Aus einen anderem Forum, von einer Prostituierten. (Nicht von mir)
Willkommen im Club
Hallo, ich kann dich verstehen. Ich bin Studentin mit einigen Haustieren, also auch nem großen Haus, hohen Ansprüchen an Urlaub etc. Die 1000 euro von Mama reichen da nicht. Und ich bin eh alt genug, mein Geld selbst zu verdienen.
Denjenigen unter den Antwortern, die Prostitution nur aus den Medien kennen, die wegen Einschaltquoten alles überdramatisieren, sollten sich zurückhalten. Nicht jede Form von Prostitution ist "OH MEIN GOTT WIE DRAMATISCH!!!!!!1elf!".
Es gibt Seiten wie diese:
Huren, Callgirls, Bordelle, Prostituierte, Nutten, Hobbyhuren, Sexkontakte, Parkplatzsex und mehr, wo du nach "Häusern" suchen kannst, wie zB die Villa Tinto in Antwerpen/Belgien. Da säßest du im Schaufenster, hast zwar Privatsphäre mit dem Kunden, aber Hilfe ist auch nicht weit weg, wenn du sie brauchst. Straßenstrich ist zu gefährlich, im Schaufenster kann aber immer noch jeder Passant gucken und aussuchen, ohne dir zu nahe kommen zu können.
Ich arbeite zB in einer "Bar" hinterm Brüssler Nordbahnhof, jeden Samstag. Wenn ein Kunde mich (wir sind zu dritt) im Schaufenster auswählt, gehen wir in meine Kabine, die einen Vorhang an Stelle einer Tür hat. Keine 10 Meter weiter sitzt unsere "Gesellschaftsdame", die immer einsatzbereit ist, um einen Kunden rauszuwerfen oder die Polizei zu holen.
Und auch, wenn manche dieser 39 Bordelle nicht korrekt geführt werden und bestimmt manche der Mädchen, wenn nicht vom Bordellbesitzer, vom eigenen Mann oder so, gezwungen werden, es gibt Anständige unter ihnen, wie eben zB meines. Allerdings kostet die Schaufenstermiete hier 200 euro pro Schicht, ich kann dennoch in wenigen Tagen weit über 1000 euro verdienen.
Daher kann ich dir nur raten, es in einem gleichartigen "Etablissement" zu versuchen. Ich habe ein paar Monate lang als Callgirl gearbeitet, aber das ist zu riskant. Allein mit wildfremden Männern, nein danke. Außerdem kann ich als Callgirl ohne Auto pro Tag nur wenige Kunden bedienen. 2 Stunden im Bad verbringen für 1 oder 16 Kunden, das ist ein Unterschied. Auch im Portemonnaie. Wenn du kein Topmodel bist, ist Callgirl nicht sehr lukrativ, glaube ich.
In meinem jetzigen Puff sind die Zimmer kein Luxus und die Miete ist teuer, aber wenn ein Kunde Probleme macht, muss ich nur laut "Hilfe!" rufen und 5 Minuten später sind die Bullen da.
Allerdings musst du sehr, sehr selbstsicher sein. Ich hab gelegentlich den Fehler gemacht, einen ohne
Kondom ranzulassen. Damit ist jetzt Schluss aber du musst wissen, dass da teils Diskussionen und wütende Kunden auf dich zukommen können und umso wichtiger ist es, dass du Hilfe rufen kannst. Du bist Mutter und deinem Kind ein langes, gesundes Leben schuldig. Eine meiner Kolleginnen hat auch ein Baby. Sie geht täglich mit fast, manchmal über, 1000 euro nach Hause. Aber sie ist auch rigoros, was ihre Regeln und Grenzen angeht, und das ist sehr wichtig.
Auch niemals tun: Kunden oder Mitarbeitern vertrauen. Keine Telefonnummern austauschen, keine privaten Treffen, egal, wieviel Geld dir versprochen wird. Das sind nicht deine Freunde, auch, wenn sie manchmal so tun. Viel Menschenkenntnis ist hier wichtig. Kunden, die dich "besonders mögen" oder so, tun nur
verliebt, um dich gratis ... zu können. Wenn's mal einer ernstmeint - Pech. Sei "Japanisch": freundlich, aber nur an der Oberfläche, bewahre zu jeder Zeit eine gewisse Distanz. Sei eine Schauspielerin, die bei jedem Kunden tut, als möge sie ihn und seinen kleinen, erbärmlichen Pimmel, der nicht mal ein Kaninchen befriedigen könnte. Aber!! Auf der Straße KENNST DU IHN NICHT MEHR!! Bleib standfest, verzichte ab und zu mal auf ein bisschen Geld, anstatt einen großen Fehler zu machen.
Noch was: es gibt so Saunaclubs, da ist Sicherheit und Hygiene wohl noch am besten. Während in meinem Bordell hier, die Probleme der Mädchen die Betreiber nix angehen (dh. wenn du ohne Kondom ... willst, geht die das nix an, beispielsweise), werden in solchen "Saunas" sogar Kontrollen gemacht. Streng? Nein, eigentlich finde ich gut, wenn jemand aufpasst, dass ich nichts tue, was ich hinterher bereuen könnte.
Lies doch mal "Confessions of a working Girl" von Miss S., im Penguin Verlag erschienen. Die hat in England in so einer "
Sauna" gearbeitet.
Aber noch mal: Der Job ist nur geeignet für Leute, die NEIN sagen und auch durchsetzen können.