die 70 denk mal sowieso nicht knacken, von daher mach ich mein Leben eher entspannt, sowenig machen wie nur geht, lass die Babyboomer sich kaputt malochen und am Ende muss man schauen wo man bleibt als Arbeitgeber, jetzt schon nimmt man sich teilweise die Leute gegenseitig weg, aber ob ich 1€ mehr bekomm die Stunde oder nicht, juckt mich nicht.

Boone92, nur was bringt es mir, wenn man diese nicht abfeiern kann? Bei meiner letzten Firma konnte ich fünf Monate zuhause bleiben, weil ich so viele Stunden und Urlaubstage angesammelt habe, immer wurde es abgeschmettert weil ja Arbeit da war, am Ende wurde es ausbezahlt, danke für nichts, danach wurde ich gekündigt Betriebsbedingt, habe 12 Monate das Leben mit ALG 1 genossen, kurz vor Ende habe ich dann eine Firma gesucht und muss noch ein Jahr durchhalten, dann kann ich wieder auf ALG 1 gehen und ein Jahr entspannen.

Und es ist gerecht, das Krankenschwestern etc so wenig verdienen?
Ich mein ihnen wird ja nicht so viel gestohlen...
( btw bei mir klingelt der Wecker z.B sonntags um3h damit ich um 6h auf Arbeit bin, zum Mindestlohn...)

Ach ja und bei Harzt 4 gibt es auch sowas wie eine Eingliederungsvereinbarung, Maßnahmen ( da darfst dann den ganzen Tag in irgendeiner, meist sinnlosen ) Schulung sitzen, Sanktionen ( also das du zb bei zu wenig Bewerbungen zb gar kein Geld bekommst ), du gezwungen bist fast jeden Job anzunehmen etc.
Vielleich erkundigst du dich erstmal genauer über Alg2 / Hartz 4.... und die negativen Folgen.
Ach ja die Wohnung darf auch nur eine gewisse Größe ( Eintelperson 45-50qm ) haben, sie darf nur eine gewisse Summe kosten ( googel Kosten der Unterkunft oder Kdu und deine Stadt) , u.Umständen wird man zum Umzug gezwungen
Naja abgesehen von Miete, bleiben ca 450€ für dich, außer Miete musst du davon dann aber auch alles zahlen.
 
Vieles hier wurde schon richtig erklärt,

der Vollständigkeit halber möchte ich gerne noch auf den non-finanziellen Aspekt zu sprechen kommen.

Für sich selber zu arbeiten, seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können und darüber hinaus durch Steuern unseren (!) Staat zu stützen ist gleichbedeutend mit einer gewissen Würde und mit Stolz, welche völlig unabhängig von der Art der geleisteten Arbeit ist.

Hartz4 dagegen bedeutet Abhängigkeit, den Verzicht auf jegliche Form von höherem (legalem) Vermögen und das eigene Leben vollständig in den Händen anderer, die durch ihre Arbeit, dich mit durchschleppen müssen.

Dies ist auf Dauer ein Gefühl, welches alles andere als gut für die Psyche eine Menschen ist, wenn man das non-funktionale, dauerhaft parasitäre Anhängsel einer Gesellschaft darstellt.
Das immer lautere Fordern und die immer größere Unzufriedenheit vieler, eigentlich arbeitsfähiger H4-Empfänger erlebe ich als ein Kaschieren genau dieses Gefühls der Abgehängtheit und den verzweifelten Ruf nach einem Chimären-Stolz, durch selbsterfundene Menschenrechte auf Wohlstand und finanzielle Gleichheit.

Ein soziales Netz ist nicht als Hängematte gedacht. Wird man krank oder verliert unerwartet seinen Job, ist es als Brückenlösung ok, jedoch allein aufgrund der ausgezahlten Beträge nicht auf Dauer ausgelegt.

Mir hat das eigene Vorankommen durch selbsterbrachte Arbeit immer ein gutes Gefühl vermittelt, selbst in Bereichen wo es (zunächst !) überhaupt kein unmittelbares Geld gab, ja man sogar draufgezahlt hat, z. B. dem Studium.

Deine Unzufriedenheit und deinen Vergleich mit besserverdienenden Kollegen im Tarif-Vertrag nimm als Ansporn, dich weiter zu entwickeln. Du bist jung und man lernt nie aus. Bewirb dich weiterhin extern, versuche Fortbildungen zu ergattern oder starte parallel ein Studium.

Da geht noch was mit Mitte 20, du wirst sehen.
 
Gleiche Sch. ist auch in kaufm. Berufen. Mit Vitamin B kommt man aufs Amt, führt ein gutes Leben, ohne landet man in einer Mindestlohn Klitsche und bleibt ne arme Socke trotz Weiterbildung. Millionen werden nicht nur schlecht bezahlt, sondern müssen körperliche Schwerstarbeit vollrichten, inkl. Mobbing.
 
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